Israel & Palästina (Sammelthread)
-
-
Eine Demokratie kann überhaupt nichts schlechtes tun, weil Demokratien gut sind!
Daran kann es gar keinen Zweifel geben.
-
Na, da bin ich ja mal gespannt, was sie uns präsentieren:
https://twitter.com/IsraelWarRoom/status/1724729957446832186
[..]
Also das Video zeigt, wie sie ein paar Kisten auf einen Hof schleppen und dort aufstapeln. Ah, ich weiß nicht diese riesigen Schilder mit "Medical Supplies" wirken doch schon wieder arg auf das englisch-sprachige Publikum ausgerichtet. Bei "Baby food" steht zumindestens noch was in arabischer Schrift drunter.
Ich meine, die scheinen ja jetzt das Krankenhaus zu kontrollieren:
https://www.ynetnews.com/article/r12admfvp
ZitatShifa under IDF control
Eye witness says soldiers passing from room to room speaking to staff while Gazan residents gather in courtyard where troops interview them; Qatari media says Egypt coordinating removal of premature babies from hospital after IDF delivered incubators.
Das ist der Moment, wo Aufnahmen von den Kellerräumen veröffentlicht sein sollten, alles was später kommt, wird weniger glaubwürdig sein. Da würde es mich dann auch nicht wundern, wenn die medizinischen Vorräte eigentlich die Dekoration für das Terrorhauptquartier enthalten.
-
-
Das ist der Moment, wo Aufnahmen von den Kellerräumen veröffentlicht sein sollten, alles was später kommt, wird weniger glaubwürdig sein. Da würde es mich dann auch nicht wundern, wenn die medizinischen Vorräte eigentlich die Dekoration für das Terrorhauptquartier enthalten.

-
Was Galgenhumor angeht, fand ich das hier schon ziemlich gut:
https://twitter.com/normfinkel…tatus/1724573961667686812
Referenz:
https://twitter.com/AvivaKlompas/status/1723642008747590115
-
-
-
Alles anzeigen
Jetzt wo die Israelis Krankenhäuser in Gaza-Stadt unter ihrer Kontrolle haben, werden sie als Hamas-Stützpunkte präsentiert, hier spezifisch ein Ort, wo vielleicht Geiseln festgehalten wurden:
https://twitter.com/IDFSpokesp…tatus/1724164040304234555
Für Räumlichkeiten, die sich in einem Krankenhaus befinden sollen, wirkt da jetzt aber nichts wirklich ungewöhnlich auf mich. Ob etwas improvisiert ist, hängt nun doch ziemlich vom Baustandard ab, nicht nur beim Bau der Anlage, sondern auch bei Erweiterungen wie zum Beispiel nachträglich genutzte Kellerräume. Bleibt hauptsächlich der improvisierte Kalender am Ende, der am 7. Oktober anfängt.
Und noch paar mehr Sachen werden aufgelistet.
-
Also tatsächlich soll über der Liste Al Aqsa-Flut stehen.
Zum Vergleich:
طوفان الأقصى
So halb kann ich es nachvollziehen.
Die Inbildübersetzung von Google Translate übersetzt es auch so:
Also gehen wir mal davon aus, das stimmt so. Hagari hat dann wohl einfach die Szene versaut, weil er statt Al Aqsa-Flut nur "the operation against Israel" sagt. Gehen wir weiter davon aus, dass der Kalender wirklich so dort an der Wand gefunden wurde. Könnte jemand, der in diesen Räumlichkeiten Zuflucht gefunden hat oder dort arbeitet sich einfach selbst einen Kalender angefertigt haben, um abzuzeichnen seit wievielen Tagen die "Schlacht" Al Aqsa-Flut schon läuft? Scheint mir durchaus plausibel zu sein.
Was ich jetzt nicht weiß, ist sowas wie das Datum oben drüber (und ich nehme an die Kalendertage) ist nicht im islamischen Kalender angegeben, typisch oder untypisch für Gasa?
-
Die meisten Beobachter scheinen sich einig zu sein, dass die Türken nicht wirklich etwas aktiv gegen Israel unternehmen. Die Rhetorik von Erdogan ist umso bombastischer:
https://twitter.com/trtworld/status/1724829613325467953
-
https://twitter.com/Israel/status/1724392576516600204
Ich glaube, ich hatte gerade einen Kulturschock.
-
In Deutschland schweigen sich Regierungen und Behörden über Cum-Ex aus, während in Israel eine Regierungs-PR-Stelle über Ex-Cum (t)wixt. 🤷
-
Die Masse der ZEIT-Readkteur*innen und Leser*innen wird vermutlich wissen, was so massenuntauglich daran ist, "immer offener mit den Palästinensern" zu sympathisieren, aber der breiten Masse ohne ZEIT+-Abonnement wird es wohl weiterhin unverständlich bleiben, warum es die Kilmabewegung spaltet, wenn ihre Galionsfigur Sympathien für eine Gruppe von ca. 5 Millionen Menschen hegt, von denen bereits vor den jüngsten Gewaltasubrüchen schon 3, 7 Millionen als Geflüchtete galten, und deren Gruppenzugehörigkeit vor allem dadurch definiert wird, dass sie das Pech hatten im falschen Landstrich von den falschen Eltern in die falsche Religionsgemeinschaft hinein geboren worden zu sein, und keinen eigenen Staat zu haben, der seine Interessen in ihrem Namen mit aller Gewalt und einer hochgerüsteten Armee durchsetzt, sondern nur eine Bande von eher leicht bewaffneten Terrorbrüdern, die das für sich in Anspruch nimmt.
-
UN-Sicherheitsrat fordert "humanitäre Pausen"
Der UN-Sicherheitsrat hat eine völkerrechtlich bindende Resolution mit der Forderung nach tagelangen Feuerpausen im Gazastreifen angenommen. Israel erklärte, längere Feuerpausen werde es nicht vor Freilassung der Geiseln geben.
[...] Die USA verzichteten auf ein Veto und enthielten sich, genauso wie Russland und Großbritannien. 12 der insgesamt 15 Mitgliedstaaten stimmten für den Text. Resolutionen des Sicherheitsrats sind völkerrechtlich bindend und können so eine internationale Wirkmacht entfalten.
Die von Ratsmitglied Malta eingebrachte Resolution verlangt unter anderem "dringende und ausgedehnte humanitäre Pausen und Korridore im gesamten Gazastreifen für eine ausreichende Anzahl von Tagen", um im Einklang mit dem Völkerrecht humanitäre Hilfe zu gewährleisten.
Es ist dabei aber nicht die Rede von einem formalen Waffenstillstand. Der Text fokussiert stark auf das Leid der palästinensischen Minderjährigen. Ausgedrückt wird die "tiefe Besorgnis über die humanitäre Lage im Gazastreifen und ihre schwerwiegenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, insbesondere die unverhältnismäßigen Auswirkungen auf Kinder".
Alle Konfliktparteien werden zur Einhaltung des Völkerrechts angehalten, eine "Zwangsumsiedlung der Zivilbevölkerung" werde abgelehnt, lebensnotwendige Dienste dürften den Menschen im Gazastreifen nicht vorenthalten werden. [...]
Puhh... schwierig....
Wenn soviel offene Sympathie für die Palästinenser mal nicht zu Spaltung unter den Reglern der regelbasierten Ordnung führt. Die ZEIT-Redaktion hat sich leider noch nicht haltungsjournalistisch dazu geäußert, sondern lediglich den selben Agenturtext etwas umformuliert. Immerhin sehen sich die Qualitätsredakteur*innen der Deutschen Presseagentur offenbar schon selbst in der Bürgerpflicht, hier - unter Berufung auf nicht weiter genannte Diplomaten - eine journalistische Einordnung vorzunehmen:
[...] Diese Positionen sind Diplomaten zufolge im Hinblick auf das Vorgehen Israels in der Region zu verstehen - namentlich wird das Land jedoch im gesamten Dokument nicht genannt. Die islamistische Hamas, die Israel am 7. Oktober angegriffen und ein Massaker an Zivilisten mit rund 1.200 Toten verübt hatte, erwähnt der Text nur in der Forderung, die in den Gazastreifen verschleppten israelischen Geiseln freizulassen.
Es war bis kurz vor der Abstimmung fraglich, ob die USA als engster Verbündeter Israels die Annahme der Resolution tolerieren könnten. Im Oktober hatte Washington sein Veto für einen Entwurf unter anderem deswegen eingelegt, weil dieser das Recht auf Selbstverteidigung Israels nicht betonte. Der nun angenommene Beschluss geht darauf ebenfalls nicht ein, auch gibt es keine Verurteilung des Hamas-Massakers vom 7. Oktober. [...]
Im heiligen Land stößt der nun verbindliche Beschluss eher auf wenig völkerrechtliches Verständnis. Ebenso wie die dpa-Redaktion, vermisst auch die Regierung Netanyahu eine klare Verurteilung der Hamas durch den UN-Sicherheitsrat und weißt darauf hin, dass die gewaltsame Veränderung der Sicherheitslage im Gazastreifen durch die israelischen Streitkräfte eine Notwendigkeit ist:
[...] Das israelische Außenministerium teilte am Abend mit: "Israel ruft den Weltsicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft dazu auf, entschlossen die Freilassung aller israelischen Geiseln zu fordern, wie es die Resolution festlegt." Außerdem hieß es in der Stellungnahme: "Israel erwartet vom Weltsicherheitsrat, die Hamas eindeutig zu verurteilen und sich zu der Notwendigkeit zu äußern, im Gazastreifen eine neue Sicherheitslage zu schaffen."
Der Bundeskriegskanzler und seine Außenwerteministerin haben noch keine Stellungnahmen veröffentlicht. Der Regierungschef hatte zuletzt vor drei Tagen noch einmal bekräftigt, dass er eine längere Feuerpause zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza eher nicht mit der deutschen Staatsräson vereinbar sehe.
[...] Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich gegen einen sofortigen Waffenstillstand im Hamas-Israel-Krieg ausgesprochen. Zwar könnten humanitäre Pausen einen Sinn ergeben, um etwa Verwundete aus dem Gazastreifen herauszuholen, sagte Scholz. "Aber ich gebe gerne zu, dass ich die Forderung, die einige aufstellen, nach einem sofortigen Waffenstillstand oder einer langen Pause - was ja quasi das Gleiche ist - nicht richtig finde." Ein Waffenstillstand würde letztendlich bedeuten, "dass Israel die Hamas sich erholen lassen soll und wieder neue Raketen anschaffen lassen soll. Damit die dann wieder schießen können. Das wird man nicht akzeptieren können", meinte der Kanzler, der sich auf einer Veranstaltung der Zeitung "Heilbronner Stimme" äußerte. [...]
-
Finde es auch interessant, wie impliziert wird, dass es nur einer klaren Distanzierung und Verurteilung der Hamas bedürfe, damit ein lange überfälliger Stop des
MordensSterbens ernsthaft in Betracht gezogen werden können werden hätte sollen tun tut tut.Es läuft darauf hinaus, dass es sich zu einer Floskel als Gesprächs Opener entwickeln wird. So wie, schönes Wetter, wie geht's, hast du das Spiel am Wochenende gesehen ?
Statt dessen dann, guten Tag, ich verurteile die Taten der hamas und distanziere mich dazu, nur um alle Zweifel auszuschließen, es stellt klar terroristische Handlung dar. Tassle Kaffe? Ahja, mit Milch, Zucker? Und das Bomben der zivilen Ziele lassen wir Mal eben?
-
Die Unterscheidung zwischen dem Staat Israel, einem annerkannten Mitglied der Vereinten Nationen, das sich selbst als demokratischer Rechtsstaat versteht, und einer von kaum einem Staat der Welt - inklusive Israel - als legitime Regierung anerkannten islamistischen Terrormiliz, scheint insbesondere der deutschen bügerlichen Mitte ein solches Mysterium zu sein, dass man sich lieber gar nicht erst fragt, was eine weitere explizite Verurteilung letzterer durch die UN eigentlich anderes bezwecken soll, als den brachialen Rachefeldzug ersterer gegen die Zivilbevölkerung in Gaza zu legitimieren.
-
Also das Video zeigt, wie sie ein paar Kisten auf einen Hof schleppen und dort aufstapeln. Ah, ich weiß nicht diese riesigen Schilder mit "Medical Supplies" wirken doch schon wieder arg auf das englisch-sprachige Publikum ausgerichtet. Bei "Baby food" steht zumindestens noch was in arabischer Schrift drunter.
Nur 20 Stunden später präsentiert ein israelischer IDF-Oberstleutnant Jonathan ein "ungeschnittenes" (stimmt nicht, bei 6:26 ist ein Schnitt) Video von einem Kameragang durch das "Hamas Hauptquartier". Da sieht man auch eine Menge Kisten:
Das ist wirklich so schlecht, dass der Mann einem fast leid tut. Er wirkt auch irgendwie selbst nicht so ganz begeistert über die Befehle, die er da ausführen muss.
Auf Twix kursiert schon das Gerücht, das Video sei bereits früher online gestellt, dann aber von der IDF selbst gleich wieder gelöscht worden, weil man vergessen habe, den Bildschirm des gefundenen Laptops zu blurren, auf dem sich laut Oerstleutnant Jonathan im Video angeblich das Foto einer kürzlich aus der Geiselhaft freigelassenen israelischen Soldatin befand, auf dessen Display im (angeblich) zuerst hochgeladenen Video aber eigentlich nur irgendeine unscharfe Landkarte zu sehen ist:
Wobei man da auch gleich dazu sagen sollte, dass jeder Depp nach ein paar youtube-tutorials mit Adobe After Effects o. ä. das Bild auf dem Laptop gegen irgendein anderes hätte austauschen können, zumal das auch noch unscharf und überbelichtet ist. Was der "ME-Observer" da also zeigt, muss auch nicht das Originalbild sein.
-
Die Unterscheidung zwischen dem Staat Israel, einem annerkannten Mitglied der Vereinten Nationen, das sich selbst als demokratischer Rechtsstaat versteht, und einer von kaum einem Staat der Welt - inklusive Israel - als legitime Regierung anerkannten islamistischen Terrormiliz, scheint insbesondere der deutschen bügerlichen Mitte ein solches Mysterium zu sein, dass man sich lieber gar nicht erst fragt, was eine weitere explizite Verurteilung letzterer durch die UN eigentlich anderes bezwecken soll, als den brachialen Rachefeldzug ersterer gegen die Zivilbevölkerung in Gaza zu legitimieren.
Wenn ich nicht zu faul wäre, würde ich den Spruch von Scholz reinschneiden. "Es handelt sich bei israel, (er hustet), um eine Demokratie..."
Emphasis on the cough. Freudscher Huster.
Also der Huster müsste von der Position her angepasst werden.
-
Es kann jetzt kein Pardon mehr geben und niemand darf sich mehr mit rhetorischen Lippenbekenntnissen und feiger Metaphorik vor der Erfüllung seiner Bürgerpflicht drücken!
Umgang mit Thunberg: Neubauer unter Druck
Greta Thunberg versteckt sich nach Kritik an ihren propalästinensischen Auftritten nicht. Luisa Neubauer macht sich rar - dabei gibt es viele unbeantwortete Fragen.
Alles anzeigen[...] Luisa Neubauer hat sich rar gemacht in den Medien seit dem 7. Oktober. Sie hat versucht, Metaphorik sprechen zu lassen durch ihre Teilnahme an einer Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor in Berlin im Oktober und dem Gedenken zum 9. November in Hamburg.
Ansonsten war die Bewegung kaum öffentlich zu vernehmen, sie agiert über soziale Medien und distanziert sich dort von Thunberg: "Wir haben die Prozesse mit der internationalen Vernetzung ausgesetzt."
Diese Art der Distanzierung reicht vielen in Deutschland jedoch nicht, die veröffentlichte Meinung ist relativ deutlich, dass man mit der einstigen Ikone Greta Thunberg nach ihren propalästinensischen Auftritten nicht mehr zusammenarbeiten könne. Aus der Politik kommen Forderungen nach Auflösung und Umbenennung. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung formuliert ziemlich deutlich an die Adresse von FFF Deutschland: "Ich erwarte mehr!" [...]
In weiten Teilen der internationalen Klimabewegung gilt Israel in Palästina als weißes, kolonialistisches Regime, von dem man sich befreien muss. "Stand with Gaza" hatte Greta Thunberg für ihre 14,8 Millionen Follower auf Instagram gepostet und dafür mehr als 750.000 Likes erhalten. Wie soll das noch zu zusammengehen mit Klima-Aktivisten aus Deutschland, ein Land, in dem die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson ist?
Luisa Neubauer versucht es so im ZDF-Morgenmagazin: "Wir stehen ein für den Schutz von jüdischem Leben und auch dafür, dass das Leid in dieser unerträglichen Situation gerade von beiden Seiten gesehen werden muss."
Gleichzeitigkeiten ohne Gleichsetzung, das ist der rhetorische Ausweichversuch, mit dem Luisa Neubauer versucht, die Balance zu halten. Und das gilt auch für ihre Beziehung zu Greta Thunberg: Die beiden Frauen sind in Deutschland die beiden Gesichter für FFF, sie waren bei Angela Merkel im Kanzleramt, in Brüssel, haben zusammen Zehntausende von Jugendlichen freitags auf die Straße gebracht.
Luisa Neubauer wird den Entscheidungen nicht ausweichen können: Der Druck aus Deutschland, das zeigt sich in Kommentaren und politischen Äußerungen, nimmt nicht ab, sondern mit jedem Tag und jedem Aufritt Greta Thunbergs zu - denn die versteckt sich nicht.
Entweder Du bist für Israel oder gegen Deutschland!
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
