Nord Stream-Sabotage

  • Ach Utan, spielt doch überhaupt keine Rolle, was und ob ich denke, Zaluzhny wäre in GB im SaveHaven aus Gründen politischer Recyclingfähigkeit zwischengeparkt worden oder nicht. Wichtig sind die Metadaten des Welt-Artikels. Inhalte sind längst überwunden.


    Die Chuzpe, mit der die 2 BND-Knalltüten sich einmal ganz locker den Hintern abwischen mit der unendlich aufwendigen simulierten Mainstreamrecherche von Holger Stark von Der Zeit, dem selbstsegelnden Spiegel, dem SWR-Recherchebund etc pp. und wie sie die unendlichen Kolonnen "bedruckten Papiers", CO2 und dem Gesamtenergieverbrauch zum Aufklärungsvorgang mir nichts dir nichts lässig in die BS-Story "Andromeda" münden lassen, indem sie den ganzen Kokolores als billige...:


    Wenn die Ermittlungen – wie im vorliegenden Fall – zu einfach sind, dann darf man keine Zweifel haben, sondern man muss sie haben.


    ...abqualifizieren ... dann ist das absolut erfrischend. Also für unserer Verhältnisse. Auch wenn das selbstredend wieder nur der Auftakt zur nächsten Täuschung ist.


    Das unterscheidet uns eben von diesen lästigen Autokratien.

  • Die Chuzpe, mit der die 2 BND-Knalltüten sich einmal ganz locker den Hintern abwischen mit der unendlich aufwendigen simulierten Mainstreamrecherche von Holger Stark von Der Zeit, dem selbstsegelnden Spiegel, dem SWR-Recherchebund etc pp. und wie sie die unendlichen Kolonnen "bedruckten Papiers", CO2 und dem Gesamtenergieverbrauch zum Aufklärungsvorgang mir nichts dir nichts lässig in die BS-Story "Andromeda" münden lassen, indem sie den ganzen Kokolores als billige...:


    Wenn die Ermittlungen – wie im vorliegenden Fall – zu einfach sind, dann darf man keine Zweifel haben, sondern man muss sie haben“.


    ...abqualifizieren ... dann ist das absolut erfrischend. Also für unserer Verhältnisse. Auch wenn das selbstredend wieder nur der Auftakt zur nächsten Täuschung ist.

    Die von Ex-BND-Chef Schindler gestützte Verschwörungsgeschichte, dass es eigentlich doch die Russen gewesen sein müssten, weil die Ukrainer ja kein qui bono bei der ganzen Angelegenheit gehabt hätten, hat die WELT vor gut einem Jahr schon einmal veröffentlicht, und dabei unverzüglich Rückenwind von namhaften deutschen Kriegsexperten wie Professor Carlo oder dem bekannten paranoiden Verschwörungsfanatiker Geheimdienstexperten (und damals noch Co-Vorsitzenden des für die Geheimdienste zuständgen PKG) Oberst Roderich K. bekommen.


    Guckst Du hier:


    RE: Nord Stream-Sabotage


    Ein paar Monate Später hat auch seine Exzellenz, der Botschafter der Freiheit in Brasilien und vormals in Deutschland, Herr Dr. Melnyk von der OUN vom diplomatischen Dienst der Ukraine den Versuch unternommen, sich mit der gleichen Nummer mal wieder ins deutsche Rampenlicht zu rücken:


    RE: Nord Stream-Sabotage


    Die Springer-Presse hat offenkundig überhaupt nichts neues dazu zu berichten. Die bringen das nur einfach immer mal wieder, wenn sie meinen, dass der deutsche Pöbel vom Glauben an die abgrundtiefe Schlechtigkeit des Russenhitlers und seines Barbarenvolkes abzufallen drohe, und deshalb nochmal daran erinnert werden müsse, zu welch perfider hybrider Kriegführung und Desinformation der Kreml-Autokrat im Stande ist, um die öffentliche Meinung in Deutschland auf seine Seite zu lügen..

  • Wichtig ist doch nur, dass beim Narrativlimbo am Ende der richtigere Schurke steht, mit dem sich die Meinungsmultiplikatoren identifizieren können. Der Job muss schliesslich Spaß machen. Von Links bis Rechts. Vom Hochglanzstudio bis zur YouTube Klitsche. Niemals das große Bild vergessen. Dat ist Krieg, dat is halt so...

  • Das ist auch putzig:


    Zitat

    Dass die Ukraine hinter der Sprengung der Röhren steckt, glaubt auch ein Mann nicht, der sich in Polen seit Langem mit den Nord-Stream-Pipelines befasst und anonym bleiben will. In einem Café in Warschau sagt er, das Land sei auf militärische Hilfe aus dem Westen, besonders aus Deutschland, angewiesen. Daher könne er sich nicht vorstellen, dass die ukrainische Führung einer solchen Operation zugestimmt habe. Eine Planung unterhalb der Regierungsebene hält er für unwahrscheinlich. „Allein schon einen militärischen Sprengstoff zu besorgen, ist nur mit der Hilfe von Geheimdiensten möglich.“ Vieles spreche dafür, dass Russland dahinterstecke.


    Irgendein Typ, keinerlei Hinweis auf eine Qualifikation, außer dass er sich - unklar in welchem Kontext - mit dem Nord Stream-System beschäftigt, äußert seine Meinung, dass vermutlich Russland dahinterstecken wird. Hat er in dem Café ein Gespräch über die Pipelines aufgeschnappt und sich rübergesetzt, um ihnen zu erzählen, wie er die Sache sieht?


    Im nächsten Absatz wird zumindestens noch beiläufig erwähnt, es handelt sich um einen Experten:


    Zitat

    Eine Beteiligung Polens und der USA an dem Anschlag hält er für wenig plausibel. Die USA als enger deutscher Bündnispartner hätten kaum das Risiko auf sich genommen, Leitungen zu zerstören, die ohnehin nicht in Betrieb waren. „Auch Polen als Nato-Mitglied würde nicht die Beziehungen zu anderen Staaten der Allianz und vor allem zu seinem Nachbarland Deutschland mit solch einer Tat aufs Spiel setzen“, ist der Experte überzeugt. Die „Andromeda“ in Deutschland zu chartern, wenn sein Land beteiligt gewesen wäre, hätte zudem keinen Sinn ergeben. „Dann wäre sie doch gleich in Polen gemietet worden, wo die deutschen Behörden nicht ermitteln dürfen“, argumentiert er.


    Angenommen das ist ein Pole sollte er diese Offensichtlichkeiten vielleicht mal seinem Landsmann Radosław "Thank you, USA" Sikorski vermitteln. Der ist immerhin Außenminister und scheint sich überhaupt nicht auszukennen.

  • Das ist auch putzig:

    Zitat

    Daher könne er sich nicht vorstellen, dass die ukrainische Führung einer solchen Operation zugestimmt habe. Eine Planung unterhalb der Regierungsebene hält er für unwahrscheinlich.

    Dieser "Experte" scheint jedenfalls nicht die aktuelle Version der Andromeda-/Nusschalentheorie zu kennen, die auch in der New York Times veröffentlicht wurde, und der zu folge die Planung sehr wohl unter Einbezug der höchsten ukrainischen Regierungsebene erfolgt sein soll, Selenskyj sie dann aber habe abbrechen wollen, und von Saluschny erklärt bekam, dass das leider nicht mehr ginge, weil schon alles in Bewegung gesetzt worden sei.


    Die sind doch beim Geheimdienst, warum arbeiten die so schlampig, dass es jeder Depp sofort bemerkt?

  • Ui, stimmt, das hatte ich schon wieder verdrängt. Bin wohl zu heftig über Schindlers sinngemässe Aussage gestolpert:

    "Leute, wenn man sonen offensichtlichen Quatsch serviert bekommt (Ermittlungen zu einfach), dann muss man doch Zweifel haben."

  • Der Schlingel wurde dingfest gemacht. :)

  • Einer unserer vielen expertischen Experten erklärt, warum natürlich völlig egal ist, wer NS gesprengt hat: Der Ami hatte eh kein Motiv (^^), dem Ukrainer würde man sowieso verzeihen, der Russe ist halt superböse.



    Damit soll das Thema dann endlich mal zu Grabe getragen werden. Jeder investigative Hochglanz- und AltLib-Journalist hat auf ganzer Linie und mit Ansage versagt. Und die politischen Führungen jeder Couleur einmal mehr bewiesen, dass kein Schaden zu groß ist, wenn er der „guten Sache” (für sie) irgendwie dient.


    Selbstredend sind diese Experten, Journos und Politiker alle aus dem einen Lager, das gleichzeitig zu überzeugen versucht, dass für diese Gesellschaft unbedingt gestorben und getötet werden wollen muss.

  • Ach, Gottseidank!


    Die Frau Bundesjustizministerin sieht das deutsch-ukrainische Verhältnis dadurch nicht gefährdet:



    Aber für sie sei schon wichtig, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Rechtsstaat ist und deshalb die Täter von Verbrechen hier auch "ermittelt" werden. Dazu weiß der Qualitätsautor des Tagesthemen-Beitrages uns zum Glück auch noch einmal aus dem Off einzuordnen, dass damit ja noch lange nicht die eigentlichen Drahtzieher der Aktion gefunden seien, und dass es sich dabei möglicherweise ja auch um russische Verbrecher handeln könne.

    Den Abschluss bildet Qualitäts-Heldenreporter Vasili G. direkt live von der Ostfront, wo es natürlich wichtigeres zu tun gebe, als sich mit diesem Thema zu beschäftigen, aber der ukrainische Geheimdienst hat Vasili und seinem Team noch einmal versichert, dass die ukrainische Führung absolut nichts damit zu tun hatte. :thumbup:


    Und jetzt seid bitte wirklich auch mal dankbar dafür, dass der Generalbundesanwalt hier drei Jahre lang so hart und akribisch ermittelt hat, um der freiheitlich demokratischen Rechtsstaatlichkeit Genüge zu tun.

  • Oh Mann, da fühlt man sich ja gleich ein bisschen schuldig und schmutzig, dass man sich jemals für den größten Terror- und Sabotageangriff auf bundesdeutsche Infrastruktur interessiert hat. Gut, dass das jetzt vorbei ist. Fairer Weise muss man anerkennen, dass alle Nafo-Trottel, Journalistendarsteller, Kiesewetters und sonstige Gesellschaftsfeinde von Anfang an Recht hatten. ^^

  • Oh Mann, da fühlt man sich ja gleich ein bisschen schuldig und schmutzig, dass man sich jemals für den größten Terror- und Sabotageangriff auf bundesdeutsche Infrastruktur interessiert hat.

    Ja. schämt Euch!


    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

    Artikel 60


    "(1) Der Bundespräsident ernennt und entläßt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.


    (2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus.


    (3) Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden übertragen.


    (4) Die Absätze 2 bis 4 des Artikels 46 finden auf den Bundespräsidenten entsprechende Anwendung."



    :S

  • 'Angry' Trump Sends Orban Handwritten Note Over Ukraine Oil Pipeline Attack - Newsweek


  • Und jetzt seid bitte wirklich auch mal dankbar dafür, dass der Generalbundesanwalt hier drei Jahre lang so hart und akribisch ermittelt hat, um der freiheitlich demokratischen Rechtsstaatlichkeit Genüge zu tun.

    Bei der ZEIT mangelt es allerdings an Dankbarkeit:

    Und jetzt?

    Die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines sind weitgehend aufgeklärt, die mutmaßlichen Täter bekannt. Die Bundesregierung steht vor unangenehmen Fragen.

    [...] Die Festnahme in Italien bedeutet einen spektakulären Durchbruch. Knapp drei Jahre nach der Sprengung ist die Aufklärung in weiten Teilen abgeschlossen – kriminalistisch jedenfalls. Nach Recherchen der ZEIT, der SZ und der ARD sind alle mutmaßlichen Mitglieder des Kommandos identifiziert, das den Anschlag durchgeführt haben soll, gegen sie liegen Haftbefehle vor.

    Politisch hingegen sind wichtige Fragen noch immer offen: Wer sind die Hintermänner, und wer gab den Anschlag in Auftrag? Wie hoch in die Staatsspitze reichen die Verbindungen? Und was heißt das für Deutschlands Verhältnis zur Ukraine?


    Ich finde es schon eher wenig staatsragend und auch ein bisschen verräterisch, liebe QualitätsjournalistInnen von der ZEIT, wenn hier der Weisung unserer Bundesjustizminiserin, die ganze Angelegenheit habe keinerlei negativen Einfluss auf das deutsch-ukrainische Verhältnis zu haben, einfach nicht Folge geleistet wird.


    Die Namen, die die Behörden damit hatten, waren zwar nur Tarnidentitäten, "Jewhenii Chomenets" etwa, "Wsewolod Mychko" oder "Serhii Kulinich". Aber: Die Passbilder waren echt, die Vornamen ebenfalls. Die Ermittler wussten jetzt, wie die Verdächtigen aussehen, und kannten einen Teil ihrer Identität. Besonders auffällig: Die ukrainischen Pässe, mit denen sich das Kommando an der polnischen Grenze ausgewiesen hatte, waren ukrainische Originaldokumente. Die Crew muss hochrangige Helfer im Staatsapparat gehabt haben.[...]

    Zu der Gruppe zählte demnach auch ein ukrainischer Soldat namens Wsewolod K., 53, der Ende Dezember 2024 in einer Kleinstadt in der Ostukraine im Kampf gefallen sein soll. Pikanterweise war der Ukrainer zuvor bei der Bundeswehr ausgebildet worden. Der Kontraste-Reporter Georg Heil und ein niederländischer Journalist hatten von K.s Ausbildung in Deutschland bei Recherchen in der Ukraine erfahren, eine Überprüfung ergab, dass K. in Wildflecken in einem Trainingszentrum der Bundeswehr unterrichtet worden war. Und: DNA-Spuren auf Schriftstücken, die K. ausgefüllt hatte, glichen jenen Spuren, die auf der Andromeda gesichert worden waren. [...]


    Immerhin - ein Beweis dafür, wie exzellent die Ausbildung ist, die unsere ukrainischen Freiheitsverteidiger von der deutschen Bundeswehr erhalten, um sich auf den Heldentod im Felde vorzubereiten!:thumbup:


    Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass insgesamt sieben Ukrainer an dem Anschlag beteiligt waren: vier Taucher, ein Verantwortlicher für die Sprengsätze, ein Skipper und der festgenommene Serhii K. Der siebte Mann, Jewhen U., soll erst später zu dem Kommando gestoßen sein, zwischen dem 19. und dem 23. September 2022. Die deutschen Beamten konnten seine Reiseroute vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee rekonstruieren. Er soll ursprünglich einer zweiten Gruppe angehört haben, die zeitgleich die Pipeline Turk Stream sprengen wollte, durch die Russland Gas nach Südeuropa leitet. Der Anschlag schlug fehl, womöglich brachte Jewhen U. Teile des Sprengstoffs mit. So ließe sich auch erklären, warum es zwei Tauchgänge gab, die rund 80 Kilometer weit auseinanderlagen.[...]


    Okay, das erklärt sich daraus für mich zwar überhaupt nicht, aber ich bin ja auch kein deutscher Qualitätsjournalist.


    Die Ermittler sind sich sicher, auch die einzige Frau im Team identifiziert zu haben, mehrere Zeugen haben sie beschrieben. Sie verdächtigen Valeria T., eine heute 40-jährige Profitaucherin. Auf Fotos posiert sie mit fliegenden roten Haaren und Tauchanzug, sie wirkt wie eine Superheldin aus einem Blockbuster-Actionfilm. Früher unterrichtete sie an einer Tauchschule in Kyjiw, zusammen mit Wolodymyr S. und Jewhen U. Ihre Kollegen beschreiben sie als "witzige" Person, mit lauter Stimme und klarer Ansprache: "Sie fordert viel ein, sie kann einem Schüler in fünf Sprachen erklären, wo und wieso er unrecht hat." Wie außergewöhnlich ihre Fähigkeiten sind, zeigt eine Bestmarke. Sie hält laut ihrer Tauchschule den ukrainischen Frauenrekord im Tieftauchen in einer Spezialdisziplin: 104 Meter. Die Nord-Stream-Röhren lagen in etwa 80 Meter Tiefe.

    Russen nennt Valeria T. auf Facebook nur "Orks", nach den Kreaturen aus Der Herr der Ringe. "Vielen Dank an alle Militärs, die unser Land verteidigen!", postete sie drei Monate nach den Nord-Stream-Anschlägen auf Instagram. Und weiter: "Freiwillige, die bewiesen haben, dass es nichts Unmögliches gibt!" Nach Beginn des Krieges soll sie sich beim ukrainischen Geheimdienst SBU beworben haben. Fragt man in Kyjiw nach Valeria T., dann heißt es unter Eingeweihten, sie sei es gewesen, die mit ihrer Entschlossenheit die Operation erst möglich gemacht habe, nachdem der Rest der Crew aufgrund schlechten Wetters bereits abbrechen wollte. Valeria T. ließ eine Anfrage unbeantwortet. [...]


    Wow. Was für ein tolle Frau :love:. Auch hier zeigt sich ganz klar, dass in der Ukraine westliche #Werte nicht nur Lippenbekenntnisse sind, sondern echt gelebt werden. Solche feministischen Heldinnen wünscht man sich doch im Kampf gegen das russische Patriarchat!


    Was aber bedeutet der Ermittlungserfolg politisch? Die alte Bundesregierung hatte stets wiederholt, sie werde den Fall erst bewerten, wenn er aufgeklärt sei. Der außenpolitische Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrej Jermak, versicherte den Deutschen intern, niemand in der ukrainischen Regierung habe den Anschlag angeordnet. Man werde bei der Aufklärung helfen. [...]


    Na hoffentlich sind sie bei der ukrainischen Regierung genauso schnell und effizient mit der Aufklärung wie etwa der deutsche Generalbundesanwalt oder das israelische Militär


    Die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) lobte zwar den "wirklich beeindruckenden Ermittlungserfolg". Die neue Bundesregierung will den Fall allerdings möglichst weit von sich fernhalten. Das Kanzleramt täte derzeit am liebsten so, als handele es sich um einen unerhörten Akt von Vandalismus. Angesichts der fragilen Gespräche zwischen Wladimir Putin, Donald Trump und den Europäern über die Zukunft der Ukraine kann jede zusätzliche Störung nur schaden. Nord Stream passt gerade nicht ins politische Bild.

    Die Festnahme ist freilich nicht nur für die Bundesregierung ein Politikum, sondern auch für Selenskyj selbst. In Hinweisen des niederländischen Geheimdienstes und der amerikanischen CIA wird der frühere ukrainische Militärchef Walerij Saluschnyj als Drahtzieher genannt. Möglicherweise wurde auch Selenskyj selbst eingeweiht, informell. Wenn es zu einem Prozess kommt, könnte all das zur Sprache kommen. Das wird auch an Serhii K. hängen.

    Der jetzt festgenommene Ukrainer hatte angeblich eine herausgehobene Stellung, er soll die Operation geleitet haben. Die Fahnder werfen ihm verfassungsfeindliche Sabotage, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Zerstörung von Bauwerken vor. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.

    Serhii K., der die Vorwürfe über seinen Anwalt zurückweisen ließ, hat eine Frau und zwei Kinder, er wird nicht ewig im Gefängnis sitzen wollen. Vielleicht fällt ihm ja noch ein, wer alles von dem Anschlagsplan wusste.

    Vielleicht wenn sie ihn ganz lieb fragen?

  • Wie haben die das jetzt angestellt? Gesetze der Physik wurden ja offensichtlich überwunden. Wenigstens das hätten mir die Qualitätsjournalisten mit guten Verbindungen zu den Diensten mal erklären können, oder haben sie? I want to believe.

    The surest way to tame a prisoner is to let him believe he's free.

  • Österreicher... :rolleyes:



    Jedenfalls erneut ein Beweis dafür, dass die EU keine Diktatur und kein post-postkoloniales Imperium wie die "Russländische Föderation" (I.-S. Kowalzcuk) ist, sondern ein freiwilliger Zusammenschluss liberaler und höchst lebendiger Demokratien, wie z.B. der Republik Polen, in welcher der vom Regierungsführer verkörperte Wille des polnischen Volkes, einen mutmaßlichen Terroristen nicht an die blutigen Häscher des brutalen deutschen Rechtsstaates auszuliefern, ganz groß geschrieben wird!

    Tusk: Polen wird Verdächtigen nicht ausliefern

    Polens Regierung wird den Ukrainer, der im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord Stream-Pipeline von Deutschland gesucht wird, nicht ausliefern. „Es ist nicht im Interesse Polens, den Verdächtigen an ein anderes Land auszuliefern“, sagte Ministerpräsident Donald Tusk am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

    Der Verdächtige, Wladimir Ż., wurde letzte Woche in der Nähe von Warschau festgenommen. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Innerhalb der kommenden 40 Tage soll darüber entschieden werden, ob der Ukrainer auf Grundlage des Europäischen Haftbefehls an Deutschland überstellt wird.

    Tusk betonte in diesem Zusammenhang erneut, dass das Problem nicht sei, dass Nord Stream 2 gesprengt wurde, „sondern dass es gebaut wurde“. Mit Blick auf den Bau der umstrittenen Pipeline erklärte der Regierungschef: „Die einzigen Personen, die sich in dieser Sache schämen und schweigen sollten, sind diejenigen, die den Bau beschlossen haben.“

    Er fügte hinzu: „Russland hat mit Geld einiger europäischer Staaten oder Unternehmen – deutscher, niederländischer – Nord Stream 2 gegen die existenziellsten Interessen nicht nur unserer Länder, sondern ganz Europas gebaut.“ [...]

  • Es kommt einem wie Geschichte aus Zeiten von vor vielen Generationen vor, als ein solcher Vorfall noch die Grundfesten des demokratischen und europäischen Verständnisses erschüttert hätte. Dabei ist es eigentlich nur wenige Jahre her. Und alle schweigen und normalisieren damit einen Wahnsinn im Geiste des frühen 20. Jahrhunderts.


    Eigentlich müsste spätestens jetzt jeder für sich mental mal auf die Bremse treten, einen totalen Fullstop hinlegen und die letzten Jahre rekapitulieren. Das kann dann eigentlich nur dazu führen, dass man sich dann mit der gleichen Verve, mit der man sich zB der Propaganda eines genozidalen Terrorstaates, der von der deutschen Regierung unterstützt wird, entgegenstellt, auch hier in die aktive Fundamentalopposition geht. Auch wenn es dann vielleicht nichts mehr wird, mit Praktikum beim ZDF.

  • Beste Freunde im Geiste der europäischen Solidarität!

    Poland demands Germany stop Nord Stream attack prosecutions

    [...] A senior Polish security official is calling on Berlin to drop its prosecution of Ukrainians suspected of blowing up the Nord Stream gas pipelines from Russia to Germany, writes Raphael Minder.

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