Israel & Palästina (Sammelthread)

  • Was zum Geier haben die gedacht was passieren wird?

    Was weiß ich?

    … ja, ich erkenne da gewisse Muster. Es gibt keinen Plan. Nirgens. Es gibt große geile Hammer. Man haut einfach rauf. Ohne Verstand. Wie in den späten 1940ern auch schon. Und so oft danach. Wenn man dann fertig hat, wischt man sich das Blut von tausenden Zivilisten aus dem hasserfüllten Gesicht und hofft, dass dieser letzte verheerende Schlag jetzt endgültig reicht. …. Diesmal bestimmt.

  • Wenn du die Handlungen der Hamas auch nur annähernd auf eine Stufe mit den staatlichen Handlungen Israels stellen willst

    Stimmt. Das eine ist ein tendentiell rechtsradikaler, militärischer Machostaat, unterwandert von religiösen Extremisten mit der Hand konstant am Abzug geballtester Firepower.


    Das andere sind verzweifelte Menschen fast ohne Perspektive, die, unterwandert von religiösen Extremisten sich immer wieder zu verrohten, unverantlichen Verzweiflungs- Amoktaten hinreissen lassen.


    Der Hauptunterschied ist:


    Die barbarischen Aktionen der Einen kommen hier wenig bis fast gar nicht in der Öffentlichkeit vor.

    Die barbarischen Reaktionen der Anderen hingegen sehr konstant.


    Es gab mal eine ziemlich starke Friedensbewegung in Israel. Was ist eigentlich aus denen geworden? Und dieser Rabin, eine grosse Figur und Hoffnungsträger der Friedensbewegung - sag doch schnell mal - wer hat den doch nochmal ermordet? Nicht zufällig die eigenen religiösen, rechtsradikalen Extremisten, hm?


    Aber macht nix. Magst du Musik? Hat auch nen tooollen Text. :love:


  • NIchts an deinem Post stimmt.


    Ich würde mir die Mühe machen, auf deine "Gedanken" einzugehen, wenn ich einen Funken Hoffnung hätte, dich zum Nachdenken zu bringen. Aber diese Idee habe ich nach deinem ersen Satz aufgeben müssen.


    Edit: Eins noch, dennoch: Dass in deinem beschissenen YouTube-Video übrigens der Hauptgrund dafür, warum es das Land Israel geben sollte, mal einfach übergangen wurde, spricht Bände. (Hinweis für dich, vielleicht hast du es übersehen: Neben kamikazehaften Kreuzrittern und pfeifferauchenden britischen Offizieren wäre ein dampfender Schlot in einem KZ deiner Wahl sicher noch angemessen gewesen, aber das war sicher ein Versehen des Video-Erstellers.) Aber dann kann man auch dich sehr gut einschätzen jetzt. Vielen Dank!

  • Kriegsverbrechen mit Ansage

    Palästina: Israelische Regierung droht Palästinensern mit brutaler Rache. Flächenbrand bei Angriff auf Iran möglich


    Zitat

    Nach den Verbrechen von Hamas-Kämpfern aus dem Gazastreifen gegen jüdische Zivilpersonen im Grenzgebiet scheinen der Region die nächsten, noch größeren Massaker bevorzustehen. Die Tonart, in der israelische Politiker darüber sprechen, weist auf den makabren Wunsch hin, mit Schreckenstaten »in die Geschichte einzugehen«.


    Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montag in einer Fernsehansprache verkündet, dass das, was Israel jetzt »seinen Feinden« antun werde, »für Generationen nachklingen« werde. Die übrige Welt habe nun die Aufgabe, die israelischen »Operationen« zu unterstützen und Israels »Aktionsfreiheit zu erhalten«. Schon am Sonnabend hatte Netanjahu, ebenfalls in einer Fernsehansprache, die Bevölkerung des Gazastreifens aufgefordert, ihre Heimat zu verlassen. »Haut ab da, jetzt, denn wir werden überall und mit aller Kraft vorgehen. (…) Wir werden Rache nehmen mit Macht für diesen schwarzen Tag (…). Alle Orte, wo Hamas organisiert ist in dieser Stadt des Bösen, alle Orte, wo Hamas sich versteckt und von wo aus sie operiert – wir werden sie in Ruinenstädte verwandeln.«


    Verteidigungsminister Joaw Gallant hat den gleichen Racheschwur, ebenfalls am Sonnabend, bei einem Besuch in der von Hamas besonders schlimm angegriffenen Kleinstadt Ofakim so formuliert: An »Israels Antwort im Gazastreifen« werde man »sich die nächsten 50 Jahre erinnern«. Und weiter: »Die Regeln des Krieges haben sich verändert. Der Preis, den der Gazastreifen zahlen muss, wird sehr hoch sein und die Realität für Generationen verändern.«

    Ich meine, man muss den Wahnsinnigen nur zuhören. Sie haben schon bewiesen, wozu sie fähig sind. Jedes Land, jeder Mensch, der das unterstützt, macht sich mitschuldig an dem, was in den nächsten Jahrzehnten da passieren wird.

  • Cool. Und dann?

    Hisbollah hat angekündigt, dann einzusteigen.

  • NIchts an deinem Post stimmt

    Aha. Das befielst du einfach so, hm? Sicher?


    "Er (Rabin) war einer der Architekten des Friedensprozesses im Nahen Osten. 1994 erhielt er gemeinsam mit seinem damaligen Außenminister Schimon Peres und dem langjährigen PLO-Chef und ersten Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Jassir Arafat, den Friedensnobelpreis. (...)


    Jigal Amir, ein israelischer Jurastudent rechtsextremer, religiös-fanatischer Überzeugung, passte den Moment ab, als der Premierminister die Bühne verließ und zu seinem Auto geleitet wurde, und schoss auf ihn. Rabin starb kurz darauf im Ichilov-Hospital. (...) Nach dem Tod Rabins gerieten die Verhandlungen und der gesamte Friedensprozess ins Stocken."


    „Werfen Sie jetzt nach einer langen Reihe offizieller, feierlicher Erklärungen einen Blick auf dieses Podium. Der König von Jordanien, der Präsident von Ägypten, Vorsitzender Arafat und wir, der Ministerpräsident und der Außenminister von Israel, auf einer Plattform. Lassen Sie diesen Anblick tief auf sich wirken. Was Sie hier vor sich sehen, war noch vor zwei oder drei Jahren unmöglich, ja, phantastisch. Nur Dichter haben davon geträumt, und zu unserem großen Schmerz sind Soldaten und Zivilisten in den Tod gegangen, um diesen Augenblick möglich zu machen. Hier stehen wir vor Ihnen, Männer, die vom Schicksal und der Geschichte auf eine Friedensmission geschickt wurden: einhundert Jahre Blutvergießen für alle Zeiten zu beenden."


    Ehefrau Leah Rabin berichtet in ihrer Biografie über Anfeindungen, die sie und ihr Mann durchmachen mussten:


    „‚Da ist sie!‘ brüllten sie, als ich in die Garageneinfahrt unter unserem Miethaus einbog. Ich saß ganz allein in dem Wagen, kein Sicherheitsbeamter bei mir. ‚Nach den nächsten Wahlen wirst du mit deinem Mann auf dem Marktplatz hängen. Mit den Füßen nach oben. Wie Mussolini und seine Mätresse‘, brüllte jemand aus der Menge. … Einige der Demonstranten vor unserem Mietshaus verglichen uns sogar mit Nicolae und Elena Ceaușescu, dem vielleicht meist geschmähten Despotenpaar der Neuzeit … Jitzchak und ich bekamen diese Schmähungen, diese Vergleiche mit faschistischen Unmenschen immer häufiger zu hören, je mehr der Friedensprozess an Dynamik gewann. Auf einer Demonstration in Jerusalem einen Monat zuvor hielt Benjamin Netanjahu am Zionsplatz eine Rede, während irgendjemand ganz in seiner Nähe ein Bild, das Jitzchak in Naziuniform zeigte, vor einer laufenden Fernsehkamera hin- und herschwenkte. An diesem Freitag, dem 3. November 1995, skandierten die Demonstranten auf der anderen Straßenseite ihre Diffamierungen, bis Jitzchak etwa gegen sechs Uhr abends nach Hause kam. … Schon Monate zuvor waren in der Öffentlichkeit die ersten Poster aufgetaucht, die Jitzchak als Verräter und Mörder brandmarkten. Sie hingen an jeder Straßenecke, an Leitungsmasten, Pfosten und an Laternenpfählen. Fotomontagen zeigten Jitzchak mit der kufiyah, dem arabischen Kopftuch. Als ich einmal ohne Jitzchak mit dem Auto aus Jerusalem herausfuhr, bat ich den Fahrer, an einer Kreuzung anzuhalten. Wir stiegen aus und rissen diese schrecklichen Poster herunter, die Jitzchak als Verräter Israels darstellten.“

    Quelle.

  • Die ein, zwei US Trägergruppen könnten etwas demotivierend wirken, vielleicht möchte Hisbollah nicht direkt mit Hamas zusammen aufhören zu existieren.

    Hätte, könnte sollte. Haben die Taliban aufgehört zu existieren? Asymetrische Kriegsführung ist auch mit Flugzeugträgern nicht unbedingt leichter. Ich denke, ein wenig Zurückhaltung kann auch hier nicht schaden.

  • Ein seeehr langes Nichts an Aussage von dir, wenn doch wirklich die für dich entscheidende Aussage im letzten Absatz kommt. "Das, was jetzt passiert, ist auch eine Folge ihrer Politik".


    Das ist die Absage an Zivilisation, das ist etwas, das in diesem Kontext so nicht stehen bleiben sollte. [...]


    Du bist zu spät, ich habe schon einen Israeli gefunden, der mir zustimmt:


    Denke, die Herstellung dieser Verbindung mag man auch als krass ansehen.


    https://www.haaretz.com/opinio…76-d465-abbb-14f6262a0000

    Zitat

    Opinion | Israel Can’t Imprison Two Million Gazans Without Paying a Cruel Price


    [by Gideon Levy]


    Ein seeehr langes Nichts an Aussage von dir, wenn doch wirklich die für dich entscheidende Aussage im letzten Absatz kommt. "Das, was jetzt passiert, ist auch eine Folge ihrer Politik".


    Das kann ich nicht nachvollziehen, weil das vermeintliche "Nichts" auf diesen Satz hinausläuft.


    [...] Denn das, was jetzt "passiert" ist (so nebenbei, ganz passiv passiert ist?), ist grösste Barbarei. Wenn du die Handlungen der Hamas auch nur annähernd auf eine Stufe mit den staatlichen Handlungen Israels stellen willst, dann bin ich noch erschütterter über deine Ansichten, als bis dahin gedacht.


    Ich habe auseinandergesetzt, worin die Unterschiede bestehen.


    Unzweifelhaft ist doch, dass beide Zivilisten töten. - Die genauen Umstände bei dem Hamas-Überfall kennen wir übrigens noch nicht, sollte man auch nicht vergessen. Aber ich habe wenig Zweifel, dass zum Teil einfach Leute umgebracht wurden, weil sie da waren. - Die Frage ist also, worin besteht für dich der Unterschied.


    Ich vermute, du identifizierst dich einfach nicht mit jemandem, der unter Hamas in Gaza lebt und dann von einer israelischen Bombe umgebracht wird, aber du identifizierst dich damit in einem halbwegs freien Land wie Israel ein ruhiges Leben zu genießen und dann plötzlich aus diesem Leben gerissen zu werden ... von den Horden, die die Zivilisation überrennen. Deshalb hast du eine viszerale Reaktion auf das eine und beim anderen - erneut vermute ich - würdest du sagen, "Das, was jetzt passiert, ist auch eine die Folge von Hamas Überfall."


    Wenn wir schon Hamas mit Tieren vergleichen, dann bietet sich ein Tiger in einem Käfig an. Alles fühlt sich sicher an, solange der Käfig verschlossen ist, aber sollte er irgendwie aufgebrochen werden, gibt es Tote. Nur was man sich klar machen sollte, zwischen beiden Zuständen stand stets nur diese relativ schmale "Schutzschicht" aus Gitterstäben. Weiß nicht, was die fehlende Einsicht in diesen Umstand geschuldet ist, aber sie wird wohl durch die rituelle Versicherung der Einzigartigkeit des Bösen kompensiert. In einer Welt voll von - abstrakt verstandenen - Tigern in Käfigen.

  • Hätte, könnte sollte. Haben die Taliban aufgehört zu existieren? Asymetrische Kriegsführung ist auch mit Flugzeugträgern nicht unbedingt leichter. Ich denke, ein wenig Zurückhaltung kann auch hier nicht schaden.

    Die Taliban waren mit Seeeinheiten eher schwer erreichbar und Afghanistan ist größenmäßig eine Größenordnung größer als der Libanon. Vielleicht wird der Auftrag da auch erstmal abriegeln und/oder niederhalten sein...

  • https://twitter.com/nexta_tv/status/1711840256251576663



    Irak ist wohl noch ein bisschen weiter im Inland von den Flugzeugträgern aus.

  • An »Israels Antwort im Gazastreifen« werde man »sich die nächsten 50 Jahre erinnern«.

    In fünfzig Jahren ist der Nahe Osten unbewohnbar wegen Klimawandel, also bleibt zu hoffen, dass man sich in den künftigen Emigrations-Zielländern nicht allzu deutlich erinnert.

  • Dass in deinem beschissenen YouTube-Video übrigens der Hauptgrund dafür, warum es das Land Israel geben sollte, mal einfach übergangen wurde, spricht Bände. (Hinweis für dich, vielleicht hast du es übersehen: Neben kamikazehaften Kreuzrittern und pfeifferauchenden britischen Offizieren wäre ein dampfender Schlot in einem KZ deiner Wahl sicher noch angemessen gewesen, aber das war sicher ein Versehen des Video-Erstellers.)

    Niemand hat hier gefragt, ob es das Land Israel geben sollte. Die Frage ist, ob man die derzeitige rechtsradikale Regierung des Landes Israel im freien Westen - und insbesondere in Deutschland - von jeglicher Verantwortung für die jetzigen Situation freisprechen sollte, und ob ihre Reaktion auf die Mordaktion der Hamas wirklich dazu beitragen wird, das Morden und Totschlagen in der Region zu beenden.

    Diese Frage stellen sich auch viele jüdische BürgerInnen des Landes Israel.


    Die arabischen PalästinenserInnen sind nicht verantwortlich für den Massenmord deutscher Faschisten und ihrer europäischen Kollaborateure an Millionen von europäischen Juden und Jüdinnen während des vor 78 Jahren beendeten zweiten Weltkrieges. Und die heutige Regierung des Landes Israel wurde auch nicht von Nazis verfolgt.

    Wer deren Handeln jetzt mit der Gründungsgeschichte des modernen Staates Israel rechtfertigen will, der muss sich fragen lassen, ob er das wirklich in feierlichem Gedenken an die Opfer des Holocaust tut, oder ob er diese Opfer nicht eher für die heutigen Zwecke einer politischen Führung instrumentalisiert und missbraucht (oder sich zu deren nützlichem Idioten machen lässt), die keine Skrupel davor hat, ihren eigenen Machterhalt auf Kosten von Millionen anderer Menschen zu betreiben.


    Das gleiche kann man gerne auch der Führung der islamistischen Hamas und ihrer staatlichen Unterstützer vorwerfen, wenn die das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung für ihre eigenen politischen Zwecke instrumentalisieren und missbrauchen und damit kaltblütig in Kauf nehmen, dass ihnen jetzt noch viel mehr Leid zugefügt wird.

    Aber wenn man schon das Bedürfnis hat, sich in diesem Konflikt auf eine moralisch richtige Seite zu schlagen, dann sollte man auch beide Seiten mit dem selben rigiden Maß bemessen.

  • A propos rigide moralische Maßstäbe - Endlich bekomme ich eine Einordnung von meiner Ministerin für äußere Werte & Feminismus - auch als Vertreterin der deutschen Führungsmacht in der EUropäischen Wertegemeinschaft:


    https://x.com/ABaerbock/status/1711798953606263019?s=20



    Die Palästinensische Autonomiebehörde (die von der Hamas eher als gottlose, korrupte Handlangerin Israels und des säkularen Westens gesehen wird) muss sich distanzieren (man fragt sich wie weit die sich noch von Gaza entfernen soll, wo doch schon ein anderes Land und zwei militärisch abgesicherte Grenzübergänge dazwischen liegen).


    Das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza darf natürlich nicht durch Einstellung humanitärer Hilfslieferungen vergrößert werden. Da sind "wir" uns einig.


    [...] Israels Verteidigungsminister hat die totale Abschottung des Gazastreifens angeordnet. Das bedeutet auch, dass viele Menschen im Gazastreifen in diesen Tagen ohne Strom und Wasser leben. Auch Treibstoff kommt nicht mehr in den Gazastreifen, dass betrifft das einzige Kraftwerk aber auch unzählige Generatoren.

    Auch die Versorgung mit Lebensmitteln wird immer kritischer. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen forderte bereits am Sonntag die Einrichtung "Humanitärer Korridore", um neue Lieferungen zu ermöglichen - bisher aber kommen keine Hilfsgüter dort an. Schon vor Ausbruch des Krieges versorgten die Vereinten Nationen und weitere Hilfsorganisationen jeden Tag mehr als eine Million Menschen mit Essen. Zuletzt mussten die Rationen, wegen ausbleibender Gelder gekürzt werden. [...]

    Aber das ist natürlich kein Grund für "uns", die Israelische Regierung (an deren Seite ganz Europa geeint steht) dafür zu kritisieren, dass sie 2 Millionen Menschen (von denen ca. die Hälfte Kinder sind) von der Lebensmittelversorgung abschneidet, denn...



    ...schuld daran, dass die Hamas sich hinter ZivilistInnen als menschlichen Schutzschilden verschanzt ist ja nicht die israelische Regierung, gegen deren Bombardements im dicht besiedelten Wohngebiet sich die Terroristen damit schützen wollen (obwohl es die israelische Regierung eigentlich gar nicht interessiert, wer da zwischen ihren Bomben und den Djihadis im Weg herum wohnt).


    Auch das erste deutsche Qualitätsfernsehen bestätigt die Einschätzung meiner Bundesaußenfeministin bezüglich der Schuldfrage an diesen bedauerlichen Kollateralschäden:

    [...] Israels Streitkräfte haben seit Ausbruch des Krieges bereits Hunderte Ziele im Gazastreifen angegriffen. Dadurch sollen die Infra- und Kommandostruktur der Hamas zerstört werden. Folge der Angriffe sind aber auch zahlreiche zivile Opfer. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Gazastreifen wurden 900 Menschen getötet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Viele Menschen werden noch unter den Trümmern eingestürzter Häuser vermisst.

    Sichere Orte gibt es für die Menschen in Gaza in diesen Tagen nicht. Wenige Hundert haben es in den vergangenen Tagen über die Grenze nach Ägypten geschafft, inzwischen ist der Grenzübergang in Rafah bis auf Weiteres geschlossen.

    Mehr als 187.000 Menschen sind nach UN-Angaben innerhalb des Gazastreifens auf der Flucht, Zehntausende suchen in Schulgebäuden der Vereinten Nationen Schutz. Der Gazastreifen ist mit seinen mehr als 2,2 Millionen Einwohnern eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Jetzt schlafen viele dort auf der Straße.

    Manchmal werden Menschen telefonisch aufgefordert, Ihre Wohnungen zu verlassen, wenn ein Bombenangriff bevorsteht, aber nicht immer. Auch die Krankenhäuser und Gesundheitszentren können nicht mehr alle Verletzten versorgen. Zum einen fehlt es an medizinischem Material, zum anderen sind auch diese Einrichtungen von den Bombenangriffen betroffen. Das große Krankenhaus in Beit Hanun ganz im Norden des Gazastreifens musste nach Angaben des Palästinensischen Gesundheitsministeriums seine Arbeit einstellen - demnach wurden auch mindestens elf Krankenwagen bei den Angriffen getroffen.

    Viele der Menschen im Gazastreifen leiden seit Jahren unter dem Regime der Hamas, die unter anderem von der EU und den USA als Terrororganisation bezeichnet wird. Auch jetzt zeigt sich wieder, dass die Hamas die Bevölkerung des Gazastreifens als Schutzschilde für ihre Infrastruktur nutzt. Auch deshalb bombardiert Israel jetzt unter anderem Mehrfamilienhäuser, Krankenhäuser und Moscheen - immer wieder mit zivilen Opfern. [...]

    Zum Glück wird Israel nicht von Russen regiert. Denn wenn die Mehrfamilienhäuser, Krankenhäuser und (syrische) Moscheen oder (ukrainische) Kirchen bombardieren, dann tun sie das nicht, weil sie darin verschanzte Kombattanten vermuten, sondern nur, um feige und gemein die Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

  • Und wieder brennen sich israelische Gräueltaten apokalyptischen Ausmaßes in das Bewusstsein von ganzen Generationen ohnehin schon traumatisierter Opfer dieses jahrzehntelangen Staatsterrors. Ein weiteres Unrecht in einer Reihe vieler, die die Reihen der Wiederständler, Rebellen, Terroristen auf unabsehbare Zeit immer und immer wieder füllen werden. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?

  • auf den Straßen (hier bspw in NY) sagt man eigentlich das gleiche. Nur etwas weniger diplomatisch verschnörkelt:

  • Sandino Da du im Gegensatz zu mir im Verurteilungsgeschäft bist, und du die Taten von Hamas bereits als Barbarei gegeißelt hast, lass uns deine Verurteilung der Taten der israelischen Streitkräfte in Gasa hören - falls du glaubst, dass es dort etwas zu verurteilen gibt.


    Das würde sicherlich helfen, deine Position einzuordnen.



  • soso, in intensiver Abstimmung mit den VN schauen wir also ganz genau hin:


    https://www.democracynow.org/2…areer_gaza_israel_bombing

    Zitat

    At the United Nations, the U.N. High Commissioner for Human Rights Volker Türk said, quote, “The imposition of sieges that endanger the lives of civilians by depriving them of goods essential for their survival is prohibited under international humanitarian law,” unquote. U.N. Secretary-General António Guterres also condemned the Israeli siege.


    SECRETARY-GENERAL ANTÓNIO GUTERRES: I’m deeply distressed by today’s announcement that Israel will initiate a complete siege of the Gaza Strip, nothing allowed in, no electricity, food or fuel. The humanitarian situation in Gaza was extremely dire before these hostilities. Now it will only deteriorate exponentially. Medical equipment, food, fuel and other humanitarian supplies are desperately needed, along with access for humanitarian personnel. Relief and entry of essential supplies into Gaza must be facilitated, and the U.N. will continue efforts to provide aid to respond to these needs. And I urge all sides and the relevant parties to allow United Nations access to deliver urgent humanitarian assistance to Palestinian civilians trapped and helpless in the Gaza Strip. And I appeal to the international community to mobilize immediate humanitarian support for these efforts.
    [...]

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