Nach der Wahl ist vor der Wahl - US-Politik nach Trump

  • Wie gesagt, ich bin nicht der Meinung, aber das ist eine Diskussion die man führen kann, auch wenn, wie du ausführst, das keine wirkliche Rolle spielt.


    Ich kann mich darauf einlassen wenn man zugesteht dass für Trump aber grundsätzlich das gleiche gilt wie für einen Faschisten. Auch wenn man ihn nicht als Faschisten bezeichnen will teilt er doch die Haltungen von Faschisten die diese unwählbar machen.


  • Es passiert genau das, wovor schon am Tag seiner inauguration gewarnt wurde: das neoliberale establishment projiziert alles Weltübel auf die eine Person, um den eigenen Machtanspruch, der überhaupt erst zu den aktuellen Verhältnissen führte, zu rechtfertigen und die Menschen zu geißeln, jetzt gefälligst zu akzeptieren, was alternativlos ist. Wahrscheinlich blickt man in ferner Zukunft auf diese Zeit zurück und sagt: das war die Chance, das wäre der Moment gewesen.

  • Kyle ist ein bisschen unglücklich mit der Performance der Demokraten.


    Kann mich da eigentlich nur selbst zitieren.....das Thema ist durch. Entweder kommt wirklich etwas revolutionäres, oder das Thema US-Präsidentschaftswahl ist durch.

  • https://www.sueddeutsche.de/po…n-sanders-biden-1.5002244


    "Die Folgen für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton waren desaströs: Die Parteilinken verweigerten ihr bei der Präsidentschaftswahl die Stimme - und trugen so zum Überraschungserfolg Trumps bei"


    nachdem ich letztens noch einen artikel in der sz zu den demokraten gelobt hab werd ich hier beim nächsten direkt schon wieder enttäuscht...


    schön wenn sich so msnbc/cnn propaganda in der sz wiederfindet. hat hillary eigentlich schonmal jemand gefragt wieso 25% ihrer primary wähler 2008 letztlich für mccain gestimmt haben? nein? bei sanders warens satte 10%...


    aber schön das man bei der sz ohne abo jetzt nur noch 8 artikel statt 10 wie bisher lesen darf, man verpasst ja eher wenig ;)

  • Trump hat jetzt zum wiederholten Male in den Raum gestellt, dass er länger als 8 Jahre regieren will, eine Ungehäuerlichkeit. Er warnt öffentlich davor, dass die Wahl "rigged" wird, während er selbst dies durch das beschädigen des US-Postal-Services forciert. Es ist tatsächlich brandgefährlich, was Trump aktuell anstellt. Ich wünsche den Amerikanern wirklich, dass sie es noch schaffen diesen Typen wegzubekommen.

  • Trump hat jetzt zum wiederholten Male in den Raum gestellt, dass er länger als 8 Jahre regieren will, eine Ungehäuerlichkeit. Er warnt öffentlich davor, dass die Wahl "rigged" wird, während er selbst dies durch das beschädigen des US-Postal-Services forciert. Es ist tatsächlich brandgefährlich, was Trump aktuell anstellt. Ich wünsche den Amerikanern wirklich, dass sie es noch schaffen diesen Typen wegzubekommen.

    Das ist nur Wahlkampfgerede. Damit will er agiler als Biden wirken ( die Schwachstelle)

  • Ist nicht nur Wahlkampfgerede, denn so hat er erfolgreich etliche Tabus gebrochen. Einfach mal irgendwas schamlos als verhandelbar darstellen, dann vielleicht ein bisschen zurückrudern, später wieder nachsetzen usw.


    Meine Analyse wäre zwar weiterhin, dass er nicht wirklich planvoll genug vorgeht, um illegitim an der Macht zu bleiben, allerdings gibt es da zwei Einschränkungen: Erstens Trump hat immer noch Leute in seiner Gefolgschaft, die Pläne haben, wie der der republikanische Plan ein Minderheitenherrschaft (wieder) umzusetzen. Zweitens sobald es notwendig wird, dass eine andere Institution wie der Kongress ein check gegen den Präsidenten umsetzen muss, um einen Machtmissbrauch zu sanktionieren, wird es kritisch, wegen der allgemeinen Schwäche der Demokraten und dem Unwillen der Republikaner gegen einen in ihrer Partei unvernünftig populären Präsidenten vorzugehen.

  • Ist nicht nur Wahlkampfgerede, denn so hat er erfolgreich etliche Tabus gebrochen. Einfach mal irgendwas schamlos als verhandelbar darstellen, dann vielleicht ein bisschen zurückrudern, später wieder nachsetzen usw.


    Meine Analyse wäre zwar weiterhin, dass er nicht wirklich planvoll genug vorgeht, um illegitim an der Macht zu bleiben, allerdings gibt es da zwei Einschränkungen: Erstens Trump hat immer noch Leute in seiner Gefolgschaft, die Pläne haben, wie der der republikanische Plan ein Minderheitenherrschaft (wieder) umzusetzen. Zweitens sobald es notwendig wird, dass eine andere Institution wie der Kongress ein check gegen den Präsidenten umsetzen muss, um einen Machtmissbrauch zu sanktionieren, wird es kritisch, wegen der allgemeinen Schwäche der Demokraten und dem Unwillen der Republikaner gegen einen in ihrer Partei unvernünftig populären Präsidenten vorzugehen.

    Ein Militärputsch scheidet , glaub ich, aus.

  • Es geht wieder los.

    Bericht zu Trump-Verbindungen nach Russland "Offen für Einflussnahme und Manipulation"

    Ein Bericht des US-Senats zeigt, wie leicht Russland den Präsidentschaftswahlkampf 2016 beeinflussen konnte. Besonders der damalige Trump-Berater Manafort stellte demnach ein Sicherheitsrisiko dar.

    Der Spiegel ist auch schon seit Tagen im Wahkampfmodus. Dabei liefs doch so gut mit Keller-Taktik.

  • Ganz am Ende des Berichts beklagt Senator Ron Wyden, dass Trumps finanzielle Verbindungen nach Russland und sonstige Finanzen in der Untersuchung weitgehend ausgespart wurden. Mit anderen Worten das einzige, was wirklich aufschlussreich gewesen wäre.

    Magst Du das etwas ausführen? Was hättw daran inwiefern aufschlussreich gewesen sein können?

  • Respekt für jeden, der sich noch ernsthaft damit befasst. Ich selbst registriere nur noch die Überschriften, und interpretiere es dann als durchsichtiges Wahlkampfmanöver. Es ist die Geschichte von den Demokraten und dem Wolf. Heute Morgen titelt der Spiegel was von einem Fan-Brief an Putin. Die lassen keinen Zweifel, wo sie stehen.

    Das gute für die Dems ist dabei, dass sie mal wieder nicht inhaltlich überzeugen müssen, wenn alle Welt mit Russen-Connections beschäftigt ist. Trump hat für seine Fans China.


    Nicht, dass noch irgendwer mit Problemen wie der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten, dem Klimawandel oder gar Medicare um die Ecke kommt. Aber wem sag ich das? Die heiße Phase des Wahlkampfs hat jedenfalls begonnen.

  • Magst Du das etwas ausführen? Was hättw daran inwiefern aufschlussreich gewesen sein können?


    Um die Motive für Trumps Handlungen besser zu verstehen. Ich meine das Grundmotiv ist klar, Profit machen und den eigenen Narzissmus bedienen, aber spezifische Entscheidungen ließen sich besser nachvollziehen, wenn man die genaue finanzielle Anreizstruktur kennt.

  • Um die Motive für Trumps Handlungen besser zu verstehen. Ich meine das Grundmotiv ist klar, Profit machen und den eigenen Narzissmus bedienen, aber spezifische Entscheidungen ließen sich besser nachvollziehen, wenn man die genaue finanzielle Anreizstruktur kennt.

    Inwieweit rechtfertigen Profit-Orientierung und Narzissmus eine Untersuchung eines US-Präsidenten? Was soll der konkrete Anfangsverdacht sein? Die von Dir genannten Dinge scheinen mir keine Untersuchung zu rechtfertigen. Von welchen "spezfisichen Entscheidungen" redest Du denn?

  • Inwieweit rechtfertigen Profit-Orientierung und Narzissmus eine Untersuchung eines US-Präsidenten?


    Wieso rechtfertigen? Die Untersuchung bestand bereits, in dem Kontext kann man auch das Motiv untersuchen und laut Wyden ist man an der Stelle nicht sehr tief gegangen.


    Aber darum geht es mir gar nicht. Trump hat von Tag Eins an den inneren und äußeren Emoluments Clause verletzt, der Kongress hätte - mal abgesehen davon, dass es natürlich sanktioniert werden müsste - zu jedem Zeitpunkt eine Untersuchung der finanziellen Hintergründe und Geschäftsbeziehungen des Präsidenten im Zusammenhang mit seinen politischen Handlungen rechtfertigen können und durchführen müssen um seiner Kontrollfunktion gerecht zu werden. Dass Trump die Norm zur Offenlegung seiner finanziellen Zusammenhänge unterlaufen hat, kommt da als Anlass noch oben drauf. Und auf Kriminalität gibt es ja nun auch genug Hinweise, halt das weswegen die Staatsanwaltschaft in New York gegen die Trump Organization ermittelt.


    Von welchen "spezfisichen Entscheidungen" redest Du denn?


    Jede einzelne würde ich sagen.

  • Wemire

    Es ging ja um Russland. Wenn keine stichhaltigen, hinreichenden Nachweise gefunden werden, was das Verhalten Trumps angeht - was genau sollen dann Finanzen aufzeigen?


    Auf welche Aussagen von Wyden beziehst Du Dich? Seite?

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