Der Krieg braucht Dich! (Sammelthread)

  • Absolute "Sternstunde" der "Philosophie":



    Das Schweizer Fernsehen glänzt hier mit der klassischen politikdiskursiven Nahkampf-Formation 3:1 und setzt den deutschen Wehrkraftzersetzer und Demokratiefeind Nymoen einer als Philosophin auftretenden staatstragenden schweizer Politikwissenschaftlerin, einem als staatstragender Kriegsexperte und Journalist für die "liberale" Neue Züricher Zeitung camouflierten Oberst der schweizer Armee, und einem staatstragenden Moderator des Schweizer Fernsehens gegenüber, so dass der Feind keine Chance hat, sein schändliches Narrativ zu entwickeln und in der "neutralen" Schweiz zu verbreiten.

    Ah, geil. Klingt wieder nach so einer offenen politischen Debatte, in der ein Linker seine Perspektiven auf dem freien Marktplatz der Ideen anbieten kann. <3


    Gucks mir gleich an und hoffe, dass Ole dem Klassenfeindtrio so richtig schön die Kauleisten einschlägt (rhetorisch).

  • Mir gefällt besonders gut, wie die Frau "Philosophin" aus der "neutralen" Schweiz dem Nymoen vorhält, dass er wohl kein Problem damit habe, wenn er unter russischer Besatzung jeden Tag vergewaltigt/gefoltert/ermordet werde, da er ja nicht bereit dazu sei, sein Leben für die #Freiheit vom russischen Joch zu opfern.

    Das ist wirklich ein ganz neuer philosophischer Denkansatz, den man so in dieser Debatte noch nie gehört hat.


    Ebenso originell ist ihre Erklärung darüber, dass sich der rechte und der linke Rand der freiheitlich demokratischen Gesellschaft bei aller sonstigen Feindschaft doch beide aus ihrer Affirmation des feindlchen Narrativs eine gemeinsame Sache, und sich bereitwillig russische Desinformation zu eigen machen würden.


    Da sieht man mal wieder wie wichtig es ist, auch die Stimmen von "neutralen" BeobachterInnen zu hören. :thumbup:

  • Mir gefällt besonders gut, wie die Frau "Philosophin" aus der "neutralen" Schweiz dem Nymoen vorhält, dass er wohl kein Problem damit habe, wenn er unter russischer Besatzung jeden Tag vergewaltigt/gefoltert/ermordet werde, da er ja nicht bereit dazu sei, sein Leben für die #Freiheit vom russischen Joch zu opfern.

    Das ist wirklich ein ganz neuer philosophischer Denkansatz, den man so in dieser Debatte noch nie gehört hat.

    Ja, das ist ganz toll und zeigt, dass wir aus humanistischer Perspektive keinen Cent auf die bürgerlich-akademische Berufsintelligenzjia geben können. Ich hatte das Beispiel schon einige Male bemüht und tue es wieder, weil es hier wieder passt und einfach so krass war, als unser Fernsehwissenschaftler Lesch vor einigen Monaten forderte, dass wir verflucht nochmal weniger Nachdenken und mehr Aufrüsten und Mobilisieren sollen. ... Ich mein, die sind nicht mal Berufspropagandisten, wie ein Masala, Gaub oder Neitzel.

  • Immerhin hat der Moderator dann eine Minute vor dem Ende der Sendung auch mal kapiert, dass der Herr Nymoen (der ein ganzes Buch darüber geschrieben hat, welches er, der Moderator, selbst zu Beginn der Runde noch in die Kamera hielt) den bürgerlichen Staat gar nicht verteidigen will, weil er Sozialist ist.

  • Immerhin hat der Moderator dann eine Minute vor dem Ende der Sendung auch mal kapiert, dass der Herr Nymoen (der ein ganzes Buch darüber geschrieben hat, welches er, der Moderator, selbst zu Beginn der Runde noch in die Kamera hielt) den bürgerlichen Staat gar nicht verteidigen will, weil er Sozialist ist.

    Yup, das war der perfekte Wrap-Up. Ole durfte seine kuriose Position in Teilen Darlegen, damit sich der KnallPeng Typ und die Staats-Philosophin (???) darüber bürgerlich zivilisiert empören können („Deutschland gespalten?!” , „Klassengesellschaft?!” , „ Staat opfert seine Bürger?!”). Mehr geht dann halt auch nicht.

  • Mal wieder ein historischer Rückblick, denn nach fast 120 Jahren belegen die Textauszüge einen erschreckend aktuellen Bezug ( Karl Liebknecht: „Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung“ Leipzig 1907)


    „Wenn es auch richtig ist, dass der heutige Militarismus nichts anderes als eine Manifestation unsrer kapitalistischen Gesellschaft ist, so ist er doch eine Manifestation, die sich fast verselbständigt hat und nahezu Selbstzweck geworden ist.“


    „Der Militarismus muss, um seinen Zweck zu erfüllen, die Armee zu einem handlichen, gefügigen, wirksamen Instrument machen. Er muss sie in militärisch-technischer Beziehung auf eine möglichst hohe Stufe heben und andrerseits, da sie aus Menschen, nicht Maschinen, besteht, also eine lebendige Maschinerie ist, mit dem richtigen »Geist« erfüllen.“


    „Ganz, wie dies von der Kirche geschieht, sucht man alle menschlichen Schwächen und alle Sinne in den Dienst dieser militaristischen Pädagogik zu spannen. Ehrgeiz und Eitelkeit werden aufgestachelt, der Soldatenrock wird als vornehmster Rock proklamiert, die Soldatenehre als eine besonders ausgezeichnete verherrlicht und der Soldatenstand als der wichtigste und angesehenste ausposaunt und auch tatsächlich mit vielen Vorrechten ausgestattet.“


    „Hierher gehören weiter die Jugendwehren und Kriegervereine mit ihrer offiziös- oder halbmilitärischen Leitung, mit ihrer Nachäffung des militärischen Aufputzes, Firlefanzes und Festifizierens. Eine Hauptrolle spielt auf diesem Gebiete militaristischer Betätigung der Reserveoffizierunfug, der den militärischen Kastengeist in das bürgerliche Leben hineinträgt…“


    „Der Militarismus lastet als ein Bleigewicht auf unserm gesamten Leben; …, ein Alb, unter dem unser wirtschaftliches Leben ächzt, ein Vampir, der es aussaugt, indem er die besten Kräfte des Volks (Anmerkung: gemeint ist die Jugend) ständig jahrelang der Produktion und kulturellen Arbeit entzieht – …‚ sodann aber durch seine wahnsinnigen unmittelbaren Kosten.“


    „Schule, Kunst und Wissenschaft, öffentliche Hygiene, Verkehrswesen: Alles wird aufs äußerste stiefmütterlich behandelt…“


    „Deutschland wäre reich genug, alle Kulturaufgaben zu erfüllen; und je mehr diese Aufgaben erfüllt würden, um so leichter würde es ihm, ihre Kosten zu tragen. Aber die Barriere des Militarismus versperrt den Weg.“


    „Der Militarismus ist, man kann fast sagen, der Schöpfer und Erhalter unsres erdrückenden ungerechten indirekten Steuerwesens.“


    Das Kaiserreich mit Weltmachtambition zeigte Stärke, in dem es die Auflage konfiszierte, den Autor am 17. Apr. 1907 wegen Hochverrats anklagte (Coburger Zeitung 10.Okt. 1907) und im Oktober 1907 zu 18 Monaten Festungshaft verurteilte (Allgemeinen Zeitung 15.10.1907).



    Der Verlauf der Geschichte hat gezeigt, dass der Falsche auf der Anklagebank saß. Und heute sitzen wieder die Falschen auf der Regierungsbank – so geht Kapitalismus.

  • Jaja, ihr Lumpenpazifisten und Wehrkraftzersetzer. Die Bundeswehr kämpft in Litauen auch für Eure Freiheit, gegen sie zu sein...


    So, und jetzt Ton an, Kameraden , und mitmarschiert!


  • Genau: alles, nicht in den Fleischwolf geht, kann sich dann beim Drohnenlöten was für den Zahnersatz hinzuverdienen. Und bei der IHK stoßen sie mit einem guten Sektchen auf diese best practice und deren gelungene Umsetzung dank gebündelter Netzwerke an. Stößchen!

  • Ich tue das mal hier rein:


    Seine Klage als solche ist natürlich Unsinn. Das ist einfach nur wie ein Teil der Sportförderung organisiert ist. Das hat nichts mit dem Militär an sich zu tun, wo zwar ein Fitness-Standard erforderlich ist, aber außer in Nischen keine athletische Spitzenleistung.

    Das stimmt so nicht. Ein Schulkamerad von mir ist damals nur deshalb zur Bundeswehr gegangen, anstatt zum Zivildienst, weil er da in einer Sportkompanie weiter an seiner leistungssportlichen Wettbewerbsfähigkeit trainieren konnte. Das war zwar schon vor über dreißig Jahren, als die Wehrpflicht noch in Kraft war, aber die Bundeswehr hat auch heute noch ein Förderprogramm für SpitzensportlerInnen, und macht auch ganz gezielt Werbung, um sie zu rekrutieren:


    Siehe auch:

  • Das stimmt so nicht. Ein Schulkamerad von mir ist damals nur deshalb zur Bundeswehr gegangen, anstatt zum Zivildienst, weil er da in einer Sportkompanie weiter an seiner leistungssportlichen Wettbewerbsfähigkeit trainieren konnte. Das war zwar schon vor über dreißig Jahren, als die Wehrpflicht noch in Kraft war, aber die Bundeswehr hat auch heute noch ein Förderprogramm für SpitzensportlerInnen, und macht auch ganz gezielt Werbung, um sie zu rekrutieren:


    Naja, aber das ist ja die Sportförderung. Man könnte doch leicht das gleiche Programm außerhalb der Streitkräfte haben. Keine Ahnung, wo das herkommt. Klingt für mich wie etwas, was man gemacht hat, um "Amateure" professionell trainieren zu lassen, weil sie offiziell als Soldaten gelten.


    Wie gesagt in bestimmten Bereichen sind auch beim Militär Leistungen vergleichbar dem Spitzensport erforderlich, aber ansonsten gibt es keine besondere Überschneidung mit der Tätigkeit als Soldat (jedenfalls nicht mehr als bei anderen Berufen, wo körperliche Fitness erforderlich ist).

  • Naja, aber das ist ja die Sportförderung. Man könnte doch leicht das gleiche Programm außerhalb der Streitkräfte haben. Keine Ahnung, wo das herkommt. Klingt für mich wie etwas, was man gemacht hat, um "Amateure" professionell trainieren zu lassen, weil sie offiziell als Soldaten gelten.


    Wie gesagt in bestimmten Bereichen sind auch beim Militär Leistungen vergleichbar dem Spitzensport erforderlich, aber ansonsten gibt es keine besondere Überschneidung mit der Tätigkeit als Soldat (jedenfalls nicht mehr als bei anderen Berufen, wo körperliche Fitness erforderlich ist).

    Die nationale Bezogenheit ist natürlich das entscheidende Merkmal.

    Der Sp(r)itzensport ist z. B. bei Olympia nicht zufällig eine ziemlich nationalistische Angelegenheit, exakt wie die Streitkräfte.


    Beim wasweißich... THW wäre diese nationalistische Scheiße natürlich nicht da, deshalb gibt es auch keine Sport-thw'ler, sehr wohl aber Sportsoldaten.

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