Sports meets Politics

  • So, da im News-Aufreger Thread (zurecht) die Kontroverse um die SuperLeague aufkam, manchmal am Stammtisch auch Snooker diskutiert wird und es einige Interessenten gibt: Hier das Angebot, alles rund um Sport und das Politische Drumherum zu diskutieren.


    Ich nehm mir mal die Freiheit raus um kurz abzustecken, was für Sportarten ich persönlich mitverfolge. Seit ungefähr 1997 mit dem Duell Villeneuve vs. Schumacher verfolge ich die Formel 1. Mit der WM 1998 kam der Fußball dazu. Mein größte Zuneigung verdient jedoch die NBA, angefangen mit den Nowitzki-Jahren und damals, als auf dem DSF über in ca. einer Stunde Extended Highlights mit deutschem Kommentar gezeigt wurden. Seit gut drei Jahren kommt American Football (NFL) dazu, komplettiert durch mein neues Frühjahr-2020-Hobby: Baseball (MLB).

  • Danke für den Thread!


    Was mich am meisten nervt und triggert - und das ist keine Kritik an Dir, Ras; eher das Gegenteil - ist die Kontroverse, die der Thread-Titel schon impliziert. Wir hören Nationalhymnen zu Sportevents, kriegen Militärmaterial und -propaganda an den Latz geknallt bei Sportevents, erleben alle Fassetten der kapitalistischen Verwertung bei Sportevents.


    Und doch heißt es: Politik hat im Sport nichts zu suchen, sobald es unangenehm für des Status Quo wird.

  • Danke für den Thread!


    Was mich am meisten nervt und triggert - und das ist keine Kritik an Dir, Ras; eher das Gegenteil - ist die Kontroverse, die der Thread-Titel schon impliziert. Wir hören Nationalhymnen zu Sportevents, kriegen Militärmaterial und -propaganda an den Latz geknallt bei Sportevents, erleben alle Fassetten der kapitalistischen Verwertung bei Sportevents.


    Und doch heißt es: Politik hat im Sport nichts zu suchen, sobald es unangenehm für des Status Quo wird.

    Danke für die Kritik! Mir ist wirklich kein besserer Titel eingefallen und ich nehme gerne Vorschläge an. Ich hatte lange an ein schlichtes "Sport & Politik" gedacht, aber da fällt mir dann der Blog von Jens Weinreich ein, dem ich diesen Namen nicht klauen wollte. Heißt: Immer her mit euren guten Namensvorschlägen ;)

  • Danke für die Kritik! Mir ist wirklich kein besserer Titel eingefallen und ich nehme gerne Vorschläge an. Ich hatte lange an ein schlichtes "Sport & Politik" gedacht, aber da fällt mir dann der Blog von Jens Weinreich ein, dem ich diesen Namen nicht klauen wollte. Heißt: Immer her mit euren guten Namensvorschlägen ;)

    Oh sorry, dann hab ich mich jetzt doch missverständlich ausgedrückt. Es sollte ausdrücklich keine Kritik sein. :D Der Titel weist auf eine grundlegende Kontroverse hin, das mich extrem nervt, aber durchaus thematisiert gehört.

  • Ach, alles gut Roy

    Ich hab mich da jetzt nicht angefasst gefühlt! Selbst wenn es Kritik an meinem Post wäre, ist so ein Forum ja genau der Ort wo man sich - hinter einem gewissen Vorhang der Anonymität - damit auseinandersetzen kann.


    Die These "Politik hat im Sport nichts zu suchen" oder "Sport und Politik gehören getrennt" halte ich sowieso für eine der größten Hohlphrasen. Wenn man sich überlegt, dass nahezu sämtliche Bereiche des Lebens, sei es in Gesellschaft aber auch teils das Privatleben, von politischen Entscheidung mit beeinflusst wird, soll ausgerechnet der Sport ein politikfreier Raum sein? Dazu kommt dann auch, wo ist die Trennlinie zwischen Sport und Politik? Ist die Trennung nur physisch-räumlich angedacht, also Politik hat im Stadion nichts zu suchen, aber wirtschaftliche Entscheidungen stehen unter poliitischem Einfluss? Ich verstehe diese Phrase nicht. Jede oder jeder, der sie in dem Raum wirft, hat das gute Recht sich nicht über Politik zu informieren und Gedanken zu machen, aber auch dieser private Lebensbereich lässt sich schlecht von der Politik abkanzeln.

  • https://www.kicker.de/liverpoo…ch-gehoert-802815/artikel



    "Ich möchte mich bei allen Fans des FC Liverpool für die Störung entschuldigen, die ich in den vergangenen 48 Stunden verursacht habe", sagt der US-amerikanische Unternehmer. "Es versteht sich von selbst, sollte aber gesagt werden, dass das hervorgebrachte Projekt ohne den Rückhalt der Fans niemals Bestand haben würde. In diesen 48 Stunden habt ihr sehr deutlich gemacht, dass es keinen Bestand hat. Wir haben euch gehört. Ich habe euch gehört."

  • SpOn: Gescheiterte Super-League-Pläne - Alle gewinnen, der Fußball verliert


    MMn ein sehr treffender Kommentar, der die Situation rund um die SL gut zusammenfasst.


    Was Sport als "Konsumgut" grundsätzlich angeht, muss ich sagen, dass das immer mehr aus meinem Interesse schwindet. Ich schaue mir noch Werderspiele und ab und zu mal eine CL-Partie an (wenn Liverpool oder Barca spielen, weil ich den Stil einfach herrlich finde), sonst blicke ich eher nur noch auf die Ergebnisse. Den ganzen Kommerz, der mit dem Sport betrieben wird, nehme ich wahr, nehme aber nicht daran teil.


    Da mache ich lieber selbst Sport (wenn nur das Wetter nicht schon wieder das ganze bisherige Jahr so scheiße wäre...).

  • Was da gerade auf Schlacke abgeht, kann man auch niemandem mehr anbieten...

    Gerade so im Werder Fan Forum gelesen:

    "3 Leute haben berichtet, was sich in der Nacht abgespielt hat. Fährmann hat fast geweint und paar Ohrfeigen bekommen, dem Trainer und Harit wurde in die "Fresse geboxt". Zwei Autos von Uth und Mascarell sollen komplett demoliert sein. Serdar ist mit einem Sicherheitsdienst geflohen und wurde dann von einem "Libanesischen Clan" gejagt."


    Andererseits... Warum soll es den BL-Profis anders ergehen, als die Zustände in den untersten Spielklassen seit Jahren.

  • In Bezug auf den Fußball teile ich das Empfinden. Die Aushöhlung des Fußballs durch Investments von Konzernen und Supermäzenen, gepaart mit ihrer völligen Ignoranz der regional und historisch verwurzelten Fußball- und Fankultur, seine Vermarktung als reines Konsumprodukt für die Lower Class in Europa und als Streaming- und Eventangebot für Amerika und Asien und die summa sumarum immer größere Spreizung zwischen Topklubs und Rest der Liga, hat mich auch sehr entfremden lassen.


    Im Bohndesliga International hat Tobi Escher ja den entscheidenden Punkt gemacht, warum manche Klubs wie PSG und Bayern als die Good Guys dastehen. PSG und seine Verbindungen nach Katar einerseits durch die internationale Vermarktung durch BeIn Sports und die Ausrichtung der WM 2022 in Katar (die ich nicht gucken werde) haben bei den Parisern die Füße stehen lassen.


    Mein Hot Take ist, dass Bayern ebenfalls aufgrund seiner Verbindungen nach Katar aka Sponsoring von Qatar Airways der Super auf Sicht gefahren ist und abgewartet hat, bevor man sich positioniert. Ich finde die erste Stellungnahme von Rummenigge von vorgestern (!) bevor der SuperLeague-Putsch gescheitert ist, ist sehr bezeichnend. Denn in dieser begründet Rummenigge seine Absage an die SuperLeague nur damit, dass er nicht sieht, wie die SuperLeague diese Klubs finanziell sanieren kann. Die Idee einer SuperLeague aus Sports- und Wettbewerbsgründen gab es nicht. Der Umschwenk erfolgte erst gester, als die Stoßrichtung des Putsches klar war, wie Peter Ahrens in seinem Kommtar schrieb. Zudem ist durch die Football Leaks bereits bekannt, dass auch der FC Bayern vor CoronaInteresse an einer Abspaltung der großen Klubs in einer Superliga hatte.

  • Die Bayern sind einfach nicht so risikobereit wie andere europäische Vereine, das mag zu einem gewissen Teil auch der Vereinsstruktur geschuldet sein. Teil der milliardenschweren reinen Vermarktungsindustrie sind sie natürlich trotzdem und so wenig wie FIFA/UEFA auf der Seite der Fans, das ist klar.


    Wäre das Ding halbwegs geräuscharm durchgegangen, wären die Bayern selbstverständlich Teil der SL.

  • Der FCB hatte wohl auch aus finanzieller Sicht nicht das Bedürfnis oder sagen wir Not, sich aus diesen Beweggründen an einer SuperLeague zu beteiligen. Soweit ich weiß, schreiben die Bayern keine roten Zahlen, sondern sind komplett schuldenfrei und haben Rücklagen. Man könnte auch behaupten, dass sie sich dank ihrer bayrisch-strukturkonservativen Haltung vor dieser Jauchegrube gerettet haben.

  • Natürlich hätten sie das Bedürfnis bzw. die Not, dort mitzumachen.

    Wenn alle großen europäischen Vereine in eine Superleague auswandern, spielt Bayern garantiert nicht weiter mit Roter Stern Belgrad und Panathinaikos Athen in der Rest-CL um die goldene Ananas. Dort brechen dann nämlich die TV-Gelder ein und dann ist es auch für die Bayern mit der wirtschaftlichen Solidität sehr schnell nicht mehr so weit her. Wenn da nicht jedes Jahr reichlich Millionen aus den internationalen Töpfen fließen, ist der Zauber der schwäbischen bayerischen Hausfrau auch ganz schnell vorbei.

    Sie haben einfach abgewartet und geschaut, wohin das Schiff segelt. Es ist die Klippe heruntergesegelt und so hat man sich als aufrechter Kämpfer für den kleinen Mann auf der Süd (oder was auch immer da die Ultratribüne ist) präsentieren können. Mehr als ein gelungener PR-Stunt ist das nicht.

  • ist halt immer die Frage was die Fans wollen:


    Man kann weiter an "veralten" Strukturen ( z.B.. e.V.) festhalten und dann muss ich als Fans auch den Preis dafür zahlen nur noch 2. Liga zu spielen oder drunter.


    Mir wundert es eigentlich nicht, dass grade englische Fussballmannschaften eine SL wollen, die haben einfach jetzt schon eine Riesenmarkt ein Asien; davon träumt FC B nachts davon^^.



    Was ein Unterschied zwischen einen Mäzen und Investor ist lernt momentan 59+1 auf die ganz harte Tour.

  • Was da gerade auf Schlacke abgeht, kann man auch niemandem mehr anbieten...

    Gerade so im Werder Fan Forum gelesen:

    "3 Leute haben berichtet, was sich in der Nacht abgespielt hat. Fährmann hat fast geweint und paar Ohrfeigen bekommen, dem Trainer und Harit wurde in die "Fresse geboxt". Zwei Autos von Uth und Mascarell sollen komplett demoliert sein. Serdar ist mit einem Sicherheitsdienst geflohen und wurde dann von einem "Libanesischen Clan" gejagt."


    Andererseits... Warum soll es den BL-Profis anders ergehen, als die Zustände in den untersten Spielklassen seit Jahren.


  • https://www.kicker.de/melkkuh-…ie-glazers-803869/artikel



    Die Übernahme hat ManUnited 1,5 Milliarden Pfund gekostet

    Bei Stadtnachbar Manchester City buttert Scheich Mansour so viel Geld wie nur möglich in den Verein (wenn auch aus nicht weniger fragwürdigen Gründen), bei United ziehen die Glazers hingegen so viel wie möglich ab. Schätzungen zufolge hat die Übernahme den englischen Rekordmeister inzwischen über eine Milliarde Pfund gekostet. Laut "The Athletic" sind es gar 1,5 Millarden, die sich aus Zinszahlungen, Schulden und Dividenden zusammensetzen.

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