Interessante Sendungen und Links

  • Hast du selbst ein Interessante daran, dass das System so bleibt wie jetzt? Glaube schon, sonst würdest du es nicht ständig so energisch verteidigen.

    Verteidige ich hier den überzeugten grün-neoliberalen Kapitalisten und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck als Gegner des Neoliberalismus und legitimiere damit seine politische Macht und das System, das sie ihm ermöglicht, oder bist Du das, Herr Anarchist?

  • Na da bin ich mal gespannt. Muss sagen, ich kann diesen Matze wirklich nicht gut leiden, aber das gilt im wesentlichen für den Fall, wenn er Politiker*innen lädt und dort 95% der Zeit rummenschelt. Das haben ja inzwischen alle seriösen Mainstreamjournalisten kopiert...


    Aber egal, das Gespräch könnte interessant sein!


    Fand das Gespräch echt super. Sehr differenzierter Precht. Besonders den Teil wo er erläutert inwefern sich die Grünen von klassischen Linken unterscheiden ist in der Klarheit bemerkenswert! :thumbup:

  • Wir haben mehr zu verlieren als unsere Ketten

    "Als Tom Jones den Song »Kiss« von Prince gecovert hat, kommentierte dieser das mit den Worten, es sei schon erstaunlich mutig, dass Jones sich gerade dieses Lied ausgesucht habe. Wenn das Kommunistische Manifest von zwei Unternehmensberatern und Finanzanalysten gecovert wird, verleitet das dazu, Ähnliches sagen. Und tatsächlich kann man von einer Coverversion sprechen. Rupert Younger und Frank Partnoy haben den Text von Karl Marx und Friedrich Engels in ein Textdokument verwandelt, sich gegenseitig vorgelesen und alle Begriffe, die ihnen unzeitgemäß erschienen, durch aus ihrer Sicht zeitgemäßere ersetzt.


    Klar, »der Papst, der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizeispitzel«, wie sie bei Marx/Engels genannt werden, spielen keine Rolle mehr, die Geschichte hat sie hinter sich gelassen. Sie werden jetzt zu den »Eliten, Milliardären, den etablierten Politikern der Republikaner und Demokraten, Konservativen und Sozialdemokraten, den Sprechern von Davos, der Echokammer der Onlinemedien und Fake News«. Das ist nachvollziehbar.

    Aber Younger und Partnoy ersetzen auch Kernbegriffe der marxistischen Philosophie, wie etwa die »Bourgeoisie«, die zu »Habenden« wird, und das »Proletariat«, das zu »Habenichtsen« umgetextet wird. Und schließlich wird aus »Kommunismus« »Aktivismus« und folgerichtig aus dem »Kommunistischen Manifest« das »Aktivistische Manifest«.

    Mengenmäßig verändern die Coverautoren 26 Prozent des Textes. Das heißt aber auch, dass das Kommunistische Manifest in seiner Grundstruktur, in seiner sprachlichen Wucht und in seinem appellativen Charakter gleich bleibt.

    »Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Aktivismus«, beginnt der Text jetzt. Und dennoch ist er nicht gleich, sondern ein völlig anderer geworden. Denn die letzten Änderungen zielen nicht auf ein sprachliches Update, sondern auf eine völlig andere Geschichts- und Weltsicht. Und zwar, das werden auch die Autoren zugeben, eine, die eine deutlich schwächere intellektuelle und politische Wucht hat als der Urtext.


    Younger und Partnoy verabschieden sich von dem Ziel auf Überwindung des privaten Besitzes, vom Gedanken der Revolution, von der Geschichtlichkeit des Kapitalismus und der Zwangsläufigkeit der Herrschaft des Proletariats. Damit entkernen sie den Marxismus von seinen zentralen Annahmen. Dass technische Entwicklungen (damals die Industrialisierung, heute die Digitalisierung) Gesellschaften formen, dass die Geschichte ein Ziel hat, dass Utopien ein politischer Antrieb sind, dass es Klassen gibt.

    Es mögen 74 Prozent des Textes unverändert sein, es ist ein völlig anderer Text geworden, eine Art Anti-Marx. Als würde Tom Jones mit seinem Brummbass das Falsett von Prince in »Kiss« kopieren. Was die beiden Autoren stattdessen vorlegen, ist das Standardrepertoire jeder durchschnittlich sozialdemokratischen Partei.

    Das Kommunistische Manifest war vielleicht der wirkungsmächtigste deutsche Text der letzten 150 Jahre. Und er war es aufgrund seiner inneren Stringenz und philosophischen Rigorosität. Wenn man die herausnimmt, wenn man den Kipppunkt der Revolution wegnimmt, wenn man die Zwangsläufigkeit der geschichtlichen Entwicklung tilgt, wenn man das Primat des Ökonomischen vor dem Metaphysischen hinterfragt, dann hat man am Ende kein Manifest mehr, sondern ein Wahlprogramm.


    Und dennoch gibt es ein Dennoch. Die zweite Sektion des Kommunistischen Manifests endet mit dem Vorschlag von zehn »Maßregeln«. Liest man diese, so sind sie einerseits historisch gescheitert (»Expropriation des Grundeigentums«, »Errichtung industrieller Armeen, besonders für den Ackerbau«) oder weitgehend umgesetztes politisches Programm (»Progressivsteuer«, Einführung einer »Nationalbank«, »Hinwirken auf die allmähliche Beseitigung des Unterschieds von Stadt und Land«, »Beseitigung der Fabrikarbeit der Kinder«…).

    Historiker und Philosophen streiten darüber, ob in den Gedanken von Marx und Engels schon die totalitären Regime angelegt waren, die ihre Ideen später versuchten, mörderisch umzusetzen. Ich meine, dass man dies so sehen kann. Wenngleich Politik kein Naturgesetz ist und Lenin, Stalin, Mao und die anderen nie von ihrer individuellen Schuld freizusprechen sind. Sie hätten ja auch anders entscheiden können.[...]"


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    "[...] Aber unabhängig davon deckt die Coverversion von Younger und Partnoy auf, dass die Zeit über das Kommunistische Manifest schlicht hinweggegangen ist. Es ist historisch interessant und kraftvoll in seiner Sprache, aber politisch ist es nicht mehr zu gebrauchen. Und das liegt vor allem an einer inhärenten Fehlannahme, die unterschwellig von Younger und Partnoy herausgearbeitet wird.

    Marx und Engels schildern die ökonomischen Prozesse als zwangsläufig. Und daraus folgern sie, dass es zur Revolution und »zur Herrschaft des Proletariats« kommen müsse. »Die Bourgeoisie hat nicht nur die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen; sie hat auch die Männer gezeugt, die diese Waffen führen werden – die modernen Arbeiter, die Proletarier. … Sie produziert vor allem ihre eigenen Totengräber.«

    Doch Menschen sind frei. Menschen sind widersprüchlich. Und möglicherweise nicht in dem Maß materialistisch fixiert, wie Marx und Engels es annahmen. Manche haben Angst, ihre »Ketten zu sprengen«, sind obrigkeitshörig oder kirchgläubig, andere sind unsolidarisch und wieder andere können sich vielleicht gar nicht vorstellen, dass es auch anders gehen kann. Und Politiker sind nicht dumm. Sie können sozialen Spannungen entgegenwirken, soziale Sicherung schaffen, wie bei den Bismarck’schen Sozialreformen, Druck aus dem Kessel nehmen wie bei Roosevelts New Deal. Und nicht zuletzt besitzen Arbeiter und Arbeiterinnen heute selbst Autos, Fernsehgeräte und haben weit mehr »zu verlieren als ihre Ketten«.


    So begann die marxistische Revolution weder, wie von den Autoren des Kommunistischen Manifests vorhergesagt, in den industriellen Gebieten Deutschlands oder Englands, sondern im feudalen Russland. Und sie entstand auch nicht aus einer spontanen Erhebung der Massen, sondern durch einen inszenierten Putsch einer kleinen, entschlossenen Elite. Diesen Widerspruch im marxistischen Gedankengang, dass der Mensch und eine menschliche Gesellschaft mehr ist als Sklave einer ökonomischen Gleichung, nehmen Younger und Partnoy zum Ausgangspunkt ihres Updates.

    Das Aktivistische Manifest bringt Humanität und freien Willen in den Ursprungstext. Die Habenichtse sind nicht nur die, die kein materielles Auskommen haben, sondern auch keine Vertretung, Stimme oder Teilhabe, für die kein Aufstiegsversprechen mehr gilt. Der Preis für logische Zwanghaftigkeit ist ein Gewinn an politischer Öffnung der Gerechtigkeitsfrage.

    Die ökologische Frage konnte Marx vielleicht nicht sehen, er spricht im Gegenteil voller Bewunderung von der »Unterjochung der Naturkräfte« durch moderne Technik. Geschlechtergerechtigkeit hingegen ist angesprochen, wenn auch untergeordnet, Zeit als Ressource ebenso, aber alles drei mündet nicht in eine weitere Theorie der Gerechtigkeit.


    Das Aktivistische Manifest teilt eine radikale Kapitalismuskritik, ohne den Kapitalismus und den freien Markt selbst in Frage zu stellen. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit war die Macht der Habenden so groß. Steigende Ungleichheit, stagnierende Löhne und eine neue Akkumulation an Macht durch digitale Technik, neue »Finanzprodukte«, Spekulationsgewinne und Datenhoheit sorgen dafür, dass ein neues Gespenst in der »Welt« (nicht mehr »Europa«) »umgeht«. Das Gespenst des Aktivismus. Diese Aktivisten zielen auf eine Teilhabegesellschaft (»shareholder activism«), die eine gerechtere Finanzwelt, schnelles Internet und ökologische Veränderung mit einschließt. Sie wollen eine Bewegung aller sozialen Entrepreneurs initiieren, der Graswurzelbewegungen von Occupy Wall Street und der Anti-G7-Proteste wie der jungdynamischen Familienunternehmer, die sich gegen Großkonzerne stemmen, der Handwerker wie der Studierenden.


    Und noch einmal wird hier die Spannung und Widersprüchlichkeit, aber auch der Charme des Ansatzes von Younger und Partnoy deutlich. Das reichste Prozent der Menschheit besitzt 99 Prozent des Vermögens und 99 Prozent teilen sich 1 Prozent. Aber viele der Habenden, der deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter, der Studierenden im Westen, gehören zu diesen globalen 1 Prozent, denen es gutgeht. Verzichtet man auf Klassenidentität und ein klares Feindbild, stellt man sich der postmodernen, unübersichtlichen Welt, dann ist es zu einfach, zwischen »die« und »wir« zu unterscheiden. Denn »die« sind meist auch »wir« – und vermutlich alle, die sich dieses Buch gekauft haben.


    Das Aktivisten-Manifest liest sich kraftvoll und frisch. Durch Marx’ wuchtige, bildhafte, kampfmetaphorische Sprache hat es seine Prägnanz und Eleganz. Und die Frage stellt sich wie bei jeder Coverversion: Wie würde man es beurteilen, wenn man das Original nicht im Ohr hätte? In einem gewissen Sinn ist diese Frage überflüssig und sinnlos, da spekulativ. Aber ich glaube, genau diese Spekulation ist der Effekt und vielleicht sogar der Sinn des Manifests. Durch seinen spielerischen, experimentellen Ansatz öffnet es einen Debattenraum. Im Grunde macht es die Widersprüche und Widersprüchlichkeit der derzeitigen Mainstream-Politik deutlich. Man kann die Technik der Digitalisierung eben nur mit der Industrialisierung vergleichen, nicht gleichsetzen.

    Wer glaubt, er müsse »Lohnarbeit« verteidigen, vergisst, dass die eigentliche Frage ist, Gerechtigkeit in der Arbeitswelt zu realisieren. Wer Kohleabbau verteidigt, verrät die Ökologie. Und wer die Klassenfrage zu einer nationalen Identitätsfrage verengt, verliert die Weite internationaler Solidarität aus dem Auge.


    So erstaunlich zeitgemäß Marx’ Schriften auch heute noch anmuten, wir brauchen neue. Ein Cover des Manifests zeigt vor allem, dass es bisher noch nicht gelungen ist, ein neues zu schreiben, eine Idee der Gesellschaft im Umbruch zu formulieren, die Solidarität und Freiheit neu begründet. Und der Rekurs auf die Helden des 19. Jahrhunderts macht nur schmerzhaft deutlich, wie sehr wir neue Heldinnen im 21. Jahrhundert vermissen.

    Und ganz am Ende steht die Frage, ob es vielleicht noch nicht gelungen ist, ein neues Manifest zu schreiben, weil die Form der Manifeste der wirbelnden Zeit nicht mehr genügt. Auch das kann sein. Es kann sein, dass es keinen Ort mehr gibt, von dem aus Politik oder politische Theorie eine feste Wahrheit formulieren kann, dass jedes Programm zu schnell veraltet, dass Sprache, Herangehen und Lösungskompetenz der Politik gnadenlos analog sind, während Konflikte, soziale Spannungen, Migration, Kriege digital sind. Aber umso wichtiger ist, dass sich die Aktiven solidarisieren, dass sie kämpfen, einstehen, aufstehen.


    Vielleicht brauchen wir gar kein Aktivistisches Manifest. Wir haben doch wahrhaftig kein Erkenntnisproblem. Aber sicher brauchen wir Aktivismus, Einmischung, Aufmischung. Nicht irgendeine geschichtliche Logik definiert unsere Rolle in der Gegenwart – wir tun das. Demokratie ist kein Naturgesetz. Sie wird gemacht. Verteidigt. Oder verloren. Es gibt keinen Zeitgeist außer dem, den wir definieren. Heute haben wir weit mehr zu verlieren als unsere Ketten. Wir können die Welt verlieren. Aber wir haben die Chance, uns selbst zu binden, sozial, ökologisch, emanzipatorisch.

    Die Freiheit des Aktivisten heute ist der richtige Umgang und das richtige Maß an Selbstkettung. Nicht alles, was wir besitzen können, sollten wir haben wollen. Nicht alles, was uns die Technik verheißt, ist verheißungsvoll. Solidarität heißt, die Phantasie zu schaffen, dass es jenseits der Regierung der Ökonomie mehr zu verlieren gibt als nur Reichtum. Wer die Würde und Freiheit der Menschen will, der muss jetzt aktiv werden."

    ______________________________________________________

    Robert Habeck: Wir haben mehr zu verlieren als unsere Ketten. Vorwort zu: Frank Partnoy, Rupert Younger: Das Aktivisten-Manifest. Ein Update des Kommunistischen Manifests für heute. (Deutsche Ausgabe), Frankfurt 2019


    Die Frage wäre: Wer ist eigentlich dieses kollektive "Wir", das der damalige Landes- und heutige Bundesminister Habeck da ständig evoziert und für seine Vorstellung einer klassenübergreifend, bzw. klassenaufhebend am selben progressiven, öko-sozialen Strang ziehenden nationalen Schicksalsgemeinschaft vereinnahmen will?


    Bei Marx & Engels im Original ergibt sich die Verwendung des Wortes immerhin aus dem Umstand, dass das Manifest im Auftrag der kommunistischen Partei geschrieben wurde und dieses kollektive "wir" wird überhaupt nur dort verwendet, wo aus Sicht der Kommunisten die erklärte Gegnerschaft der Bourgeoisie gegen ihre Bewegung kritisiert und auch als kollektives "Ihr" angesprochen, wo also ganz klar herausgearbeitet wird, warum es sich bei der bürgerlichen Gesellschaft eben nicht um eine "nivellierte", sondern um eine im permanenten Interessenwiderspruch gefangene Klassengesellschaft handelt.


    Man mag den Teil zur "historischen" Notwendigkeit der Revolution zur Aufhebung des Klassenwiderspruches im Original-Manifest völlig zu recht kritisieren, aber wer wie Habeck einfach behauptet, dass es bei der ganzen Sache heute, bald 170 Jahre später, doch längst allen zusammen - Kapital wie Arbeit, Staat wie Volk - nur noch um gemeinsame #Werte wie Würde und Freiheit ginge, der hat in seinem von seit 80 Jahren ungebrochener bürgerlicher Ideologie bis zur Übersättigung getränkten Politikergehirn einfach überhaupt nicht verstanden, dass diese Idealistischen Popanze ohne ökonomische Grundlage den Strom nicht wert sind, den er verbrauchen musste, um dieses bescheuerte Vorwort für ein sehr wahrscheinlich noch viel bescheuerteres Buch zu schreiben (und der Strom war damals richtig günstig, weil er noch mit billigem russischen Blutgas erzeugt wurde.)

  • Auf jeden Fall nice, dass er am Ende noch Hayek kritisiert hat:



    Das ist – das darf nicht verschwiegen werden – nicht die einzige Stelle, wo wir uns heute, sozusagen beim Blick in den Rückspiegel, anders entscheiden würden als Friedrich August von Hayek. Dass er, eigentlich ein Mahner gegen Tyrannei, in späteren Jahren einen Militärdiktator wie Augusto Pinochet in Wirtschaftsfragen beraten hat, ist für uns Heutige sicher schwer zu verstehen.

  • 8o

    :S:S:S

  • Von der Zivilisationierung der Barbarenvölker...:



    11. Juni 2024: 25 Jahre KFORKosovo Force-Einsatz in Kosovo

    Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Ende des Kosovokrieges vergangen. Die kurz danach am 11. Juni 1999 aufgestellte KFORKosovo Force-Truppe bekam den Auftrag, für Stabilität und Sicherheit in Kosovo zu sorgen. 25 Jahre später stellt sich die Frage: Warum ist die Präsenz der Bundeswehr noch immer notwendig? Und wie geht es weiter in Kosovo?


    Vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 hat die Bundeswehr schon einmal eine Art Zeitenwende durchlebt. In den späten 1990er-Jahren verschärften sich die ethnischen Konflikte in der damaligen serbischen Provinz Kosovo. Serbien war neben Montenegro die letzte verbliebene Teilrepublik Jugoslawiens und im Staat die dominierende Kraft. Autonomiebestrebungen der kosovo-albanischen Minderheit wurden gewaltsam unterdrückt und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen erschütterten die Weltöffentlichkeit.

    Nachdem alle Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Konflikts am Widerstand Jugoslawiens und Russlands gescheitert waren, musste den Vertreibungen, Massakern und Gräueltaten schließlich ohne UNUnited Nations-Mandat ein Ende gesetzt werden. Am 24. März 1999 begann die NATO mit der Mission Allied Force mit Luftangriffen, um das jugoslawische Milošević-Regime zum Einlenken zu zwingen.

    Nach einer intensiven politischen Debatte in Deutschland beteiligte sich auch die Bundeswehr mit 14 Tornado-Jets an der Mission. Es wurde der erste Kampfeinsatz deutscher Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit über 200 Lenkflugkörpern zerstörten die deutschen Tornadobesatzungen mehrere feindliche Radarstationen. Nach 79 Tagen endete die NATO-Mission Allied Force – erfolgreich.

    Am 9. Juni 1999 trat das Abkommen von Kumanovo in Kraft, das vor allem den Abzug der jugoslawischen Truppen aus dem Kosovo zum Inhalt hatte. [...]

    Ja gut. War zwar eine völkerrechtswidrige gewaltsame Verschiebung von Grenzen, aber da darf man heute zum Jubiläum schon auch mal ein bisschen stolz drauf sein - so lange man kein Russe ist.

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