Die Letzte Generation

  • Niemand hat behauptet, dass es nur wohlwollende Berichterstattung gäbe, sondern dieAussage war, dass man ihnen viel Sendezeit einräumt und zwar mit ihnen und nicht, wie sonst bei Berichterstattung über Herrschaftskritik üblich, über sie. Das ist in Anbetracht dessen, dass es sich eigentlich um eine eher kleine Gruppierung handelt, die auch nicht repräsentativ für eine Generation steht dann insofern bemerkenswert, weil man ja sonst auch gerne das False Balancing bemüht.


    Das ist in Anbetracht dessen, dass es sich eigentlich um eine eher kleine Gruppierung handelt, die auch nicht repräsentativ für eine Generation steht dann insofern bemerkenswert, weil man ja sonst auch gerne das False Balancing bemüht.


    So klein ist die Gruppe nicht mal. Und das ist nicht bemerkenswert, es ist so wie die Medien funktionieren. Kontroverse Themen kommen in den Medien häufiger vor, weil sie Einschaltquoten und die Leute zum reden bringen (auch die ÖR achten auf Einschaltquoten). Das hat nichts mit irgendwelchen geheimen Netzwerken und Kontakten der LG zu tun, sondern damit, das unser Mediensystem so funktioniert. Dass das so ist, sieht man unter anderem auch daran, dass es in den Berichten über die LG sehr wenig um die eigentlichen Forderungen der LG geht, sondern meistens nur um ihre Blockaden und um den Zorn der betroffenen Autofahrer und viel viel Empörung. Abgesehen davon, welche Forderungen von der LG sind den Eingeführt worden? Gar keine. So wie du das darstellst, müssten die Forderung ja alle schon umgesetzt sein. Sie werden aber nicht einmal im Bundestag besprochen.


    Und False-Balacing wird in den USA betrieben, weniger oder nicht in De. Man kann nicht immer die Kultur der USA auf Deutschland oder Europa übertragen. Das seh ich hier im Forum immer wieder, das die Kultur der USA auf De projiziert wird.

  • Es sind unbestreitbar Idealisten, professionell organisiert, teilweise gegen Bezahlung, getrieben von einer Angst, nicht von einer unmittelbaren Bedrohung für Leib und Leben, welches sie aber bereit sind zu zerstören

    Ich hab mich mit jugendlichen (14-20 Jahre) unterhalten, die mit keiner anderen medialen Berichterstattung großgeworden sind, als dass der Klimawandel jetzt on air ist, wir das live mitbekommen und nur noch schlimmer wird für diejenigen, die jetzt jung sind. Die bedrückt das aufrichtig, da existiert mitunter eine ganz abgefuckte Resignation. Da braucht man schon eine gehörige Prise Idealismus der besonderen Art, wenn man den Klimawandel als Gefahr einfach als Abstrakten Sachverhalt ansieht.

    Den Coronaquatsch können wir gerne hier aus dem Thread rauslassen, sonst bekomm ich hier gewaltige Postcovid-Vibes (oder so manch einer hier einen nachträglichen Impfschaden).

  • Es sind unbestreitbar Idealisten, professionell organisiert, teilweise gegen Bezahlung, getrieben von einer Angst, nicht von einer unmittelbaren Bedrohung für Leib und Leben, welches sie aber bereit sind zu zerstören. Die LG ist eine Dachorganisation, die ihre Mitglieder danach bewertet, ob sie bereit sind ins Gefängnis zu gehen, damit Aktionen viel Medienresonanz erzeugen.

    Man muss aufpassen, dass man sich bei sowas nicht zum Werkzeug machen lässt oder zu weit abdriftet.

    Wo sind die Leute der LG Idealisten? Sie fordern ein Mindestmaß an sinnvollen Klimareformen. Ganz am Anfang war die Idee sogar nur, die einfachsten, anschlussfähigsten und am schnellsten machbarsten Reformen (wie zb Essen retten, Leben retten) zu fordern. Sie sind nicht mal besonders radikal in dem was sie fordern, auch nicht besonders radikal was die Aktionsformen angeht. Die LG ist auch keine Dachorganisation von irgendwas 😅 Du kannst mitmachen auch wenn du nicht ins Gefängnis gehen willst. zb wenn die Polizei da ist, stehst du einfach schon auf. Ich befürchte da hat wieder jemand ordentlich Propaganda der Medien und Co. gierig mit dem Löffel gegessen. Du hast eine komplett verquere Vorstellung von der LG und Klimaaktivisten.

  • Ich hab mich mit jugendlichen (14-20 Jahre) unterhalten, die mit keiner anderen medialen Berichterstattung großgeworden sind, als dass der Klimawandel jetzt on air ist, wir das live mitbekommen und nur noch schlimmer wird für diejenigen, die jetzt jung sind. Die bedrückt das aufrichtig, da existiert mitunter eine ganz abgefuckte Resignation. Da braucht man schon eine gehörige Prise Idealismus der besonderen Art, wenn man den Klimawandel als Gefahr einfach als Abstrakten Sachverhalt ansieht.

    Anekdotische Evidenz ist ja immer so eine Sache, aber die mediale Berichtersstattung, die heute gar nicht mehr aus dem Panikmodus herauszukommen scheint, sondern nur die Themen wechselt, hat natürlich ihre Wirkung, besonders wenn die Meldungen bei sommerlichen Temperaturen regelrecht erfühlt werden können und bei jungen Menschen, deren Synapsen noch nach Input gieren.


    Die "kreisende Erregung" in den Social Isolation Media tut ihr Übriges, um das zu katalysieren. Was soll man da jetzt sagen? Im Zweifel hilft es möglicherweise den Medienkonsum zu reduzieren und sich mit Menschen zu treffen, analog versteht sich.


    Man muss das auch nicht abstrakt machen, aber hin und wieder sollte man sich einfach mal erden.

    Gerade in Deutschland fällt das den Menschen immer besonders schwer. Wenn wir uns auf eine Sache comitten, dann ziehen wir die mit Leib und Seele durch. Die deutsche LG ist ja vielleicht auch deshalb, die im internationalen Vergleich erfolgreichste der Klimaprotestbewegungen, um mal den Bogen zu schließen.

    The surest way to tame a prisoner is to let him believe he's free.

  • Man muss das auch nicht abstrakt machen, aber hin und wieder sollte man sich einfach mal erden.

    Gerade in Deutschland fällt das den Menschen immer besonders schwer. Wenn wir uns auf eine Sache comitten, dann ziehen wir die mit Leib und Seele durch.

    Außer Dir natürlich. Du "committest" Dich lieber auf gar nichts und kommentierst statt dessen das Spiel von der Seitenlinie und erklärst den Leuten die da nicht mitspielen wollen, dass sie das nur kundtäten, um ihre...

    [...] eigene Ideologie als Lösung präsentieren [...]

    ...zu können.


    Um welche "Ideologie" es sich dabei genau handeln, was der von ihr präsentierte Lösungsvorschlag sein, und um welche zu lösenden Probleme es dabei überhaupt gehen soll, muss man gar nicht weiter erörtern, denn das erklärt sich der gesunde bürgerliche Menschenverstand schon von selbst - völlig ideologiefrei, versteht sich - indem er einfach konstatiert, er habe schliesslich nicht...

    [...] den Marx inhaliert, wie der Pfarrer die Bibel


    Was der Marx und seine Gemeinde eigentlich wollten mit seinen heiligen Schriften, muss man dann auch gar nicht groß heraus finden, oder gar dagegen argumentieren.

  • Wo sind die Leute der LG Idealisten? Sie fordern ein Mindestmaß an sinnvollen Klimareformen. Ganz am Anfang war die Idee sogar nur, die einfachsten, anschlussfähigsten und am schnellsten machbarsten Reformen (wie zb Essen retten, Leben retten) zu fordern.

    Der Vorwurf des Idealismus gegen die Mitglieder der Letzten Generation richtet sich - jedenfalls von Seiten einiger linker Kritiker - nicht gegen ihre Forderungen als solche, sondern um ihr eisernes Festhalten an der idealistischen Vorstellung, dass der bürgerliche Staat und seine liberale Demokratie doch dafür da seien, ihre BürgerInnen, deren Nachwuchs, und den Rest der Welt vor der Klimakatastrophe zu schützen, und dass man die liberale demokratische Staatsführung nur eindringlich genug daran erinnern müsse, damit sie diesem Ideal auch endlich mal beherzt entspricht, obwohl es offensichtlich ist, dass sie das aufgrund diverser kapitalistischer Sachzwänge - die von der politischen Klasse parteiübegreifend als gegeben vorausgesetzt, nicht hinterfragt, und wie alternativlose Naturzustände behandelt werden - gar nicht tun kann.

  • Der Vorwurf des Idealismus gegen die Mitglieder der Letzten Generation richtet sich - jedenfalls von Seiten einiger linker Kritiker - nicht gegen ihre Forderungen als solche, sondern um ihr eisernes Festhalten an der idealistischen Vorstellung, dass der bürgerliche Staat und seine liberale Demokratie doch dafür da seien, ihre BürgerInnen, deren Nachwuchs, und den Rest der Welt vor der Klimakatastrophe zu schützen, und dass man die liberale demokratische Staatsführung nur eindringlich genug daran erinnern müsse, damit sie diesem Ideal auch endlich mal beherzt entspricht, obwohl es offensichtlich ist, dass sie das aufgrund diverser kapitalistischer Sachzwänge - die von der politischen Klasse parteiübegreifend als gegeben vorausgesetzt, nicht hinterfragt, und wie alternativlose Naturzustände behandelt werden - gar nicht tun kann.

    lol? Hab noch nie gehört, dass die LG diese Vorstellung vertritt. Aus welcher Glaskugel hast du das gelesen? Der Gesellschaftsrat soll ja gerade eingeführt werden, weil ein Kreuz auf einem Zettel machen nicht ausreicht.

  • lol? Hab noch nie gehört, dass die LG diese Vorstellung vertritt. Aus welcher Glaskugel hast du das gelesen?

    Lol. Hast Du mal gelesen, was die eigentlich fordern?


    Der Gesellschaftsrat soll ja gerade eingeführt werden, weil ein Kreuz auf einem Zettel machen nicht ausreicht.

    Der Gesellschaftsrat soll aber nicht die per Kreuzen auf Zetteln gewählte Regierung ersetzen, von der die Letzte Generation eigentlich in jeder öffentlichen Äußerung fordert, sie solle sich doch jetzt endlich mal an das Grundgesetz und an die Versprechen halten, die der deutsche und andere Staaten sich damals gegenseitig auf der Pariser Klimakonferenz gegeben haben. Der soll nur bessere Lösungsvorschläge erarbeiten und sie der Staatsführung dann zur Umsetzung vorlegen.


    Auf der Website der LG steht rot unterlegt und in Großbuchstaben dick und fett:

    "Die Regierung versagt darin, auch nur erste Sicherheitsmaßnahmen einzuführen."

    Da müssen sich die AktivistInnen schon fragen lassen, wobei die Regierung denn eigentlich versagt?

    Wenn man ein Versagen beklagt, muss es doch erst mal einen Versuch des Gelingens gegeben haben. Welches Ziel, zu dessen Erfüllung sie eigentlich da sein soll, hat die Regierung denn nicht erfüllt? Was hat sie bisher versucht, das ihr nicht gelungen ist?


    Aber es geht ja noch weiter:


    • Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, einen Gesellschaftsrat einzuberufen, der Maßnahmen erarbeitet, wie Deutschland die Nutzung fossiler Rohstoffe bis 2030 auf sozial gerechte Weise beendet.
    • Wir fordern, dass die Regierung öffentlich zusagt, die mit den erarbeiteten Maßnahmen verbundenen Gesetzesvorhaben in das Parlament einzubringen.
    • Wir fordern, dass die Regierung für die Maßnahmen und Gesetzesvorhaben nötige Überzeugungsarbeit im Parlament leistet.
    • Wir fordern, dass die Regierung öffentlich zusagt, nach Verabschiedung der Gesetze diese in einer beispiellosen Geschwindigkeit und Entschlossenheit umzusetzen.

    Der Gesellschaftsrat soll also von der Regierung einberufen werden. Kann die Regierung den dann auch wieder abberufen? Und dann soll die Regierung die vom - von ihr selbst berufenen - Gesellschaftsrat erarbeiteten Gesetze und Maßnahmen einem Parlament zur Entscheidung vorlegen, in welchem jene Parteien, deren Parteibonzen und Günstlinge die Mitglieder der Koalitionsregierung stellen, die parlamentarische Regierungsmehrheit haben.


    Der Gesellschaftsrat soll sich natürlich von WissenschaftlerInnen beraten lassen. Da wäre es mal interessant zu beantworten, welche WissenschaftlerInnen das dann sein werden, wer die überhaupt einberufen soll - wo den gemeinen, in den Gesellschaftsrat zu entsendenden Volksdelegierten doch die nötige Expertise fehlt, um überhaupt beurteilen zu können, wer dazu über die nötige wissenschaftliche Kompetenz verfügt (denn wenn sie die selbst hätten, bräuchten sie ja keine wissenschaftlichen BeraterInnen) - und ob das vielleicht genau die selben WissenschaftlerInnen wären, von deren Ratschlägen sich die Bundesregierung auch bisher schon nicht dazu bewogen fühlte, es mit dem Klimaschutz so ernst zu nehmen, wie es die Letzte Generation für dringend geboten hält.


    Natürlich soll die regierende Koalition dann auch die nötige Überzeugungsarbeit leisten, um ihre eigenen Koalitionsparteimitglieder in der Parlamentsmehrheit davon zu überzeugen, Maßnahmen und Gesetzesvorhaben zuzustimmen, welche die Regierung bisher offensichtlich nicht für nötig, oder für umsetzbar genug befunden hat, um sie ihren Fraktionsmitgliedern nahe zu legen, denn sonst bräuchten sie ja keinen Gesellschaftsrat, der ihnen dann aufträgt, was ihm selbst von den WissenschaftlerInnen geraten wird.


    Und letztendlich soll die Koalitionsregierung dann mit "beispielloser Entschlossenheit" umsetzen, was sie zuvor ihren Koalitionsfraktionsmitgliedern mit voller Überzeugungskraft zur Zustimmung vorgelegt hat.


    Da muss man doch kein Anarchist oder Marxist sein um zu begreifen, dass die LG hier letztendlich nichts anderes von der Regierung fordert, als es von etlichen Fridays und Scientists for Future schon seit Jahren gefordert wird - nämlich: endlich mal auf die Wissenschaft zu hören, und sich um den Schutz der BürgerInnen vor der Klimakatastrophe zu kümmern.


    Sie haben ja in der Sache insofern völlig recht als sie die Klimakatastrophe als ernsthafte materielle Bedrohung darstellen, aber radikal sind sie halt nur bei den Methoden ihrer eigenen Überzeugungsarbeit und nicht in ihrer Kritik am bürgerlichen Staat und an den herrschenden Verhältnissen, die er aufrecht erhält. Von der liberalen Demokratie und ihrer gesetzgeberischen Parlamentsmehrheit fordern sie eigentlich nur, dass die sich an ihr eigenes Idealbild der guten, demokratischen und gerechten Herrschaft halten.

  • Und? Ich seh hier nichts von irgendeinem Idealismus, wenn gefordert wird, dass der Staat sich an das eigene Grundgesetzt hält. Außer wenn man der Meinung ist, dass Grundgesetzt selbst sei doch nur idealistische Träumerei, dann kann man auch gleich der Rechtsstaat als idealistisch abtun.

  • Naja, was wäre es sonst? Realismus oder Empirismus würde ja zur Erkenntnis führen, dass die Forderungen in diesem „Rechtsstaat” bzw den Machtstrukturen nicht umzusetzen sind.


    Genau das finde ich aber am Ansatz der LG ziemlich gut, ehrlich gesagt. Es hält der Farce so schön den Spiegel vor.

  • Außer Dir natürlich. Du "committest" Dich lieber auf gar nichts und kommentierst statt dessen das Spiel von der Seitenlinie und erklärst den Leuten die da nicht mitspielen wollen,

    Diggerle, was tust du anderes? Du nominierst, wer in dein Spielsystem passst und wer nicht und wetterst ständig darüber, dass auf dem Spielfeld das falsche gespielt wird. Das wir hier auf der Tribüne sitzen und nicht auf der Trainerbank, hast du vermutlich noch gar nicht bemerkt. Im Grunde sind wir wie beide wie Waldord und Statler, nur weniger lustig, weil keine Karrikatur.

  • Diggerle, was tust du anderes? Du nominierst, wer in dein Spielsystem passst und wer nicht

    Ich ktitisiere das laufende Spiel und zwar in mittlerweile tausenden von Beiträgen mit vielfach beklagten Textwänden, in denen ich zumindest versuche klar zu verargumentieren, warum ich das Spiel an sich für abgekartet und falsch halte.


    Ich habe kein "Spielsystem", wozu ich irgendwen als passend nominieren könnte. Ich kritisiere allerdings Leute, die das abgekartete Spiel verteidigen und lediglich fordern, es müsse endlich mal besser gespielt werden.


    Was Du hier machst ist einfach nur eine Anti-Kritik an der Systemkritik. Du kritisierst vorzugseweise die Kritiker dafür dass sie kritisieren, ohne jemals eine konkrete eigene Position zu beziehen die über die bloße Anklage irgendwelcher Missetäter hinaus reichen würde. Und selbst die willst Du in der Regel gar nicht konkret benennen, sondern beschränkst Dich größtenteils darauf, ihr bloßes Vorhandensein anzuprangern.


    We are not the same.

  • Außer wenn man der Meinung ist, dass Grundgesetzt selbst sei doch nur idealistische Träumerei, dann kann man auch gleich der Rechtsstaat als idealistisch abtun

    Das Grungesetz ist überhaupt keine Träumerei.


    Die Träumerei ist, sich einzubilden, man könnte eine globale Katastrophe, die durch das kapitalistische System und die Staaten, die es in staatlich abgesichertes Recht und in internationale Verträge fassen verursacht wird, dadurch verhindern, dass man sich auf jenes Recht beruft und an jene Staaten und ihre politischen Führungen appeliert, sich daran zu halten.

  • Naja, was wäre es sonst? Realismus oder Empirismus würde ja zur Erkenntnis führen, dass die Forderungen in diesem „Rechtsstaat” bzw den Machtstrukturen nicht umzusetzen sind.


    Genau das finde ich aber am Ansatz der LG ziemlich gut, ehrlich gesagt. Es hält der Farce so schön den Spiegel vor.

    Die Forderungen der LG sind nicht besonders radikal oder revolutionär, eher sogar konservativ. Gerade weil sie sich ja auf das Grundgesetz beziehen und fordern, dass der Staat handeln soll. Die Forderungen sind oft gar nicht im konkreten ausformuliert und sie fordern auch nicht offen die Abschaffung des Kapitalismus. Ihre Forderungen als utopisch darzustellen ist überzogen und füttert eher noch das bürgerliche Narrativ der Alternativlosigkeit zum derzeitigen System.

  • Nee @Septemersonne.


    Idealismus ist, wenn man denkt, dass die Welt aus Ideen gemacht ist, bzw dass man nur die richtige Ide(ologi)e haben muss, um sie zu verändern. Das Gegenteil davon wäre Materialismus, der davon ausgeht, dass die Ideen sich anhand der materiellen Verhältnisse ausbilden. Jedenfalls wären das die Gegensätze, wenn man über linke Kritik an der Letzten Generation spricht, weil Letztere eben davon ausgeht, dass es nur des richtigen politischen Willens zur Umsetzung der richtigen Ideen bedarf, um die Menschheit vor dem Klimakollaps zu retten.


    Verbohrte linke Ideologen sind hingegen der Auffassung, dass es nichts bringt, an den politischen Ideen herum zu doktern und hehre #Werte und Ideale zu postulieren, so lange man nicht die ganz materiellen Eigentumsverhältnisse ändern will, die dem ganzen politischen Bums zugrunde liegen, und die dafür sorgen, dass sich das bürgerliche Ideengebilde immer schön im Rahmen der kapitalistischen Profitlogik und der konkurrierenden bürgerlichen Privatinteressen bewegt.

  • Nee @Septemersonne.


    Idealismus ist, wenn man denkt, dass die Welt aus Ideen gemacht ist, bzw dass man nur die richtige Ide(ologi)e haben muss, um sie zu verändern. Das Gegenteil davon wäre Materialismus, der davon ausgeht, dass die Ideen sich anhand der materiellen Verhältnisse ausbilden. Jedenfalls wären das die Gegensätze, wenn man über linke Kritik an der Letzten Generation spricht, weil Letztere eben davon ausgeht, dass es nur des richtigen politischen Willens zur Umsetzung der richtigen Ideen bedarf, um die Menschheit vor dem Klimakollaps zu retten.

    Nö. Es gibt zwei verschiedene Begriffe von Idealismus. Einmal Idealismus von Idee (philosophische Strömung im 19. Jahrhundert, Hegel usw.) und einmal von Ideal. Ich hab es im zweiten Begriff gemeint. Im ersten machts kein Sinn im Kontext des Themas hier.


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