Der Film Thread

  • Fargo war für mich damals auf dem Peak des Serienentertainment Hype und sicherlich gehörte die Serie den besseren - zumal nach einer Staffel das Ganze abgeschlossen ist und man den Plot nicht künstlich in die Länge zieht. Unter dem Aspekt Entertainment fand ich Fargo da (ähnlich wie du) ziemlich cool, habe aber nur die erste drei gesehen und fand davon die letzte nicht ganz so gut wie die erste und die zweite. Ähnlich ging es mir da mit True Detective, wobei ich da nur die erste Staffel richtig gut fand, die zweite schwächer, die dritte...naja.

    Jetzt, wo du es sagst: True Detective müsste ich auch noch irgendwann mal weiter schauen. Aber ja, es ist halt oft wie du sagst: nach hinten raus wird es manchmal öde aus diversen Gründen (eine eigentlich gute Idee ist irgendwann mal totgeritten, finanzielle Interessen treten in den Vordergrund usw).
    Staffel 5 von Fargo würde ich aber wirklich nochmal eine Chance geben.


    Ich hab ja bis 2020 oder so nur lineares Fernsehen bzw. Dokus aus Mediatheken genutzt, weswegen ich vieles tatsächlich nicht kenne (Game of Thrones z.B.) und deswegen gar nicht so genau weiß, was irgendwann mal gehyped wurde. Hat Vor- und Nachteile. ^^

  • True Detective - 1. Staffel 1+*

    Danach eher so Meh.


    Fargo - die zweite richtig Stark, die erste und vierte sehr gut. Die dritte überbewertet. Liegt vlt. daran, dass ich Ewan McGregor für einen Schauspieler auf Waschmittelwerbung-Niveau halte. Wohingegen diese Staffel aber eine wunderbare Schurkenrolle featured.


    Wir haben hier gerade MadMen rausgekramt. Die ist soweit (3. Staffel) stark.


    Ansonsten hat sich die grosse Streamungserienrevolution als endlos Dauerberieselung längst totgelaufen. 1000x "und DANN"-cliffhanger reichen halt nicht. Wie Wolle Em zurecht sagt - Geschichten brauchen numal ein geschlossenes Format.


    Edit - unerreicht auf jeder Ebene: The Wire.

  • Mad Men hat mir gefallen, vor allem, weil er die damaligen Zeit und Stimmung cool einfängt. Aber auch hier leidet der Plot mit zunehmender Zeit...

  • The Wire ist m.E. das filmische Equivalent zu Jello Biafras "Full Metal Jackoff". Im Kern die Dekonstruktion und Entlarvung des (urbanen) amerikanischen Traums.



    "The Wire ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die von 2002 bis 2008 in Baltimore (Maryland) gedreht wurde. Autor ist der ehemalige Polizeireporter David Simon, der schon die Vorlage zur Krimiserie Homicide schrieb. Gegenstand der Serie ist die Realität der postindustriellen US-amerikanischen Stadt und des Gemeinwesens. Dazu wird vor allem der Drogenhandel in Baltimore dargestellt, unter anderem aus der Sicht von Polizisten mit verschiedenen Diensträngen, Kriminellen, Drogensüchtigen, Lehrern, Politikern und Journalisten. [...]


    Die Serie zeichnet sich durch eine realistische Zeichnung der Figuren aus, deren Persönlichkeiten und Beziehungen untereinander über die gesamten Staffeln hinweg entwickelt werden. [...]


    Im deutschen Sprachraum wurde die Serie hoch gelobt. So wird sie bei Spiegel Online als „ein gesellschaftskritisches Meisterwerk von epischer Komplexität“ [48] beschrieben.

    Richard Kämmerlings schreibt in der FAZ: „Kein Roman hat mich so beschäftigt wie ‚The Wire‘ – das ist auch so zu verstehen: ‚The Wire‘ ist ein Roman. Einer der besten.“[49]. Für Die Zeit ist es 2007 „die beste Fernsehserie der Welt“[50]. Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnet die Serie als „Hochpolitisch, tragisch, kompromisslos, authentisch, einfühlsam und zutiefst beeindruckend“.[51]

    Im Oktober 2021 wählte die BBC The Wire auf Platz 1 der besten Fernsehserien des 21. Jahrhunderts.[52]"

    Quelle Wikipedia



  • Uh, sehr schön: feinen Dank! Ich habe nämlich aktuell nichts vernünftiges zu gucken und war enttäuscht, als ich sah, dass Werstreamtes sagt, dass MadMen nirgendwo kostenlos zu sehen ist.


    The Wire findet sich dann auch noch. Klingt vielversprechend.

  • The Wire findet sich dann auch noch. Klingt vielversprechend.


    Er sagt das K-Wort. In 2009...

  • Fargo war für mich damals auf dem Peak des Serienentertainment Hype und sicherlich gehörte die Serie den besseren - zumal nach einer Staffel das Ganze abgeschlossen ist und man den Plot nicht künstlich in die Länge zieht. Unter dem Aspekt Entertainment fand ich Fargo da (ähnlich wie du) ziemlich cool, habe aber nur die erste drei gesehen und fand davon die letzte nicht ganz so gut wie die erste und die zweite. Ähnlich ging es mir da mit True Detective, wobei ich da nur die erste Staffel richtig gut fand, die zweite schwächer, die dritte...naja.


    Einspruch! Der Serienhype hatte da erst begonnen. Der Peak war dein (und auch mein) eigener, weil seither so massenhaft produziert wird und man Qualität schwerer findet bzw. gar nicht sucht. Nagut, Ozymandias führt noch heute die Bestenliste an, insofern vielleicht doch ein Peak.

    Der Abstieg aufs Niveau linearer Ausstrahlungen erreicht gerade neue Tiefen, nachdem Werbung nun auch im Streaming-Business die Regel geworden ist. Auch South Park gibts werbefrei derzeit nur von der heimischen Zweitverwertung. ;)


    Fargo war gut, auch der Film mMn.

    Von True Detrctive hatte mir im vergangenen Jahr dann auch die 3 Staffel gegeben, hatte gar nicht mitbekommen, dass es die gab. War ok, aber nur der Tradition wegen durchgehalten. Die 4. hab ich dann abgebrochen, zu lahm, da hilft auch keine Starbesetzung.

    Anders bei der neusten Konserve aus der Dexter-Reihe mit Uma Thurman. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit der Tiefe der anderen beiden Serien, aber fast so gute Unterhaltung wie "Mörderpornos".


    Vince Gilligans neue Serie hab ich nach Weihnachten auch genossen. Da kehrt er ja in gewisser Weise sogar zu seinen Wurzeln bei Akte X zurück.


    Frohes Neues, ihr Penner!

  • Einspruch! Der Serienhype hatte da erst begonnen. Der Peak war dein (und auch mein) eigener, weil seither so massenhaft produziert wird und man Qualität schwerer findet bzw. gar nicht sucht.

    Hmm, vielleicht ist beides richtig. Meiner Einschätzung nach Begang das so mit "Lost", wo man eine AAA-Produktion und viel Marketing für eine neue Serie aufgezogen hatte. Kurz vorher gab es ja wie angemerkt "The Wire", was aber ja nicht allzu massentauglich war und auch "The Sopranos" wäre da als Ausnahme hervorzuheben. Nach Lost kamen dann hier und da ein paar Schätze wie Breaking Bad, Mad Men, Dexter und ab 2010 fing dann der ganze Kladderadatsch mit Game of Thrones. The Walking Dead, HBO und all dem an. Genau den Punkt empfand ich als Hype, weil da echt bereits viel rausgeschossen wurde, aber ja, du hast recht, in den letzten 10 Jahren ist es unmöglich geworden "alles" noch vernünftig zu begleiten. Wollte auch immer mal "The Boys" geguckt haben, aber mir fehlt da irgendwie die Zeit und ich merke gerade, dass mir zocken von Indigames oder dem ein oder anderen (meinetwegen auch ein paar jahre alten) AAA Titel mehr gibt.


    (Hollow Knight ist ein Träumchen)


  • Das ist irgendwie sehr gut.

    Hat schon Gründe, warum Gilligan bei Apple angeheuert hat. Da sitzt das Geld noch locker genug, dass die es wachen können und Künstler sich austoben dürfen. Die besten Sachen kommen m.M.n. derzeit von denen und Vince hat einfach einen Lauf seit BB.


    Ich finde Fallout hat aber mittlerweile auch Fahrt aufgenommen. Und um den Zirkelschluss von Fallout zu Apple zu machen: Die haben mit Silo ja auch eine Serie im Programm, die auch leicht Vaults heißen könnte und auch nicht ganz verkehrt ist.

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