#523 - Jürgen Todenhöfer

  • Ich habe es mir endlich zu Ende angehört es war einfach nur Folter diesen Mann zuzuhören, der nie klar antworten kann und jede Frage als Vorwurf empfindet und Tilo dafür angreift.


    Ich hab es auf Instagramm schon geschrieben. Todenhöfer redet sich um Kopf und Kragen und versteht Es nicht Einmal. Denn ER, Jürgen Todenhöfer, das Verhandlungsgenie, der Friedensbringer und Wohltäter einer im Grunde verdorbenen Nation ist unfehlbar immerhin kocht er für Flüchtlinge und geht mit Rentern in die Oper.


    Statt wirklich Tilo hier sein Parteiprogramm vorzustellen lenkt er ab und bezieht alles auf sich.


    Besonders beeindruckend fand ich seine Ehrlichkeit bezüglich seiner Bewunderung von De Gaulles Rede in Algerien.

    "Ich habe verstanden", keine Aussagen was das für Folgen hat, nur das Vereinahmen aller Positionen um den Konflikt und das Auftreten als der gütige Herrscher und Richter.

    Genau das ist Todenhöfers Traum selbst diese Lichtgestalt zu werden. Und wenn die Schweden in ihrer Universität das nicht anerkennen so soll es doch das deutsche Volk

  • Eine Parteigründung von Sarah Wagenknecht hätte sicher mehr Potenzial, sie ist rhetorisch geschickter, sie kann jemanden 2 Stunden ohne Komma und Punkt an die Wand nageln, mit gut eingänglichen und präzisen Argumenten (nicht mir moralisch überlegenem Geschwurbel).


    Ich überlege gerade wann Todenhöfer noch überzeugend rüber kam? Die letzten 20 Jahren reiste er noch viel durch Krisengebiete der Welt, Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Libyen, Türkei, IS-Kalifat - ich denke schon ihn treibt da der Wunsch nach einer besseren Welt.


    Aber er verlor schon länger Ausstrahlung und wirkte etwas selbstgerecht - vielleicht sollte er das Team auflösen und seine Zeit anders verbringen - vielleicht erfüllt ihn das mehr, denn so richtig glücklich wirkt er auch nicht.

  • Der Schmerz sitzt offenbar tief.


    Anscheinend ... wundert mich ein wenig, müsste er doch ein sehr hartes mediales Fell haben. Entweder wunden Punkt getroffen oder er war von Thilo enttäuscht weil er mehr Belobhudelung erwartet hätte?


    Er hat einen Hang mittlerweile alle möglichen Menschen persönlich herabzusetzen, da war er früher mal entspannter oder diplomatischer...










  • Na, ich werde mal reingucken, aber wir kennen ja alle das Prinzip des dreckige Wäsche waschen - da gab es enttäuschte Erwartungen auf beiden Seiten und dann holt man zum Gegenschlag aus (der dann wieder die ganze Spannbreite der menschlichen Emotionen ausmachen kann, von Wut bis zur Lüge).


    Will sagen, bei solchen Konflikten hat jede Seite ihre eigene Wahrheit - ich bin da skeptisch was die Wahrheitsfindung angeht.


    Bei uns in der amtlichen Endauszählung hat er keine einzige Stimme bekommen und selbst die abstrusesten Splitterparteien haben hunderte bis tausende.

  • Schilliplus


    Sehe ich ganz genau. Jesus Todenhöfer hat jetzt seine 5 min Fame vor der Bundestagswahl gehabt. Ich glaube viel von seinem Fame rührt auch daher, dass er "Ex-CDU" auf seiner Visitenkarte stehen hat und damit eine gewisse natürliche Anziehungskraft ausgeht.


    Ich habe die Doku nicht gesehen, sondern nur das lustige Jung & Naiv Interview. Darin ist seine Ideologie zur Genüge deutlich geworden. Damit soll man die Perspektiven der Beteiligten nicht kleinreden, wie sie in der Doku vorkommen. Aber Team Todenhöfer ist politisch irrelevant und dabei kann man es derzeit belassen und sich höchstens ein bisschen drüber lustig machen.


    Wäre es eine größere Bewegungen oder entsteht noch eine größere Bewegungen, dann kann man sich (wieder) eingehend mit Jesus Todenhöfer beschäftigen. Ansonsten reicht es aber, wenn man ihn jetzt nach der Wahl gepflegt ignoriert. Je weniger Aufmerksamkeit, umso besser.

  • Das sehe ich anders. Da werden strukturelle Probleme deutlich, die hier zwar niemanden überraschen werden, aber sicher nicht ignoriert werden sollten. Er ist eigentlich ein Lehrbeispiel für Seilschaften (der CDU) und die Charity-Ideologie. Da geht es weniger um ihn als Person, als mehr um die Ihalte und wir er auf Menschenfang geht. Dass er und seine Bewegung jetzt ausgerechnet dadurch erstarken sollen, dass man seinen Hintergrund anschaut, halte ich auch für abwegig.

  • Er ist eigentlich ein Lehrbeispiel für Seilschaften (der CDU) und die Charité-Ideologie.

    Magst du mir kurz erklären. was mit der Charite-Ideologie gemeint ist? Ich habe diesen Begriff noch nie gehört.


    Wenn man es als Lehrbeispiel für Seilschaften und Menschenfang geht, ja dann muss ich mir vielleicht doch nur die Doku reinziehen um das Phänomen Todenhöfer zu verstehen. Da hast du jetzt gerade gute Überzeugungsarbeit bei mir geleistet^^


    Ich gehe aber dennoch davon aus, dass Team Todenhöfer, also die Partei, mittelfristig weiter als Kleinstpartei rumdümpeln wird. Dennoch war ich ehrlich gesagt stark überrascht, dass er mit seiner Kleinstpartei mit Plakaten in jeder größeren Stadt bis hin zu Kleinstädten (zumindest da wo ich mich die letzten paar Wochen so rumgetrieben hab) präsent war. Gut, er war jahrelang bei Burda im Vorstand. Er weiß wie das Mediengeschäft funktioniert,leider.

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