Afghanistan

  • Auch nicht, wenn sie die US-Regierung praktisch kapern?

    Wie gesagt. Das mögen sich ein paar von diesen professionellen Politikgeschäftsleuten ja gerne einbilden. Ideologiefabriken beeinflussen natürlich auch die öffentliche und veröffentlichte Meinung. Dafür werden sie bezahlt. Aber das Afghanistan-Debakel ist eigentlich mal wieder ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Hybris der Ideologen an der Realität zerreibt.


    Im Moment sieht das new century jedenfalls immer weniger american und immer mehr chinese aus.


    Auch die Chinesen machen ja gerne Pläne. Sogar für ihre ganze Wirtschaft. Aber so selbstherrlich zu glauben, sie könnten ihre eigenen Vorstellungen der ganzen Welt mit Gewalt überstülpen sind die offenbar nicht.

  • Ja. Da bomben sie wohl auch schon seit einiger Zeit. Irgendwelche Special Forces morden da wahrscheinlich auch - wie an Orten - am Boden.


    Erst seit 2007.


    https://en.wikipedia.org/wiki/…ia_(2007%E2%80%93present)


    Hm.


    Zitat

    December [2020]


    President Donald Trump ordered the Department of Defense to remove the majority of the 700 U.S. military troops in Somalia from the country in December 2020.

    Zitat

    January 17 [2021]


    U.S. Africa Command affirms that the United States has completed its troop withdrawal from Somalia.


    Da ist eine dramatische Verschlimmerung der Lage ja vorprogrammiert ...


    Aber so eine schöne große, lukrative Kampagne wäre nochmal was anderes, denke ich.


    Aber ey, keine Ahnung. Es bleibt spannend.


    Ja, ich habe auch das Gefühl, gerade wenn man auch noch die Chinesen in Afrika kontern will, muss es bessere Angriffspunkte geben.

  • Die Sorge von Frau Ludwig ist übrigens nicht völlig unbegründet. Achtung, es folgt ein Treppenwitz:


    https://www.welt.de/politik/au…ch-Bier-zurueckholen.html

  • Hat er diesen Monat kein Gehalt bekommen? Oder wurde sein Account von Putin gehackt?




    Selbstlos haben die Russen mal nachgerechnet was man mit US-Trillionen hätte gutes tun können:





  • Hat er diesen Monat kein Gehalt bekommen? Oder wurde sein Account von Putin gehackt?

    Nee, das ist das neue Mantra der deutschen Neokonservativen.

    Wir müssen endlich selbst dazu in der Lage sein, Chaos auf diesem Planeten zu produzieren. Ganz ohne die die Hilfe der USA. Zumindest in deren Überzeugung. In dem Fall ist es aber auch eine gehörige Portion Röttgenstrahlung..

  • Quelle: Twitter




    Ortskräfte wurden wohl zuvor auch „outgesourced“… und dann freilich von Beamten des Auswärtigen Amts abserviert. Was für Arschlöcher…

  • Also ich erinnere mich. In meiner Kindheit war Deutschland außenpolitisch noch weitgehend souverän aufgetreten und hoch angesehen, eine der Adressen, die vermitteln konnte. Wenn man das so liest, bestätigt sich der Eindruck, dass davon nur mehr ein Scherbenhaufen übrig geblieben ist. Wir schaffen es, sogar noch dümmer dazustehen, als Uncle Sam.

    Naja, betrifft ja eigentlich auch alle anderen Bereiche unseres Staatswesens.



    Hier noch die Gedanken eines ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters aus seinem Exil in Russland.

    Yet there was a time when I felt like picking Afghanistan up by its ankles and shaking it until all the terrorists fell out, like scorpions from a boot. Most Americans felt that way, in the autumn of 2001, and I was no different. I was 18 years old and almost competitively wrong about everything. I actually believed most of what I heard on TV from “official sources”—not everything I heard, but enough. I trusted my government, at least I trusted it to know more about Afghanistan than I did, and the government told me this: that Afghanistan's ruling Taliban were harboring al-Qaeda, and that both the Taliban and al-Qaeda hated us for our freedoms. My youthful righteousness was manipulated by collaborators in the media until it burned all the red, white, and blue of a flame


  • inspectorgadget


    Krass! Das setzt dem ganzen nochmal die Krone auf. Der Typ hat schon so viel Schaden angerichtet in seiner viel zu langen politischen Laufbahn. Vielleicht mit Koalitionsverhandlungen und warten bis der Koalitionsvertrag aus dem Drucker kommt und Horst wäre November/Dezember endlich weg. Und auf der Zielgrade kommt der wieder mit so einem unfassbaren - aber für Seehofer eben charakteristischen - Dick Move. Das ist eigentlich noch untertrieben.


    Bei den ganzen Diskussionen um klimatische Veränderungen und dem Verweigern und Blockieren der Bundesregierung endlich radikale klimapolitische Maßnahmen zu ergreifen, um Deutschlands CO²-Ausstoß so zu verringen, dass wir klimaneutral werden. Auch bei diesen abstrakten, weil im Alltag nur schwer sichtbaren, indirekten Folgen kann man schon fragen, ob klimawandelverleugnende Politik nicht schon fahrlässig den Tod vonm Menschenleben in Kauf nimmt. Siehe Eifelhochwasser


    Aber hier reden wir von einer konkreten Gefahrenlage, wo akut Menschen in Gefahr sind und der zieht so einen Scheißdreck auf den letzten Metern ab. Zeigt mir echt, was für einen schlechten Charakter und schlimmes Menschenbild der Typ hat, so sehr mir z.B. das Interview mit Tilo gefallen hat.

  • Ihn so kleinlaut und stotternd zu erleben ist schon ein bisschen Bier für die Seele. Zurücktreten kann man allerdings nicht mehr heutzutage - außer natürlich bei 'ner Doktorarbeit. Eigentlich ist es aber auch völlig egal, ich hoffe lediglich, dass der Scholzomat als Vizekanzler und Unterstützer von Heiko Maas auch noch ein bisschen was von der Scheiße abbekommt, die momentan ungebremst und Literweise durch den Ventilator geschossen wird. Ach was solls.

  • kurze frage - wie zur hölle hält man diese unfassbar dämliche anna schneider die ganze sendung lang aus? hab schon nach den ersten 2 wortmeldungen keine lust mehr

  • kurze frage - wie zur hölle hält man diese unfassbar dämliche anna schneider die ganze sendung lang aus? hab schon nach den ersten 2 wortmeldungen keine lust mehr

    Die wurde gegen Ende noch einmal ganz, ganz schlimm. Hab's aber eh nur peripher begleitet und meinen aktuellen Liebling Theo Koll ohnehin eher im Visier gehabt - es gab dann doch noch richtig schönen Wahlkampf!

  • Der neueste Media-Spin der Bidencrats ist jetzt wohl, Schaden von Präsident #NotTrump abzuwenden, indem man die Schuld für das Desatser am Hindukusch den unkultivierten, korrupten Barbaren vor Ort in die schuhe schiebt, die das ganze schöne amerikanische Steuergeld für protzige, vergoldete Paläste ausgegeben hätten, anstatt für den Aufbau einer ordentlichen freiheitlich-demokratischen Grundordnung.


    https://www.msnbc.com/rachel-m…93710?cid=sm_npd_ms_tw_ma


    Matt Taibbi stellt mal kurz klar, wer die eigentlichen Profiteure der grassierenden Korruption und Geldverschwendung rund um die 20 Jährige RaubzugFriedens- und Freiheitsmission in Afghanistan waren:

    We Failed Afghanistan, Not the Other Way Around

    MSNBC rails against the "fantastically corrupt elite" on the ground that ruined the Afghan mission, but the real corruption was our own


    [...] From Vietnam to Iraq to Afghanistan, the pattern of American officials showering questionable political allies abroad with armfuls of cash is a long-established practice. However, the idea that this is the reason the “missions” fail in such places is just a continuation of the original propaganda lines that get us into these messes. It’s a way of saying the subject populations are to blame for undermining our noble efforts, when the missions themselves are often preposterous and, moreover, the lion’s share of the looting is usually done by our own marauding contracting community.

    It’s bad enough that Maddow/MSNBC played a big part in delaying the withdrawal last year with hype of the bogus Bountygate story, which gave one last (false) dying breath to the war rationale. This latest criticism of theirs ignores the massive amounts of corruption that were endemic to the American side of the mission. Contractors made fortunes monstrously overcharging the taxpayer for everything from private security, to dysfunctional or unnecessary construction projects, to social programs that either had no chance for success, or for which metrics for measuring success didn’t exist.

    The Special Inspector General for Afghan Reconstruction (SIGAR) some years ago identified “$15.5 billion of waste, fraud, and abuse… in our published reports and closed investigations between SIGAR’s inception in 2008 and December 31, 2017,” and added an additional $3.4 billion in a subsequent review. All told, “SIGAR reviewed approximately $63 billion and concluded that a total of approximately $19 billion or 30 percent of the amount reviewed was lost to waste, fraud, and abuse.”

    Thirty percent! If the overall cost of the war was, as reported, $2 trillion (about $300 million per day for 20 years), a crude back of the envelope calculation for the amount lost to fraud during the entire period might be $600 billion, an awesome sum. It could even be worse than that. SIGAR for instance also looked at a $7.8 billion sum spent on buildings and vehicles from 2008 on, and reported that of that, only $343.2 million worth “were maintained in good condition.” They added that just $1.2 billion of the original expenditure was used as intended. By that metric, the majority of the monies spent in Afghanistan might simply have gone up in smoke in bogus or ineffectual contracting schemes.

    Worse, many enormous expenses that wouldn’t have been described by inspectors as outright fraud or waste were dubious anyway. As detailed earlier in this space in an interview with former Captain Adrian Bonenberger, the military spent an astonishing $50 billion just on one failed program, the Mine-Resistant Ambush-Protected vehicle, or MRAP. They spent nearly a million dollars per vehicle and scrapped 2,000 of them just six years after introducing them into the field in Afghanistan. How many stories like this were there? [...]

    Zum Glück ist der Deutsche Kolonialherr Friedensmissionar nicht so ein verantwortungsloser Verschwender.


    Steuerfinanziertes Deutsches Bier einfach in den Afghanischen Sand kippen, nur damit im Flieger mehr Platz für ein paar Tonnen Ex-Ortskräfte ist, die dann dem deutschen Steuerzahler in der Heimat noch tiefer in die Tasche greifen können?

    Das ist mit unseren Demokratiexporteuren in Uniform nicht zu machen!


    Kabul (dpo) - Erweichen sie so die Herzen der Deutschen? Um doch noch eine Chance zu haben, von der Bundesregierung gerettet zu werden, haben sich zahlreiche afghanische Ortskräfte der Bundeswehr als Bier verkleidet. Einige hundert von ihnen harren derzeit in ihren Kostümen am Flughafen von Kabul aus.

    "Als ich erfahren habe, dass die Bundeswehr bereits im Juni ohne große bürokratische Hürden 29 Europapaletten mit insgesamt knapp 65.000 Dosen Bier sowie 340 Flaschen Wein und Sekt aus Afghanistan ausgeflogen hat, wusste ich, dass das hier meine einzige Chance ist", erklärt Amir Mohammedali, der von 2012 bis 2020 als Übersetzer für die Bundeswehr arbeitete und nun um sein Leben fürchten muss. "Menschenleben von Afghanen bedeuten den Deutschen nichts, aber bei Bier sieht die Sache offenbar ganz anders aus."

    Mit Mohammedali warten weitere als Alkoholika verkleidete Ortskräfte sowie seine Frau und seine Kinder: "Meine Frau und ich gehen als 0,5-Liter-Gebinde. Meine beiden Töchter als 0,33er-Döschen. Wir müssen natürlich hoffen, dass die Taliban uns so nicht sehen."


  • ich muss ja sagen, dass ich das schon immer ziemlich genieße wenn sowas passiert. autokraten die dem westen assange und snowden um die ohren hauen ebenso. die letzten tage haben die taliban auf jeden fall ne deutlich bessere pr als der westen. entweder haben die da bessere leute oder die einfachere ausgangsposition. macht einen schon irgendwie denkend


  • ich muss ja sagen, dass ich das schon immer ziemlich genieße wenn sowas passiert. autokraten die dem westen assange und snowden um die ohren hauen ebenso. die letzten tage haben die taliban auf jeden fall ne deutlich bessere pr als der westen. entweder haben die da bessere leute oder die einfachere ausgangsposition. macht einen schon irgendwie denkend

    Deshalb mögen "wir" ja den whataboutism nicht. Er verträgt sich so schlecht mit unserer Heuchelei und dem Konzept des exeptionalism.


  • ich muss ja sagen, dass ich das schon immer ziemlich genieße wenn sowas passiert. autokraten die dem westen assange und snowden um die ohren hauen ebenso. die letzten tage haben die taliban auf jeden fall ne deutlich bessere pr als der westen. entweder haben die da bessere leute oder die einfachere ausgangsposition. macht einen schon irgendwie denkend

    Sind bestimmt die Russen und/oder Chinesen schuld.

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