Israel & Palästina (Sammelthread)

  • Ich muss zugeben, ich war davon ausgegangen, dass der gar kein Begnadigungsprivileg hat, aber scheint wohl doch so zu sein.

    Vielleicht nimmt er sich das einfach. Wer soll ihn aufhalten? Der ganze hohe Staatsapparat inklusive der Armeeführung würde doch in jedem System das sich "Rechtsstaat" schimpft vor Gericht gestellt gehören. Da hackt doch keine Krähe der anderen ein Auge aus.

  • Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt.

    Wer hat so viel Pinke-Pinke, wer hat so viel Geld?



    Der EU-Geldfluss in die Ukraine geht ungebremst weiter, Tango Korrupti (2 Songtitel eingebaut).


  • Deutschland geht mal wieder als Musterknabe voran.

  • https://www.axios.com/2025/11/…-aid-us-billions-20-years


    Zitat

    Scoop: Israel seeks 20-year military aid deal with U.S. with "America First" tweaks


    Die zwanzig Jahre wären eine Verdopplung gegenüber bisher:


    Zitat

    Israel is seeking a new 20-year security agreement with the U.S. — doubling the usual term and adding "America First" provisions to win the Trump administration's support, Israeli and U.S. officials tell Axios.


    Why it matters: While the past agreement promised Israel around $4 billion per year in military aid, and Israel is likely to seek at least that much going forward, passing such a deal will now be more complicated because of growing frustrations with Israel, including within Trump's MAGA base.

    Zitat

    Breaking it down: There have been three 10-year framework agreements for long-term security assistance to Israel, in 1998 ($21.3 billion), 2008 ($32 billion) and 2016 ($38 billion).


    Eine Deutung ist, dass sie sich so gegen die geringer werdende Unterstützung in der US-Bevölkerung und entscheidender in der politischen Klasse absichern wollen. Langfristige Bindung zementieren während das Gelegenheitsfenster offen ist.

  • Während die IDF also im nördlichen Nachbarland weiter damit zu tun hat Frieden zu schaffen, hatte seine Majestät anlässlich der Audienz des saudischen Ölprinzen und Erbdiktators Mohammed bin Salman al Saud im Goldenen Haus eine frohe Botschaft zu verkünden:


  • https://twitter.com/DropSiteNews/status/1992761912828756360


    Zitat

    [Poll: https://www.israelhayom.co.il/…politics/article/19298235]


    62% of Jewish Israelis say a militant should be killed even if they pose no threat. 55% support heavy fire on Palestinian population centers after rocket attacks. Those findings come from a new Israel Democracy Institute poll of 600 Jewish Israelis. Here’s what else it found:


    ▪️ Belief in IDF morality
    84% rate the army’s conduct in Gaza as excellent or very good.


    Das wird verständlicher, wenn man sich die nächsten Punkte ansieht:


    Zitat

    ▪️ Endorsing human shields
    53.8% support sending Palestinian civilians to check suspected booby-trapped sites to avoid risking soldiers.


    ▪️ Backing mass bombing
    55.3% support heavy strikes on populated areas to deter Palestinian factions.


    ▪️ Opposition to accountability
    60.6% oppose investigating soldiers for abusing detained Palestinians


    Dennoch stellt sich die Frage, was die Personen hinter der Differenz für eine Ausrede haben.

  • Geschichten aus deutschen Qualitätsredaktionen #7445:



    Ja, hoppla - was ist denn da passiert? Wie kann denn dieser freiberufliche Schmalspurschreiberling Hauenstein solche ungeheuerlichen Vorwürfe gegen eine preisgekrönte internationale Sonderkorrespondentin wie Katrin Eigendorf vom zweiten deutschen Qualitätsfernsehen erheben?



    (Ich kenne Frau Goldstein-Wolf nicht, aber sie ist laut ihrem TwiX-Profil eine Autorin, Anti-BDS-Aktivistin und selbsterklärte "#Vollblutzionistin", der unter anderem solche zivilgesellschaftlichen Großkaliber wie Ralf Fuechs oder Ahmad Mansour folgen. Sie muss also auf jeden Fall eine wichtige Person sein, vor der sich Qualitätsjournalistin Eigendorf hier zu rechtfertigen hat.)

  • [...]

    [...]

    Aus Israel berichten

    Die ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann wird wegen ihrer Beiträge zu Israel und Gaza kritisiert. In überschießender Weise.


    [...] Die Publizistin Esther Schapira hat an dieser Stelle (F.A.Z. vom 2. Dezember) in den Chor derjenigen eingestimmt, die den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland vorwerfen, gegen Israel voreingenommen zu sein. Die eklatanten „tendenziöse(n) Verzerrungen, Halbwahrheiten und Fehler“, die sie deutschen Medien und insbesondere ARD, ZDF und Deutschlandfunk nachsagt, finden sich aber in ihrem eigenen Beitrag. So lässt sich leicht ermitteln, dass in den genannten Medien die Herrschaft der Hamas und die Traumata von Israelis sehr wohl immer wieder thematisiert wurden. [...]

    Feststellen lässt sich, dass Vertreter Israels vor allem in den ersten Kriegsmonaten reichlich Gelegenheit hatten, ihre Sichtweise darzulegen, auch in den gebührenfinanzierten Sendern. In den „Tagesthemen“ vom 13. November 2023 wurde ein Sprecher der israelischen Armee sieben Minuten lang interviewt. Mehr Zeit bekomme nur der Bundeskanzler, merkte ein ARD-Journalist an.[...]

    Wer ein abgewogenes Urteil über deutsche Nahostberichterstattung fällen will, muss die Umstände berücksichtigen, unter denen sie entsteht. Schapira hebt hervor, dass vor allem Bilder von Leid und Zerstörung aus dem Gazastreifen dringen, und behauptet, allein das stempele alle Israelis zu Tätern. Was sie nicht erwähnt, ist der Umstand, dass die israelische Regierung bis heute ausländischen Journalisten den Zutritt zu dem Gebiet verwehrt. Das beeinträchtigt die Möglichkeiten der Berichterstattung enorm. Gerade politische Themen lassen sich von außen schwer recherchieren, und palästinensische Quellen und Mitarbeiter vor Ort haben häufig Angst, sich freimütig etwa über die Hamas zu äußern.[...]

    Was die vor Ort tätigen Journalisten wahrnehmen, sind zuletzt spürbar gestiegene Versuche, die Berichterstattung zu beeinflussen. Die kommen aus allen möglichen Richtungen und auf verschiedenen Wegen. Gegen die BR-Journalistin Sophie von der Tann richten sich seit Wochen besonders viele Vorwürfe. Auch Schapira, die lange für den HR tätig war, betrachtet die 34 Jahre alte von der Tann als Speerspitze der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk angeblich dominierenden „Palästina-Solidarität“. Zuletzt versuchte die „Welt“, einen Vorwurf daraus zu konstruieren, dass von der Tann in einer internen Gesprächsrunde mit dem bayerischen Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle gesagt haben soll, der 7. Oktober habe eine „Vorgeschichte“, die ein Jahrhundert zurückreiche. Darin steckt tatsächlich ein kleiner Skandal – nämlich der, dass Spaenle diese Sichtweise offenbar für empörend hielt. Dass ein promovierter Historiker denkt, ein Ereignis steht isoliert im historischen Raum, ist eine irritierende Vorstellung. Der CSU-Politiker hätte bei seinem Israel-Besuch auch Angehörige der Opfer des Terrorangriffs sowie freigelassene Geiseln treffen können, die seit Monaten die Einrichtung einer staatlichen Untersuchungskommission fordern – um die Vorgeschichte des 7. Oktobers aufzuklären.[...]

    Die Angriffe auf von der Tann sind Teil von Bestrebungen, kritische Berichterstattung insgesamt zu delegitimieren und Journalisten zu diskreditieren. Wie gefährlich diese Entwicklung ist, kann man in Israel studieren, wo die Polarisierung weiter vorangeschritten ist als in Deutschland. Dort gibt es inzwischen regelmäßig Aufrufe zur Gewalt, Journalisten sind Angriffen ausgesetzt. Die Diffamierungskampagne gegen sie hat dazu geführt, dass von der Tann jetzt auch in Israel ins Visier gerät. Zeev Avrahami, der Berlin-Korrespondent der auflagenstarken Zeitung „Yedioth Ahronoth“, referierte am Mittwoch die Vorwürfe und insinuierte, von der Tann stamme vielleicht aus einer Nazi-Familie und wolle sich durch einseitige Berichterstattung davon reinwaschen. Es sei kaum zu fassen, wie „dreist“ von der Tann sei, schreibt Avrahami. „Sie lebt und geht in Tel Aviv spazieren, spricht frei Deutsch und genießt alle Vorzüge der Stadt, ohne dass es jemanden stört.“ Jede Hasskampagne erreicht irgendwann den Punkt, an dem sie in tatsächliche Gewalt umschlagen kann.

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