Israel & Palästina (Sammelthread)

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    Aus Israel berichten

    Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann wird wegen ihrer Beiträge zu Israel und Gaza kritisiert. In überschießender Weise.


    [...] Die Publizistin Esther Schapira hat an dieser Stelle (F.A.Z. vom 2. Dezember) in den Chor derjenigen eingestimmt, die den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland vorwerfen, gegen Israel voreingenommen zu sein. Die eklatanten „tendenziöse(n) Verzerrungen, Halbwahrheiten und Fehler“, die sie deutschen Medien und insbesondere ARD, ZDF und Deutschlandfunk nachsagt, finden sich aber in ihrem eigenen Beitrag. So lässt sich leicht ermitteln, dass in den genannten Medien die Herrschaft der Hamas und die Traumata von Israelis sehr wohl immer wieder thematisiert wurden. [...]

    Feststellen lässt sich, dass Vertreter Israels vor allem in den ersten Kriegsmonaten reichlich Gelegenheit hatten, ihre Sichtweise darzulegen, auch in den gebührenfinanzierten Sendern. In den „Tagesthemen“ vom 13. November 2023 wurde ein Sprecher der israelischen Armee sieben Minuten lang interviewt. Mehr Zeit bekomme nur der Bundeskanzler, merkte ein ARD-Journalist an.[...]

    Wer ein abgewogenes Urteil über deutsche Nahostberichterstattung fällen will, muss die Umstände berücksichtigen, unter denen sie entsteht. Schapira hebt hervor, dass vor allem Bilder von Leid und Zerstörung aus dem Gazastreifen dringen, und behauptet, allein das stempele alle Israelis zu Tätern. Was sie nicht erwähnt, ist der Umstand, dass die israelische Regierung bis heute ausländischen Journalisten den Zutritt zu dem Gebiet verwehrt. Das beeinträchtigt die Möglichkeiten der Berichterstattung enorm. Gerade politische Themen lassen sich von außen schwer recherchieren, und palästinensische Quellen und Mitarbeiter vor Ort haben häufig Angst, sich freimütig etwa über die Hamas zu äußern.[...]

    Was die vor Ort tätigen Journalisten wahrnehmen, sind zuletzt spürbar gestiegene Versuche, die Berichterstattung zu beeinflussen. Die kommen aus allen möglichen Richtungen und auf verschiedenen Wegen. Gegen die BR-Journalistin Sophie von der Tann richten sich seit Wochen besonders viele Vorwürfe. Auch Schapira, die lange für den HR tätig war, betrachtet die 34 Jahre alte von der Tann als Speerspitze der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angeblich dominierenden „Palästina-Solidarität“. Zuletzt versuchte die „Welt“, einen Vorwurf daraus zu konstruieren, dass von der Tann in einer internen Gesprächsrunde mit dem bayerischen Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle gesagt haben soll, der 7. Oktober habe eine „Vorgeschichte“, die ein Jahrhundert zurückreiche. Darin steckt tatsächlich ein kleiner Skandal – nämlich der, dass Spaenle diese Sichtweise offenbar für empörend hielt. Dass ein promovierter Historiker denkt, ein Ereignis steht isoliert im historischen Raum, ist eine irritierende Vorstellung. Der CSU-Politiker hätte bei seinem Israel-Besuch auch Angehörige der Opfer des Terrorangriffs sowie freigelassene Geiseln treffen können, die seit Monaten die Einrichtung einer staatlichen Untersuchungskommission fordern – um die Vorgeschichte des 7. Oktobers aufzuklären.[...]

    Die Angriffe auf von der Tann sind Teil von Bestrebungen, kritische Berichterstattung insgesamt zu delegitimieren und Journalisten zu diskreditieren. Wie gefährlich diese Entwicklung ist, kann man in Israel studieren, wo die Polarisierung weiter vorangeschritten ist als in Deutschland. Dort gibt es inzwischen regelmäßig Aufrufe zur Gewalt, Journalisten sind Angriffen ausgesetzt. Die Diffamierungskampagne gegen sie hat dazu geführt, dass von der Tann jetzt auch in Israel ins Visier gerät. Zeev Avrahami, der Berlin-Korrespondent der auflagenstarken Zeitung „Yedioth Ahronoth“, referierte am Mittwoch die Vorwürfe und insinuierte, von der Tann stamme vielleicht aus einer Nazi-Familie und wolle sich durch einseitige Berichterstattung davon reinwaschen. Es sei kaum zu fassen, wie „dreist“ von der Tann sei, schreibt Avrahami. „Sie lebt und geht in Tel Aviv spazieren, spricht frei Deutsch und genießt alle Vorzüge der Stadt, ohne dass es jemanden stört.“ Jede Hasskampagne erreicht irgendwann den Punkt, an dem sie in tatsächliche Gewalt umschlagen kann.

  • Israeli forces have raided the headquarters of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees (UNRWA) in occupied East Jerusalem, seizing items and replacing the UN flag with Israel’s flag.

    Ach, Fritze, war vielleicht nicht so schlau mit Feinden internationalen Rechts nochmal solidarisch Hände zu schütteln. Aber politisches Gespür durch Selbstherrlichkeit zu ersetzen wird ja unkaputtbarer Pfeiler der Atlantikbrücke bleiben.

  • Kontext:

    Far-right MKs sport noose-shaped pins at hearing on controversial death penalty bill

    Ben Gvir draws condemnation after display at Knesset meeting; MKs pushing bill mandating capital punishment are told its language may not be constitutional


    Lawmakers from the far-right Otzma Yehudit party wore noose-shaped lapel pins during a Monday committee meeting on a controversial bill they are pushing to legislate the death penalty for terror convicts, drawing condemnation from opposition figures.

    The golden-colored pins were reminiscent of the yellow ribbons worn by most Israeli politicians and officials outside the far-right to show solidarity with hostages taken by Hamas on October 7, 2023.

    The nooses were meant to symbolize the lawmakers’ “commitment to the demand for the death penalty for terrorists” and send “a clear message that terrorists are deserving of death,” National Security Minister Itamar Ben Gvir’s office said in a statement. [...]


    @bag_shalom:

    Wer wir sind

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft Shalom in und bei der Partei Die Linke (BAG Shalom) ist die Vertretung der Parteimitglieder, Gastmitglieder sowie parteilosen SympathisantInnen der Partei Die Linke, die sich für den Schutz jüdischen Lebens, die Bekämpfung von Antisemitismus und Antizionismus, die Förderung der Erinnerungskultur sowie die Solidarität mit Israel als Schutzraum jüdischen Lebens politisch einsetzen.

    Sie bringt sich auf allen Ebenen der Partei unmittelbar in den politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess ein. Sie erarbeitet eigene Positionen, führt Veranstaltungen und Bildungsformate durch, tritt innerhalb und außerhalb der Partei für Aufklärung ein und berät Mitglieder und Funktionsträger:innen der Partei zu den genannten Themenfeldern.

  • Das ist natürlich reinste antisemitische Hetze, die Herr Dogru hier auf Geheiß seines Herrn und Meisters aus dem Kreml in Deutschland verbreitet, um unseren demokratischen, wertebasierten Rechtsstaat mit Desinformation und Narrativ zu delegitimieren.


    (Zum Glück hat die EU Dogru wegen seiner hybriden Umtriebe als Wegwerf-Agent für den Russenhitler ohne großes bürokratisches Tamtam einfach direkt so dermaßen mit Sanktionen belegt, dass er nicht einmal mehr fünfzig Euro von der Bank abheben kann, weil europäische Banken keine Geschäfte mehr mit Putin machen dürfen.)

  • Das ist natürlich reinste antisemitische Hetze, die Herr Dogru hier auf Geheiß seines Herrn und Meisters aus dem Kreml in Deutschland verbreitet, um unseren demokratischen, wertebasierten Rechtsstaat mit Desinformation und Narrativ zu delegitimieren.


    (Zum Glück hat die EU Dogru wegen seiner hybriden Umtriebe als Wegwerf-Agent für den Russenhitler ohne großes bürokratisches Tamtam einfach direkt so dermaßen mit Sanktionen belegt, dass er nicht einmal mehr fünfzig Euro von der Bank abheben kann, weil europäische Banken keine Geschäfte mehr mit Putin machen dürfen.)

    Irgendwo schnappt gerade ein markus Lanz nach Luft und stammelt: whataboutism!

  • German Journalists Covering Gaza and Israel Decry Embassy's 'Atmosphere of Intimidation'

    Sophie von der Tann, the German public broadcaster's correspondent in Tel Aviv, has been subjected to what colleagues and press freedom advocates say is a 'pattern' of pressure put on journalists covering Israel's war in Gaza – spearheaded by Israel's ambassador to Germany

  • Was war denn jetzt schon wieder los....?


    Es lebe die schrille Provokation

    Die deutsche Erinnerungskultur sei am Ende, darüber sind sich linke Intellektuelle bei einer Züricher Tagung einig: Es geht um Israel. Über eine bestürzende Veranstaltung


    [...] vom Wirtschaftshistoriker Adam Tooze über den Poptheoretiker Diedrich Diederichsen bis hin zum Architekten Eyal Weizman vom Recherchekollektiv Forensic Architecture. Organisiert wurde das Treffen unter anderem von den beiden Kuratoren Anselm Franke und Emily Dische-Becker. Mit ihrem ironischen Verweis auf den Blick der kleineren, in 26 Kantone gegliederten Schweiz auf das deutlich größere, aber schwächelnde Nachbarland im Norden wollten sie nicht nur auf den "Aufstieg und Fall" Deutschlands anspielen, sondern vor allem auf den Abschied vom hegemonialen Westen und dessen auf den Zivilisationsbruch des Holocaust fixiertes Gedenken. Ist das Erinnerung – oder kann das weg? [...]

    Und so gab es nun schon im Vorfeld der Zürcher Konferenz einen scharfen Protestbrief des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender, in dem davor gewarnt wurde, dass sich hinter der Kritik am großen Kanton BRD in Wirklichkeit ein "Angriff auf Israel, seine Legitimität und die Erinnerungskultur nach der Schoah" verberge. Es werde suggeriert, so schrieben die Unterzeichner, dass die deutsche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in einem unmittelbaren Zusammenhang mit wachsender Fremdenfeindlichkeit stehe.

    Und tatsächlich war genau das der Plot, den man sich in Zürich zurechtgelegt hatte: dass die deutsche Erinnerungskultur nicht zur "Wiedergutwerdung der Deutschen" beigetragen, sondern diesen ein gefährliches Werkzeug in die Hand gegeben habe, um nach Jahrzehnten der vermeintlichen Vergangenheitsbewältigung andere erneut auszugrenzen. Und zwar nicht nur im eigenen Land, sondern auch Schulter an Schulter mit Israel in Gaza.[...]

    Das eigentlich Bestürzende aber war, dass es sich in Zürich eben nicht um irgendeinen Palästinakongress mit ein paar Aktivisten handelte, sondern dass auf den Podien die Spitzen der Kultur saßen. Global tätige Kuratoren, Theoretikerinnen, Künstler, die sich alle in der Diagnose einig zu sein schienen, dass in Deutschland ein Erinnerungskomplott am Werk ist, gegen das man sich nur mit möglichst grellen Provokationen zur Wehr setzen kann. Wer Debatten auf diese Weise bewirtschaftet, darf sich nicht wundern, wenn er keinen Zentimeter vorankommt.


    Bild


    https://www.wsj.com/world/midd…Amot6KiNLlNEixt6Luw%3D%3D

  • Was ist denn passiert? Ist er mit Kippa auf dem Kopf, einem fetten goldenen Davidstern um den Hals und einer Israelischen Flagge um die Schultern in eine arabische Schawarma-Bude in Berlin-Neukölln gegangen und dann haben die da drin einfach böse Sachen zu ihm gesagt?

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