Interessante Sendungen und Links

  • Ist halt die "Es gibt auch eine Lösung innerhalb des Kapitalismus"-Bubbleis inklusive MMT und gedöns, in der ich so auch den Schulz verorte.

    Das stimmt. Wenn man das allerdings großzügig ausblendet, dann kann man bei Höfgen schon einiges darüber lernen, wie der Technofeudalismus neoliberale Spätkapitalismus (nicht) funktioniert.


    ...und in diesem Video speziell darüber, wie die ideologie die ihn naturalisiert sich selbst reproduziert.

  • Das stimmt. Wenn man das allerdings großzügig ausblendet, dann kann man bei Höfgen schon einiges darüber lernen, wie der Technofeudalismus neoliberale Spätkapitalismus (nicht) funktioniert.


    ...und in diesem Video speziell darüber, wie die ideologie die ihn naturalisiert sich selbst reproduziert.

    Zugegeben, meine Kritik klingt vermutlich etwas übertrieben dadurch, dass ich Stefan mit ins Boot hole, da ich genau so gut auch in Teilen Wolfgang hätte erwähnen können.


    Das anekdotische seitens Höfgen in Sachen professoralen Strukturenist an Universitäten lässt sich so übrigens nicht nur auf die Wirtschaftswissenschaften übertragen, sondern auch auf Naturwissenschaften. Ich schätze jeder, der mal in Academia drinsteckt weiß, dass auch ProfessorInnen eine strikt inhomogene Gruppe an Personen ist. Da gibt es natürlich auch nicht selten wirklich fachliche Lichtgestalten, wo einem die Kinnlade runterklappt, umgekehrt aber auch Idioten, bei denen man sich fragt, wieso sie der Ruf einer Professur ereilt hat.


    Ich würde sagen, dass das in den Wirtschaftswissenschaften natürlich nochmal systemisch schlimmer ist, aber es gibt da ja auch in Deutschland andere Beispiele, die bspw. Helge Peukert oder sowas, aber man muss in Deutschland ja auch gut vernetzt sein.



  • Als Kind der 80er bin ich ja eher kein Freund von Buttons, aber den hätte ich auch gerne.

  • Neue Euro-Banknoten - EU-Politiker fordert Biontech-Gründer auf Geldscheinen

    Die EZB will neue Euro-Scheine entwerfen. Ein FDP-Politiker meint: Am besten mit Gesichtern von Ugur Sahin und Özlem Türeci.


    Auf der Suche nach Motiven für künftige Euro-Geldscheine bekommt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Anregung aus dem EU-Parlament: Der FDP-Politiker Moritz Körner fordert, die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci auf einem der Scheine abzubilden. Auf die neuen Banknoten sollten wichtige europäische Persönlichkeiten wie das Biontech-Gründerpaar gedruckt werden, sagte der Abgeordnete des EU-Parlaments der „Welt am Sonntag“.[...]

    Also eigentlich ist das nur konsequent. Auf dem Geld sollten am besten die Nasen drauf sein, die am meisten davon eingestrichen haben. Auf den künftigen 1.000.000 EUR Scheinen zur Hyperinflation=O wünsche ich mir dann aber doch eher richtige Kapitalisten, und nicht so Schmalspur-Abzocker wie Ugur und seine Alte.

  • Neue Euro-Banknoten - EU-Politiker fordert Biontech-Gründer auf Geldscheinen

    Die EZB will neue Euro-Scheine entwerfen. Ein FDP-Politiker meint: Am besten mit Gesichtern von Ugur Sahin und Özlem Türeci.


    Also eigentlich ist das nur konsequent. Auf dem Geld sollten am besten die Nasen drauf sein, die am meisten davon eingestrichen haben. Auf den künftigen 1.000.000 EUR Scheinen zur Hyperinflation=O wünsche ich mir dann aber doch eher richtige Kapitalisten, und nicht so Schmalspur-Abzocker wie Ugur und seine Alte.

    Ach, du hattest es bereits hier gepostet... Ja, auf irgendeiner Ebene ist das sicherlich auch interessant ;)

  • Ja, man könnte ja auch ne x-beliebige Pflegerin auf der 500€ Schein abbilden. Das wäre dann in etwa auch entsprechend der Summe, die sie für ein Jahr Arbeit als Sonderzahlung 2020 erhalten haben (inklusive Klatschen halt, aber das ist ja viel mehr wert als Bares).

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    Deutschland ist eine Klassengesellschaft: Vermögen und Einkommen sind sehr ungleich verteilt. Corona hat diese Spaltung noch einmal verschärft. Doch es ändert sich nichts. Stattdessen wählt die Mehrheit am liebsten Parteien, die sich nur für die Wohlhabenden einsetzen. Wie kann das sein? Eine mögliche Antwort: Die Mittelschicht sieht sich selbst als Elite. Sie glaubt an ihren eigenen Aufstieg und fühlt sich den Reichen ganz nah. Ein teurer Selbstbetrug.

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  • Ja, man könnte ja auch ne x-beliebige Pflegerin auf der 500€ Schein abbilden. Das wäre dann in etwa auch entsprechend der Summe, die sie für ein Jahr Arbeit als Sonderzahlung 2020 erhalten haben (inklusive Klatschen halt, aber das ist ja viel mehr wert als Bares).


    Da werden dir alle zustimmen, auch die Verantwortlichen; wohlwissend dass der 500er Geschichte ist.


    Ich war lange ein Anhänger von Geld mit Gesicht, aber unseren Politidioten würde ich die Auswahl micht anvertrauen wollen. Am Ende machen die aus allen registrierten Paddfotos der EU einen KI-Verschnitt.

    Die Zeit von Personen auf Scheinen sollte Enden, das Pfund kann z.B. nur gewinnen wenn auf das Konterfei der Queen nicht Karl der Großohrige oder Willi der Kahle folgen.

    Vielleicht wären die alten südafrikanischen Randnoten mit den Big Five eine Inspiration, Gamsbock, Reh, Hirsch, oder Wolpertinger wären doch hübsch.

  • Ebenfalls interessantes Gespräch mit Ulrike und Wolfgang:

    Wie lange werden uns die Folgen der Corona-Krise beschäftigen? Was bedeutet die Krise für Renten, Geldpolitik, Generationenvertrag und Wirtschaftswachstum? Verschärft sie auch Probleme wie Überalterung, verfallende Infrastruktur oder den Mangel an Innovation und Digitalisierung? Sind die Jungen wirklich diejenigen, die später alles bezahlen müssen? Wir wollen diskutieren, wie sich die Verwerfungen der letzten Jahre auf den Handel, die Politik und auf den Einzelnen auswirken.


    Es diskutieren Ulrike Herrmann (taz), Prof. Dr. Thomas Straubhaar und Wolfgang M. Schmitt.

  • Ebenfalls interessantes Gespräch mit Ulrike und Wolfgang:

    Allgemein sehr sehenswert, en passant spricht Frau Herrmann den von Danton 1.1 öfter vorgestellten Handwerkermangel für den Klimaschutz an.

    Die Randbedingungen innerhalb derer die MMT anwendbar ist wurden hier erfrischender Weise mal aufs Tapet gelegt, könnte mal jemand einem gewissen Herrn Schulz stecken.

    Interessantes Gespräch, das sich aber weit um den eigentlichen Anreißer bewegt.


  • Automate your boss ✊ ;)


    Denke, dass das gut machbar wäre. Management und Aufgaben, die die Chefs machen, brauchen weniger Skill und sind meist keine Fähigkeiten, die man erlernen muss oder komplex sind. Wenn die Chefs durch KI automatisiert sind, könnten die Arbeiter dann die KI selbst kontrollieren mit passender Software.

  • Gefühle statt Handlungen: Wir stellen die falschen Fragen

    Auch Jour­na­lis­t:in­nen rennen so manchem Trend hinterher. Die Folge: Sie stellen dämliche Fragen. Eine entledigt gar Politiker aus ihrer Verantwortung.



  • Schon bisschen älter, aber eigentlich sehr aktuell:

    Lieber frei als liberal

    Der Liberalismus gilt derzeit als geschwächt. Wofür steht diese Denkschule eigentlich?


    [...] Wofür steht dieser Liberalismus, der heute in aller Munde ist? Als erstes muss man wohl der Vorstellung widersprechen, der Liberalismus sei als Theorie der freien Märkten entstanden. Die wirtschaftspolitische Orientierung des Liberalismus und seine Staatsphobie ist ein Kind des 20. Jahrhunderts. Ebenso falsch ist außerdem auch die Annahme, der Liberalismus habe immer schon für die Rechtsgleichheit der Menschen gekämpft. Wie das Bürgertum im Allgemeinen hatten auch die Vordenker des Liberalismus erstaunlich wenige Probleme mit Kolonialismus und Sklaverei, und an die Rechte von Frauen und Arbeitern wurde lange Zeit kaum ein Gedanke verschwendet.

    Der moderne Staat mit seinem allgemeinem Wahlrecht, sozialen Sicherungssystemen und der rechtlichen Emanzipation von Frauen, Arbeitern und Schwarzen wurde nicht an bürgerlichen Schreibtischen geboren, sondern in den sozialen Kämpfen der Betroffenen. Darin sind im Übrigen auch die Widersprüche im Staat begründet: Seine Institutionen sind Kompromisse, mit denen man den Forderungen der Beherrschten entgegenkam, ohne die Herrschaft als solche zu gefährden.[...]

    Die Tatsache, dass sich Linke im 19. Jahrhundert von der bürgerlichen Aufklärung absetzten, hatte mit der Kritik des bürgerlichen Idealismus zu tun. Die radikalsten Liberalen jener Zeit stellten die Herrschaft der Religion in Frage. Marx teilte diese Kritik, betonte aber, dass die Herrschaftsverhältnisse nicht von Religion herrühren, sondern von der ungleichen Verteilung des Eigentums. Und er zeigte auf, dass das Bürgertum die Unfreiheit der Sklaven und Arbeiter dabei stets als gegeben oder »privat« hinnahm. Seine Kritik richtete sich also nie gegen die liberalen Freiheits-, Gleichheits- und Individualismusversprechen, sondern wies darauf hin, dass diese Versprechen in einer bürgerlichen Gesellschaft unerfüllt bleiben.[...]

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