Kapitalismus

  • Apropos Plagiat. Dass sie sich den Begriff Neoliberal zu eigen machten, fand der Urheber wohl auch nicht so toll.


    Mir ging es nur darum, dem von der neoordoliberalen Propaganda beförderten Eindruck entgegen zu wirken, dass deutsche VWL-Ingenieure eigentlich mit der Sozialen Marktwirtschaft™ ein völlig geiles technokratisches Reglementarium gegen zu viel Kapitalimsus entwickelt, und dass erst der böse Ami und Milton Friedman das alles kaputt gemacht hätten, ohne dass ihnen dabei auch hierzulande bereits reichlich vorhandene Ideologie in die Hände spielte.

    So habe ich das nicht formuliert und sicher nicht gemeint. Die "soziale Marktwirtschaft" war einer der ersten PR-Erfolge. Erhard war Mitglied der Mont Pèlerin Society. Zum Glück konnte damals nicht nachhaltig überzeugen und musste schnell wieder seinen Hut nehmen. Sicher gehört er zu den ideologischen Vorkämpfern in Deutschland, die zum späteren Durchbruch beigetragen haben.


    Fun Fact: Unter Erhard drohte der DGB noch mit Generalstreik. =O

  • So habe ich das nicht formuliert und sicher nicht gemeint. Die "soziale Marktwirtschaft" war einer der ersten PR-Erfolge. Erhard war Mitglied der Mont Pèlerin Society. Zum Glück konnte damals nicht nachhaltig überzeugen und musste schnell wieder seinen Hut nehmen.

    Immerhin haben sie einen Thinktank nach ihm benannt, der ziemlich einflussreich ist und mit "sozialer" Marktwirtschaft genauso viel zu tun hat wie die so genannte Initiative, die unser komödiantisches Ausnahmetalent @Indi mit seinen Versatzstücken auflädt. :)

  • Apropos Plagiat. Dass sie sich den Begriff Neoliberal zu eigen machten, fand der Urheber wohl auch nicht so toll.


    So habe ich das nicht formuliert und sicher nicht gemeint. Die "soziale Marktwirtschaft" war einer der ersten PR-Erfolge. Erhard war Mitglied der Mont Pèlerin Society. Zum Glück konnte damals nicht nachhaltig überzeugen und musste schnell wieder seinen Hut nehmen. Sicher gehört er zu den ideologischen Vorkämpfern in Deutschland, die zum späteren Durchbruch beigetragen haben.


    Fun Fact: Unter Erhard drohte der DGB noch mit Generalstreik. =O

    Dann war es aber kein wirklich guter PR-Erfolg für den Ordoliberalismus, weil die Gewerkschaften nämlich genau so schlau waren. Mit dem "sozial" konnten sie den marktwirtschaftlichen Reformen ihr eigenes Framing verpassen, und deswegen leben wir halt sozialpolitisch nicht in den USA und haben es auch nie.


    Man muss eben unterscheiden zwischen der "reinen" Lehre und wie es dann tatsächlich durchgesetzt wurde, aber in aller Generalität landet man natürlich immer einen Glückstreffer.

  • Leider entwickelt sich unsere Gesellschaft immer mehr von einer sozialen Marktwirtschaft zu einer überbürokratisierten Technokratie.


    Wir brauchen wieder Politiker wie Reagan, Thatcher, Schröder oder Blair!


    Eine Politik für Leistungsträger statt Schmarotzer!


    Die IG-Metall will mit ihren Warnstreiks gerade auch zum Totengräber Deutschlands aufsteigen.

    Wenn die deutsche Industrie nach Polen, Rumänien, China, Indien und Mexiko geht, bleibt hier nicht mehr viel übrig. Dann ist auch nicht mehr viel da, was raffgierige Linke noch besteuern könnten und der Sozialstaat, einst eine Errungenschaft in Deutschland wird kollabieren.


    Zum Glück muss Ludwig Erhard das nicht mehr erleben!

  • RobFord Lumpen-Pazifist

    Das war jetzt nicht gegen dich gerichtet. Aber wenn Ulrike Herrmann sagt, in Deutschland herrschte schon immer der Neoliberalismus wegen Ordoliberalismus, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Deutschland war in der Nachkriegszeit aufgrund des Einflusses der Gewerkschaften nicht neoliberal im Sinne von Thatcher und Reagen, sondern eine oft gut funktionierende Sozialdemokratie (auch wenn die Politiker sich nominell vielleicht auf den Ordoliberalismus bezogen haben), die mit dem Versuch der Ausweitung der Mitbestimmungsgesetze sogar wirklich transformatives Potential gehabt hätte. Die Arbeitermitbestimmung (ernsthafte) kam in keinem anderen Land in der Geschichte so nah an die Durchsetzung wie in De, politisch.


    Den Fehler, den Herrmann und viele andere Wissenschaftler, Journalisten, Historiker, Wirtschaftswissenschaftler usw. machen ist, dass sie blind auf den sozialgeschichtlichen Aspekten sind und sich mehr auf die Elitengeschichte beziehen.

    Die Geschichte der Gewerkschaften fällt oft einfach unter den Tisch. Meiner Vermutung nach, kommt das deshalb, weil wenn ich den Gewerkschaften irgendeinen wichtigen Platz in der Geschichte zuteile, dann muss ich nicht nur eingestehen, dass sie eine starke soziale Kraft sind, sondern auch subversiv sind, und dass die großen Gestalten in der Geschichte vielleicht doch gar nicht die treibenden Kräfte für Verbesserungen waren. Und dann muss ich vielleicht sogar eingestehen, dass sie möglicherweise auch heutzutage noch dazu in Lage sein könnten, wirklich etwas zu ändern. Dann kommen aber wieder die echten Neolibs um die Ecke und sagen: "Ach diese alte Kamelle von Gewerkschaften, das ist so veraltet und das brauchen wir heutzutage gar nicht mehr." Und dann verschwindet man in der Versenkung und wird als altbacken abgetan. Das hab ich auch gemeint mit meinem Post in dem anderen Thread zu dem Interview von Tilo. Wieso redet Herrmann nicht von den Gewerkschaften, obwohl sie gute Forschung betreibt? Oder wieso redet auch Richard David Precht nicht davon? Müsste denen bei ihren Recherchen nicht auch aufgefallen sein, dass soziale Bewegungen und Gewerkschaften die größte Rolle gespielt haben bei sozialem Fortschritt? Und das hat halt mit solchen Scheuklappen zu tun. Wenn man es böse interpretieren würde, könnte man auch sagen, solche Leute wäre linke-gatekeeper, die den Rahmen dafür setzen, bis wo hin gesellschaftlich diskutiert werden kann (bis hier hin und nicht weiter).

    Falls das zu geschwurbelt war oder so, sry, ich versuche, besser zu schreiben (lese jetzt sogar lyrik)😅

  • Ja gut. Da wir ja wissen gegen wen das eigentlich gerichtet war (Hint: Es war höchstwahrscheinlich nicht Ulrike Herrmann)...:

    Die USA waren nach dem Krieg - so rein was die volkswirtschaftliche Doktrin anging - deutlich sozialdemkratischer, als die vom eisernen Kanzler Adenauer und seinem ordoliberalen Nachfolger Erhard regierte Soziale Marktwirtschaft™.

    ...schreibe ich mal folgendes von Leuten ab, die sich wirklich damit auskennen:


    "[...] Although there are some differences between ordoliberalism or German neoliberalism and American neoliberalism especially concerning their policy implications(2) from the perspective of the history of science both conceptions can be assigned to a common neoliberal thought collective (Mirowski 2014, Mirowski/Plehwe 2009)3. Mirowski (2013) argues that in the initial era of the neoliberal thought collective in the 1940s ordoliberalism was one of the three important strands (or “sects or subguilds”), beside Hayekian Austrian legal theory and Chicago School neoclassical economics.

    [...]

    The second main argument to interpret ordoliberalism as integral part of the neoliberal thought collective is based on very strong personal connections of main ordoliberal scholars with leading neoliberal thinkers and even more explicit with the twofold role of Friedrich Hayek as main proponent in two strands of neoliberalism. On the one hand Hayek was the leading scholar of the third generation of the Austrian School of Economics and together with MPS member Lionel Robbins the main opponent of John Maynard Keynes at the London School of Economics. On the other hand Hayek had close connections with ordoliberals (and later also MPS members) like Walter Eucken, Wilhelm Röpke or Alexander Rüstow yet in the 1930s (Ptak 2004).

    In the 1960s Hayek was professor at the University of Freiburg and head of the Walter Eucken Institute in Freiburg. Furthermore he continuously contributed in ordoliberal publications and was even editor of the ordoliberal journal ORDO. Henry Oliver (1960:119) in the Quarterly Journal of Economics even states, that “in a sense he (Hayek) serves as their (ordoliberals) leading political theorist”. In a similar vein Knut Borchardt (1981) stresses the similarities between ordoliberal scholars and Hayek especially in their common political will to establish and preserve capitalism4. Not least Alfred Müller-Armack, one of the politically most influential ordoliberal scholars in Germany in the 1950s to the 1970s, who also coined the term “Social Market Economy”, denotes Hayek, together with Eucken, Franz Böhm, Röpke and Rüstow as pioneer of the ordoliberal “Wirtschaftsordnungstheorie” (Ptak 2004).

    [...]

    A second episode in German economic history indicating the continuous political influence of economists, organized around the infrastructure of German neoliberalism, was the period of the “monetarist turn” in Germany in the early 1970s after a short period of “German Keynesianism” in the late 1960s (Hagemann 2008)8. Janssen (2006:83) analyzed the “counter revolution in the German money theory”, i.e. the theoretical debate of German economists about Milton Friedman’s monetarist theory and showed, who introduced monetarism into German economics. Janssen concludes that 15 mainly young German economists (“the revolt of the 30-year old”), especially from 1970 to 1976, initiated the monetarist anti-Keynesian revolution in German economics (e.g. Neumann 1972). This initiative resulted in the monetarist turn of the German Bundesbank, which as first central bank worldwide introduced monetarist money supply target as suggested by Milton Friedman (Giersch et al. 1994, Richter 1999, Feld et al. 2014).

    [...]

    A third important episode in German economic history, where the influence of economists organized around the infrastructures of German neoliberalism gets obvious is the period of the “neoliberal turn” in Germany in the early 1980s. Leaman (2009:5) for instance argues that although there are also several indicators of continuity “1982 can still be seen as a very significant marker in the history of Germany’s political economy (...) because it ushered in a period in which there was a gradual but inexorable shift in the quality of economic policy decisions, the ideological paradigm within which they were consistently framed and the global context within which nation, regional and global institutions operated”. In 1981 the Minster of economics Otto Graf Lambsdorff (Free Democratic Party, FDP) published a seminal paper entitled “Manifesto for market economy: concept for a policy to overcome weak growth performance and reduce unemployment” – the so-called Lambsdorff-paper -, where he stressed that the government interfered too much in the free market and suggested radical labor market reforms, strict budget consolidation and deregulation policies.

    [...]

    Beginning with the foundation of the German Federal Republic in the late 1940s, and later during the “monetarist turn” of the German Bundesbank in the 19702 and the “neoliberal turn” in German economic politics in the early 1980s economists connected in the infrastructures of German neoliberalism had key positions which allowed them to gain influence on economic policies and (re-)establish the economic imaginary of Social Market Economy in its German neoliberal interpretation."

    __________________________________

    Stephan Pühringer: Think Tank networks of German neoliberalism - Power structures in economics and economic policies in post-war Germany, ICAE Working Paper Series - No. 53 - September 2016 (->PDF)

  • Allerdings, in der politischen Praxis abseits der akademischen "Doktrin": ...


    "The Ordo Track Record


    The first years after the war in West Germany were marked by a back and forth between ordoliberal and Christian socialist-inspired policies. The Protestant ordoliberal Ludwig Erhard quickly rose as the party’s economic andfiscal expert,and he recruited the ordoliberal Müller-Armack as his right hand man. MüllerArmack, in turn, became the head of the administration for the economy (Verwaltungfür Wirtschaft) who was responsible for the economic policy of the occupied zones(Ptak, 2009, p. 121).

    Erhard’s first fiscal reform of 1948, together with the law that set an end to price controls (Leitsätzegesetz), were ordoliberal in character and were implemented against the will of the Catholics. When the end of the 1940sbrought a strong economic boom, this was quickly ascribed to the ordoliberalpolicies. It seemed that the ordoliberals had won the upper hand, and that they would determine the makeup of the socio economic institutions in post World War II West Germany.


    However, after this short economic boom, the reforms led to a severe faltering of the economy (Abelshauser, 1987, pp. 17–19; Conze, 2009, p. 162). When the onset of the Korean War on 25 June 1950 led to a worldwide economic crisis, unemployment in Germany started to climb to 11 percent. Fearing political and social instability like that seen in the Weimar era, the Allies asked the German government for ‘a considerable modification of the free market economy’(Abelshauser, 1987, p. 23).
    When the ordoliberals declined to do so, the Allies threatened to cut theMarshall Plan aid. Moreover, in the wake of the polarizing world politics between East and West, the Allies pressed for a quick rearmament of West Germany. Large industrial capacities were needed. This was also in the interest of German industry–which had never been happy about the anti-cartelization policies of the ordoliberals (Shonfield, 1969, p. 240).

    The call for state intervention was also in line with the corporatist preferences of the Catholic parts in the governing Christian Democratic Party. Hockerts notes that this provided a window of opportunity for the Catholic employee wing which‘went into the offensive in the field of social policy, and achieved here some substantial achievements against the neo liberals’(Hockerts,1988, p. 45).


    Catholics and the labor wing pressed for the major pension reform of 1957. Ordoliberals like Röpke were convinced that the proposal would lead to an‘artificial limp of a society crippled by proletarization and crumbled through collectivization’(Abelshauser, 1996, p. 388). Vocke, another ordoliberal, at that time head of the predecessor of the Deutsche Bundesbank, the federation of state banks, argued that it would undermine the future of the central bank’s credibility in guarding against inflation. Erhard called it the‘poison of dynamization’ and was convinced that it would lead to a‘soulless mechanized society’(Abelshauser, 1996,p. 387). However, the reform passed parliament against the will of the ordoliberals and became one of the most popular decisions of German politics. It secured Adenauer’s electoral victory in the same year. In the same year, Adenauer compensated the ordoliberals by allowing them to create an independent central bank and a strong anti-trust agency. This is what Manow coined ‘Modell Deutschland as an Interdenominational Compromise’ (Manow, 2000).


    The outcome was a mix of ordoliberal institutions that generated stable price levels and hindered cartelization and quasi-corporatist industrial relations based on a Bismarckian insurance state. The highly successful model of Rhine capitalism was born (Abelshauser, 2005).For most of post war history, the ordoliberal agenda retained its‘utopian ideals’(Patk, 2009, p. 105). The brief period of what comes closest to a pure ordoliberal regime, in the early 1950s, had to be immediately corrected through state intervention and the implementation of stabilizing neo-corporatist arrangements in order to avoid a socio economic crash (Zolleis, 2008, p. 100). To equate Rhine capitalism with ordoliberalism is therefore wrong. The outcome of the social market economy, with its extraordinary growth rates and social stability after WW II, was only possible through a policy mix that was based on a combination of ordoliberal and neocorporatist ideas.

    However, today ordoliberalism is increasingly romanticised by German policymakers as the foundational concept of the social market economy (CDU, 2001). Christian Democratic politicians in the ordoliberal tradition, like finance minister Wolfgang Schäuble, claim that the success of the German model of Rhine capitalism is based on ordoliberal doctrine. As the history of the 1950s shows,this is not only untrue but also a potentially dangerous belief. It is thus problematic that the ordoliberal myth is becoming today increasingly entrenched beyond Germany on the European level. [...]"

    _____________________________

    Josef Hien: The Ordoliberalism that Never Was, Contemporary Political Theory 12(4), 349-358 (2013) (-> ResearchGate)



  • RobFord Lumpen-Pazifist


    Ich hab mal eine Zeit lang in dem Handwerksbetrieb von meinem Onkel gearbeitet. Die meiste Zeit haben wir Aufträge gemacht bei schon etwas älteren Menschen, die alleine in ihrem Haus gewohnt haben und denen das Haus auch gehört hat. Viele ältere Menschen haben heutzutage noch einiges an Eigentum. Und das sind halt die Menschen, die noch von dem Wachstum der Nachkriegszeit und von der keynesianischen Wirtschaftspolitik profitiert haben. Die hatten früher einen gut bezahlten, dauerhaften Beruf, konnten viel Geld zusammensparen und haben sich dann Eigentum gekauft. Kann mir gut vorstellen, dass es bei den Großeltern einiger User hier im Forum auch so war und viele davon noch einiges an Eigentum haben, wenn es nicht verkauft wurde. Das sind dann nebenbei auch die Leute, die die CDU wählen ;) Die Theorie von meinem Vater ist, dass diese Leute das harte Leben im Krieg gewohnt waren und deswegen extra hart gearbeitet haben und die heutige Jugend nur zu faul ist. Dazu sag ich mal nix 😅


    Heutzutage sind solche Karrieren eher die Ausnahmen, oder es sind nur bestimmte Gesellschaftsschichten, die sich so etwas noch leisten können.

  • Eine Sache die wie ich finde irgendwie zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

    Da die Mieten ja nicht eh schon viel zu krass steigen, beteiligt sich das Finanzamt auch noch am nach oben treiben der Mieten.


    https://www.swr.de/report/miet…233454/14o86lj/index.html

    https://www.swr.de/report/miet…=233454/zequx1/index.html


    https://taz.de/Politik-straft-…niedrige-Mieten/!5555133/

    und da kommen noch paar weitere Kracher in dem Artikel...





    Um das noch bissl zu beschleunigen kann man dann natürlich noch direkt für nen höheren Mietspiegel klagen

    https://www.br.de/nachrichten/…klagt-gegen-stadt,SCkc3Cx

  • Hier wäre mehr Kapitalismus wagen die Lösung. Denn der Markt will ja niedrigere Mieten erzielen, aber der Staat interveniert und treibt die Mieten nach oben.


    Genau deshalb sollte sich der Staat aus dem Wohnungsmarkt heraushalten!

  • Hier wäre mehr Kapitalismus wagen die Lösung. Denn der Markt will ja niedrigere Mieten erzielen, aber der Staat interveniert und treibt die Mieten nach oben.


    Genau deshalb sollte sich der Staat aus dem Wohnungsmarkt heraushalten!

    Du immer mit deinen Pseudo Weisheiten aus´m Paralleluniversum :D.

  • Da die Mieten ja nicht eh schon viel zu krass steigen, beteiligt sich das Finanzamt auch noch am nach oben treiben der Mieten.

    Selbstverständlich ist es eine Katastrophe, wenn das Finanzamt niedrige Mieten behindert. Aber es handelt sich hier wohl weniger um eine Bestrafung als um die Kürzung eines Privilegs.

    Stutzig gemacht hat mich die im verlinkten Beitrag genannte Rechnung des Vermieters: Das Finanzamt hat mir die Werbungskosten um ein Drittel gekürzt, also muss ich die Miete um ein Drittel erhöhen. Die Drittel Miete und Werbungskosten sollen denselben Betrag haben? Werbungskosten (siehe Wikipedia) repräsentieren den Aufwand, der für die Erzielung einer Einnahme notwendig ist. Bei Lohnabhängigen etwa die Fahrtkosten, bei Vermietern Reparaturen etc. Bei Unternehmen heißen die Werbungskosten etwas weniger altbacken 'Betriebsausgaben'. Wenn ich nun also für meinen Bauernhof Saatgut, Diesel oder Ersatzteile gekauft habe, durfte ich die Kosten dafür von der Steuer absetzen. Das heißt aber nicht, dass ich die Kosten erstattet bekommen hätte. Von der Steuer absetzen heißt, vom zu versteuernden Einkommen abziehen. Wenn ich also 100 € ausgebe, dann sinkt mein zu versteuerndes Einkommen um diesen Betrag. Am Ende kommt es ganz darauf an, wie hoch meine Steuerquote ist, wieviel Prozent meines Einkommens ich als Steuer abführen muss. Wenn ich 20% Steuern zahlen muss, ist meine Ersparnis von 100 Euro Ausgaben 20 Euro. Wir wissen nicht, wie hoch die Steuerquote des genannten Vermieters ist, aber wir wollen für ihn hoffen, dass seine Werbungskosten, also sein Aufwand, nicht mindestens mehr als doppelt so hoch sind wie seine Einnahmen (bei maximaler Steuerquote). Denn nur in diesem Falle könnte seine Rechnung stimmen. Und er wäre längst bankrott.

    Dazu kommt noch, dass es sich hier offenbar nicht um tatsächliche Werbungskosten handelt, sondern um einen Pauschalbetrag. Ein Pauschalbetrag ist ein Mindestbetrag, der ein Privileg für die darstellt, die hohe Einnahmen mit wenig Aufwand erzielen. Was das Finanzamt hier macht, ist, einem, der weniger Einnahmen hat, das Privileg zu kürzen, Aufwand geltend machen zu können, den er gar nicht hatte.

    Wie auch immer die Verringerung der Werbungskostenpauschale für den Vermieter schmerzlich sein kann. Als Ausgleich für den daraus resultierenden Verlust muss er keinesfalls die Miete um denselben Betrag erhöhen. Der Vermieter ergreift mit der Mieterhöhung hier die Gelegenheit, seinen Profit zu erhöhen, ohne sein soziales Image zu gefährden. Das nenne ich den diskreten Charme der Bourgeoisie

  • Selbstverständlich ist es eine Katastrophe, wenn das Finanzamt niedrige Mieten behindert. Aber es handelt sich hier wohl weniger um eine Bestrafung als um die Kürzung eines Privilegs.

    Wenn etwas für alle gilt und man es einem kleinen Teil wegnimmt/streicht, ist es dann eine Benachteiligung oder einfach nur das streichen eines Privilegs?

    Nur ein Gedanke, darauf möchte ich das ganze Thema eigentlich überhaupt nicht verkürzt oder fokussiert sehen.


    Frage mich auch, ob das für dich hier nun der Take Away der Thematik ist/war?

    Gepaart mit deinem Abschluss

    Der Vermieter ergreift mit der Mieterhöhung hier die Gelegenheit, seinen Profit zu erhöhen, ohne sein soziales Image zu gefährden. Das nenne ich den diskreten Charme der Bourgeoisie

    ergibt das für mich dann als Aussage: "Lasst uns mal lieber über die bösen ausbeuterischen Vermieter schimpfen, das Finanzamt (der Staat) wendet ja nur geltendes Recht an".

    Und bevor hier jetzt das ganze auf den Vorwurf verkürzt wird, ich würde hier nun dir was in den Mund legen und/oder nen Strohmann bauen. Nicht dass ich dir damit nun vorwerfen will, dass du das für gewöhnlich so machst, aber das wird hier von einigen gerne genau so praktiziert. Ich möchte damit ausdrücken wie das bei mir ankommt bzw was beim weiterdenken dessen dann als Konsequenz oder Fortführung sich mir abzeichnet/darstellt.


    Ich hab das übrigens bewusst im Thread "Kapitalismus" und nicht im Thread "Die armen Vermieter werden gezwungen ihre Mieter noch mehr auszubeuten auszunehmen" gepostet.



    Stutzig gemacht hat mich die im verlinkten Beitrag genannte Rechnung des Vermieters: Das Finanzamt hat mir die Werbungskosten um ein Drittel gekürzt, also muss ich die Miete um ein Drittel erhöhen.

    Auch hier die Frage, ist das dein Take Away? Willst du das echt darauf verkürzen und fokussieren? Ohne jetzt die exakte Buchführung von denen zu haben macht es echt keinen Sinn über deren Kostensituation zu spekulieren. Das solche Aussagen in einer relativ kurzen medialen Berichterstattung ebenfalls verkürzt sind brauchen wir hoffentlich nicht näher zu beleuchten. Wenns nun aber wichtig ist da was zu spekulieren, dann würde ich erstens darauf verweisen, dass dem von dir genannten Satz noch ne Aussage vorausging, was ich dann zusammen betrachtet so interpretieren würde:

    "Das Finanzamt sagt mir, dass die Miete um ein Drittel zu niedrig ist, deswegen werden meine abschreibungsfähig anerkannten Kosten um ein Drittel gekürzt. Um dem zu entgehen muss ich nun also die Miete um ein Drittel erhöhen."

    Ob das mit der Kürzung um ein Drittel am Ende überhaupt korrekt ist oder da einfach einmal zu viel ein Drittel reingerutscht ist...ka. Aber ganz ehrlich, ist mir persönlich am Ende auch echt egal oder zumindest halte ich es nicht für wichtig genug, als dass ich dem nun hinterherrecherchiere.


    Dazu kommt noch, dass es sich hier offenbar nicht um tatsächliche Werbungskosten handelt, sondern um einen Pauschalbetrag

    Ka wie du auf die Idee kommst (kann ja eigentlich nur wieder an dem Drittel liegen) und weiterhin ka warum das überhaupt relevant sein sollte.


    Was das Finanzamt hier macht, ist, einem, der weniger Einnahmen hat, das Privileg zu kürzen, Aufwand geltend machen zu können, den er gar nicht hatte.

    Zu deinem Framing als Privileg hab ich Eingangs ja schon nen Gedanken formuliert. Bei Pauschalbeträgen könnte man es dann vllt noch eher so darstellen, wobei die mehr ein Privileg für das Amt sind, nicht so viele Belege mit "Kleinscheiß" prüfen zu müssen und für den Gesetzgeber die Abgabenstruktur nicht genauer unter die Lupe zu nehmen und mal anständig anzupassen. So nen Pauschalbetrag ist halt schneller mal formuliert.


    Nochmal, ist das alles der Aufreger hier für dich?!?

    Oder ist nicht viel mehr der wirkliche Aufreger, wie das Finanzamt argumentiert, wie es die ortsübliche Miete bestimmt und welche Folgen das ganze dann mit sich bringt?

    zB bringt es neben dem banalen steigen der Mieten auch noch sowas mit sich und ja das noch komplexer als nur auf den bestimmten Mietspiegel zu reduzieren, dennoch muss genau das betrachetet werden, denn es ist mindestens mal wesentlicher Teil des ganzen.

    Aber halt, wir können das nun ja auch wieder darauf verkürzen auf die Erben zu schauen. Die sollen mal nicht so rumweinen, dass sie unverdientes Vermögen bekommen haben und das jetzt gefälligst einfach verkaufen und mit der Kohle dann gefälligst Land gewinnen. Guter Lösungsansatz, gehts am Ende wenigstens allen schlechter...außer dem Großkapital und den Spekulanten.



    Und/oder dass im Bundesrat in mehreren Fachausschüssen sich für eine Änderung des ganzen ausgesprochen wurde und ausgerechnet "der Finanzausschuss, zuständig für Steuereinnahmen" dagegen war?


    Oder sowas hier

    Ein weiterer Fall: der Münchner Orden der Barmherzigen Schwestern, über den der Bayerische Rundfunk berichtet hat. Die Organisation betreibt zahlreiche Krankenhäuser und Pflegeheime. Um dringend benötigtes Personal in der nicht gut bezahlten Branche zu bekommen, vermietet sie günstig Dienstwohnungen. Eine Pflegehelferin, die 2.500 Euro brutto verdient, erhält eine Wohnung beispielsweise für die Hälfte des marktüblichen Preises. Das wiederum passt dem Finanzamt nicht, es berechnet die Miet­ersparnis als geldwerten Vorteil – also als zusätzliches Einkommen, das versteuert werden muss.

    AAAABER halt, da wird ja nur das Privileg der Pflegerinnen nun günstiger zu Wohnen entsprechend in der Einkommens-/Lohnsteuer gewürdigt. Wir könnten uns jetzt hier aber natürlich auch auf den Arbeitgeber stürzen, der hier anstatt den Lohn direkt anzupassen auf solche Ideen kommt. Oder wir stellen fest, dass unter anderem bei der Bestimmung der ortsüblichen Miete durch das Finanzamt was schief läuft...


    Oder sowas hier

    Hans H. macht keine Verluste mit seinem Haus, im Gegenteil: Er lebt von den Mieteinnahmen. Die reichen ihm für seinen Lebensstandard, zu dem eine selbst genutzte Eigentumswohnung, ein Auto, ein kleiner Garten und mehrere Urlaube im Jahr zählen. „Mehr brauche ich nicht“, sagt er: „Warum soll ich den Leuten eine Miete aufdrücken, nur weil das Finanzamt meint, ich müsse mich dem Markt anpassen?“


    Die Folge der Forderungen der Behörde: Die Ausgaben, die Hans H. für die Instandhaltung des Hauses hat – Reparatur der Dachrinnen, Kellertrockenlegung, so was – erkennt das Finanzamt nicht an. Die seien – wegen der zu geringen Gewinn­absicht des Vermieters – sein privates Hobby und damit wiederum „Liebhaberei“. Das ist absurd, findet Hans H. Denn für die Instandhaltungskosten muss er selbstverständlich aufkommen, die kann und will er auch nicht auf die Mieten umlegen.

    AAAABER der verliert doch nur sein Privileg da was absetzen zu können. Und außerdem soll der sich mal nicht so haben, kann er doch einfach mal weniger Urlaub machen oder sein Auto verkaufen oder den Garten vermieten oder ...



    Ist jetzt alles natürlich ganz überraschend, dass hier alle Parteien zu einem nicht unwesentlichen Teil eigeninteressengesteuert handeln und das auch noch mit einem nicht unerheblichen Fokus auf Kapitalinteressen im System Kapitalismus.

    Diese für so Teilnehmer wie das Finanzamt aufzuzeigen und deren Methoden der Durchsetzung zu verdeutlichen und dann in den Gesamtkontext zu stellen ist aus meiner Sicht hier wesentlicher, als auf den einzelnen, verhältnismäßig Kleinvermögenden zu schauen/zeigen.

  • Aber halt, wir können das nun ja auch wieder darauf verkürzen auf die Erben zu schauen. Die sollen mal nicht so rumweinen, dass sie unverdientes Vermögen bekommen haben und das jetzt gefälligst einfach verkaufen und mit der Kohle dann gefälligst Land gewinnen. Guter Lösungsansatz, gehts am Ende wenigstens allen schlechter...außer dem Großkapital und den Spekulanten.

    Das ist der springende Punkt dabei.


    In begehrten Ballungsräumen wie München kann man mit 99% Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass so ein Haus dann von Spekulativen Anlegern gekauft wird, die entweder einen Weg finden, das ganze Objekt Luxuszusanieren und dann drastisch die Mieten zu erhöhen, oder in Eigentumswohnungen umzuwandeln, deren Einzelverkauf dann noch mal deutlich höhere Preise erzielt. Am besten verkaufen die sich natürlich, wenn man sie vorher "entmietet" hat. Was auch nicht unüblich ist, ist einfach gar nichts darin zu investieren, und die Objekte verkommen zu lassen, und so die MieterInnen zu vergraulen und sie dann nach ein paar Jahren mit 10-20% Rendite weiterzuverkaufen.


    Bei aller Kritik an Leuten wie dem Herrn H. aus Deinem letzten Beispiel, der sich seinen Lebensunterhalt von seinen MieterInnen finanzieren lässt, oder an der generell zutiefst ungerechten Konzentration der knappen Ware Wohnung bei privaten EigentümerInnen, die eigentlich abgeschafft gehört - wenn H. die Bude an die Immobilienkonzern- und Investmentmafia verkauft, dann werden die MieterInnen es garantiert noch deutlich schwerer haben.


    Im übrigen sind die Instandhaltungskosten gerade bei den sehr begehrten und über hundert Jahre alten Gründerzeit-Altbauten in den Innenstädten erstens nicht von Pappe und sie lassen sich vor allem nie genau planen. Irgendwann muss da plötzlich das Dach erneuert, oder die Stränge saniert werden, damit die Bausubstanz keinen dauerhaften Schaden nimmt.

    Wer dafür als EigentümerIn keine Rücklagen aus den Mieteinahmen bilden kann, der steht schnell mal mit mehreren hunderttausend Euro in der Kreide. Das geht auch den sozialsten Wohnungsgenossenschaften nicht anders.

  • Frage mich auch, ob das für dich hier nun der Take Away der Thematik ist/war?

    Lieber nachdenkliche Mensch,

    mir ist nicht klar, was in diesem Zusammenhang der Begriff 'Take Away' bedeuten soll.

    Im Übrigen beschämst Du mich etwas durch den Aufwand, den Du getrieben hast. Ich wollte Deinen Beitrag weniger kritisieren als ergänzen.

    Und ja, Du hast ganz Recht, wenn Mietshausbesitzer:innen klagen, dann geht's mir ein bisschen wider die Natur. Zu oft habe ich als Landwirt bei Pachtvertragsverhandlungen die Klagen derjenigen anhören müssen, die auf ihren Sofas sitzen, viel Geld für nichts kassieren, und sich über die faulen Hartzer oder Mietnomaden beschweren. (Verpächter sind oft auch Vermieter. Dej Düwel schitt upn grötzten Hümpel, wie Onkel Bräsig in Mecklenburg sagt)

    Schön, wenn der genannte Vermieter die Miete nicht maximal in die Höhe treibt. Schlecht, wenn das Finanzamt dafür seine Steuerlast erhöht. Dies gesagt, kann man aber, auch ohne die Zahlen zu kennen, als sicher annehmen, dass der Verlust, den der Typ erlitten hat, sehr viel kleiner ist als die genannte Mieterhöhung. Das geht aus der Konstruktion der Besteuerung notwendig hervor.

  • Im übrigen sind die Instandhaltungskosten gerade bei den sehr begehrten und über hundert Jahre alten Gründerzeit-Altbauten in den Innenstädten erstens nicht von Pappe und sie lassen sich vor allem nie genau planen. Irgendwann muss da plötzlich das Dach erneuert, oder die Stränge saniert werden, damit die Bausubstanz keinen dauerhaften Schaden nimmt.

    Wer dafür als EigentümerIn keine Rücklagen aus den Mieteinahmen bilden kann, der steht schnell mal mit mehreren hunderttausend Euro in der Kreide. Das geht auch den sozialsten Wohnungsgenossenschaften nicht anders.

    Das hätte ich von Dir jetzt nicht erwartet. Was hast Du vor? 'Industrieller' agitieren? Der arme Eigentümer eines Gründerzeithauses in der Innenstadt, der keine Rücklagen bildet kann und dann auf der Straße landet, wenn der Hausschwamm kommt? Im Ernst? Nein, das ist ein selbstironischer Bezug auf linken Populismus, oder? Na dann bin ich beruhigt.

  • Ich glaube so langsam, lieber @Heyfisch, Du willst hier alle falsch verstehen, damit Du ihnen dann vorhalten kannst, sie würden eigentlich der Gegenseite in die Hände spielen.


    ich werde es jetzt nicht nochmal erklären, da musst Du die Forensuche nach Beiträgen von mir zur Berliner Wohnungspolitik bemühen. Es sind nicht wenige.


    Aber wenn Du meinst, ich hätte die geringste Sympathie für irgendwelche Wohnhauseigentümer, die sich darüber beschweren, dass ihre Betongold-Kapitalanlagen nicht genug Rendite abwerfen, dann meinst Du das genaue Gegenteil von dem was ich meine.

  • mir ist nicht klar, was in diesem Zusammenhang der Begriff 'Take Away' bedeuten soll.

    Ja doofes Denglisch immer... Weil ich selbst etwas erstaunt darüber bin, dass es da zu finden ist:

    https://www.duden.de/rechtschreibung/Take_away

    "Herkunft

    englisch takeaway, zu: to take away = zum Mitnehmen"


    Also exakt genau das. Es soll bedeuten "das was du für dich daraus mitgenommen hast"


    Ich wollte Deinen Beitrag weniger kritisieren als ergänzen.

    Für mich stellt das was du machst aber leider keine Ergänzung sondern eine Verkürzung dar. Zudem sogar noch eine Fokussierung auf einen aus meiner Sicht unwesentlichen Punkt, was dann in der Konsequenz aber dazu führt die für mich wesentlichen Punkte aus dem Fokus zu nehmen oder gleich ganz außer Acht zu lassen.


    Schön, wenn der genannte Vermieter [...]

    Warum fokussierst du dich so absolut auf einen genannten Vermieter? Kennst den persönlich?


    Genauso ist es irgendwie auch nicht wirklich erwähnenswert, dass so ziemlich alle erstmal eigene Kapitalinteressen verfolgen, da allein schon systembedingt notwendig.


    Was dann jedoch wirklich erwähnenswert ist, wenn dann einzelne Subjekte nicht dem systemimmanenten Fokus auf die Gewinnmaximierung folgen und dafür von offiziellen Stellen, also quasi direkt vom System nen Satz Extrarepressalien (in Form von "Privilegienentzug") bekommen, solang sie nicht wieder auf Linie sind. Wenn man die Feststellung dann noch dazu in einem Thread der sich um eben das System dreht liest, dann könnte man dem ganzen auch mehr den Fokus auf die unterschwellige Systemkritik zugestehen, als sich auf einzelne Subjekte zu stürzen, welche selbst noch dazu vollkommen unbedeutende Teile des Systems sind.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!