Ich vermisse den alten Wagenknecht-Thread hier. Im Prinzip hätte Sahra 2015/2016 deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen wollen, als die "Kümmererin" Merkel und Co das getan haben. Aber schon damals hat man sie innerhalb der Linksliberalen als rechts gelabelt, was ihr wohl (verständlicherweise) bitter aufgestoßen ist und sie sich demnach wirklich auf den Weg gemacht hat, in diesem Feld zu grasen.
Danton 1.1 : ja klar, das rechts/links Schema ist total verbraucht und sicherlich versteht da jeder etwas anderes drunter. Ich palaver einfach wild drauf los und liege damit vermutlich manchmal voll daneben, und manchmal liege ich richtig, aber ich machs einfach mal in alter Internetmanier - schlimmer als in gewöhnlichen Leitartikel wird es nicht. Jedenfalls ist der Internationalismus in sich so stark mit dem Begriff "links" verbunden, dass sich das für mich einfach beißt. Auf der rechten Seite werden da in ähnlicher Form Begriffe wie Ethnopluralismus erschaffen, die von den "echten" Begriffen des Chauvinismus, Tribalismus oder Kommunitarismus ablenken. Das Tribalistische "wir gegen die" beherrscht Wagenknecht jedenfalls ganz gut, obgleich sie ja eigentlich diesen Identitätspolitischen Quatsch doof findet. Ist halt widersprüchlich, alles das, wir brauchen da ein ganz anderes Koordinatensystem und selbst dieses Bedürfnis der Simplifizierung ist letzten Endes ein Problem, der so opportunistische "Realpolitik" erlaubt.