#516 - "Deutsche Wohnen enteignen"

  • Okay, das überzeugt mich natürlich...


  • Okay, das überzeugt mich natürlich...





    Die Pflegerys im Lande sind erstaunlich cool, obwohl ausser Spesen Klatschen nix gewesen. Vielleicht haben wir da genügend in kirchliche Arbeitsverhältnisse gezwungen die Streik verbieten...

    Was soll's Pandemie is glei rum

  • Die sind so cool, dass sie reihenweise kündigen und der darauf folgende Mangel wird uns anderweitig erklärt. Wisst ihr was ein Teufelskreis ist? Mehr Stellen sind gut, wenn die alten schon nicht besetzt werden können. Aber der Import gut ausgebildetet Billiglöhner, die bereit sind sich hier ausbeuten zu lassen wird uns sicher retten. Wir können ja heutezutage (Spahn) keine Arbeitsschutzgesetze mehr beschließen, wegen sozialer Marktwirtschaft (Heil). Freiwillige Selbsterklärungen sind der Weg aus dem Dilemma.


    Soziale Marktwirschaft heißt nun also endgültig das Soziale dem Markt zu überlassen. Für die Frauen!

  • Wie auch immer "Wahlchaos in Berlin" halte ich dennoch für eine nervige Neigung der Medien zum Katastrophieren.


    Tatsächlich sehe ich darüberhinaus einen Zusammenhang mit diesem Wahlergebnis. Vom "Wahlchaos" zu sprechen ist bei manchen der bewusste oder unbewusste Versuch mit den Problemen bei der Wahl in Berlin den Volksentscheid zu diskreditieren.

  • der autor kommt zu den schluss das die linke wenig mit den volksentscheid zu tun hat.

    Das lese ich da aber nicht heraus. Die Linke hat immerhin aktiv über 30.000 Unterschriften dafür gesammelt (natürlich mit öffentlichkeitswirksamer Übergabe an die Initiative).


    Die linke Autorin kommt allerdings zu dem Schluss, dass der Volksentscheid unabhängig von der LINKEN erfolgreich war, weil er eine tatsächliche Grasswurzelbewegung und kein Geschöpf irgendwelcher "Ideologen" war, die den armen MieterInnen mit Hassparolen gegen Vermieter und grundloser Panik vor Verdrängug das Gehirn gewaschen und sie so zur Unterschrift genötigt hätten, so wie die Immolobby und ihre politische Vertreung in €dU, fdP, Afd und Teilen der Giffey-$PD das nach wie vor behaupten.

  • deine Auffassungsgabe ist eben sagen wie mal so Ausbau fähig. ich wette du hast nichtmal gelesen was er schreibt.

    Doch doch, Ich habe schon gelesen was SIE schreibt.


    Ich habe mich nur an der Formulierung gestört, die linke habe wenig mit dem Volksentscheid zu tun gehabt. Das steht in ihrem Artikel nämlich so nicht drin.


    Da steht nur drin, dass eine linke Bewegung von unten erfolgreicher war, als eine linke Partei die Teil der Regierungskoalition war.

  • Das lese ich da aber nicht heraus. Die Linke hat immerhin aktiv über 30.000 Unterschriften dafür gesammelt (natürlich mit öffentlichkeitswirksamer Übergabe an die Initiative).


    Die linke Autorin kommt allerdings zu dem Schluss, dass der Volksentscheid unabhängig von der LINKEN erfolgreich war, weil er eine tatsächliche Grasswurzelbewegung und kein Geschöpf irgendwelcher "Ideologen" war, die den armen MieterInnen mit Hassparolen gegen Vermieter und grundloser Panik vor Verdrängug das Gehirn gewaschen und sie so zur Unterschrift genötigt hätten, so wie die Immolobby und ihre politische Vertreung in €dU, fdP, Afd und Teilen der Giffey-$PD das nach wie vor behaupten.

    Hab jetzt nix darüber gelesen, aber vermute, dass die Leute, die geholfen haben, wahrscheinlich eh nur eine kleinere Gruppe engagierter Mitglieder von der Linken war, die wenig mit der Partei selbst zu tun haben oder einfach nur formal Mitglied sind und jetzt mal endlich was hatten, mit dem sich wirklich etwas ändern könnte als bloß mit Parteienpolitik und die daher motiviert waren.

  • ich bleibe bei meiner frage. warum hat die linke so wenig mit dem vorlkendscheid zu tun. wo doch die linke bewegung ein klares zeichen gesetzt hat

    Na weil sie...

    Teil der Regierungskoalition war.

    Was meinst Du was hier in der Lokalpresse und im Abgeordnetenhaus mit der sPD los gewesen wäre, wenn der linke Bausenator oder seine Vorgängerin sich aktiv in der Initiative beteiligt hätten?


    Der Tagesspiegel hätte da einen Artikel nach dem anderen rausgehauen, in dem das ganze SED-Nachfolgeprogramm mit Mauertoten und Stasi-Knast rauf und runter gespult worden wäre. Schön bebildert mit Stadbildern aus dem alten Ostberlin, wo es an jeder Fassade bröckelte und die meisten der heute bei den Investoren so begehrten Gründerzeit-Altbauten noch Bruchbuden waren, die mit Kohleöfen beheizt wurden. Auch der Realo-Flügel der Grünen hätte das überhaupt nicht gut gefunden.


    Eine Regierungspartei in einem Kapitalistischen Staat kann halt nicht plötzlich revolutionär werden.


    Dass heißt, sie könnte schon, aber nur wenn eine Mehrheit der Bevölkerung hinter ihr stünde. Und von einer solchen Stimmung ist die Besitzstandswahrungs- und Verlustangstrepublik Deutschland halt leider ungefähr hundert Jahre entfernt.

  • Der Volksentscheid hat gewonnen – und geht jetzt erst richtig los

    Eine deutliche Mehrheit hat in Berlin für die Vergesellschaftung gestimmt. Doch um die Umsetzung wird nun gerungen. Wie es weitergehen könnte.


    [*Ralf Hoffrogge, Historiker aus Berlin mit Forschungsschwerpunkt Geschichte der Arbeiterbewegung. Er ist seit Gründung aktiv bei der Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen.]

  • Normalerweise ist es ja eher so, dass die Promi-ÖkonomInnen das Denken der PolitikerInnen in die ideologischen Grenzen der "sozialen Marktwirtschaft" einzäunen.


    Aber in diesem Fall hat es ganz den Anschein, Herr Fratzscher habe sich seine "Argumente" direkt von den SpitzenpolitikerInnen der Berliner €dU, fdP und $PD vorsagen lassen.


    Jene Argumente sind im übrigen entweder (fast allesamt) Strohmänner, die am eigentlichen Thema, der Sicherung von ca. 240.000 Bestandsmietparteien vor Verdrängung im Dienst privater Kapitalerträge, komplett vorbei gehen, und statt dessen beklagen, dass davon ja keine einzige neue Wohnung gebaut werde (ach was?!), oder sie sind für einen Wissenschaftler erstaunlich nebulös und spekulativ auf irgendeine zukünftige Konsens-Lösung zwischen dem Milliardenschweren Druck der global investierenden privaten Investoren und einer - wie auch immer zu findenden - klugen Balance zwischen Regulierung und Anreizsstruktur gemünzt, die es seit Ende der siebziger Jahre so nie wieder gegeben hat (wenn überhaupt) - völlig egal, ob die $PD oder die €dU den Regierungschef stellte.


    Was für eine peinliche Ideologieproduktion.

  • Tilo

    Hat den Titel des Themas von „#516 - "Deutsche Wohnen enteignen"-Aktivist Michael Prütz“ zu „#516 - "Deutsche Wohnen enteignen"“ geändert.

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