PALASTREVOLUTION 2024: Ramelow & AfD-Verbotsdebatte

  • Ich stelle mir gerade vor, wenn in einer AfD Demo, ein Plakat auftauchen würde mit folgender Aufschrift - Grüne töten.

    Was gäbe es für einen Aufschrei der "Anständigen" und der Verfassungsschutz versucht auch, sich das zurecht zu biegen.

    Nicht auszudenken!!!

    Dafür müssten die Trottel ja Grammatik können...

    Die nehmen lieber gleich Galgen und ähnlich Unzweideutiges mit.

  • Dafür müssten die Trottel ja Grammatik können...

    Die nehmen lieber gleich Galgen und ähnlich Unzweideutiges mit.

    Ah ok. Du scheinst die ja alle zu kennen bei dem objektiven Kommentar und wie bei deinen anderen "objektiven" Beiträgen, spriesst aus allen ein Überfluss an Wissen hervor.

    Andere als Trottel zu beleidigen ist vom Sessel zu Hause immer recht einfach und so richtig mutig.

    Ich denke das die meisten Rechten im Bundestag, CDU und AfD, eher fast alle eine Ausbildung und Abschlüsse haben, im Gegensatz zu den recht einfältig unausgebildeten Regierungsmitgliedern.

    Du hast in deinem Leben noch NIE mit einen Rechten gesprochen und verwechselst wahrscheinlich noch immer Rechts und Rechtsextrem, aber dafür reicht Deine Weltsicht nicht wirklich.

  • Sicherlich, aber er unterstellt mir ja, dass ich ihn für dumm halten würde, weil ich darauf hingewiesen habe, dass er die Aussage vermutlich anders deutet als der Igel. Deswegen habe ich ihn gefragt, wie ich das hätte besser formulieren können, das er sich weniger angegangen fühlt.

    Im Internet will man beleidigt werden oder Dinge missverstehen. Der zeitgenössische Masochismus.

  • Ah ok. Du scheinst die ja alle zu kennen bei dem objektiven Kommentar und wie bei deinen anderen "objektiven" Beiträgen, spriesst aus allen ein Überfluss an Wissen hervor.

    Andere als Trottel zu beleidigen ist vom Sessel zu Hause immer recht einfach und so richtig mutig.

    Ich denke das die meisten Rechten im Bundestag, CDU und AfD, eher fast alle eine Ausbildung und Abschlüsse haben, im Gegensatz zu den recht einfältig unausgebildeten Regierungsmitgliedern.

    Du hast in deinem Leben noch NIE mit einen Rechten gesprochen und verwechselst wahrscheinlich noch immer Rechts und Rechtsextrem, aber dafür reicht Deine Weltsicht nicht wirklich.

    Trottel ist die freundliche Bezeichnung für diejenigen unter den afd'lern, denn um die geht es ja, die es nicht besser wissen. Was der Rest ist, hat diese Bezeichnung nicht verdient, da passt höchstens Arschloch oder im Fall der Fälle Faschist.


    Ein Trottel kann man problemlos auch mit Ausbildung oder Abschluss sein, (formale) Bildung ist das eine, Intelligenz etwas anderes. Das durften wir ja gerade wieder bei Sascha Lobo (Abitur + Diplom) erfahren.


    Mit wem ich in meinem Leben schon oder noch nicht gesprochen habe, überlässt Du vielleicht lieber der Einschätzung derer, die mich tatsächlich kennen. Soviel kann ich jedenfalls verraten, in meinem Heimatlandkreis hat die afd die Mehrheit und das ist kein Unfall, sondern Methode. Um da nicht mit Rechten gesprochen zu haben, hätte man sich zuhause einsperren müssen.

  • Trottel ist die freundliche Bezeichnung für diejenigen unter den afd'lern, denn um die geht es ja, die es nicht besser wissen.


    in meinem Heimatlandkreis hat die afd die Mehrheit und das ist kein Unfall, sondern Methode. Um da nicht mit Rechten gesprochen zu haben, hätte man sich zuhause einsperren müssen.

    Na da bin ich ja froh, das Du alles besser weisst, merkt man hier auch.


    Wie soll es Methode sein??? Oder hat der "trottlige Wähler" nichts verstanden?

    Wie sehr leidest Du denn in Deinem AfD Heimatlandkreis?

    Müsst ihr dort mit erhobenen rechten Arm rumlaufen, müssen Männer ein Adolfbärtchen tragen, hängen überall Deutschlandkarten in den Grenzen von 1937 rum, wurden schon Migranten im Landkreis deportiert, müsst ihr die deutsche Hymne mit allen Strophen singen, gibt es jeden morgen Benimmkurse " wie werde ich ein guter Deutscher"???

    Komm, erzähl uns bitte mal wie doll Du leidest.

  • So wie bei der Palastrevoltion die Diskussion daran vorbeiging, ob man die AfD verbieten sollte, geht hier die Diskussion daran vorbei, ob man öffentlich dazu aufrufen sollte AfDler des Tötungsdelikts zu bezichtigen/AfDler zu töten. Ganz normale Diskussion.

  • Ich stelle mir gerade vor, wenn in einer AfD Demo, ein Plakat auftauchen würde mit folgender Aufschrift - Grüne töten.

    Die Nazis von "der III. Weg" haben bei der letzten Bundestagswahl "Hängt die Grünen!" Plakatiert. Angeblich waren natürlich die grünen Plakate, auf denen der Spruch stand, selbst damit gemeint.


    Ich finde weder die Plakate vom III. Weg, noch die von der "Partei" ("Nazis töten.", "Hier könnte ein Nazi hängen") besonders schlau.

  • Ah ja...


    Mal kurz back to topic. Ich fand das Format großartig und die dargestellten Argumente, die ich so differenziert und variantenreich noch nicht gehört habe, so vielschichtig wie dieses leidige Thema AfD-Verbot nun mal ist.


    Ich persönlich bin weder dafür noch dagegen, nach eurer Diskussion neige ich aber eher zu einem dagegen - weil's einfach nie etwas genutzt hat und gefährlich ist. Wie Friedrich zurecht verwies war Hitlers NSDAP nach dem Dilettantenputsch von '23 verboten. Einen lauwarmen Prozess mit Kurzhaftstrafe und eine Wirtschaftskrise später war er wieder da - stärker denn je und er hatte nun mächtige Insignien vorzuweisen: Die weihevolle Blutfahne, die jährlich dumpf gefeierten Märtyrer in eigens errichteten Tempeln und überlebende "Blutzeugen der Bewegung", denen Rittergüter im zu erobernden Ostraum sicher waren.


    Ohne ein Verbot der NSDAP hätte es diese Differenzierung unter dem Parteigenossen wohl nicht gegeben - Mitgliedsnummern vor 1923 waren natürlicher Naziadel. So hat das Verbot der Partei nicht nur nicht geschadet, sondern eine parteiinternen Elite geschaffen, die sich in der Zwischenzeit nicht nur auf die Machtergreifung vorbereiten konnte, Bestseller schrieb und dem ganzen Nazipopanz so reichlich mythologische Unterfütterung gab.


    A propos Popanz: Methodisch/didaktische Ähnlichkeiten mit Trumps Blutohr, Feuerwehrhelmküssen und breitestgewalzter Märtyrerpose beim RNC sind natürlich rein zufällig - sein Horst Wessel ist obendrein Feuerwehrmann und kein Zuhälter. Der Ohrstreifschuss schmeckt reichlich nach Reichstagsbrand - wahrscheinlich steckt Trump nicht dahinter, nützen wird die Geschichte aber ausschließlich Trump.


    Diskursiv zurückschwenkend würde ein Verbot der AfD daher eine erneute popanzproduzierende Mythenmaschine aufbauen. Wer aus dem parlamentarischen Kleinkram verbannt wird, kann auf Ideen kommen. Jagt sie, frei nach Gauland, mit Anfragen, Untersuchungsausschüssen, Ermittlungen, Steuerprüfungen. Geht ihnen mit aller Überwachungskraft der Inlandsgeheimdienste auf den Senkel. Demonstriert, argumentiert was das Zeug hält. Schlussendlich würde es natürlich am meisten helfen, wenn wir eine Bundesregierung hätten die sich bessere Alternative zur "Alternative" anbietet - aber da ist weder von den Ampelparteien noch vom der CDU (Linnemann: "Das Problem ist Migration, Migration, Migration") viel zu erwarten.


    Diskussion wie eure helfen der Meinungsbildung hundertfach mehr als die ewig gleichen Talkshows. Wie gefragt hier Innovation ist, zeigt sich gerade wieder beim "Restdeutschen Wundfunk" (©Küppersbusch), der den bereits weichgeklopften Louis Klamroth wieder entsorgen möchte. Ihr und dieses Format gehört ins Hauptprogramm, mit Social-Media-Backend und Plakatkampagne. Ruft doch mal Louis an, vielleicht möchte der mit nem Knall gehen - Oxforddebatte montags abends in der ARD, why not?

  • Wenn's soweit ist, können wir gleich wieder die 8th Airforce heraufbeschwören und in den Keller umziehen. Das Problem werden wir vorher lösen müssen. AfD-U-Boote kreisen ja bereits überall...

  • Ich merke halt vor allen Dingen, wie wenig Du offensichtlich weißt.


    Ja, genau so ist das. Die Verhaltenspolizei kontrolliert ständig den Hitlergruß und prüft das korrekte Naziensemble.

    Was soll dieser Bullshit?

    Wie es Methode sein soll, das kannst Du vielleicht bei Steffen Mau oder Stephan Lessenich nachlesen. Du kannst natürlich auch weiterhin dumm herumpöbeln, dann musst Du Dich auch nicht mit irgendeiner differenzierten Analyse auseinandersetzen.

  • Keine anderthalb Jahre...

    Was ist denn das bitte für ein "Verbot"?

    Das Argument höre ich ja nun auch nicht zum ersten Mal.

    Anstatt Dich auf die Verbotszeit zu fokussieren ist es doch deutlich interessanter, die Wirkung der diversen NSDAP-Verbote auch in Berlin oder Preußen zu untersuchen. Während das Wahlvolk von der Bande nichts hörte, blieb reichlich Zeit zum klandestinen Aufbau von Programmen, Strukturen, Verschwörungsnarrativen und Mythenspinnerei. Der Ballast der Partei könnte entsorgt werden, eine Elitenfokussierung war möglich und in der Tradition Weimarer Geheimgesellschaften (Thule-Gesellschaft etc.) war die NSDAP auf einmal auch für Kaisertreue und Deutschnationale interessant die vorher nix von Adolfs dilettantischem Pöbelhaufen wissen wollten.


    Übertragen auf die AfD Stelle ich mir das so vor: Das Verbot ermöglicht der Partei, den riesigen Haufen von Spinnern und Schwurblern zu entsorgen, die bisher zwar grundsätzlich die Linie der Partei mittragen, nach außen hin aber auf Potentialwähler oder Eliten eher abschreckend wirken. Die zusammengeschrumpfte braune Blase zieht sich dann, unterstützt von "Höckemuttis" oder Putin/Trumpisten/Meloni/Orban/Erdogan/to-be-Fascho-Sponsoren, in ein kernsaniertes brandenburgisches Rittergut zurück und gründet einen Think Tank, natürlich als Unternehmen, denn der deutsche Unternehmer darf alles. Politisch Unterdrückten hilft man selbstredend gern.


    Schön eingepuppt wird nun gebrütet und gemythet, theoretisiert und Abschusslistenerstellt. In meiner Vorstellung werden weiterhin gute Kontakte in die CDU und FDP gepflegt, letztere aufgrund inhaltlichen Vakuums teilweise oder ganz unterwandert, wäre nicht das erste Mal. Die bürgerlichen Kräfte (würg) der CDU werden indes nicht aufhören zu beteuern, dass mit der AfD eine von fast einem Viertel der Deutschen favorisierte Partei verboten worden sei und sich an den brachliegenden Faschopositionen bedienen, hier unfreiwillig prophetisch bereits MigrationMigrationMigration-Linnemann. Zeitgleich werden von 25 Prozent AfD-Deutschen Sündenböcke gesucht, schöne Ziele wären Volksbegehren zum Killen des ÖRR, Anschläge Synagogen, Moscheen und Grünenparteitage.


    Kommt es nun zum großen Wumms (neue Pandemie, Putin bindet sich erneut das Lätzchen um und verspeist Litauen, Trump macht aus Versehen Weltkrieg oder Computerwurm/simples Update fickt Wirtschaft kaputt kommt die neue Parteigründung schwupps wie Kerl aus der Kiste. Wenn eine inhaltsunscharfe Personenpartei wie das BSW aus dem Stand über die 5-Prozent-Hürde hopst, wird ein "Bündnis Neudeutschland" o.ä. dasselbe aus der rechten Diaspora mit links oder meinetwegen auch rechts schaffen. Kommt bei einer Bundestagswahl, wo die Wahl zwischen drei farblosen Flaschen in schwarz, rot und grün besteht, gar nicht gut, wenn ein zusätzlicher Kanzlerkandidat einfache Antworten und Dummdeutschlands volle Unterstützung am Schwenkgrill hat.


    Da ist es völlig egal, wie lange eine solche Partei verboten ist. Anderthalb Jahre reichen völlig aus um als gestähltes und bestfinanziertes Superfaschogespenst wiederzukommen.

  • schumpo

    Eine nette Räubergeschichte, mehr aber auch nicht. Die vermeintliche Analogie zu vergangenen Zeiten bröckelt schon beim Vergleich der Umstände des politischen Systems. Wir haben heute eine Berufspolitikerdemokratur, da geht es einer handvoll Leuten noch um Inhalte, dem Rest geht es um Posten, deshalb wird z. B. die cdU auch höchstens aus eigener Inkompetenz einer neugegründeten afd helfen, nicht aber aus dem Interesse an irgendwelchen politischen Zielen heraus. Was Du so beiläufig im Fließtext verstaust, ist hingegen die eigentliche Gefahr: Die cdU (und mit ihr alle anderen Parteien der "Mitte") wird eher Positionen der afd übernehmen, als die Verbrüderung zur Machtergreifung zu suchen.


    Zudem scheinst Du einen weiteren Unterschied zur damaligen Zeit völlig zu ignorieren: Was heute nicht tagesaktuell ist, ist umgehend aus den Köpfen der Menschen verschwunden. Sich anderthalb Jahre im "Untergrund" neu zu strukturieren heißt heutzutage, im Kopf der Menschen aufzuhören zu existieren. Was meinst Du denn, warum die afd-Asis ihre asozialen Medien Tag für Tag mit immer neuem Scheiß fluten? Nun könnte man sagen, das können sie ja auch ohne Partei weiter tun, klar, können sie. Aber das setzt sich dann eben bei der nächsten Wahl entsprechend in nichts um. Im Fall der Fälle setzt sich eher ein anderer Arschlochverein oben drauf und reklamiert das als sein Wählerpotential (Werteunion? Freie Wähler?).


    Höcke versucht ja schon, die Partei programmatisch etwas zu konsolidieren und mehr in die völkische Ecke zu schieben. Wenn er aber zu viele von den, wie Du sie so treffend bezeichnest, Spinnern und Schwurblern entsorgt, könnte es sehr gut sein, dass er damit sein Wählerpotential drastisch reduziert. Wie gesagt, es stehen ja durchaus andere Gewehr bei Fuß, um das aufzunehmen.


    Dabei will ich es erstmal belassen.

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