Der Film Thread

  • Liebes Rudel, in Zeiten, in denen auf Streamingplattformen die meiste Zeit beim Trailer durchschauen verbraucht wird, braucht es einen Film Thread!


    Was müssen wir gesehen haben, welcher Film verdient mehr Aufmerksamkeit, welche Geschichte beschäftigt noch lange nach dem Abspann?


    Den Anfang mache ich gerne mit diesem Film von Darren Aronofsky aus dem Jahr 2006, den ich gerade zufällig wiederentdeckt habe.


    Die wundervolle Rachel Weisz zeigt Hugh Jackman und uns in zauberhaften Bildern wie leben geht.


  • Hiho liebe Cieast*innen,


    nach ein wenig Gegrübelt im Hinblick auf die Prämisse (wie lange konnte der Filminhalt beeindrucken/ beeinflussen?) habe ich mich wieder an den Film


    RASHOMON (Akira Kurosawa, 1950)


    erinnert.

    Wie alle alten Kurosawas etwas länger als es der heutige Medienkonsum vorlegt, aber mit einer interessanten Kernfrage, insbesondere in Zeiten von Gerichtsprozessen (Von NSU bis Stephan Balliet)...


    Gibt es eine objektive Wahrheit? Und kann man sie erfahren?


    Viel Spaß beim Gucken und Danke für den Threads!

  • Oh cool, ein Film-Thread. Sehr fein.


    Den letzten Streifen, den ich rewatcht habe, war Platoon. Als Kind fand ich den nicht so toll, aber ein halbes Leben später würde ich behaupten, einer der besten (Anti-)Kriegs-Filme, die gedreht wurden.


    Der letzte Titel aus dem Streaming-Angebot war Bon Jon Hoos Okja. Vergetarischer Aktivismus mal ganz anders und in Anbetracht der Tönnies-Geschichte auch halbwegs aktuell. Liebe vs. Fleisch-Industrie.

  • Oh cool, ein Film-Thread. Sehr fein.


    Den letzten Streifen, den ich rewatcht habe, war Platoon. Als Kind fand ich den nicht so toll, aber ein halbes Leben später würde ich behaupten, einer der besten (Anti-)Kriegs-Filme, die gedreht wurden.


    Der letzte Titel aus dem Streaming-Angebot war Bon Jon Hoos Okja. Vergetarischer Aktivismus mal ganz anders und in Anbetracht der Tönnies-Geschichte auch halbwegs aktuell. Liebe vs. Fleisch-Industrie.

    War bei mir auch so. Als Kind (oder Jugendlicher) war mir das Konzept des anti-Kriegsfilms noch gar nicht bekannt und platoon hinterließ einige Fragezeichen in meinem sonst von Rambo konditionierten Kopf. ... Ich kann mich auch erinnern, dass dann Full Metal Jacket ähnlich lange nachgewirkt hat.


    Okja ist schon lange auf meiner Liste. Den werde ich dann mal angehen. 👍

  • Deinen Film-Tip hab ich geschaut. ;)


    Ach, du Banause. Bei den Mayas ging es doch nie um den Untergang, sondern den Neuanfang eines Zykluses. 😉

    Ist das nicht bei allen Religionen eine Kernbotschaft, dass man sich seinem Schicksal ergeben und den Tod hinnehmen soll. Christen kommen dafür in den Himmel. Muslimischen Selbstmordattentäter verspricht man sogar ewige Jungfrauen. Es ist natürlich erfrischend und authentischer, wenn es dort weitergeht, wo es aufgehört hat.

    Sicher kein Zufall, dass wir Christi Geburt um die Wintersonnenwende feiern.


    Gewisse Parallelen lassen sich auch zur herrschenden Region des Finanzkapitalismus ziehen. Diese Religion hat auch einen alleinigen Geltungsanspruch.

  • Ja, kann man in viele Richtungen interpretieren. Das hat mir gut an dem Film gefallen. 😊

  • Ich hab nochmal “Burn after Reading“ geguckt. Beim ersten Schauen fand ich ihm damals nicht so gut, aber heute ist es meines Erachtens echt ein richtig kurzweiliger und lustiger Streifen. Oh, und John Malkovich ist einfach grandios.

    Der Cast hat ja schonmal vielversprechende Namen und ist im Netflix Abo enthalten.


    John Malkovich führt mich über den Drehbuchautor von Being John Malkovich zu Vergiss mein nicht, in dem Jim Carrey wohl eine seiner besten Rollen spielt. Eigentlich kein Geheimtipp, aber ich kannte den bis zum letzten Jahr gar nicht.

  • Irgendwie laufen genauso meine Netflix Abende: Die ersten 45min Trailer und dann - sollte ich noch nicht müde sein - irgendeinen Film, den ich in einem anderen Leben schonmal gesehen habe, um zu gucken wie er jetzt wirkt. 😅


    Apropos: hast du schon Promised Land gesehen, RobFord Redux ?

  • Das Problem mit den Trailern ist, die vermitteln meist einen völlig falschen Eindruck. Klar, dürfen sie ja nicht spoilern. Komplexe und anspruchsvolle Filme bekommt man sowieso nicht in ein paar Sekunden gequetscht. Mit Komödien und Action hingegen klappt das halbwegs.


    Bei Netflix guck ich eigentlich nur, ob sie das haben, was ich gerade sehen will. Zwischen dem ganzen Müll findet man sowieso nichts.


    Apropos: hast du schon Promised Land gesehen, RobFord Redux ?

    Ich bin gerade nicht sicher. Muss mal den Trailer schauen. ^^


    Edit ...

    Roy Definitiv nicht. Aber ich erinnere mich wieder, da war was im alten Forum. Nun muss ich entscheiden. Entweder Morgen Ohlis Tip, der ist verfügbar oder diesen.

  • Der Cast hat ja schonmal vielversprechende Namen und ist im Netflix Abo enthalten.


    John Malkovich führt mich über den Drehbuchautor von Being John Malkovich zu Vergiss mein nicht, in dem Jim Carrey wohl eine seiner besten Rollen spielt. Eigentlich kein Geheimtipp, aber ich kannte den bis zum letzten Jahr gar nicht.

    Der englische Titel ist auch klasse: The eternal sunshine of a spotless mind ;) auch ein toller Film! Falls der Film noch irgendwie unter Romantikkategoerie fallen sollte, dann vermutlich einer meiner Lieblingsfilme in der Sparte. Da finde ich übrigens auch “Hautnah“ (englisch “Closer“) klasse. Beziehungsgeflecht aus jeweils zwei Frauen und Männern, die irgendwie gar nicht zueinander passen wollen, aber auch nicht ohne den jeweils anderen können.

  • ein kleiner Kino Tipp von mir. es läuft ja zur zeit nicht viel an..

    Kamera, Farb- und BildGestaltung gefallen mir sehr gut. Von dem Regisseur habe ich den letzten Film gesehen und der war klasse.


    den kann man auch im Internet finden ...

  • Der englische Titel ist auch klasse: The eternal sunshine of a spotless mind ;) auch ein toller Film! Falls der Film noch irgendwie unter Romantikkategoerie fallen sollte, dann vermutlich einer meiner Lieblingsfilme in der Sparte. Da finde ich übrigens auch “Hautnah“ (englisch “Closer“) klasse. Beziehungsgeflecht aus jeweils zwei Frauen und Männern, die irgendwie gar nicht zueinander passen wollen, aber auch nicht ohne den jeweils anderen können.

    Die Liste wird immer länger. 8|

    Kennst du das Beziehungsdrama The Broken Circle? Der ist nicht so komplex, aber emotional kaum auszuhalten. Defintiv kein Film für das erste Date. Der Film lebt zu einem Großteil von seiner Musik.


    Mach in Ruhe. Burn after Reading macht auch Spaß. Wir sind ja noch ne Weile hier.

    Problem. Ich bin vergesslich, wie wir gesehen haben. Ich glaube, damals lag es an der Verfügbarkeit, weswegen ich es aufgeschoben habe und dann ... Der Trailer war jedenfalls verlockend.

  • Kennst du das Beziehungsdrama The Broken Circle? Der ist nicht so komplex, aber emotional kaum auszuhalten. Defintiv kein Film für das erste Date.

    Kenn ich nicht, ich schau mal, wo ich den finden kann - klingt interessant! Komplexität kann den Blick für's Wesentliche häufig verdecken und wirkt häufig zu gezwungen. Wo die Nolansche Erzählstruktur früher noch aufregend war muss ich jetzt sagen, dass mich dieses Gimmick zunehmend stört.


    Grundsätzlich kann ich übrigens wirklich die Filme von Michael Haneke empfehlen. Sind zwar Arthouse Movies, aber gerade “Liebe“ ist auch hinsichtlich Stefans Buchprojekt sehr empfehlenswert. Immer ein bisschen anstrengend und ecken an, solche Filme, aber sie machen was mit einem - das find ich immerzu besser, als schnödes 0815-Kino. So, jetzt will ich dich aber nicht weiter überfordern und geb dir erst mal Zeit ;)

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