• Das kommt komplizierterweise noch dazu...


    Da hat man der Ukraine wieder soviel versprochen das sie glauben sie hätten Freunde im Westen, dabei sind es doch wieder nur leere Worthülsen. Nicht mal NATO oder EU ist nach letzten Äußerungen in Sichtweite...


    Und wir sind an ihrer Lage nicht unschuldig, wir haben die Regierung polarisiert und gesagt entweder wir oder Russland als Partner, dummerweise sagten sie "ihr" - im Sinne der Ukraine hätten sie bestenfalls beide als Partner behalten.

  • Das kommt komplizierterweise noch dazu...


    Da hat man der Ukraine wieder soviel versprochen das sie glauben sie hätten Freunde im Westen, dabei sind es doch wieder nur leere Worthülsen. Nicht mal NATO oder EU ist nach letzten Äußerungen in Sichtweite...


    Und wir sind an ihrer Lage nicht unschuldig, wir haben die Regierung polarisiert und gesagt entweder wir oder Russland als Partner, dummerweise sagten sie "ihr" - im Sinne der Ukraine hätten sie bestenfalls beide als Partner behalten.

    Aaron Maté von der Greyzone meinte neulich, dass Janokovitch gar nicht so anti westlich eingestellt war, wie immer behauptet wurde. Er war nur nicht anti russisch genug.

  • Die Ukraine, ein eher armes Land, große Teile der Bevölkerung leben in Armut und brauchen eigentlich schon länger dringend Hilfe...aber besser erstmal (wieder) Geld raushauen für Militär und Atomwaffen:

    Ukrainischer Botschafter droht mit atomarer Aufrüstung

    Aus Sorge vor militärischen Schritten Russlands drängt die Ukraine auf eine Aufnahme in die Nato. Ansonsten müsse das Land laut einem Diplomaten selbst für die eigene Sicherheit sorgen – notfalls mit Nuklearwaffen.

    Die Ukraine erwägt den Aufbau eines Atomwaffenarsenals, sollte das Land nicht Mitglied des Verteidigungsbündnisses Nato werden. »Entweder sind wir Teil eines Bündnisses wie der Nato und tragen auch dazu bei, dass dieses Europa stärker wird, (...) oder wir haben eine einzige Option, dann selbst aufzurüsten«, sagte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk...

    1994 hatte das Land den Verzicht auf das auf ukrainischem Territorium lagernde drittgrößte Atomwaffenarsenal der Welt aus sowjetischen Zeiten erklärt. ...

  • Wenn Klitschko sich schon als Bürgermeister anbietet, dann muss das lukrativ sein : ) 20 Mio Dollar Korruption pro Jahr stehen im Raum, da muss ein normaler Ukrainer auch mal den Gürtel enger schnallen. Wenn man der Ukraine jetzt noch neue Kampfjets aufquatscht, dann braucht der normale Ukrainer nicht mal mehr einen Gürtel, dann hat man ihn komplett ausgezogen.


    Nukes/Nato ... oder man versucht es mit vertrauenswürdiger Diplomatie, es ist unglaublich was man da für komplexe Probleme beseitigen kann (Wiedervereinigung).


    Meine Güte, wurde die Ukraine vom Westen über den Tisch gezogen und durch die Dornenhecke geworfen, da muss man sich ja schon schämen...

  • Aber war beabsichtigt die Ukraine in die jetzige Situation zu bringen, oder hat man in der EU die Lage falsch eingeschätzt? Also die EU wollte ja unbedingt das Assozierungsabkommen. Und so wie ich das aufgefasst habe, durchaus aus wirtschatlichem Interesse und nicht irgendwie als Vehikel für Nato Belange.


    Aus diesem Winkel habe ich auch die Solidaritätsbekundungen der EU-Politiker mit Maidan Demonstranten gesehen. Eher als Zustimmung zur Kritik am Kurs von Janukovitch, denn als Unterstützung zu einem Regiemchange. Den Regierungswechsel selbst haben dann ja eher die USA forciert, oder? Stichwort „Fuck the EU”.


    Also was waren die Interessen der EU, der Ukraine, Russlands und der USA vor dem Maidan/der Ablehnung des Assozierungsabkommens?

    Wer hat seine Interessen bekommen, wer nicht und warum/warum nicht (waren die Interessen unrealistisch oder waren die Versuche sie Umzusetzen schlecht).


    Was waren die Interessen der genannten Parteien nach Anfang der Maidan-Proteste. Wieder, wer hat seine Interessen durchgesetzt, wer nicht und warum?


    Die gleichen drei Fragen kann man auch noch einmal zur heutigen Situation stellen.



    Bezüglich USA ist das, denke ich, relativ leicht zu beantworten. Die wollen die Ukraine über kurz oder lang in der Nato denke ich, für Militärbasen dort, und für mehr Einfluss auf der Welt.

    Die EU möchte, denke ich, gerne Freihandel mit der Ukraine, für billige Migrationsarbeitskräfte einerseits, andererseits um mehr Produktion kostengünstig und ohne Zölle in weitere Niedriglohnländer auslagern zu können.


    Die Sache ist, wir haben jetzt zwar das Assozierungsabkommen, aber nutzen tut das eher weniger (oder?), weil in der Ukraine Krieg ist.

  • Die Ukraine ist in einer ähnlichen Situation wie Polen, sie hatten auf beiden Seiten militärische Blöcke und sie konnten nicht viel machen, sie gehörten zu keinem dazu und wurden von beiden Seiten angegriffen/einverleibt.


    Wenn West und Ost an einem Land zerren, wie Vietnam/Korea, dann wird es zerrissen und geteilt. Das war absehbar und man hat bewusst den diplomatischen Weg ignoriert, entweder aufgrund von unendlicher Dummheit oder Größenwahn.


    Der Westen weiß wie korrupt das Land ist, es müsste sich ähnlich wie Türkei quasi komplett ändern um in die die EU zu kommen und das wird weder kurz noch mittelfristig passieren. Die Ukraine ist am Rand der Selbsterniedrigung dem Westen gegenüber und absoluter Selbstüberschätzung Russland gegenüber - das nimmt so kein gutes Ende (das darf nicht sein so!).


    Aus Sicht des geteilten Deutschlands könnte man sagen manchmal reicht es wenn man einfach die größte Katastrophe verhindert, den Krieg. Einfach im friedlichen Dialog bleiben, mit der Zeit ändern sich Dinge.

  • Als hätten man bei uns ein Problem mit Korruption, die müssen halt nur in legalisierte verschleiernde Strukturen überführt werden. Danach nennt man sie dann Wirtschaftskompetenz.


    Der Fall Ukraine ist so erschütternd, weil er deutlich macht, dass transatlantische Netzwerke den innereuropäischen Politikbetrieb inzwischen vollständig eingenommen haben.

    Insofern kommt neben Dummheit oder Größenwahn noch Gleichgültigkeit gegenüber europäischen Interessen hinzu.

    Hier profitiert niemand von der Eskalation, außer ein paar Waffenschmieden und Lobbyisten. Es ist ein Drama. Die Krim-Situation und der ukrainische Bürgerkrieg darf sich die europäische Politikelite daher ans Revers heften. Ein ähnliches Versagen, wie beim Pandemie-Management.

    Gemeinsame Visionen zum Anpacken sucht man vergeblich. Deutschland baut NS2 gegen den Widerstand Polens und das zieht AKWs hoch, die bei einem GAU den Nachbarn verseuchen, so wie damals die Franzosen. Aber das ist eine andere Geschichte.

  • Aber war beabsichtigt die Ukraine in die jetzige Situation zu bringen, oder hat man in der EU die Lage falsch eingeschätzt?

    Vom Ergebnis her betrachtet muss man mindestens konstatieren, dass die jetzige Situation höchst fahrlässig in Kauf genommen wurde. Allein das reicht aber schon um dem Westen in Sachen der immer wieder selbst proklamierten friedens- und werteorientierten Aussenpolitik die schlechteste aller Schulnoten für "diese Hausaufgabe" zukommen zu lassen. Sie haben aus welchen spezifischen Gründen auch immer die Gefahr von "KriegInEuropa" so intensiv heraufbeschworen, wie sie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr für möglich gehalten wurde. Es hätte andere Wege geben müssen und es gab mehr als reichlich fachkundige Vorhersagen, dass die jetzige Situation das Ergebnis sein würde, wenn man so weitermachte und das vorrangigste Opfer im Prozess die Ukraine selbst sein würde. Beim Westen muss man die Interessenslagen auch nochmal zwischen den Blöcken unterscheiden, die davon nicht tangiert werden und lustig Poker spielen (FuckTheEU) und denen, die direkt betroffen sind (EU). Den letzteren wird umso mehr Versagen zuteil, aber da ziehen eben genau die Prozesse an, die RobFord Redux mit " transatlantische Netzwerke" beschreibt und die dann in selbstgewählter Handlungsunfähigkeit/-unwillen enden.


    Das ist die freundliche und relativ wertfreie Darstellung.


    Aus meiner persönlichen werteorientierten VT-Sicht war das natürlich alles Absicht :). Um bei der EU und besonders DE zu bleiben - angefangen von irgendwelchen umherhüpfenden Politkern vor/auf/kurz nach dem Maidan 2013/14/15 von Westerwelle über Steinmeier bis Gauck über Uschis OSZE-Militärbeobachter die alles, nur nicht OSZE waren bis hin zur stillschweigenden Inkaufnahme der Neubewaffnung der Ukraine (Javelin Theater) kannst du an diesem Prozess ablesen, dass es vor allem um eines und immer wieder eines ging: Geopolitik zugunsten der NATO und zuungunsten RUs. Und das es vor allem um eines nicht ging: Um das Anliegen der Ukrainer selbst. Und wenn man den ganzen Aufwand & Bereitschaft betrachtet, der betrieben wurde, nur um medial Zwietracht zu säen und sämtliche Restspuren von Analyse&Verständnis zu vernichten und der dermassen durchschlagend von Erfolg gekrönt war, dass der MSM mit Bezug auf RU eigentlich nur noch mit dem Terminus "HateMedia" zutreffend beschrieben werden kann, dann hört bei mir einfach die Bereitschaft auf, das irgendwie mit Fehler/Fehleinschätzung oder sonstwie als Versehen zu relativieren.

  • Den letzteren wird umso mehr Versagen zuteil, aber da ziehen eben genau die Prozesse an, die RobFord Redux mit " transatlantische Netzwerke" beschreibt und die dann in selbstgewählter Handlungsunfähigkeit/-unwillen enden.

    Zitat
    "Es geht nicht um eine böswillige Verschwörung", glaubt der Jurist. Er sehe eher die "Banalität des Bösen" am Werk, zitierte Melzer Hannah Arendt.

    via blog.fefe.de

  • Das wir ihr dümmster Fehler, ihr beachtliches Atomwaffen Arsenal für Geld aufzugeben.

    Mit dem Arsenal wäre sämtliche Geschichte dazu ganz anders verlaufen. Genauso, wenn die Russen den zugesagten Verzicht auf die NATO-Mitgliedschaft aller in die Freiheit entlassenen ExSowjet-Staaten einfach nur schriftlich fixiert hätte.

  • GI Grün:


    Liebe Freunde in der Ukraine...


    ... als wäre das nicht genug des Leids, schickt der Kreml ein mäch­ti­ges Heer an Eure Grenzen, tak­ti­sche Atom­waf­fen inbe­grif­fen. Dazu ein furcht­erre­gen­der Auf­marsch vor den Küsten der Ukraine.




    Don`t poke the bear, it`s a risk to life.

  • jetzt sei doch mal nicht so zynisch Schilliplus !


    Die armen Leute in der Ukraine fühlen sich bestimmt ganz doll gesehen und empowered, wenn die Marie-Luise ihnen solche netten twitter-Grüße schickt. Die freuen sich bestimmt darüber, dass die Marie-Luise in Deutschland so empathisch und verständnisvoll an sie denkt, während ihr Land zwischen korrupten Oligarchen, durchgeknallten Russlandfans, ukrainischen Neonazis, duckmäuserischen EU-Diplomaten, der CIA, dem Virus, und Fürst Vlad im Kreml an der NATO-Ostfront zerrieben, und als Propagandabrennholz verheizt wird.


    Ist ja nicht so, als hätte Marie-Luise irgendwas damit zu tun gehabt, dass man es im berliner Herzen der EU wichtiger fand, die Ukraine gegen den ewigen Russen in Stellung zu bringen, als ihrer Bevölkerung eine neutrale Position zwischen den Blöcken zu gönnen.


    Aber warme Worte sind immer noch besser als gar keine Heizung!

  • Baron von Marschall, der Atlantikbrückenkopf beim Tagesspiegel, erklärt den Sieg der feinfühligen westlichen Diplomatie über die grobe russiche Kriegstreiberei. Inklusive historischem Vergleich aus dem kalten Krieg.

    Putins lässt russische Truppen abziehen - Ein Sieg der Zivilität wie einst bei der Luftbrücke

    Der Abbruch des Aufmarschs gegen die Ukraine ist ein Erfolg westlicher Entschlossenheit. Der nächste Test kommt spätestens, wenn Merkel abtritt. Ein Kommentar.


    [...] Niemand im Westen drohte ernsthaft, die Ukraine militärisch zu verteidigen. Sie gehört auch nicht zum Nato-Gebiet. Unter Bündnispartnern wäre das Eintreten füreinander, also die kollektive Verteidigung, zwingend. Aber auch die nicht-militärischen Mittel reichten offenbar, um Putin zum Einlenken zu bewegen.

    Das erinnert an den Erfolg der Berliner Luftbrücke. Als die Sowjets die Versorgungskorridore in den Westteil der Stadt absperrten, ließen sich Amerikaner, Briten und Franzosen auch nicht auf einen militärischen Showdown ein. Sie zeigten, dass sie dem sowjetischen Erpressungsversuch mit Panzern eine nicht-kriegerische Antwort entgegensetzen können: die Versorgung der Stadt über die Luftbrücke. Entschlossenheit und wohlbedachte Nutzung des eigenen Potenzials verhinderten den Krieg – und brachten am Ende den Erfolg.[...]



    War is Peace.

    Ignorance is strength.

    Russland hat die Ukraine umzingelt.


    https://mronline.org/wp-content/uploads/2019/01/The-enlargement-of-NATO-1949-2018_cropped_3x2.png

  • <<HateMedia>>, eingeklemmt zwischen Blattlinie, Ideologie und der so weit fortgeschrittenen Russophobie im deutschen MSM, dass jeglicher "objektiver" Standpunkt sich schon aus Reputationsgründen verbietet.


    8) Ist somit in etwa vergleichbar mit der Situation in der DDR. Krude, und irgendwie kindlich naive, fast bockige Erklärmuster wie das Umdeuten des eigenen Misserfolgs in einen Erfolg gegen den kapitalistischen russischen Erzfeind und nebenbei "auf Teufel komm raus" die eigene systemische Überlegenheit demonstrieren und sei das alles noch so verbogen und weit hergeholt - es muss getan werden denn es gilt, angesichts einer immer weiter entgleitenden Realität, die eigenen Reihen fest zu schliessen.


    Wie weit mittlerweile das NarrativDelta im eigenen Wertekosmos auseinandergehen kann, zeigt bspw. dieser sehr lesenswerte Artikel des Carnegie-Centers Moscow über die Situation:

    ;) Aber hey, was wissen diese unbedarften Amis in Moskau schon... von den Zwängen und Reputationsconstraints des MSM im medialen deutschen Subkosmos...

  • Na immerhin ist Putin - jedenfalls nach momentaner Lesart (man weiß es ja immer nicht so genau, welche Variante gerade gilt) - dann doch gar nicht so gefährlich und verrückt, dass man ihm, Bomberstützpunkte, Schiffe mit cruise missiles, Raketen"Abwehr"Systeme und ähnliches hochwertiges Militärgerät aus westlicher Produktion überall vor die Haustür planzen muss.


    Aber man macht es natürlich trotzdem - der Typ ist schliesslich ein mit allen Wassern gewaschener, größenwahnsinniger Lügenbold, der beim kleinsten Wimpernzucken des wachsamen Auges der westlichen Wertegemeinschaft in Warschau, Riga und Kiew einmarschieren würde.

  • Biden and Harris decline Ukraine’s invite to Crimea Summit


    Mit anderen Worten, da wird die Ukraine gerade fallen gelassen - no 1 cares in the US. Like it was in Georgia before, US tell them "bite Russia, in the end we will fight with you", after they loosing the conflict US said "Sorry, we can`t remember we said something like this : )" - "It`s better when we date other people and take a break, please you don´t call us, we call you ... *smile*"

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