Interview-Vorschläge

  • Ein interessanter Gast wäre der sehr kontroverse Dr. Dr. Zitelmann, der auf eine sehr interessante Biographie zurückblickt (kommt aus erfolgreichem Akademiker-Haushalt, radikaler Maoist, kontroverser Historiker, Immobilientycoon, Doppeldoktor, Multi-Bestseller-Autor, Narzisst, Bodybuilder, FDP-ler).


    Er tritt auf Youtube eher in unpolitischen Finanzformaten auf, äußert dabei aber immer gerne seine politischen Ansichten, insofern wäre es interessant, das mal von Jung & Naiv aus einem anderen Blickwinkel eingeordnet zu bekommen, sofern es nicht von Tilo's oder Zitelmann's Seite zu konfrontativ wird.


    Finde auch Tilo oft am stärksten, wenn der Interview-Gast Meinungen vertritt, die sich deutlich von Tilo's Meinungen unterscheiden.

  • Ich würde mir mal Özden Terli wünschen.

    Warum?

    Aus meiner Sicht bringt er mal eine andere Perspektive zum Klimawandel ein. Anders in dem Sinne, als dass er ein medialer Frontkämpfer der Klimaschutz-Bewegung ist, aber gleichzeitig qua Beruf Teil des Establishments ist.

    Zudem ist er zwar durchaus Wissenschaftler, aber eher durch seine öffentliche Arbeit bekannt.


    Thematisch also nicht allzu neu, aber mit leichter Varianz und wirkt als Person mehr als nur interessant.

  • dann nen halt welche.

    ist ja nun echt nich so, als wenn Tilo nicht eh schon sehr darauf schaut seine Gäste so divers wie möglich zu gestalten. Braucht halt am Ende aber auch noch nen Inhalt, der über Hautfarbe und/oder Herkunft hinausgeht, es sei denn das soll das Thema für x Stunden werden.

    Ja, die Inhalte sollten entscheidend sein, nicht die Hautfarbe.

    Gäste speziell deshalb einzuladen, weil sie schwarz oder indigen sind, wäre rassistisch.


    Freue mich über Gäste aus unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlichen Hintergründen, egal wie sie aussehen.

  • Lola Löwenzahn, Aktion Schlagloch

    Zitat

    Wir sind das Unkraut, dass immer wieder kommt, da wo es nicht gewollt ist, da wo es den Asphalt aufbricht.

    Und gemeinsam sind wir die Autokorrektor des Systems.

    Warum?


    In Deutschland sehen wir, dass Politiker der CDU, FDP, etc. ständig mutige Klimaentscheidungen blockieren. Teils, weil sie an Wirtschaftswachstum glauben, teils weil sie von Lobbyisten beeinflusst werden. Aber auch weil sie Angst haben dass ihre Wähler zur AFD wechseln.


    Für junge Menschen ist politische Beteiligung in Form von einer Mitgliedschaft in einer Partei keine Option um realistisch für eine bessere Klimapolitik zu sorgen. Petitionen werden meistens ignoriert oder bleiben auf andere Art und Weise wirkungslos. Selbst große Demonstrationen wie von FridaysForFuture haben zwar gesellschaftlich viel bewirkt, aber politisch hat sich nur wenig verändert.


    Eine durchaus sehr pragmatische Alternative zu diesen herkömlichen politischen Betätigungsfeldern ist ziviler Ungehorsam. Also beispielsweise die Räumung des Dannenröder Waldes mit einer Sitzblockade zu verzögern oder komplett zu verhindern.


    Daher finde ich die Perspektive von Aktionsgruppen wie "Aktion Schlagloch" interessant.

  • Weil ich diesen Thread nicht gefunden hatte, hatte ich mir meinen eigenen Interview-Vorschlag-Thread gemacht. Tut mir voll sorry! Jetzt das Ganze nochmal an richtiger Stelle:


    ####################


    Wir alle wissen es und auch in den Interviews von Tilo wird es immer wieder erwähnt: Eine Wirtschaftsform, die ausschließlich wachstums- und profitorientiert ist, wird niemals nachhaltig sein. Deswegen scheint mir das dringendste Problem unserer Zeit: schnell aus der Marktwirtschaft auszusteigen. Doch wohin soll die Transformation führen? Und wie sieht die Transformation selbst aus?


    Ich bin weder Akademiker, noch habe ich die Zeit (und wohl auch die Geduld), mich in die verschiedenen Okönomie-Theorien einzulesen. Marx bietet sehr interessante Ansätze zur Analyse der bei uns vorherrschenden Wirtschaftsform, doch "Marx lesen und verstehen" - sorry, das ist nicht mein Metier. Wobei ich eh die Vermutung habe, dass Marx zur Analyse des Status Quo hervorragend geeignet zu sein scheint, zum Aufbau einer neuen Gesellschaft - falls das überhaupt das erstrebenswerte Ziel sein soll - aber nicht viel taugt.


    Nichts desto trotz höre ich mir gerne die "Jung & Naiv"-Interviews an, in denen es um (Post-Wachstums-)Ökonomie geht. Die konkreteste "Umsetzungsphantasie" - wenn ich sie denn mal so nennen darf - lieferte bisher Ulrike Hermann in Ausgabe #451. Auch Christian Felber (#459) hatte konkrete Vorstellungen, wobei mich diese eher abschreckten. Ulrikes Vision schien dagegen gehaltvoller und in der Umsetzbarkeit realistischer, dabei allerdings dann doch nicht detailliert genug… (Vielleicht kommt mehr bei raus, wenn sie sich speziell auf dieses Thema vorbereitet…) Das planwirtschaftliche Denken war für mich zwar nachvollziehbar, fühlte sich auf der anderen Seite aber auch eher wie eine Übergangslösung (zur Überwindung der Klimakrise) an.


    Jedenfalls wollte ich anregen, mehr Interviews in diese Richtung zu machen! Heute gab es in der TAZ ein Portrait über die Gründerin des "Konzeptwerks Neue Ökonomie" Nina Treu. Mich würde sehr interessieren, was sie zu oben genannter Fragestellung zu sagen hat. Das wäre ein konkreter Interview-Vorschlag meinerseits.


    Ein anderer ginge tatsächlich mehr in die radikale Richtung. Und bevor nun einige "Gewalt" wittern: Radikale Politik ist keineswegs zwangsweise gewalttätig. Man könnte es - zumindest, wenn es um Ökonomie geht - auch "konsequente Politik" nennen. Es wäre dann halt ein Gegenentwurf zur Marktradikalität eines Neoliberalismus( - aber stimmt, der ist in seiner Konsequenz auch recht gewalttätig… =O).

    Ich habe kürzlich einen Podcast vom Ökonomen Lothar Galow-Bergemann gehört und fand ihn in seiner Analyse stimmig, sowie in seinen Forderungen nachvollziehbar. Da habe ich mich gefragt: Warum schafft es so jemand nicht über einen gewissen Dunstkreis hinaus - nicht, weil ich meinte, dass das unbedingt der Fall sein müsste, sondern wirklich rein von der Nachvollziehbarkeit her: Bin ich hier auf einen Blender reingefallen? Entpuppt sich seine Vision einer solidarischen Wirtschaft bei einem kritischen Interview eventuell nur als heiße Luft? Jedenfalls fände ich es sehr spannend, auch mal etwas abwegigere ökonomische Vorstellungen unter die Lupe zu nehmen. Deswegen wäre das mein zweiter Interviewvorschlag.

  • Lieber Thilo und Mitstreiter,

    nachdem ich mir gerade frisch zwei Ausgaben mit Gert Scobel in Jungund live angehört habe, dachte ich, wie schön wäre es, wenn ihr in einer Runde "Frei, fair und lebendig" aus dem transcript verlag besprechen könntet oder eine n der Autor innen einladen könntet. Aus meiner Sicht würde es gut passen, wie die Autoren sich im ersten Teil lange mit Sprache und Narrativ auseinandersetzen, um überhaupt zum Thema kommen zu können und es würde mich interessieren, was ihr damit anfangt oder dazu zu sagen habt:


    Silke Helfrich/David Bollier Frei, fair und lebendig – Die Macht der Commons


    Bin selbst noch nicht durch mit dem Buch, finde es sehr reichhaltig. Alles gute, bis bald.

  • Habe gerade das Streitgespräch zwischen Precht und Frank Thelen im SPIEGEL gelesen und bin begeistert. Vielleicht könnte Tilo dass ja mal als Langversion fortführen. Ich finde beide haben Punkte, wobei Precht mehr mit seinen Argumenten überzeugt. Allgemein sind beide kluge Gesprächspartner. Thelen ist mehr liberaler und FDP naher. Ich fände es jedenfalls gut, wenn man von beiden nochmal was hören könnte und ja ich weiß dass auch Gert jetzt quasi Hausphilosoph von J&N ist, aber ein oder zweimal im Jahr Precht könnte doch bitte sein!


    https://www.spiegel.de/netzwel…02-0001-0000-000172728837

  • Mai-Thi Nguyen-Kim. Als deutschlands wohl reichenweitenstärkste Science YouTuberin mischt sie sich auch oft in gesellschaftlich relevante Debatten ein und hat eine klare Meinung zu Klimawandel, Corona und Co. Sicherlich sehr interessant ist ihr Standpunkt zur Technokratie, also einer Art "Wissenschaftsregierung"

  • Hallo Thilo,


    bin ganz neu hier und möchte gleich ein paar Interview-Vorschläge einreichen:


    - Prof. Clemens Fuest vom Ifo Institut

    - Markus Haintz von Querdenker 711

    - Rafik Schami, syrisch deutscher Schriftsteller


    Vielleicht ist ja jemand dabei, den du auch gerne interviewen möchtest ;)


    LG

    Pete

  • Sven Plöger - Dipl. Meteorologe - Fernsehmoderator beim ZDF (Wetter) und Buchautor. Hat kürzlich ein Buch zum Thema Klimawandel geschrieben (unter Mitarbeit von Andreas Schlumberger), Publikation war erst im Juni diesen Jahres. Auf 313 Seiten wird sehr verständlich erklärt, wieso zum Einen jeder Tag zählt und vor allen Dingen jeder dazu beitragen kann, dass wir unsere Energiebeschaffung- und Versorgung, Nahrungsproduktion, etc. auch emissionsfrei gestalten können und schon bald auch sollten, da ein „weiter so“ zu massiven Problemen führen wird.

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