POLITIKANALYSE #17 - Politikerdarsteller


  • Neue Folge der "Politikanalyse": Wolfgang M. Schmitt bespricht mit ideologiekritischem Blick die Politik von heute. Diesmal geht's um die Jung & Naiv Interviews mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und der neuen Co-Vorsitzenden der Linken, Susanne Hennig-Wellsow

  • studierende über 30 bekommen nicht einmal bafög

    Das stimmt so pauschal nicht.

    Ich will damit die Situation nicht gut heißen oder schönreden oder so. Bin/war davon selbst betroffen, daher weiß ich das nur zufällig und sollte dann doch mal jemand mitlesen den es betreffen könnte...

    1. Studierende im Bachelor bekommen noch schwerer BAföG ab 30. Master ist bis 35 bzw die größeren Hürden dann ab 35.

    2. Kann man auch noch mit über 30 BAföG bekommen. Man muss dann aber triftige Gründe für die "Verzögerung" des Studiums angeben. Denn es wird als Lebensabschnitt für das Studium die Zeit von ca.20 - 30 für den Bachelor und bis 35 für den Master angenommen. Das finde ich btw so für sich ein absolutes Unding, kommt aber soweit ich weiß von einer älteren "Neid-" bzw "böse/faule Schmarotzer-Debatte", nämlich den schlimmen die Staatskassen abziehenden Langzeit- und Dauerstudenten.

    Noch härter ist es btw wenn man nach Vollendung des 30ten Lebensjahres, also nach seinem 30ten Geburtstag erst ein Studium beginnt. Dann ist man fast schon generell vom BAföG ausgeschlossen. Einzige mir bekannte Ausnahme ist, wenn man anerkannte Hinderungsgründe geltend machen kann. Dazu zählt die nachweisliche Pflege eines pflegebedürftigen Angehörigen.


    Das dann an der Stelle auch direkt nen ernst gemeinter Rat an jeden, welcher mal die hauptpflegende Person für einen Pflegebedürftigen ist: Lasst es möglichst viele Leute wissen. Vor allem Ärzte des Pflegebedürftigen. Lasst euch in der Patientenakte namentlich als pflegende Person eintragen. Im aller besten Fall lasst ihr euch schon direkt schriftlich belegen, dass ihr die pflegende Person seit. Denn genau sowas braucht ihr am Ende, wenn ihr mit ner Behörde, ner Krankenkasse oder oder oder, wo ihr das am Ende belegen müsst danach mal zu tun bekommt und was in dem Zusammenhang wollt. Und glaubt mir, in dem Moment wo ihr euch um euren Angehörigen kümmert, habt ihr nicht im Kopf, dass 5 oder 10 Jahre später, wenn ihr dann nach dem Tod eures Angehörigen wieder anfangt euer eigenes Leben zu planen und zu gestalten, da dann nen möglichst offiziellen Beleg für braucht.


    Und/oder das Erlangen der Hochschulzugangsberechtigung über den Zweiten Bildungsweg.

    Egal welchen Grund oder welche Gründe man hat gilt aber immer, dass man zum dar- und belegen der Hinderungsgründe selbst, zusätzlich auch noch dar- und belegen muss, dass die Hinderungsgründe kausal hauptursächlich für den späten Eintritt sind und man nach Beendigung des Hinderungsgrunds bzw der Hinderungsgründe ohne Verzögerung direkt das Studium begonnen hat. Jegliche kleinere Verzögerung führt hier btw sonst dazu, dass die Hinderungsgründe nicht mehr als einzig kausal ursächlich anerkannt werden und schon wars das.


    Selbes Theater hat man auch wenn man bei der Krankenkasse als Student anerkannt werden will.

    Oben drauf kommt dann noch, nur weil die eine Stelle den Status und die Hinderungsgründe und den kausalen Zusammenhang anerkennt, bedeutet das nicht dass es auch die andere tut. Und der Umstand, dass eine Stelle es anerkennt hilft einem dann auch kein Stück da rechtlich ne Begründung drauf aufzubauen.

  • ich stelle hier nochmal eine aktuellere statistik rein, damit der zusammenhang mit der aussage von peter sich ggf. erschließt:

    Minusrekord BAföG-Statistik 2019 - Unter 12% aller Studierenden bekommen BAföG
    (http://www.bafoeg-rechner.de)
    "Vieles deutete schon darauf hin, nun ist es amtlich: Laut der heute veröffentlichten BAföG-Statistik 2019 sind die Gefördertenzahlen weiter zurück gegangen. 5,5% weniger Studierende als noch 2018 bekamen Förderung durch das BAföG. Besonders stark ging die Zahl der Teilgeförderten zurück."

    (ich bin da ggf. ein spezialfall, da ich mit 40 nochml angefangen habe zu studieren. da ich persönlich immer noch kompromittiert bin nehme ich mich da besser raus. aber was mt den 88% der studierenden die kein bafög beziehen los ist, fände ich ggf. eine interessante frage.)

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