Interview-Vorschläge

  • Katharina Pistor. Rechtsprofessorin an der Columbia-Universität in New York.


    Vor Kurzem kam die deutsche Übersetzung ihres Buchs The code of capital -- How the law creates wealth and inequality. In dem Buch geht es genau um das, was der Titel verspricht. Als Laie fand ich es stellenweise etwas technisch, aber dennoch äußerst spannend.


    Einen guten Eindruck über ihre Themen, bieten ihre Artikel beim Handelsblatt, für das sie in letzter Zeit häufiger schreibt.

    https://www.handelsblatt.com/m…rina-pistor/26043598.html

  • Die Politologin Renate Dillmann. Sie hat letztes Jahr, mit ihrem Kollegen Arian Schiffer-Nasserie, das Buch Der soziale Staat veröffentlicht. Darin wird nicht nur der Kapitalismus kritisiert, sondern auch der Sozialstaat, denn: Die Ausgaben des Sozialstaates sind Anzeichen für die Notlagen in der Gesellschaft. Das Buch ist unter anderem deswegen aktuell, da die Ökonomisierung des Gesundheitswesen ein ebenfalls Thema ist.

    Letztes Jahr hat sie über die Themen des Buchs einen Vortrag gehalten: Kapitalismus und Sozialstaat – eine Kritik.



    Ein Buch über China hat sie ebenfalls geschrieben. In einem Interview mit RT, kann man sehen, wie sie auf schlecht gestellte Fragen, intelligent antwortet.

  • Zur Bundestagswahl nochmal Interviews mit Kleinstparteien, insbesondere der Klimaliste die gerade in z.B. BaWü versuchen den Grünen das Wasser abzugraben. Ist sicher interessant zu hören, welche Visionen und politische Motive die haben. Allgemein wären Parteieninterviews vor der Wahl nochmal cool. Und ein NiewiederSPD-Wählerforum sollte auch wie im Interview mit Saskia Esken angekündigt bitte bitte noch kommen!

  • Tilo hat auch schon mit AfD Politikern gesprochen. Warum du hier aber den Rechtsextremen Identitären Gunnar Kaiser erwähnst ist fraglich. Gut, Kalbitz war schon rechtsextrem, als Tilo mit ihm gesprochen hat, aber muss man solchen Verschwörungstheoretikern noch eine Bühne bieten, ich denke nicht. Wenn ein Interview mit denen, dann hart kritisch zu ihrer Weltsicht und für ihre Meinung wenig Platz lassen, da diese bei Tichy und Kaiser klar rechtsextrem ist.


    Mehr zu Kaiser und seine Verbindungen zu Identitären findet man übrigens im sehr guten Buch von Patrick Stegemann: Die Rechte Mobilmachung...

    Wenn Thilo Jung sich sehr gut vorbereitet, würde ich eine Interview mit G.K. auch schätzen, der Aufklärung wegen. Aber mit seiner Rhetorik ist er glitschiger als jeder Fisch. Kaisers Ziel ist es, der deutsche Dave Rubin zu werden. Deshalb muß man ihn im Auge behalten

    Hallo Kay, ich suche Kritiker vom manipulativen Gunnar Kaiser. Schau mal auf Twitter #Gunnar Kaiser. Friedrich-Naumann-Stiftung.
    und bei Snollyghoster@benthamsghost

  • Wenn Tilo Jung sich sehr gut vorbereitet, würde ich ein Interview mit G.K. auch schätzen, der Aufklärung wegen. Aber mit seiner Rhetorik ist er glitschiger als jeder Fisch. Kaisers Ziel ist es, der deutsche Dave Rubin zu werden. Deshalb muß man ihn im Auge behalten

    Hallo Kay, ich suche Kritiker vom manipulativen Gunnar Kaiser. Schau mal auf Twitter #Gunnar Kaiser. Friedrich-Naumann-Stiftung.
    und bei Snollyghoster@benthamsghost

    Aus reiner Neugier frage ich mal, hat der das Ziel selbst so formuliert oder wie kommst du da drauf, dass er diesem Dave Rubin nacheifert? Habe beide nie verfolgt. Was außer der zunehmenden alternativen Medienpräsenz macht den Kaiser denn überhaupt so interessant für ein Interview. Wofür steht er?


    Wenn es da Verbindungen zu Identitären gibt, wäre es super, wenn das mal jemand zusammenfassen könnte.

  • Bitteschön:

    Wenn Anarchokapitalisten anständige Kapitalisten wären, dann würden sie ihr Kapital auch anständig ausnutzen – und das Bedürfnis der Menschen nach Kapitalismuskritik ordentlich ausbeuten! Wie leicht wäre es, dem Mainstream nach dem Mund und dem Misstrauen der Menschen gegen die Freiheit das Wort zu reden, den Markt an den Pranger zu stellen, die fürsorgliche Hand des wohlmeinenden Vaters Staat zu preisen und dafür einen Platz auf den oberen Rängen der Bestsellerlisten zu ergattern (Einladungen in Talkshows und Interviews mit ZEIT-Journalisten inklusive).

    Anarchokapitalisten sind schlechte Kapitalisten. Ihnen ist Wahrheit und Differenziertheit wichtiger als die Begierden der Massen zu befriedigen.

    Der Typ ist ein rechtslibertärer Propagandist, der sich - wie die meisten seiner GesinnungsgenossInnen - üblicherweise in das Mäntelchen eines klassisch-liberalen "Philosophen" hüllt. Deshalb schreibt er in diesem Artikelchen auch erst mal so, als nehme er Anarchokapitalisten nicht ernst. Aber im letzten Satz (siehe oben) wird eigentlich klar, dass er sie (und natürlich sich selbt) für die einzig rationalen und Vernünftigen hält, die noch Manns genug sind, gegen einen behaupteten mainstream-Antikapitalimsus(sic!) linkstotalitärer Staatsanbeter zu schwimmen. Folgerichtig betätigt er sich dann auch seit Beginn der Corona-Krise als Sprachrohr für all jene, die in den Maßnahmen einen Ausweis der quasi-stalinistischen Ermächtigung des "Regimes" gegen das Allerhöchste Gut der individuellen Freiheit sehen.


    Anarchokapitalisten - nur falls das nicht klar sein sollte - sind Leute, die den Staat komplett abschaffen und das gesellschaftliche Zusammenleben alleine aufgrund individueller privater Verträge über den Markt organisieren wollen. Und weil das natürlich in letzter Konsequenz auf einen sozialdarwinistischen Verdrängungswettbewerb hinaus laufen würde, in welchem sich am Ende nur die aller erfolgreichsten Marktsubjekte behaupten könnten, ist der geistige Anschluss an rechtsextreme "nur die Härtesten kommen durch"-Ideologen nicht allzu schwer - vor allem wenn man mit denen das gemeinsame Feindbild "Sozialismus" teilt.

  • Interview-Vorschlag


    Dr. Dr. Dr. Gerhard Donhauser: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Donhauser


    Er hat fünf Diplomstudiengänge abgeschlossen, in Rechtswissenschaften, Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Politikwissenschaft. Trotz der vielen Titeln ist er sehr bodenständig. Er kennt sich sehr gut aus mit dem aktuellen Weltgeschehen. Seine letzten Bücher sind:

    • Wer hat Recht? Eine Einführung in die Rechtsphilosophie.
    • 2019: Das kälteste aller kalten Ungeheuer Vom Staat und seinen Krisen.
    • 2019: Nomos or Law? Hans Kelsen's Criticism of Carl Schmitt's Metaphysics of Law and Politics.
    • Angst und Schrecken. Beobachtungen auf dem Weg vom Ausnahmezustand zum Polizeistaat in Europa und den USA.

    Er kennt sich mit Hans Kelsen aus, dieser war beteiligt an der Entwicklung der österreichischen Verfassung. Die unter Verfassungssachverständigen immer sehr gelobt wird. Themen für die er ein guter Gesprächspartner wäre:

    • Corona-Maßnahmen
    • Krisen in Staaten
    • Überwachungmaßnahmen zur angeblichen Terrorismusbekämpfung


    Hier ein Interview mit ihm:

  • Philosoph Markus-Gabriel


    warum? "Die Pandemie und die Rassismusdebatte fallen nicht zufällig zusammen" sagt er oder s. hier: taz.de/Philosoph-Markus-Gabriel/!5714297/ "...Gilt das auch für Minderheiten?

    Gerade für sie. Wenn man glaubt, Afrodeutsche seien am Rand, dann ist schon alles falsch gelaufen. Sie sind einfach nur Deutsche, die leider zu häufig inakzeptabel schlecht behandelt werden. Jetzt hören wir denen mal zu, denn die sind ja am Rand. Wir laden immer nur die „weißen“, 50-jährigen Professoren, Politiker und so weiter zu den politischen Talkshows ein, und jetzt geht es um Rassismus und dann heißt es: Habt ihr einen Schwarzen? Jaja, wir haben eine gute Soziologin, und die darf dann dabeisitzen, zum Glück auch noch eine Frau. Viel interessanter wäre es, wenn die da säßen, die man des Rassismus verdächtigt, und über Rassismus reden. Warum nicht eine Sendung über Corona mit lauter Menschen, die man normalerweise zu Rassismus einlädt und umgekehrt, um die teils unsinnigen Stereotype zu sprengen..."

  • Erster Vorschlag, der fast schon zu hart übertrieben ist dranzukommen, wäre Naomi Klein,


    zweiter wäre Slavoj Zizek in Bezug auf die Ideologie in heutigen Zeiten.


    Was mich als Biologe noch interessieren würde in Bezug auf Gentechnik und Nachhaltigkeit (etwas, das Grüne anfangs kategorisch ausgeschlossen haben, aber glücklicherweise entwickelt sich da mittlerweile etwas) wären da die Chancen dieser Technologie, da würde ich Urs Niggli oder auf der mehr medizinischen Schiene vielleicht Martin Moder empfehlen. Stefan Schillberg wäre für Pflanzen auch eine coole Alternative.

    Elisabeth Gräb-Schmidt, als weiteres Mitglied des Ethikrates, wäre im Spannungsfeld Gen-Editing in der Medizin, aber auch Verhältnis Religion-Technologie sicherlich auch cool. Alena Buyx war ja schon da =)

  • Cansel Kiziltepe(SPD): Sie kennt sich mit dem deutschen Steuersystem aus und weiß um die „Lügen“ bzw. Falschinformationskampagnen von Organisationen wie INSM. Meine Frage wäre, was man gegen die Macht solch mächtiger Lobbyvereine tun kann? Konterorganisationen?


    Helmut Hochschild: Bekannt geworden als Rötli-Rocker. Im Podcast „Schule kann mehr“ analysiert er mit Leon Stebe die Probleme des Schulsystems und weiß um progressive Art zu denken.


    Jan Böhmermann: Als Satiriker, der sich für die ganz großen Aktionen nicht zu fein ist, fände ich seine Sichtweise auf die Dinge höchst interessant. Und was er zur SPD sagt ;)


    Mojib Latif: Forscher, der um den Handlungsdruck bezüglich Klimawandel weiß.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!