Textesammlung

  • Im Buch heißt es, dass aufgrund der Entdeckung dieser fremden Kulturen und ihren egalitären und "primitiven" (aus Sicht der Kolonisten) Gesellschaften, es zu Diskussionen in Europa darüber gekommen ist, wie wohl der Mensch in diesem "Urzustand" (state of nature) genau war. Dabei waren dann Hobbes (Krieg jeder gegen Jeden) und Rousseau (edle Wilde) wichtig. Später wurden dann Berichte über das Wendat-Volk von jesuitischen Missionaren in Neu-Frankreich und vor allem der Text von Lahontan, der beim französichen Militär zu der Zeit war und in Neu-Frankreich aktiv war, in Frankreich veröffentlich. In den Berichten und in dem Text wurde über die indigene Bevölkerung berichtet und auch deren Meinung über die Missionare und deren Lebensstil wiedergeben. Und ihre Meinung war von solcher grundlegender Kritik an der europäischen Zivilisation, dass die Veröffentlichungen eine Diskussion unter den Intellektuellen in Frankreich und bei den Denkern der Aufklärung ausgelöst haben, sich diese Denker in ihren Schriften aber immernur indirekt auf die Äußerungen der indigenen Bevölkerung als Quelle beziehen, Beispiel ist Rousseau mit seinem Second-Discours of Inequalty. Die Indigenen kritisierten das Christentum, Geldwirtschaft, Egoismus, Unterwürfigkeit, Königherrschaft, Existenz von Armut, Macht durch Besitz von Eigentum usw. Das war zur Zeit der Industrialisierung, wo Lohnarbeit, Kapitalismus und viele neue Hierarchien entstanden sind.


  • Das war natürlich etwas voreilig damit, dass ich gesagt habe, die These des gesamten Buchs wäre, dass die europäische Kultur in der Neuzeit von der indigenen Bevölkerung aus den USA kommt, das ist ein ein Kapitel davon😄

    Die These des Buchs ist, dass Menschen im Grunde Anarchisten sind.

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