Kapitalismus

  • Fuck you @Syd !

    Wie gesagt, werter Utan , aktuell geht es um Schadensbegrenzung. Das System ist verkorkst, keine Frage. Es erzeugt Krisen: die jetzige, und die davor, und davor noch eine...


    Die jetzige ist akut. Du bist ein bisschen wie der Pfaffe aus früheren Zeiten, der den Leuten ein besseres Leben verspricht - nachdem sie tot sind. Kapitalismuskritik, Opium für linksliberale Volk. Der arme Hohli hat ein schlechtes Gewissen, weil er nicht so kann, wie er gerne wollte. Oder wie du ihm sagst, dass er eigentlich sollte.


    DIESE Krise ist akut. Du kannst den Patienten gerne weiter analysieren, aber nicht mehr allzu zu lange - am Schluss bleibt dann nur noch die Obduktion.


    PEACE, Utan

  • Ich gebe dir recht, dass es schon immer eine Taktik ist Protestierende in die Nähe von Verschwörungstheorie zu pressen.


    Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist warum das alles jetzt mit Corona aufkommt. Wie Utan sagt, schlimmere Grundrechtsverstösse, wie z.B. das bayerische PAG, das quasi eine bayrische Gestapo geschaffen hat, haben bei den "Liberalen" keine große Protestwelle ausgelöst. Linke Demonstranten waren da zusammen mit Fussballfans auf der Strasse und die Bevlkerung hat es weggenickt obwohl die Statistischen Fakten einen Rückgang der Straftaten zeigten..


    Bei Corona gibt es einen wissenschaftlich fundierten Diskurs. Wir können jeden Tag über die Entwicklungen in der Wissenschaft erfahren. Ich halte Drosten und Co wirklich für unabhängig.


    Wir können anhand der Entwicklung in den USA, Indien, Brasilien usw. sehen, dass die Regelungen nicht nur theoretisch sondern auch praktisch begründet sind.

  • Was ich dir Vorwerfe ist das für dich anscheinend (ähnlich wie für die Reaktion) Corona ein entkoppeltes Ereignis darstellt, also eine Naturkatastrophe die nicht vorhersehbar war.


    In Realität sind alle Epidemien ein Problem des Wirtes, nicht des Erregers. Die Frage ob man Robert Kochs Ansätzen und nicht denen von Louis Pasteur folgt ist ideologisch geprägt.


    Es ist der Zustand der Welt vor dem Erreger vor der Epidemie der den Erreger die Epidemie hervorgebracht hat.

  • Das PAG betraf (scheinbar, aus Sicht der breiten Mehrheit) nur wenige. Die Corona-Maßnahmen betreffen sehr viele - das ist der grundlegende Unterschied. Dazu kommt, dass seit vielen Jahren Angst geschürt wird vor „Gefärdern“, was ein PAG in den Augen vieler vielleicht auch rechtfertigt. Man selber ist ja nicht betroffen, solange man sich nichts zuschulden kommen lässt.


    Ich denke, das ist der grundlegende Unterschied.


    Die anderen beiden Abschnitte gehören in den anderen Thread. Ich rate aber immer dazu, sich nicht allzu sehr vom Blick auf andere Länder leiten zu lassen. Die Lage ist hierzulande schon unübersichtlich genug; dort ist sie mit all den unterschiedlichen Randbedingungen für einen Laien komplett undurchschaubar.

  • Der Kapitalismus hat also Corona verursacht!


    Drosten sieht den "Marderhund" als Ursprung des erregers. Marderhunde werden wegen ihrem Pelz (Für die Pelzmäntel der Reichen) zu hunderttausenden in China unter unsäglichen Bedingungen gehalten.


    In China gibt es Menschen in sozialen Umständen die sie zwingen das Fleisch dieser oft kranken Tiere zu essen.


    Du hast über Grippeepidemien gesprochen, hier ein Vortrag des Evolutionsbiologen Robert G. Wallace "Big Farms make big Flu" (auf kürzeres Interview verlinkt):

  • Der Ursprung des Virus beim Marderhund ist wohl eine Hypothese. Eine nicht allzu gesicherte, soweit ich weiß - aber eigentlich ist das egal. Klar bringt der weitgehend ungezügelte Kapitalismus weltweit die Leute dazu, Scheisse zu fressen, gar kein Frage.


    Die aktuelle Krise - und vor allem: der Umgang mit ihr - sorgt dafür, dass Millionen gar nichts mehr zu fressen haben. Auch hier wieder das Dilemma: Chronisch vs. akut (siehe oben).

  • Der arme Hohli hat ein schlechtes Gewissen, weil er nicht so kann, wie er gerne wollte. Oder wie du ihm sagst, dass er eigentlich sollte.

  • Was anscheinend ein echt harter Brocken für viele ist, ist zu begreifen was die Grenzen des Wachstums eigentlich bedeuten. Die Studie von 1972 mit dem gleichen Namen wurde alle 10 Jahre wieder überprüft. Wir sind voll auf Kurs des "business as usual" Szenarios und dem Untergang dieser Zivilisation.


    Ich will das alle mal ihre Aufmerksamkeit auf die schwarze Kurve "Death Rate" richten und sich fragen was das wohl mit Corona zu tun haben könnte, auch bezüglich der Ursachen. Wir haben die Warnungen der Wissenschaft seit 50 Jahren als "Panikmache" abgetan. Corona ist Teil der Rechnung dafür.

    Der status quo ante ist die bevorstehende Vernichtung von zahllosen Menschenleben durch den Kapitalismus. Noch könnte man diesen Verlauf beeinflussen. Das wollen die Corona Proteste nicht. Ich sehe diese als Teil des Problems.

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  • As pollution mounts and industrial input into agriculture falls, food production per capita falls. Health and education services are cut back, and that combines to bring about a rise in the death rate from about 2020. Global population begins to fall from about 2030, by about half a billion people per decade. Living conditions fall to levels similar to the early 1900s

  • AlienObserver

    Die Todesrate geht zur Blütezeit des Kapitalismus massiv nach unten - lass das mal nicht den Indi sehen.


    Hohli

    „Der arme XY“ meint im Deutschen nur in Ausnahmefällen dessen materielle Verhältnisse.

  • @Flick-Flack trotzdem muss man erkennen was Ursache und was Symptom ist.

    Sicher. Ich habe ja auch nichts gegen die messerscharfen Analysen unseres roten Affen hier.


    Aber die Analyse ist das eine, die Behandlung der akuten Symptome das andere. Wenn das eine das andere verhindert - weil vielleicht auch ideologische Scheuklappen der Behandlung im Wege stehen - und der Patient hinterher tot ist oder komatös, dann hat keiner was davon.


    Es war aktuell gerade die Rede davon, Demonstrationsrechte weiter einzuschränken. So was meine ich mit komatös. Der Affe sagt: „Demonstrier nicht mit den Schmuddelkindern“, was im Grunde aufs Gleiche rauskommt.

  • Du bist ein bisschen wie der Pfaffe aus früheren Zeiten, der den Leuten ein besseres Leben verspricht - nachdem sie tot sind. Kapitalismuskritik, Opium für linksliberale Volk.

    Damit beweist Du nur, dass Du überhaupt nicht verstanden hast, was Kapitalismuskritik eigentlich ist, sondern auch hier - wie immer - nur irgendwelche Versatzzstücke zusammensetzt, die Dir dabei helfen, Dich vor tatsächlichen Argumenten zu bewahren.


    Der Pfaffe ist ein Ideologieproduzent. Mein Karrusellpferdchen hier ist hingegen die Ideolgiekritik. So ziemlich alles was ich hier und im anderen Forum geschrieben habe hat etwas damit zu tun, warum Leute denken wie sie denken und handeln wie sie handeln, weil man die Leute nur zum Umdenken und anders handeln bringen kann, wenn man versteht was sie davon abhält.


    Leute wie Du und Deine Vordenker vom Konspiratisikgroßhandel interessieren sich allerdings nicht dafür, wie Ideologie zustande kommt, was ihr Zustandekommen mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun hat, und welche verheerenden Auswirkungen das auf die Gesellschaft haben kann und hat.

    Denn Euch interessieren eigentlich nur Eure persönlichen Verhältnisse, weil ihr entweder vollkommen von einer herrschden Ideologie vereinnahmt seid, die Euch eingetrichtert hat, dass für jeden gesorgt sei, wenn jeder für sich selbst sorge, und weil Euch das - wie das religiöse Opium des Pfaffen - das Gehirn so vernebelt hat, dass ihr jetzt Zeter und Mordio schreit und nach Schuldigen sucht, wenn diese abgeranzte Scheinsouveränität auf einmal als die Farce entlarvt wird die sie schon immer war - oder weil ihr selbst Ideologieproduzenten seid, die anderen Leuten "kritisches " Denken als Heilslehre versprechen, während sie ihnen VordenKen, was nachzudenken sei - und dabei genau das selbe tun wie z.B. der herrschende Vulgär-Neoliberalismus, der den Menschen "Freiheit" verspricht, während er sie darauf abrichtet, sich dem Kapital und seinem marktförmigen Verwertungssystem zu unterwerfen.


    FU @Syd.

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