Israel & Palästina (Sammelthread)

  • Der Iran hat von den Mossad-Aktionen gelernt...


  • Also gut, Ben & Jerry's verkauft kein Eis mehr in der West Bank & Ostjerusalem. Ich bin immer noch etwas unentschieden, was BDS anbelangt. Denn wenn ich die Grundidee von BDS im Kopf habe, geht es darum, dass ausländische Unternehmen nicht mehr in den besetzten Gebieten tätig sein sollen um so Druck auf die israelische Regierung und das Besatzungsregime auszuüben. Antisemitismus aka Boykott von Jüdinnen und Juden per se lehnt BDS ab. Aber gibt es dennoch Vorfälle von Personen, die sich zur BDS bekennen, jedoch über die Stränge schlagen und jüdische Personen z.B. bei Univorlesungen boykottieren und weitere Vorfälle.


    Wie gesagt, ich hadere noch mit BDS, obwohl ich die Entscheidung von Ben & Jerry's eigentlich teile. Ich hab leider immer noch nicht Omri Boehm bei Hans Jessen zu Ende gehört. Omri sagte ja, dass er BDS auch ablehnt und würde gerne verstehen, was seine Argumente sind. Wie seht ihr das?

  • Vielleicht erleben wir es ja noch, dass diese karikaturgleiche Übernutzung der Antisemitismuskeule nichtmehr akzeptiert wird.

    Seit ca 2 Jahren habe ich tatsächlich das Gefühl, dass wir in diesem Prozess schon mitten drin sind. Dieser SPON Artikel reiht sich da in eine Fülle von Publikationen ein, die anscheinend nicht mehr willens sind, die Hasbara Propaganda ungefiltert in die Gesellschaft zu tragen.

  • „Apartheid“-Begriff in Israel: Ein Skandal, der keiner ist

    Anfang der Woche veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, der Israel Apartheid vorwirft. Viele deutsche Medien sprechen von Antisemitismus. Eine Einordnung.


    [...] Den verhärteten deutschen „Diskurs“ in Sachen Israel trifft das Amnesty-Papier dagegen hart. Nimmt man den Bericht ernst, torpediert er die hierzulande aus historischen und psychologischen Gründen so beliebte, jedoch auch sehr kurzsichtige und für eine ernste Auseinandersetzung letztlich schädliche Vorstellung, Israel sei eine Art erweitertes Tel Aviv: ein nassfeuchter Sehnsuchtsort zwischen Matkot und Goldstar – mit Strandblick, slicken Start-ups und jungen Menschen in Armee-Uniformen.

    Dass zahlreiche kritische Israelis seit vielen Jahren auch ergebnisoffen über die Fragen wie die diskutieren, ob Israel Apartheid ausübe – und dass viele, vor allem jüngere Israelis in der strukturellen Gewalt, die Amnesty mit diesem Begriff zu fassen versucht, ein Hindernis sehen, sich im Land ihrer Eltern noch eine Zukunft vorzustellen –, hat in der deutschen Fantasie keinen Platz und wird daher gern wegignoriert. Übrigens genauso wie die gewaltvolle Lebensrealität von Palästinenserinnen unter israelischer Besatzung.[...]

    Die pauschale Verurteilung des Amnesty-Berichts als israelbezogener Antisemitismus, die in Deutschland jetzt von der Amadeu-Antonio-Stiftung über Volker Beck und Sascha Lobo bis hin zum AfD-Politiker Jürgen Braun wie eine Art „Amnesty-kritische“ Querfront auftritt, wirkt irritierend – wenn nicht sogar konspirativ.

    Es ist natürlich leicht, sich eine Israelfahne anzuheften und zu denken, damit allein sei etwas Substanzielles gegen Antisemitismus getan. Das treudoof-militaristische Mindset vieler deutscher „Israel-Liebhaber“ wirkt teils absurd und realitätsfern – in ihrer Verachtung ganzer Menschengruppen teils auch bedrohlich. Spätestens seit der inzwischen auch in Deutschland nicht mehr ganz unbekannten Tatsache, dass das israelische Siedlungsprojekt zu einem großen Teil von Trump-hofierten US-Evangelikalen mitfinanziert wird, die eine antisemitische Endzeitvision imaginieren, wonach ein Teil Israels schlicht aussterben und der Rest zum Christentum konvertieren würde, wirkt dieses Mindset – als vermeintlicher Schutzversuch einer diskriminierten Minderheit – immer weltfremder.[...]

  • Bilder die wir kennen, es aber nicht in die Medien schaffen ...


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