Interessante Sendungen und Links


  • Also als neue Show von der Mai war das ganz schön dürftig, und die Zielgruppenanalyse war bescheiden. Will meinen, was sie da erzählt hat rennt beim Publikum offene Türen ein und die die da was gelernt hätten/ könnten werden es wohl nicht anschauen...

    Schuster und Leisten und so. Man sieht ja schon bei dem deutlich besseren ZDF Magazin vom Böhmermann, dass es den politischen Diskurs absolut nicht anstoßen kann, obwohl die Themen fast ausschließlich sehr relevant sind. Dann wird Mai da mit ihrer wenig provokanten Art ein Echo in der Bubble erzeugen. Schade, sie kann anderes deutlich besser - ich mochte die Chemieserie bei Terra-X z. B. ganz gerne.

  • Die Ärzte haben - vermutlich weil sie teilweise selber davon profitiert haben - ganz schon lange gebraucht bis sie verstanden haben das betriebswirtschaftliche Logik im Gesundheitsbereich keine so gute Idee ist...aber immerhin kommen jetzt Forderungen nach einer Abkehr davon:

    Keine Industriebetriebe: Ärzte für neue Klinikfinanzierung

    Inmitten der Pandemie verhandeln die «Ampel»-Koalitionspartner in spe über den Kurs der Gesundheitspolitik. Die Ärzte verlangen nicht nur für die Krankenhäuser eine Abkehr von Kostendruck und Renditedenken.

    ...«Krankenhäuser sind keine Industriebetriebe, und Ärzte und Patienten sind keine Glieder einer Wertschöpfungskette», sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur vor dem Ärztetag an diesem Montag in Berlin. «Wir brauchen deshalb ein Vergütungssystem, das nicht ausschließlich auf wirtschaftliche Effizienz ausgerichtet ist, sondern das es uns ermöglicht, unsere Patientinnen und Patienten mit der gebotenen Sorgfalt und Zuwendung zu versorgen.» ... Bisher sei die kaufmännische Geschäftsführung der Kliniken daran interessiert, mit möglichst wenig Personal möglichst viele Fälle in möglichst kurzer Zeit zu behandeln, erläuterte Reinhardt. «Diese betriebswirtschaftliche Logik wollen Ärzte und Pflegekräfte nicht mehr mitmachen.» ...


  • schöner thread find ich


  • Korruption, Machtmissbrauch und Überheblichkeit gab es schon, als die Demokratie erfunden wurde. Doch die alten Griechen hatten eine kostengünstige Technik parat, die all das verhinderte und politische Gleichheit (unter Männern mit Bürgerrechten) herstellte: das Losen. Doch als die Idee von der „Macht des Volkes“ Ende des 19. Jh. wieder rausgekramt wurde, entschieden sich die Herren nicht mehr für das Losen, sondern meinten, dass es für alle besser sei, wenn wir unsere Volksvertreter wählten. Studien beweisen allerdings, dass das nirgendwo stimmt. Hubertus Buchstein von der Uni Greifswald schlägt seit Jahren vor, unsere gewählten Parlamente durch geloste „Normalbürger“ zu ergänzen. Aber kann so eine geloste Truppe wirklich kompetenter entscheiden als die gewählten Politikschaffenden? Seit Anfang der 1970er Jahre wird das wissenschaftlich untersucht. Einige der Professorenschaft kamen mehr oder weniger unabhängig voneinander auf die gleiche Methode: Geloste Bürger werden informiert, diskutieren miteinander und entscheiden dann. Planungszellen, Citizen Juries, Deliberative Polls - wie auch immer man es nennt, die Methode funktioniert in Wuppertal genauso gut wie in Japan, Russland und der Subsahara. Viele der Gelosten können oft sogar besser entscheiden als die Gewählten. Doch während sich diese Erkenntnis auf der Welt breit macht, wird die Demokratie von neuen Technik-Tools bedroht. Political Data Science Prof. Hegelich warnt: „Die Zeiten von freien, geheimen und gleichen Wahlen sind schon lange vorbei“.

  • Läuft grad im Ersten

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