Bedingungsloses Grundeinkommen

  • Leistung lohnt sich?

    Dass ich nicht lache.


    Wieviel kann ein Hartzer von jedem Euro, den her hinzuverdient, denn behalten?

    Das hast Du wie üblich gerne missverstanden. Ich weiss allerdings nicht warum. Ich habe ganz eindeutig geschrieben, dass der Mindestlohn stärker als Hartz4 steigt. Was ist daran für Jemand, der angeblich eine Firma mitleitet (und deshalb intelligent sein sollte), nicht zu verstehen?


    Ich habe natürlich darauf abgezielt, dass es nach der Mindestlohnerhöhung wieder interessanter wird aus dem Bezug herauszukommen, weil dann für eine Vollzeittätigkeit mit Mindestlohn mehr als Hartz4 netto übrigbleibt. Wenn nämlich für 40 Stunden die Woche Netto nur etwa 1-200€ mehr übrigbleiben als bei 0 Stunden die Woche und Hartz4 hat das nichts mit 'Leistung lohnt sich' zu tun. Wie Du ja auch selbst festgestellt hast.

    Zum 1. Juli 2022 soll der Mindestlohn auf 10,45€ steigen (Zwischenschritte: 1.1.2021 9,50€, 1.7.2021 9,60€, 1.1.2021 9.82€). Das sind 11,7% mehr als jetzt in 1,5 Jahren.

    2021 sind die Steigerungen bei Hartz4 und Mindestlohn aber noch falsch. Hartz4 Regelsatz für Alleinstehende 436 auf 446€ sind 3,2%, 9,35 auf 9,50€ sind 1,6%, 9,35 auf 9,60 2,6%.


    Natürlich macht mich der grosse Sprung Mitte 2022 misstrauisch. Ich denke man wird den wieder kassieren wegen Wirtschaftsflaute nach Corona. Da ist die SPD ja gewählt...

    Jeder Industrielle zahlt natürlich gerne für Aus- und Weiterbildungen, die das Ergebnis unterm Strich verbessern, aber natürlich wird man nicht für Bullshit-Weiterbildungen zahlen, die dem Unternehmen keinen Mehrwert bringen.

    Nein, tut er nicht. Sonst wäre er bereit Quereinsteiger auszubilden.

    Gegen ältere Arbeitnehmer hab ich gar nichts. Da ist eher wichtig, dass die Altersstruktur in der Belegschaft gut passt. Wenn die ganze Belegschaft auf einen Schlag das Rentenalter erreicht, hat man ein großes Problem.

    Klar, solange man 'älter' mit 35-45 definiert habt Ihr da nichts dagegen ;-)

  • Und ich hab noch nicht mal die erste Superjacht und auch nur eine Immobilie, wie viele andere gehobene Mittelständler auch.

    Die Erbschaftsteuer in Deutschland hat sicherlich Verbesserungspotential, das wäre aber ein anderer Thread. Die gesamte Steuerlast ist fast nirgends so hoch wie in Deutschland.

    Wenn man die Erbschaftsteuer erhöhen will, wo ich bei der passenden Ausgestaltung nicht abgeneigt bin, muss die Einkommensteuer im Gegenzug deutlich gesenkt werden.

    Das wäre bei aufkommensneutraler Gestaltung tatsächlich ein Schritt Richtung mehr Leistungsgerechtigkeit.

    Ich bin eher dafür den Mehrwertsteuersatz auf das EU erlaubte Minimum zu senken als die Einkommenssteuer zu senken.

    Unter Kohl hat es ja auch funktioniert. Höhere Einkommenssteuer, Vermögenssteuer UND Erbschaftsteuer. Aber ihr Industriellen seid trotzdem nicht ausgewandert!

  • Ich bin eher dafür den Mehrwertsteuersatz auf das EU erlaubte Minimum zu senken als die Einkommenssteuer zu senken.

    Unter Kohl hat es ja auch funktioniert. Höhere Einkommenssteuer, Vermögenssteuer UND Erbschaftsteuer. Aber ihr Industriellen seid trotzdem nicht ausgewandert!

    Gute alte Deutschland-AG, hoffentlich fragt keines unserer Kinder wieso es sowas nicht mehr gibt...

  • Beteiligung an Gesellschaften? Womöglich noch an haftungsrelevantem Eigenkapital?


    Pffft! Sowas macht doch nur der neureiche Pöbel gemeine Mittelstand.


    Der gehobene Mittelstand hingegen investiert seine aus dem Unternehmen extrahierten Profite in handelpare Papiere mit Wertsteigerungspotenzial, wie z.B. ETFs mit Immobileinanteilen, oder in Aktien von börsennotierten Großgrundbesitzverwaltern.


    Da muss man sich dann auch nicht selbst mit dem niederen Gesinde herum schlagen, das sich ständig darüber beschwert dass im Winter die Heizung ausfällt, oder dass die Modernisierungsumlage zu hoch ist, während es einem faul und undankbar das schöne kernsanierte Betongold verwohnt.

  • Wir haben auch schon öfters Mitarbeiter Ü50 eingestellt, wenn sie die passende Qualifikation mitgebracht haben. Ausbilden tun wir nur junge Leute. Es hat sich auch noch nie jemand Ü50 auf einen unserer Ausbildungsplätze beworben.


    Die Mindestlöhne sind mir ziemlich egal, unsere Lohnstruktur fängt bei um die 12€ an und solange Mindestlöhne unter 14€ bleiben, haben wir kein Problem. Geht es darüber hinaus, machen wir den deutschen Standort einfach dicht, weil er sich wirtschaftlich nicht mehr trägt. Ich bin sicher, es wird dann andere Länder ohne einen solchen Mindestlohn geben. Wir haben und jetzt für einen Standort in Rumänien entschieden, da auch immer mehr unserer Kunden in Rumänien produzieren und ihre Lieferanten gerne auch vor Ort haben möchten.

    Der fängt klein an, aber kann natürlich stark wachsen im Zukunft. Von anderen Unternehmern hab ich schon gehört, dass die Arbeitsmoral in Rumänien besser sei als in Deutschland.

  • Ich bin eher dafür den Mehrwertsteuersatz auf das EU erlaubte Minimum zu senken als die Einkommenssteuer zu senken.

    Unter Kohl hat es ja auch funktioniert. Höhere Einkommenssteuer, Vermögenssteuer UND Erbschaftsteuer. Aber ihr Industriellen seid trotzdem nicht ausgewandert!

    Die Kohl Steuern mit den damaligen Schlupflöchern nehme ich gerne, müsste dann deutlich weniger Steuern zahlen.

    Oder noch lieber Steuern wie in den 50ern in den USA, als der Steuersatz bei über 90% war, aber man den nur auf 10% Prozent seines Einkommens zahlen musste, wenn man sich nen vernünftigen Steuerberater leisten konnte.

  • Immerhin das hast richtig erkannt.

    Ich werde nie so fit im Umgang mit Immobilien sein wie die Profis von Vonovia oder Deutsche Wohnen. Da mache ich meine 10% Rendite im Jahr, während der durchschnittliche deutsche Privatvermieter zwischen -5% und plus 3% liegt.


    Dass du Mieter als Gesindel bezeichnest, zeigt allerdings dein Menschenbild, das will ich gar nicht weiter kommentieren...

  • Dass du Mieter als Gesindel bezeichnest, zeigt allerdings dein Menschenbild, das will ich gar nicht weiter kommentieren...

    Na klar, Indi!


    Wir wissen doch: Was Leute eigentumslos hält und dazu zwingt, regelmäßig einen schönen Mietzins für professionelle Wohnraumverwerter und ihre Anleger zu erwirtschaften, sind blöde Sprüche von irgendwelchen roten Affen im Internet und nicht ein sozioökonomisches System, welches die Verwertung privaten Eigentums mithilfe der Arbeitskraft anderer Leute deutlich profitabler macht, als Lohnarbeit.

  • Die Kohl Steuern mit den damaligen Schlupflöchern nehme ich gerne, müsste dann deutlich weniger Steuern zahlen.

    Oder noch lieber Steuern wie in den 50ern in den USA, als der Steuersatz bei über 90% war, aber man den nur auf 10% Prozent seines Einkommens zahlen musste, wenn man sich nen vernünftigen Steuerberater leisten konnte.

    Du willst also allen Ernstes behaupten, dass es heute weniger Steuerschlupflöcher für Euch Reiche gibt? Bei all den Steueroasen, CumEx, Erbschaftssteuern Null (wenn alles Betriebsvermögen ist und 5 Jahre lang keiner entlassen wird) usw.?

  • Wir haben auch schon öfters Mitarbeiter Ü50 eingestellt, wenn sie die passende Qualifikation mitgebracht haben.

    Genau davon rede ich! Ihr habt nicht das geringste Interesse Quereinsteiger umzuschulen. Wer in einer sterbenden Branche arbeitslos wird und 50+ ist, ist in Deutschland arbeitstechnisch tot.


    Musk will LANGZEITARBEITLSOSEN Quereinsteigern eine Chance geben! Nicht älteren Spezialisten wie Du. Das machst Du auch nur, weil Ihr keine jungen Spezialisten bekommt.

  • Du willst also allen Ernstes behaupten, dass es heute weniger Steuerschlupflöcher für Euch Reiche gibt? Bei all den Steueroasen, CumEx, Erbschaftssteuern Null (wenn alles Betriebsvermögen ist und 5 Jahre lang keiner entlassen wird) usw.?

    Ja, du solltest dich mal informieren. Dein Post zeigt, dass du keine Ahnung von unserem Steuersystem hast.

    Aktiengewinne (mit die größte Einnahmequelle für Reiche) waren zum Beispiel bis 2009 komplett steuerfrei. Heute zahlst du 25% Abgeltungssteuer, Soli und Kirchensteuer. Natürlich gab es auch unzählige Möglichkeiten, Ausgaben von der Steuer abzusetzen. Für die meisten Reichen ist der echte Steuersatz seit der Kohl-Ära von unter 10% auf ca. 20-30% gestiegen. Höhere Sätze wird es nie geben, denn dann gehen die Reichen wirklich einfach. Ich zumindest und alle, die nicht ganz dumm sind.

    CumEx ist kein Steuerschlupfloch, sondern Betrug.

    Erbschaftssteuern Null beruht nicht darauf, dass 5 Jahre keiner entlassen wird, sondern, dass in den 7 Jahren nach der Erbschaft 700% der Lohnsumme von vor der Erbschaft erreicht wird. Natürlich kann man trotzdem Leute entlassen.

  • Genau davon rede ich! Ihr habt nicht das geringste Interesse Quereinsteiger umzuschulen. Wer in einer sterbenden Branche arbeitslos wird und 50+ ist, ist in Deutschland arbeitstechnisch tot.


    Musk will LANGZEITARBEITLSOSEN Quereinsteigern eine Chance geben! Nicht älteren Spezialisten wie Du. Das machst Du auch nur, weil Ihr keine jungen Spezialisten bekommt.

    Du darfst gerne ein Unternehmen gründen und die Leute nach deinen Kriterien einstellen und teure Ausbildungen zahlen.

  • Genau davon rede ich! Ihr habt nicht das geringste Interesse Quereinsteiger umzuschulen. Wer in einer sterbenden Branche arbeitslos wird und 50+ ist, ist in Deutschland arbeitstechnisch tot.


    Musk will LANGZEITARBEITLSOSEN Quereinsteigern eine Chance geben! Nicht älteren Spezialisten wie Du. Das machst Du auch nur, weil Ihr keine jungen Spezialisten bekommt.


    Du darfst gerne ein Unternehmen gründen und die Leute nach deinen Kriterien einstellen und teure Ausbildungen zahlen.

    Schön das Du es wenigstens zugibst!

  • Für die meisten Reichen ist der echte Steuersatz seit der Kohl-Ära von unter 10% auf ca. 20-30% gestiegen.

    Woher willst Du das denn wissen? Die Vermögen von Reichen sind doch gar nicht bekannt.

    Höhere Sätze wird es nie geben, denn dann gehen die Reichen wirklich einfach. Ich zumindest und alle, die nicht ganz dumm sind.

    OK., wie nimmst Du Deine Fabrik mit? Und wie willst Du noch verkaufen, wenn in Deutschland niemand konsumieren kann? Etwa an die Arbeiter in den Billiglohnländern, die von der Hand in den Mund leben?

    Denk doch mal nach!

  • Schön das Du es wenigstens zugibst!

    Das hat nichts mit zugeben zu tun.


    Wir müssen immer überall den wirtschaftlichsten Weg wählen. Selbst dann ist nicht garantiert, dass wir uns im Wettbewerb durchsetzen können. Aber wenn wir überteuerte Ausbildungen zahlen für Leute, die nicht das gleiche Ergebnis erzielen mit diesen Ausbildungen, dann wechseln die Kunden halt zur Konkurrenz, die es billiger macht.

  • Woher willst Du das denn wissen? Die Vermögen von Reichen sind doch gar nicht bekannt.

    OK., wie nimmst Du Deine Fabrik mit? Und wie willst Du noch verkaufen, wenn in Deutschland niemand konsumieren kann? Etwa an die Arbeiter in den Billiglohnländern, die von der Hand in den Mund leben?

    Denk doch mal nach!

    Natürlich weiß ich es nicht auf die Nachkommastelle, aber die Grundaussage stimmt, dass die Steuersätze für Reiche aufs gesamte Einkommen seit der Kohl-Ära massiv gestiegen sind, wenn auf Gewinne mit Aktien und Unternehmensbeteiligungen bis 2009 keine Steuern angefallen sind und jetzt 28%.

    Das ist nunmal die größte Einnahmequelle der Reichen.


    Das meiste Kapital steckt in den Maschinen, das dürfte auch bei den meisten Unternehmen so sein und die lassen sich gut nach Polen oder Rumänien verlagern, was übrigens aktuell auch schon bei sehr vielen Mittelständlern passiert.

    Hallen gibt es auch in anderen Ländern und Arbeiter auch, die in der Regel bei geringeren Löhnen deutlich motivierter sind, weil sie dann 30-40% über dem durchschnittlichen Lohnniveau ihres Landes verdienen. Da sind die Leute dankbar für hochbezahlte Jobs und gründen keine Betriebsräte oder Gewerkschaften.

    Dort entsteht auch eine neue Mittelschicht und die kompensiert den zurückgehenden Konsum in Deutschland. Das sind schrittweise Entwicklungen, über 10 - 20 Jahre, das geht nicht auf einen Schlag.

    Bei uns zum Beispiel ist der deutsche Markt jetzt schon viel unwichtiger geworden. Vor der Finanzkrise haben wir noch knapp über 70% des Geschäfts in Deutschland gemacht, 2019 waren 64% Exporte, 2020 sogar 73% (dieses Jahr wars aber durch Covid nochmal krasser).

    Auch das ist ein normaler Trend in der Branche. Die Kunden gehen nach Osteuropa, Asien, jetzt auch vermehrt nach Indien und sie drängen uns nachzuziehen.


    Eine linke Regierung würde diese Entwicklung enorm beschleunigen.

    Der Sozialstaat würde wohl mit dieser Entwicklung und der demographischen Entwicklung kollabieren. Das würde ich sehr bedauern, da ich ehrlich gesagt einen funktionierenden Sozialstaat für eine sehr gute Sache halte.

  • Wir müssen immer überall den wirtschaftlichsten Weg wählen. Selbst dann ist nicht garantiert, dass wir uns im Wettbewerb durchsetzen können. Aber wenn wir überteuerte Ausbildungen zahlen für Leute, die nicht das gleiche Ergebnis erzielen mit diesen Ausbildungen, dann wechseln die Kunden halt zur Konkurrenz, die es billiger macht.

    Sehr gut, Indi!


    Besser kann man eigentlich nicht zusammenfassen, warum es schon ziemlich bekloppt war, die ganze moderne Gesellschaft auf ein wettbewerbsgetriebenes Schneeballsystem mit Wachstumszwang (a.k.a. "Kapitalismus") aufzubauen und sich einzubilden man könne eine Demokratie betreiben, während man sich dessen inhärenten Alternativlosigkeiten verpflichten muss um es nicht chaotisch zusammenbrechen zu lassen.


    :thumbup:

  • Natürlich weiß ich es nicht auf die Nachkommastelle, aber die Grundaussage stimmt, dass die Steuersätze für Reiche aufs gesamte Einkommen seit der Kohl-Ära massiv gestiegen sind, wenn auf Gewinne mit Aktien und Unternehmensbeteiligungen bis 2009 keine Steuern angefallen sind und jetzt 28%.

    Das ist nunmal die größte Einnahmequelle der Reichen.

    Nicht mehr. Inzwischen ist es Erbschaft!

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