#725 - Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk

  • Also nach der ersten Std ist noch nicht ganz klar, warum er so einen Hass auf den Osten und die „Kommunisten” hatte. Er konnte vor der Staatsbibliothek rumpöbeln, hat dafür nur Achselzucken geerntet und konnte letztlich doch lesen, was er wollte. Er lebte im wundervollen F'hagen am Müggelsee, wo er sich heute vermutlich keine Buchte mehr leisten könnte. Er hat mit seinem infantilen Berufswunschwirrwarr (ok, er war 12.) die Planwirtschaft komplett durcheinander gebracht und hatte trotzdem die Freiheit, sich umzuentscheiden. ... Mal gucken was noch so kommt.


    Dass sein Vater als Sohn eines vermutlichen ukrainischen Nationalisten Wirtschaft studiert und dadurch dann Marxist wird, ist eine tolle Anekdote.

  • Auch Du hättest jetzt die Gelegenheit gehabt, diese steile These mal in irgendeiner Form zu belegen. Aber es reicht ja mttlerweile offensichtlich schon zur Teilnahme an öffentlichen Diskursen, wenn man seine unbelegte "Einschätzung" an den nicht minder beleglosen Einschätzungen ausrichtet, die man von solchen Experten wie I. -S. Kowalzcuk und ihren ProtokollantInnen in den deutschen Qualitätsmedien kritiklos übernommen hat, ohne sich mal zu fragen, ob das irgendeinen Sinn ergibt.




    Ich zitiere mal aus der sehr basalen Definition einer Kaderpartei mittels Wikipedia:


    "Eine Kaderpartei ist eine meist kommunistische bzw. marxistisch-leninistische Partei, die ihre wichtigsten Positionen mit politisch intensiv geschulten und eigens ausgewählten Parteimitgliedern besetzt (Nomenklatura). Diese nach Möglichkeit gut ausgebildeten Kader sollen in eine proklamierte avantgardistische Position führen."


    Lassen wir das "leninistisch" mal weg und ersetzen es durch "linkskonservativ" entspricht das BSW genau dieser Definition:


    - der von SW proklamierte Linkskonservativismus ist ein politisch neues Konzept. Ob man das simplifizierte, effekhascherische Aufpumpen rassistischer Affekte jetzt Avantgarde nennen möchte überlasse ich BSW-Freunden, die mir erklären können, warum dies links oder gut sein soll.


    -" politisch intensive Schulung" und Loyalität sichert das vielzitierte Handverlesen der BSW-Mitglieder.


    - mit Fabio de Masi und Amira Mohamad Ali hat SW zweifellos intellektuell ebenbürtige Mitstreiter. Es ist aber jederzeit klar, wer Ikone und wer Zuträger ist. War bei Lenin und Trotzki nicht anders, wenngleich umstrittener.


    Weiter aus der politikwissenschaftlichen Definition "Kaderpartei":


    "Sie vertraten ein elitäres und autoritäres Verständnis der Staatsführung und nahmen für sich in Anspruch, am besten für das Allgemeinwohl sorgen zu können."


    Sahra Wagenknecht liebt Autorität, liebt Strenge, liebt es diese auszustrahlen und ihren Anhängern Dinge vorzudenken. Befürworter des BSW sind nicht dafür bekannt, viele Nachfragen zu stellen oder sich kenntnisreich und prägnant zu Detailfragen zu äußern, genau den vielen kleinen Verästelungen und Abhängigkeiten aus denen moderne Politik besteht. Was im Ungefähren wabert, darf dort gerne bleiben. Sahra und die Partei werden es schon richten und den Weg weisen, immer anhand der Richtschnur: die Ampel ist blöd, die Migration die Mutter aller Probleme und der kleine Bürger hat grundsätzlich recht, auch wenn er amoralisch und rassistisch agiert.


    Darüber hinaus hat Sahra Wagenknecht sich mehr als entblößt, als Caren Miosga sie auf ihre nicht dokumentierbaren Besuche in karitativen Einrichtungen wie Tafeln oder Schulen sprach. Sie brachte ernsthaft das Beispiel, am Flughafen ins Gespräch mit dem einfachen Volk zu kommen. Wäre ich BSW-Anhänger, wäre das mein grinsender Laschet im Ahrtal gewesen.


    Das BSW hat jede Chance und Gelegenheit, Strukturen und Elemente aus der liberalen Demokratie in der Partei zu verankern. Vorrangig wäre dies eine Änderung des Namens, die Ausarbeitung eines detaillierten Programms und der Nachweis pluralistischer Strukturen – dies bleibt aber alles aus, vielleicht nach der Brandenburgwahl, vielleicht auch nicht. Mein persönlicher Tipp ist, dass es so bleibt. Never change a running system – und wenn es das der Kaderpartei leninistischen Zuschnitts ist.



  • Befürworter des BSW sind nicht dafür bekannt, viele Nachfragen zu stellen oder sich kenntnisreich und prägnant zu Detailfragen zu äußern, genau den vielen kleinen Verästelungen und Abhängigkeiten aus denen moderne Politik besteht. Was im Ungefähren wabert, darf dort gerne bleiben.

    Das sind alles Behauptungen ohne Belege. Und ein Wikipediaartikel zur Definition einer marxistisch-leninistischen Kaderpartei ist halt keine Analyse des Wagenknechtvereins, bloß weil Du und "Experten" wie S.-I. Kowalzcuk behaupten, das wäre auch eine (marxistisch-)leninistische Kaderpartei.


    Ihr könnt nicht einfach irgendwas behaupten und das dann damit "belegen" dass andere Leute das selbe behaupten - also, das könnt ihr natürlich schon, aber dann dürft ihr nicht damit rechnen, dass man euch ernst nimmt.


    Bei Kowalzcuk ist immerhin recht klar, dass es ihm - wie es sich für einen ordentlichen ("links-")liberalen Demokraten gehört - eigentlich darum geht, alles was auch nur ansatzweise nach Kommunismus=O aussieht, schlecht zu reden. Und weil er Wagenknecht nicht leiden kann, erklärt er sie eben kurzerhand zur (immer noch) heimlichen Kommunistin.

    Warum sie das ganz sicher nicht ist, kann man tatsächlich in ihrem letzten Buch nachlesen, wo sie gar kein Hehl daraus macht, dass sie den unternehmerischen deutschen Mittelstand fördern, und sich dabei an ordoliberalen Prinzipien ausrichten will.


    Warum Du Kowalzcuks Geschwätz für voll nimmst, weiß ich natürlich nicht, mit Wissenschaft hat das jedenfalls ganz sicher nichts zu tun.

  • Scheint allerdings so, dass aufsteigende politische Kräfte in Europa, rechts wie links, aktuell alle auf ein Zugpferd setzen und wenn das wegfällt, auch schnell wieder Macht einbüßen: Macrons En Marche, Mélenchons La France insoumise, Momentum und Corbyn, Melonis Fratelli d'Itali. Hier war es zuerst Aufstehen und jetzt eben Bündnis Sarah Wagenknecht und in letzterem werden die Erfahrungen mit ersterem verarbeitet worden sein.

  • Erstaunlich ist, dass man sich in liberalen Kreisen gerne über Trump lustig macht, wenn er seine politische Konkurrenz zu Kommunisten erklärt, hier die Rezeption aber scheinbar völlig anders funktioniert. Oder auch nicht. :/


    "Kommunismus" ist für die eben das selbe wie "stalinistische Diktatur mit Stasi, Mauer und Todesstreifen". Also einfach synonym für irgendein totalitäres, autoritäres System. Das passt dann tatsächlich auf Putin genauso wie auf Hitler.

  • Scheint allerdgins so das aufsteigende politische Kräfte in Europa, rechts wie links, aktuell alle auf ein Zugpferd setzen und wenn das wegfällt, auch schnell wieder Macht einbüßen: Macrons En Marche, Mélenchons La France insoumise, Momentum und Corbyn, Melonis Fratelli d'Itali.

    Zeig' mir mal eine Partei die in den letzten 90 Jahren in (West-)Deutschland bei Wahlen bundesweit wirklich erfolgreich war, die nicht irgendeine Galleonsfigur als Zugpferd hatte. (Hitler,) Adenauer, Erhard, Brandt, Schmidt, Kohl, Merkel... eigentlich ist Olaf Scholz seit Generationen der erste Bundeskanzler, den wirklich niemand leiden kann.

  • Ja, aber da hast du eine etablierte Partei, die dann von dem richtigen Kandidaten zusätzlich profitiert hat. Das andere sind ja alles neue Bewegungen. In Frankreich hatte sich das Parteiensystem zerlegt, in Großbritannien hat die Linke versucht Labour von den Neoliberalen zurückzuholen, Fratelli d'Itali war auch so eine Splitterpartei.

  • Wagenknecht sagte ja selbst neulich bei Miosga, dass viele neue Parteien gegründet werden, aber nur die wenigsten es überhaupt in die Parlamente schaffen, und dass man für ihren Verein eben ihren Namen gewählt habe, weil der aufgrund ihrer bereits vorhandenen Prominenz und langjährigen Mitgliedschaft in einer etablierten (und zumindest zeitweise recht erfolgreichen) Partei einen großen Wiedererkennungswert habe.


    Man kann ihr natürlich unterstellen, dass das auch nur gelogen, und dass der einzige Grund für die Namenswahl ihr persönlicher Größenwahn sei, aber das muss man dann halt mal irgendwie besser belegen als mit Behauptungen und Wikipedia-Artikeln.


    (Ich ärgere mich jetzt auch schon wieder darüber, dass ich hier Wagenknecht verteidige, aber man soll die halt dafür kritisieren, was sie tatsächlich sagt und was tatsächlich in ihrem Buch oder im Programm der Partei steht, und nicht für irgendeinen ausgedachten Scheiß.)

  • (Ich ärgere mich jetzt auch schon wieder darüber, dass ich hier Wagenknecht verteidige, aber man soll die halt dafür kritisieren, was sie tatsächlich sagt und was tatsächlich in ihrem Buch oder im Programm der Partei steht, und nicht für irgendeinen ausgedachten Scheiß.)

    Aber „jemand, der unentwegt dem blutrünstigen Massenmörder (Putin) applaudiert, meint, Kamala Harris würde nur leere Wortblasen von sich geben und die die ganze Zeit diesem merkwürdigen Antiamerikanismus frönt, die macht das doch alles nicht ohne Grund.” Da bist Du, lieber Utan, einfach nicht genug Historiker, um das zu verstehen. Das ist alles ganz klar. Das muss man nicht belegen. Das sagt der Bauch und der Bauch lügt nicht. ... Anders als bei diesen ganzen Idioten und Dorftrottel. Diese 25 %, auf die man früher keine Rücksicht nehmen musste aber heute springt jeder doofe Demokrat über deren Stöckchen. Das ist doch Scheisse. Wir wollen doch die Diktatur der Mehrheit. Wie diese Wagenknecht ... Eh, warte mal ... ^^


    Der Ilko ist schon ne echte Perle. Der hats geschafft, sich ohne großes Talent, Fähigkeit oder Kohärenz sowohl im Sozialismus als auch im Kapitalismus irgendwie durchzuschlängeln ... Ein echter Mittelfinger an jedes System. Cool.

  • Ich möchte noch ergänzen, dass diese Partei aktuell nicht mal ein Jahr alt ist und erfolgreich an Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen teilnehmen möchte. Dafür ist es wichtig geschlossen aufzutreten, da jeder Konflikt innerhalb dieser Partei von unseren Qualitätsmedien genüsslich breitgelatscht werden würde… und eben nicht als notwendige Demokratieveranstaltung in Kommentarspalten landen würde. Dafür muss diese Partei als NATO-Gegner viel zu krass bekämpft werden (ich glaube allein darum geht es unseren Medien). Die Demokratie wurde nicht von Parteien wie dem BSW oder der AfD aufgekündigt. Sie wurde von einer orchestrierten Presselandschaft zu Gunsten der NeoCons in den USA aufgekündigt. Jeder, der hier noch seinen Finger hebt und Zweifel am NATO-Narrativ äußert, wird in Grund und Boden geschrieben und zwar auch von Herrn Kowalczuk! Als Gegenreaktion ist die Forderung nach einem offenen und demokratischen Diskurs, ja irgendwie niedlich, aber mit Blick auf die täglich zunehmende Schärfe (#ichbinLenaBerger) kaum noch adäquat. Die Organisation auf der anderen Seite wirkt schließlich geschlossen und entschlossen ihr Narrativ durchzudrücken. Oder gibt es zwischen Kiesewetter, Masala, M.Roth, Hofreiter, Dornblüth, Blome, Fücks uvm. noch irgendwelche Diskussionen darüber wie dieser Krieg zu interpretieren sei, obwohl sie augenscheinlich eigentlich vollkommen unterschiedlichen Lagern angehören? Ich sehe (ob institutionalisiert oder nicht) eine Organisation, die absolut faschistoid daherkommt und im öffentlichen Diskurs eben keine Abweichung erlaubt. Man wird als Abweichler freilich nicht erschossen, aber von Lena Berger mit Shitstorms bekämpft, welche natürlich ganz reale Folgen nach sich ziehen sollen; Diskreditierung, Verlust der Glaubwürdigkeit, Forderungen nach Ausschlüssen aus Talkshows, Sperrung von Accounts im Social Media Bereich… etc. Das ist auch eine Art der Vernichtung. Vor allem dann, wenn der Diskurs nicht mehr auf der Straße stattfindet. Und so bleibt vermutlich nur die Strategie einer WagenknechtBurg übrig, die keine Angriffsfläche, außer die der inhaltlichen Auseinandersetzung bietet, oder glaubt hier jemand, man würde sich seitens der Qualitätsmedien mit Frau Wagenknecht nicht 5mal lieber über Knallköpfe in deren Partei unterhalten, als über den Krieg in der Ukraine? Diese Angriffsfläche bietet sie eben nicht an. Pech gehabt!

  • Ich bin gerade bei ca. 2:30 h, wo Kowalczuk seine Sicht auf Wagenknecht "begründet". Das kann man doch - bei allem Respekt - inhaltlich überhaupt nicht ernst nehmen und das mache ich nicht nur an Sätzen wie "das kann doch kein Zufall sein" fest, aber der Satz hat mich gerade umgehauen*.


    Ich lasse mich gerne schlagen falls sich alles, was er sagt in 5 Jahren bewahrheitet und es ist auch irrelevant, was ich über Wagenknecht denke (weil ich sie nicht wählen werde), aber momentan ist da für mich sehr viel Glaskugel im Spiel.


    *Und auf der anderen Seite Söder für einen wahren Demokraten halten. Hallo?

  • Liebe auf mich einstürmende Gemeinde,


    genau, Historiker seid ihr wirklich nicht. Dies zeigt sich am deutlichsten daran, dass ihr Leninismus mit Kommunismus oder gar Stalininismus, was nun etwas völlig anderes ist, gleichsetzt. SW ist weder Leninistin noch Kommunistin noch Stalinistin - sie ist "linkskonservativ" und führt damit ihren ganz eigenen Ismus an. Ähnlich wie Macron, ähnlich wie Meloni - alle bedienen sich irgendwo, bei SW ist sicherlich nicht zufällig, aber nachweislich der Leninismus und das Konzept der Kaderpartei.


    Ganz wichtig: Mit der DDR hat dies nur insofern zu tun, als dass der Marxismus-Leninismus (kurz ML) dort als Grundlage der Politikwissenschaft und Gesellschaftslehre halt. SW hat sicherlich einen sehr großen Teil ihrer politischen Bildung im Sinne des ML erfahren. Grundlegend für den ML im wissenschaftlichen Sinne der DDR sind die Werke Marx und Leben und Werk von Lenin dessen leben bereits 1924 und damit 25 Jahre vor der Gründung der DDR endete.


    Den Aufbau des BSW leninistisch zu nennen könnte SW also durchaus auch als Kompliment verstehen, sie bedient sich einer politischen Handlungsweise die sehr, sehr erfolgreich war und zur Gründung einer Weltmacht führte. Uns, und damit vor allem auch den Nichtshistorikern, zu denken geben sollte aber, dass es Lenin (und wohl auch SW) niemals um eine stärkere Partizipation, Demokratisierung, Zivilgesellschaft ging - es ging um Macht, um die Durchsetzung der Vorstellungen der bolschewistischen Fraktion.


    Gäbe es diese seltsame Putinhörigkeit nicht, wäre ich im Gegensatz zu I.S. Kowalczuk deutlich gelassener und würde ein solches Experiment erstmal kommen lassen. Die wirtschaftspolitischen Ansätze finde ich nicht schlecht, die kommen schließlich aus der Linken. Die Auslandsconnection aber, gepaart mit der intellektuell-ideologischen Powerfrau SW, die stimmt mich nachdenklich.


    Achja: Söder wird eines Tages platzen, entweder vom Fleischkäse oder seinem Ego. Aber der ist nicht mehr ernstzunehmen.

  • Aber „jemand, der unentwegt dem blutrünstigen Massenmörder (Putin) applaudiert, meint, Kamala Harris würde nur leere Wortblasen von sich geben und die die ganze Zeit diesem merkwürdigen Antiamerikanismus frönt, die macht das doch alles nicht ohne Grund.” Da bist Du, lieber Utan, einfach nicht genug Historiker, um das zu verstehen. Das ist alles ganz klar. Das muss man nicht belegen. Das sagt der Bauch und der Bauch lügt nicht. ... Anders als bei diesen ganzen Idioten und Dorftrottel. Diese 25 %, auf die man früher keine Rücksicht nehmen musste aber heute springt jeder doofe Demokrat über deren Stöckchen. Das ist doch Scheisse. Wir wollen doch die Diktatur der Mehrheit. Wie diese Wagenknecht ... Eh, warte mal ... ^^


    Der Ilko ist schon ne echte Perle. Der hats geschafft, sich ohne großes Talent, Fähigkeit oder Kohärenz sowohl im Sozialismus als auch im Kapitalismus irgendwie durchzuschlängeln ... Ein echter Mittelfinger an jedes System. Cool.

    Kann ich nicht widerstehen: "Diktatur der Mehrheit", Du weißt schon was Lenins Fraktion der Bolschewiki übersetzt bedeutet, oder? Nachtjall, ick hör dir trapsen!

  • genau, Historiker seid ihr wirklich nicht. Dies zeigt sich am deutlichsten daran, dass ihr Leninismus mit Kommunismus oder gar Stalininismus, was nun etwas völlig anderes ist, gleichsetzt.

    Ja daran wird's wohl liegen...


    Aber Du kannst uns ja mal erklären wo der revolutionäre Teil der marxistisch-"leninistischen" Partei Bündnis Sahra Wagenknecht zu finden ist. Ansonsten hast Du (und Dein Freund Kowalczuk) halt gerade ganz neu und historisch umdefiniert, dass dieser Leninismus mit der Revolution eigentlich überhaupt nichts zu tun hatte.

  • Zitat von Schumpo

    Den Aufbau des BSW leninistisch zu nennen könnte SW also durchaus auch als Kompliment verstehen, sie bedient sich einer politischen Handlungsweise die sehr, sehr erfolgreich war und zur Gründung einer Weltmacht führte.

    Könnte. Ihr könnte es aber auch scheißegal sein, und das halte ich für deutlich wahrscheinlicher.

  • Ja daran wird's wohl liegen...


    Aber Du kannst uns ja mal erklären wo der revolutionäre Teil der marxistisch-"leninistischen" Partei Bündnis Sahra Wagenknecht zu finden ist. Ansonsten hast Du (und Dein Freund Kowalczuk) halt gerade ganz neu und historisch umdefiniert, dass dieser Leninismus mit der Revolution eigentlich überhaupt nichts zu tun hatte.

    Muss nicht revolutionär sein, kann auch nur mit Zersetzungsabsicht erfolgen. Lenins erste Mission war 1917 im zaristischen Russland auf den Busch zu klopfen, im Auftrag und mit großzügiger Ludendorffs. Die Revolution ergab sich, als die Sache Tritt fasste.


    Ihr seht das alles viel zu beleidigt, wenn ich das mal so sagen darf. Könnt die Sahra ja schön von mir grüßen. Echte Historiker wie mein Fischereifreund Ilko und ich sehen manche Dinge auch mal entspannter.

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