#753 - Sahra Wagenknecht (BSW)

  • Nee, sorry. Das ist so unterkomplex wie blödsinnig. Deine Haltung zu den Palästinensern ist auch völlig klar und spiegelt sich in all deinen Beiträgen wider. Und dafür wirst du hier zurecht gefeiert und gegen hasbara und antideutsche verteidigt.

    Schau doch mal das Interview mit Helga Baumgarten. Blödsinn verbreitest du.

  • ondern es geht um Wähler, die aufgrund der jüngsten Querelen beim BSW überlegen, vielleicht doch AfD zu wählen. Diese nicht den Rechtsextremen überlassen - unter der Prämisse hat sie einen guten Job gemacht.

    Das war doch genau der Punkt des gesamten Interview: Sie fischt mit ihren Themen und Haltungen am rechten Rand. Das haben wir aufgezeigt.

  • Mich würde ja wirklich mal ganz unironisch und konkret interessieren, warum die Frage der Existenz der Ukraine überhaupt so eine Wichtigkeit hat, dass man sie einer Politikerin unbedingt stellen muss, die sowieso nur 1 1/2 Stunden Zeit hat, und die wahrscheinlich zu kaum einem anderen Thema schon so oft und so ausgiebig sowohl in good als auch in bad faith öffentlich befragt wurde, wie zu ihrer Haltung zum Krieg in der Ukraine.


    Was man dazu natürlich zu allererst mal klären sollte, ist die Frage was "Die Ukraine" in diesem Zusammenhang überhaupt ist. Wenn man darunter z.B, die Menschen versteht, die auf dem Gebiet des ukrainischen Staates leben, dann wird man hinsichtlich der Frage von deren Existenz in einem seit drei Jahren andauernden Zermürbungskrieg möglicherweise zu einem anderen Schluss kommen, als wenn man darunter den Staatsapparat und seine Staatsführung versteht.


    An der Frage, inwiefern das eine mit dem anderen gleichzusetzen ist, scheiden sich hier ganz offensichtlich die Geister und daran trennt sich eben auch z.b. eine staatskritische, von einer staatstragenden (bzw. die antinationalistische von der nationalistischen) Haltung™.

    Wenn man sich nun die Argumente letzterer zu eigen macht, um die Kandidatin damit zu kritisieren, dann kann man sich allerdings auch schlecht darauf hinaus reden, dass die eigene Haltung dabei gar keine Rolle spiele.

  • NeeTilo, das Pokerface musst du echt noch üben. Und mehr noch: Teilweise hört man deine Haltung raus, also ob dir eine Antwort gefällt oder nicht, ganz ohne Videobild, nur anhand der Art wie du atmest.

    Mal ganz allgemein gesprochen: Interviewer sind doch keine Roboter.

    Bei dem Interview mit der Vorsitzenden der Landjugend (Theresa Schmidt) - welches ich an der Grenze zum Unerträglichen fand, weil die mit ihrer Rhetorik ungeschoren sprichwörtlich ein Pferd ins Koma hätte labern können - war Tilo dann dieser Logik nach ein Befürworter der Bauernproteste? Und bei Clara Bünger einer, der kleine Mädchen frisst?

    Das ergibt keinen Sinn, Leute.


    Ich will da nicht zu viel reininterpretieren, aber es gibt auch noch andere Ebenen, als die Sachebene, welche die Stimmungen in einem stundenlangen Gespräch bestimmen.


    Und ich höre mir die letzten Aufwachen-Podcasts unter der genannten Prämisse gerne noch einmal an, aber ich empfinde die hier gezogenen Schlußfolgerungen als zu absolut.

  • nur bei ganz bestimmten Gästen und Haltungen.

    Ich muss dem Eindruck auch zustimmen.

    Die ersten Gespräche mit Lüders fand ich zB super Interessant weil er seine Perspektiven dargelegt hat und auf Augenhöhe bei angenehmer Stimmung viel Inhalt rumgekommen ist. Wie man zum gesagten steht kann ja jeder selbst beurteilen.


    Beim letzten Interview war die Stimmung viel gereizter und es wurden semantische Fallstricke ausgelegt die zwar nen "Gotcha" Moment erzeugen aber letztlich auf ziemlich seichten Niveau.

    Ich schätze mal es hat was mit dem BSW bzw. den positionen zum Ukraine Krieg zu tun gehabt dass er plötzlich anscheinend in "Ungnade" gefallen ist.


    Dieses bist du gegen Nazis oder Antifaschistin beim Wagenknecht Gespräch ging auch in Richtung Fallstrick obwohl sie sich Inhaltlich recht klar positioniert hat.


    Bitte einfach als Feedback verstehen falls man sich fragt woher dieser Eindruck kommen könnte. Letztlich sind die meisten hier ja trotzdem Fans von Tilos Arbeit sonst würde man sich ja nicht die Mühe machen im Forum abzuhängen. 8)

  • Dieses bist du gegen Nazis oder Antifaschistin beim Wagenknecht Gespräch ging auch in Richtung Fallstrick obwohl sie sich Inhaltlich recht klar positioniert hat.

    Das war Thema, weil Sahra a) mit Faschisten abstimmt, b) selbst am rechten Rand fischt sowie c) früher die Antifa aktiv und finanziell unterstützt hat. Wie obvious soll es denn noch werden?

  • Was man dazu natürlich zu allererst mal klären sollte, ist die Frage was "Die Ukraine" in diesem Zusammenhang überhaupt ist. Wenn man darunter z.B, die Menschen versteht, die auf dem Gebiet des ukrainischen Staates leben, dann wird man hinsichtlich der Frage von deren Existenz in einem seit drei Jahren andauernden Zermürbungskrieg möglicherweise zu einem anderen Schluss kommen, als wenn man darunter den Staatsapparat und seine Staatsführung versteht.


    An der Frage, inwiefern das eine mit dem anderen gleichzusetzen ist, scheiden sich hier ganz offensichtlich die Geister und daran trennt sich eben auch z.b. eine staatskritische, von einer staatstragenden (bzw. die antinationalistische von der nationalistischen) Haltung™.

    Wenn man sich nun die Argumente letzterer zu eigen macht, um die Kandidatin damit zu kritisieren, dann kann man sich allerdings auch schlecht darauf hinaus reden, dass die eigene Haltung dabei gar keine Rolle spiele.

    Das.

  • Der Wagenknecht-Fanclub ist ja, man hat es nicht anders erwartet, mit Vollgas unterwegs.

    Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum diese Frau vo einigen Leuten, die sich ja selbst als links verstehen, auch noch hofiert wird, obwohl sie ja schon vor einiger Zeit rechts abgebogen ist.

    Mir fehlt da einfach das Verständnis: ist es die Unmöglichkeit, sich selbst einzugestehen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben?!

  • Der Wagenknecht-Fanclub ist ja, man hat es nicht anders erwartet, mit Vollgas unterwegs.

    Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum diese Frau vo einigen Leuten, die sich ja selbst als links verstehen, auch noch hofiert wird, obwohl sie ja schon vor einiger Zeit rechts abgebogen ist.

    Mir fehlt da einfach das Verständnis: ist es die Unmöglichkeit, sich selbst einzugestehen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben?!

    Wo ist denn Wagenknecht nach rechts abgebogen?

    Die Frage ob wir Migration nicht bräuchten um die Boomer Renten zu bezahlen hat sie auf sehr linke weise pariert.


    Die Idee der open Borders ist eine liberale und keine linke Position und dient in erster Linie dazu die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

  • Die Idee der open Borders ist eine liberale und keine linke Position und dient in erster Linie dazu die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

    Ja, ganz nach dem alten sozialistischen Kampflied "Die Intranationale".

    10-- 1-01 10=- 1-00 1--2 10=0 1-2= 1-01 10=0 1-01 1-20 10=1 10=2 10=1 1-10 10=0 10=1 1-00 1-21 1-21 1-02

  • Ja, ganz nach dem alten sozialistischen Kampflied "Die Intranationale".

    Im bürgerlichen 19. Jahrhundert waren die Grenzen zwischen den Staaten relativ leicht zu überqueren. Und das war für die Arbeiterbewegung ein Problem. Um einen Eindruck davon zu bekommen, muss man nur das Kommunistische Manifest lesen. "Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet", heißt es da. Karl Marx und Friedrich Engels sahen dies 1848 als Ergebnis einer gesetzmäßigen Entwicklung.


    Zwischen den Zeilen scheint aber auch Bedauern darüber durch, dass die Bourgeoisie alle nationalen Grenzen einreißt.

  • Wo ist denn Wagenknecht nach rechts abgebogen?

    Die Frage ob wir Migration nicht bräuchten um die Boomer Renten zu bezahlen hat sie auf sehr linke weise pariert.


    Die Idee der open Borders ist eine liberale und keine linke Position und dient in erster Linie dazu die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

    Das kannst du doch nicht wirklich ernst meinen...

  • Die Produktivität erhöhen heißt nicht das wenige mehr machen müssen. Stichwort Automatisierungsgrad.


    Der Fakt Menschen im Niedriglohnsektor in Arbeit zu bringen ist vom wirtschaftlichen und sozialen Standpunkt meiner Meinung nach nicht grundsätzlich als positiv zu bewerten.


    Sie spricht ja von Amazon Logistikzentren als ein Beispiel, man könnte mit den Kurierfahrern direkt weitermachen. Alles körperlich harte Arbeit für viel zu wenig Geld.


  • Zitat

    Im bürgerlichen 19. Jahrhundert waren die Grenzen zwischen den Staaten relativ leicht zu überqueren. Und das war für die Arbeiterbewegung ein Problem. Um einen Eindruck davon zu bekommen, muss man nur das Kommunistische Manifest lesen. "Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet", heißt es da. Karl Marx und Friedrich Engels sahen dies 1848 als Ergebnis einer gesetzmäßigen Entwicklung.


    Zwischen den Zeilen scheint aber auch Bedauern darüber durch, dass die Bourgeoisie alle nationalen Grenzen einreißt.

    Das ist aber leider eine falsche Interpretation von Marx & Engels. Die haben nämlich nicht kritisiert, dass Grenzen leicht zu überqueren waren - Marx ist selbst zuerst von Deutschland nach Frankreich und dann nach England geflüchtet - sondern, dass die Bourgeoisie das für ihre Zwecke - also für maximale kapitalistische Ausbeutung und Profitmaximierung ausnutzte.

    Die Kritik richtete sich dabei klar gegen die kapitalistische Ausbeutung und nicht gegen die Migration.


    Das ist leider das genaue Gegenteil von der Argumentation, die sich Wagenknecht und ihr Verein mittlerweile zu eigen machen, indem sie die kapitalistische Ausbeutung als gegeben hinnehmen, und nicht mehr problematisieren, sondern stattdessen die Migration zum Problem erklären.

    Die Arbeiterklasse wird damit für die Nationale Sache und für den bürgerlichen Staat vereinnahmt, dessen höchste Aufgabe es ist, die Herrschaft der Bourgeoisie über sie zu erhalten.


    Das macht das BSW nicht zur rechtsradikalen Partei, aber "links" - und zwar im klassischen, klassenkämpferischen Sinn - sind die damit ganz bestimmt nicht mehr.

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