In der aus irgendeinem Grund Großbritannien wieder in die EU eingetreten ist. Was für ein Horror.
Das ist nur halb so schräg wie diese obskure chinesische Flagge...
In der aus irgendeinem Grund Großbritannien wieder in die EU eingetreten ist. Was für ein Horror.
Das ist nur halb so schräg wie diese obskure chinesische Flagge...
Ah, ich hatte mich schon gefragt. Vermutlich mit der Republik China unter der Kuomintang verwechselt. Das hier waren die Vorgänger. Soll wohl heißen Taiwan hat den Krieg gewonnen. Für die Polen hat das niederländische Mädel aber kein Herz, dabei hat doch Morawiecki Medwedew inspiriert.
Sie hat übrigens ein schönes Beispiel für eine europäische Rezeption von Russland in ihrem Banner:
Aus "Jenseits von Gut und Böse":
http://www.nietzschesource.org/texts/eKGWB/JGB
Zitat[...] aber am allerstärksten und erstaunlichsten in jenem ungeheuren Zwischenreiche, wo Europa gleichsam nach Asien zurückfliesst, in Russland. Da ist die Kraft zu wollen seit langem zurückgelegt und aufgespeichert, da wartet der Wille — ungewiss, ob als Wille der Verneinung oder der Bejahung — in bedrohlicher Weise darauf, ausgelöst zu werden, um den Physikern von heute ihr Leibwort abzuborgen. Es dürften nicht nur indische Kriege und Verwicklungen in Asien dazu nöthig sein, damit Europa von seiner grössten Gefahr entlastet werde, sondern innere Umstürze, die Zersprengung des Reichs in kleine Körper und vor Allem die Einführung des parlamentarischen Blödsinns, hinzugerechnet die Verpflichtung für Jedermann, zum Frühstück seine Zeitung zu lesen. Ich sage dies nicht als Wünschender: mir würde das Entgegengesetzte eher nach dem Herzen sein, — ich meine eine solche Zunahme der Bedrohlichkeit Russlands, dass Europa sich entschliessen müsste, gleichermaassen bedrohlich zu werden, nämlich Einen Willen zu bekommen, durch das Mittel einer neuen über Europa herrschenden Kaste, einen langen furchtbaren eigenen Willen, der sich über Jahrtausende hin Ziele setzen könnte: — damit endlich die langgesponnene Komödie seiner Kleinstaaterei und ebenso seine dynastische wie demokratische Vielwollerei zu einem Abschluss käme. Die Zeit für kleine Politik ist vorbei: schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf um die Erd-Herrschaft, — den Zwang zur grossen Politik.
Juhu! Die russländische Bedrohung hilft uns endlich den parlamentarischen Blödsinn sein zu lassen und die demokratische Vielwollerei abzuschaffen.
Man muss sagen irgendwann um die Zeit herum übernahm der Wahnsinn : )
„Vorausgesetzt, dass die Wahrheit ein Weib ist –, wie? Ist der Verdacht nicht gegründet, dass alle Philosophen, sofern sie Dogmatiker waren, sich schlecht auf Weiber verstanden?“
https://www.reuters.com/world/…ssian-weapons-2023-04-14/
ZitatIn "the weapons recovered from the battlefield we continue to find different electronics," said Vladyslav Vlasiuk, who advises the president's chief of staff on sanctions policy.
"The trend is now that there is less Western-made components but more – not hard (to) guess which country – made components. Of course, China," he said via a video call.
ZitatIntelligence gathered by Ukrainian experts from the battlefield and shared with Reuters stated that Chinese-made components were found in a navigation system in Orlan aerial drones that had previously used a Swiss system.
The experts also reported finding Chinese parts in the fire control system in Russian tanks that had earlier used French-made parts.
Reuters could not independently verify the intelligence, including whether the components mentioned may have been intended for non-military use or whether they were moved to Russia by a third party.
Mich wundert, dass das Zeug nicht schon vorher aus China kam. - Gut ich nehme an, "less" / "more" heißt der Anteil hat zugenommen.
Reuters könnte soooviel über Kiev berichten, soooviele Fragen stellen, aber sie kommen nur mit der PR-Steilvorlage : )
Weitere pessimistische Einschätzung:
https://www.bloomberg.com/news…spite-weapons-from-allies
ZitatSome of Ukraine’s European allies are increasingly skeptical its military will be able to make a decisive breakthrough this year because Russia’s defenses have had time to dig in ahead of the looming offensive.
The mood among Western officials marks a sharp departure from late last year, when Kyiv surprised its allies - as well as Russia - with a pair of successful counteroffensives that recaptured large swathes of occupied land.
Wird schon 2024 als Jahr für den großen Wurf ins Spiel gebracht:
ZitatWhile a Ukrainian drive toward the city of Melitopol in the south, aimed at splitting Russian forces is widely expected, some European officials are now skeptical that can be achieved this year.
Instead, a more realistic target is now seen as a 30 km (20 mile) or so advance that would put Ukraine’s most capable artillery within range of Russian supply lines and create conditions for a deeper push in 2024, one of the officials said. Allies need to work now to enhance their production capacity and the support that will be needed to sustain those efforts, the official added.
Even a less ambitious push would likely cost thousands of lives and large quantities of ammunition and equipment because of Russia’s layered defenses of minefields, ditches and concrete anti-tank pyramids that have been built over the winter.
Wie gesagt Vorhersagen einer Verschiebung:
ZitatUkraine’s offensive is expected to begin by mid-May [...]
Ukrainian analysts expect a later start, as new troops and equipment are integrated to enable what they believe could be the best and possibly last chance of defeating the Russian invasion. The actual timing and direction of the offensive are closely held secrets.
Aber Mitte Mai ist auch schon deutlich hinter den nächsten Wochen, die Blinken vor kurzem behauptet hat.
ZitatThe documents say Ukraine’s chances are not great, “but at the same time Austin is saying they have given us everything we need,” said Mykola Bielieskov, research fellow at the National Institute for Strategic Studies, a Ukraine government think tank. That discrepancy “leads us to some rather unpleasant conclusions.”
Das kann man wohl sagen.
Freilich überzogene Vorstellungen der ukrainischen "Opferleistung" hat man dennoch.
ZitatThe problem is that ultimately Ukraine and the US have different priorities, Bielieskov said. “The war has eliminated Russia as a great power threat for years to come, so US and Ukrainian interests are not necessarily aligned.”
Panzer werden offenbar immer noch eingeflogen:
https://twitter.com/AnitaAnandMP/status/1646888145852538881
Alle 8? Realexistierende Wahrheit des Kremls, "Die brennen wie die anderen auch".
Stimmt es eigentlich das die deutschen Leos die Einschränkung haben nicht direkt an vorderster Front zu kämpfen?
Schön auch das man erkannt hat die NATO-Werkstätten in Polen/Rumänien zur Wartung und Reparatur sind doch in einem sehr weltfremden Abstand zur Panne, aber erstmal das Geld rausgehauen (es geht ja nicht um das Wohl unserer Kinder oder sowas banales).
Wenn man sich anguckt wie Russlands Industrie Munition, Raketen, gepanzerte Fahrzeuge und Flugzeuge raushaut (bei großen Bestand), da gucken wir in die Röhre und in der Ukraine könnte alles noch 100mal schlimmer werden. Da ist auch der jeweilige Führer des Landes verantwortlich ob das Land ganz zerstört wird oder man dem Volk zuliebe noch ein paar Städte heile lässt, ein paar wenige Männer unamputiert und so langam verhandelt.
Die NATO sah in der Ukraine nicht gut aus, die EU auch nicht...
Also 50000 pro Monat (ca. 1700 pro Tag) nächstes Jahr, 90000 pro Monat (ca. 3000 pro Tag) übernächstes Jahr. Der Verbrauch der Ukrainer lag auch schon bei 7000 pro Tag (die Russen das dreifache davon als Durchschnitt). Wenn die EU auf ähnliche Mengen kommt, klingt es alles andere als üppig.
Richtig. Allerdings ist der Verbrauch von 7000 pro Tag der Gesamtverbrauch an Artillerie-Munition wogegen die 3000 pro Tag nur die 155mm Granaten sind. Die Züricher Zeitung schreibt:
Die Amerikaner haben der Ukraine über eine Million Projektile der 155-mm-Munition überlassen, weshalb Washington die Produktion erhöhen muss: 2022 wurden in den USA monatlich 14 000 dieser Geschosse hergestellt, diesen Frühling sollen es 20 000 und 2025 schliesslich 40 000 sein – dies entspricht also gerade etwa der Zahl, die die Ukraine pro Monat verbraucht.
https://12ft.io/proxy?q=https%….1720395%3Freduced%3Dtrue
Wenn man die 1Mio Granaten durch die Kriegsdauer teilt, kommt man auf rund 2300 Granaten pro Tag. Die Amis wollen also den Gesamtverbrauch der Ukraine aus der Produktion decken.
Ich dachte mit Attraktivität des Westens meinst du, dass sich die Sowjetbürger nach dem Westen gesehnt haben und es deshalb zum Umsturz kam. Da würde ich sagen nein, das war nicht die Peripherie des Sowjetreiches, wo das eine gewisse Rolle gespielt hat.
Der Umsturz ging aber nicht von der Bevölkerung aus, soweit mir erinnerlich, sondern von den Eliten. Gorbatschov hätte seinen Kurs ohne Rückhalt in der kommunistischen Partei wohl nicht durchsetzen können. Und seine Nachfolger desgleichen. Also muss den kommunistischen Eliten das westliche Gesellschaftssystem attraktiver erschienen sein, als ihr eigenes, sonst hätten sie keine Reform gemacht.
Wie man an Nordkorea sieht ist niedriger Lebensstandard im Prinzip kein Problem, das System aufrecht zu erhalten, wenn man das Macht- und Informationsmonopol hat, was die Sowjets vermutlich hatten.
Schlecht für das Schicksal dann auch Russlands hatte er sich dabei zu viel auf Kooperation mit dem Westen eingelassen.
Was ja das eigentlich Erstaunliche ist, dass jemand der als Kommunist den Kapitalismus für das Böse schlechthin hält, sich auf so eine Kooperation einlässt. Wenn man von der Marxschen Analyse ausgeht, ist doch die Annahme, dass westliche Wirtschaftsberater tatsächlich wohlmeinend das Wohl Russlands im Auge haben, völlig absurd. Natürlich quetschen sie Russland aus wie eine Zitrone, sie können gar nicht anders.
Aber du hast nicht gesagt, worauf du eigentlich hinauswillst. Ein Staat wie Südkorea, hat die Militärdiktatur in eine westliche Demokratie umgewandelt, weil sie von den USA dazu gezwungen wurden, und wenn man sie nur lassen würde, dann hätten sie gerne ihre Militärdiktatur zurück, oder eine Parteidiktatur wie in China. Das ist deine These?
Du willst mir allen Ernstens ein Dreivierteljahr offensichtlichen Stellungskrieg als einen langgezogenen verhinderten Versuch einer Bewegungskriegsführung verkaufen?
Ja. Das ist doch nicht sehr lange. Im 1. WK hat Frankreich das 3 Jahre lang gemacht. Eine Offensive nach der anderen, immer rein in die MGs, ohne jeden Landgewinn. Das ist das, was die Russen gerade machen.
Und es ist genau ein Stellungskrieg, mit dem die Russen diese langsam überwinden, wobei sie die Unwilligkeit der Ukrainer ausnutzen, diese Linien auch bei hohen Kosten preiszugeben, um die ukrainischen Streitkräfte inklusive dem Material, das der Westen bereit ist zur Verfügung zu stellen, abzunutzen.
Stellungskrieg macht nur Sinn in der Verteidigung, um den Angreifer abzunutzen. Die Strategie, die du beschreibst, würde nur Sinn machen, wenn man die Ukrainer dazu verleiten könnte, die russischen Stellungen anzugreifen. Aber die Angreifer sind offensichtlich die Russen, die ukrainische Stellungen angreifen. Der Zweck ist nicht Abnutzung, sondern die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen, um wieder in den Bewegungskrieg überzugehen.
Ich nehme halt diese Geschichten über Wellen von Soldaten, die Wagner ins Feuer schickt, nicht ernst, wenn ich gleichzeitig die Berichte von der ukrainischen Seite lese darüber, was für eine Hölle Bachmut ist, weil die Russen so einen Artillerievorteil haben.
Die werden lanciert, damit der Westen mehr Artillerie-Munition schickt. ![]()
Freilich überzogene Vorstellungen der ukrainischen "Opferleistung" hat man dennoch.
ZitatThe problem is that ultimately Ukraine and the US have different priorities, Bielieskov said. “The war has eliminated Russia as a great power threat for years to come, so US and Ukrainian interests are not necessarily aligned.”
Wollte er damit etwa andeuten, dass für die USA jezt erst mal "mission accomplished" ist, und dass es sich gerade Kosten-Nutzen-technisch nicht mehr so arg lohnt, noch mehr Geld und Waffen in die Operation ukrainian freedom rein zu stecken?
Annalena Baerbock in Peking: "Was China am wenigsten braucht, ist ein Lehrmeister aus dem Westen"
https://www.bloomberg.com/news…fading-us-influence-video
ZitatSummers: I think there is a growing acceptance of fragmentation and maybe even more troubling I think there is a growing sense that ours may not be the best fragment to be associated with. Somebody from a developing country said to me: What we get from China is an airport. What we get from the United States is a lecture. We like your values better than we like theirs but we like airports more than we like lectures.
Wollte er damit etwa andeuten, dass für die USA jezt erst mal "mission accomplished" ist, und dass es sich gerade Kosten-Nutzen-technisch nicht mehr so arg lohnt, noch mehr Geld und Waffen in die Operation ukrainian freedom rein zu stecken?
Nun es ist etwas merkwürdig, denn danach erwähnt er die vorenthaltenen Langstreckenwaffen aus Sorge vor Eskalation:
https://www.bloomberg.com/news…spite-weapons-from-allies
ZitatThe problem is that ultimately Ukraine and the US have different priorities, Bielieskov said. “The war has eliminated Russia as a great power threat for years to come, so US and Ukrainian interests are not necessarily aligned.”
The US has withheld the missiles over fears they might be used against targets deep within Russia. Officials fear that could expand the war and feed Kremlin propaganda that Russia is not invading Ukraine, but defending itself from attack by NATO. Russia already condemned the delivery of tanks and long range precision munitions as escalatory.
Bisschen spät dafür, oder?
Und weiter:
ZitatThe US and other governments have underestimated Ukrainian capabilities on multiple occasions, including a US prediction at the start of the war last February that Russia might overrun Kyiv within 72 hours.
There were also predictions of a stalemate last summer, just before the Ukrainian breakthroughs. That trend appears to be happening again, Bielieskov said.
But if Ukraine runs out of air defenses and is exposed to Russia’s still large and capable air force, “that would be our nightmare,” he said.
Hier scheint er zu sagen, dass die USA den potentiellen Gewinn gegenüber dem Risiko der Eskalation zu gering einschätzen. Also vielleicht eine Kombination: Sie priorisieren die Begrenzung von Eskalation und haben schon bekommen, was sie wollen?
(Dass der Ukraine die Mittel für die Luftabwehr ausgehen passiert offenbar gerade und der Westen hat hier auch nicht viel zu bieten.)
Witzigkeit kennt keine Grenzen,
Witzischkeit kennt kein Pardon : )
Österreich war ja bissi auf der Zuschauertribühne der Weltgeschichte, vielleicht dort nur wegen Heiratsberatung anrufen.
Ansonsten: Die 50er haben angerufen und sie wollen ihre "massive retaliation" zurück.
Richtig. Allerdings ist der Verbrauch von 7000 pro Tag der Gesamtverbrauch an Artillerie-Munition wogegen die 3000 pro Tag nur die 155mm Granaten sind. Die Züricher Zeitung schreibt:
Die Amerikaner haben der Ukraine über eine Million Projektile der 155-mm-Munition überlassen, weshalb Washington die Produktion erhöhen muss: 2022 wurden in den USA monatlich 14 000 dieser Geschosse hergestellt, diesen Frühling sollen es 20 000 und 2025 schliesslich 40 000 sein – dies entspricht also gerade etwa der Zahl, die die Ukraine pro Monat verbraucht.
https://12ft.io/proxy?q=https%….1720395%3Freduced%3Dtrue
Wenn man die 1Mio Granaten durch die Kriegsdauer teilt, kommt man auf rund 2300 Granaten pro Tag. Die Amis wollen also den Gesamtverbrauch der Ukraine aus der Produktion decken.
Also kann sein, dass 155mm aktuell nur ein Anteil sind. Das liegt aber unter anderem daran, dass die Ukrainer noch ihre sowjetische Artillerie mit 152mm verwenden. Diese Munition geht auch aus. Ich meine die in einigen osteuropäischen Ländern wieder angefahrene Produktion wird wohl absehbar auch nicht sehr große Mengen umfassen. So dass sich der Verbauch zu mehr Anteil 155mm verschieben könnte.
Ansonsten muss nicht die gesamte Produktion an die Ukraine gehen.
Schließlich wäre das lediglich die Wiederherstellung des gegenwärtigen nachteiligen Verhältnis bei der Artillerie übernächstes Jahr und bis dahin geht man durch einen Mangel, vielleicht teilweise durch diese windige Südkorea-Leihgabe überbrückt. Ohne eine Annahme, dass Russland seinerseits zur Reduktion des Verbrauchs gezwungen ist, sind auch das nicht besonders gute Aussichten.
Ja. Das ist doch nicht sehr lange. Im 1. WK hat Frankreich das 3 Jahre lang gemacht. Eine Offensive nach der anderen, immer rein in die MGs, ohne jeden Landgewinn. Das ist das, was die Russen gerade machen.
Ein Bewegungskrieg ist nicht gegen eine Stellung anlaufen. Das ist ein Stellungskrieg. Es mag Momente höherer Beweglichkeit geben, Soledar etwa.
Deine Charakterisierung des russischen Vorgehens ist meines Erachtens Propaganda, die die hohen ukrainischen Verluste beim Halten der Verteidigungslinien rechtfertigen soll.
ZitatStellungskrieg macht nur Sinn in der Verteidigung, um den Angreifer abzunutzen. Die Strategie, die du beschreibst, würde nur Sinn machen, wenn man die Ukrainer dazu verleiten könnte, die russischen Stellungen anzugreifen. Aber die Angreifer sind offensichtlich die Russen, die ukrainische Stellungen angreifen. Der Zweck ist nicht Abnutzung, sondern die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen, um wieder in den Bewegungskrieg überzugehen.
Es ist ein Stellungskrieg, weil an einer Stellung gekämpft wird. Als Verteidiger hat man, gerade wenn es sich dabei um eine gut ausgebaute Verteidigungslinie handelt so wie im Donbass, natürlich gewisse Vorteile, aber das bedeutet nicht, dass aus Sicht des Angreifers eine vom Gegner gehaltene Stellung nicht zu seiner Abnutzung dienen kann.
Wenn man selbst über deutlich mehr Soldaten verfügt, könnte man, wie du es beschrieben hast, diese gegen die Stellung anlaufen lassen. Man verliert zwar sehr wahrscheinlich mehr Leute als der Gegner, aber solange der Vorteil überwältigend ist, könnte man so auf eine kritische Reduktion auf der Gegenseite hinarbeiten, also Abnutzung.
Die Russen haben nicht wirklich mehr Leute im Einsatz und dieses Vorgehen wäre wohl auch nicht sehr beliebt, inklusive bei der russischen Führung. Insofern nutzen sie einen anderen Vorteil nämlich bei der Artillerie (und auch Lufthoheit). Hier gilt die gleiche Kalkulation: Um die Stellung aufzuweichen, bevor sie genommen werden kann, wird mehr Munition verschossen als das, womit die Ukrainer kontern. Aber solange dabei deren Verbrauch zu Verfügbarkeit in einem schlechteren Verhältnis steht als bei den Russen wird Abnutzung erreicht. Mit anderen Worten solange die Russen ihre Verbrauchsrate aufrechterhalten können, aber die ukrainische runtergeht, wird das ukrainische Potential trotz höherem russischen Verbrauch erfolgreich abgebaut. Dabei wird außerdem Gerät zerstört und Soldaten werden getötet oder verwundet. Durch den Artillerievorteil sollten in diesem Fall die russischen Verluste aber sogar geringer sein.
Dass die Ukrainer versuchen jede Stellung so lange wie möglich zu halten und immer wieder Verstärkung nachschieben, spielt dem in die Hände, denn der Vorteil der Verteidigung an einer Position nimmt tendenziell auch ab, wenn schon eine Weile darum gekämpft wurde. Außerdem haben die Russen mehr Mittel um Konzentrationen von Nachschub und Verstärkung im Hinterland zu treffen. Und wenn der Frontverlauf entsprechend gestaltet wird, etwa bei einer nicht geschlossenen Einkesselung, können auch die Zufahrtswege zu einer Stellung getroffen werden, was das Halten ebenfalls teurer macht.
Diesen langsamen Prozess (und auch diese Effekte) haben wir in Bachmut gesehen. Es war natürlich lange das eigentliche Ziel, aber ein wirkliches Vordringen in das Stadtgebiet gab es erst in der letzten Phase. Allerdings, während die Russen sich zunächst langsam um Bachmut herumgearbeitet haben, haben sie schon die gesamte Zeit auf ukrainische Stellungen in der Stadt geschossen.
Wird sie erfolgreich erobert und ggf. eine Gegenoffensive abgewehrt, dürften jedenfalls im Donbass auch keine großen Bewegungen warten - es sei denn die Ukrainer fallen irgendwann doch zurück - sondern das Aufrollen vom Rest der Linie und danach die nächste und vermutlich letzte Verteidigungslinie in der Region Richtung Kramatorsk und Slawiansk.
Die werden lanciert, damit der Westen mehr Artillerie-Munition schickt.
Gut, das wäre die Hoffnung für die Ukrainer, dass viel von der Berichterstattung über Mangel und sonstige Probleme, die sich freilich mit Behauptungen der russischen Seite deckt, ein elaboriertes Theater ist. Ansonsten bleibt halt Siegeshypothese plötzlicher russischer Zusammenbruch.
Der Umsturz ging aber nicht von der Bevölkerung aus, soweit mir erinnerlich, sondern von den Eliten. Gorbatschov hätte seinen Kurs ohne Rückhalt in der kommunistischen Partei wohl nicht durchsetzen können. Und seine Nachfolger desgleichen. Also muss den kommunistischen Eliten das westliche Gesellschaftssystem attraktiver erschienen sein, als ihr eigenes, sonst hätten sie keine Reform gemacht.
Fast. Ich denke man kann diesen Aspekt am ehesten so charakterisieren, dass ein zu großer Teil der Kader nicht mehr in den Erhalt des Systems investiert war. Das beruhte meines Erachtens aber nicht wirklich auf einer Affinität für das westliche Modell. Diese Entwicklungsrichtung kam eher daher, weil es Offerten seitens des Westens gab und man halt keine Alternative hatte. Dass man eine westliche Oligarchie reproduziert, kam sicherlich auch nicht daher, dass man die "Demokratie" durchschaut und diese als konstitutives Element erkannt hatte, sondern Leute haben eine Chance gesehen reich zu werden.
Was ja das eigentlich Erstaunliche ist, dass jemand der als Kommunist den Kapitalismus für das Böse schlechthin hält, sich auf so eine Kooperation einlässt. Wenn man von der Marxschen Analyse ausgeht, ist doch die Annahme, dass westliche Wirtschaftsberater tatsächlich wohlmeinend das Wohl Russlands im Auge haben, völlig absurd. Natürlich quetschen sie Russland aus wie eine Zitrone, sie können gar nicht anders.
Nun Gorbatschow hat ja schon einen eher schlechten Ruf in Russland, aber die Kommunistische Partei hat nun wirklich kein gutes Wort für ihn übrig. Wahrscheinlich bei ML nicht aufgepasst.
Aber du hast nicht gesagt, worauf du eigentlich hinauswillst. Ein Staat wie Südkorea, hat die Militärdiktatur in eine westliche Demokratie umgewandelt, weil sie von den USA dazu gezwungen wurden, und wenn man sie nur lassen würde, dann hätten sie gerne ihre Militärdiktatur zurück, oder eine Parteidiktatur wie in China. Das ist deine These?
Ich wollte darauf hinaus, dass die "Attraktivität des Westens" nicht zum Zusammenbruch der Sowjetunion geführt hat.
Äh, Technik aus 2023 findet sich dann in US-Kernwaffen in ein paar Jahren bis Jahrzehnten wieder? Die Russen haben doch letztes Jahr ihre neusten Trägersysteme wie die RS-28 Sarmat (in NATO-Sprech dramatisch "Satan 2") in Auftrag gesungen:
Na wenigstens blüht durch den Krieg die Kunst. Die Russen besingen jetzt auch ihre Waffensysteme. Hier die Sarmat:
https://www.youtube.com/watch?v=hB8oGY2_gVM
Und sie versenken neue RS-24 Yars, die waren ab 2010 in Produktion:
Die russischen Medien haben Aufnahmen davon veröffentlicht, wie neue RS-24-Interkontinentalraketen in ihre Silos platziert werden:
Vielleicht sind die Sprengköpfe noch aus den Siebzigern.
Es muss das Unbehagen in der Heimat sein, das ihn rastlos macht.
Ich steh ja voll auf so empathische Einschätzungen wie "annihilate".
Gestern abend die Neuverfilmung von "Im Westen nichts neues". Reminds me of it, diese Annihilations- Sprache.
https://www.nytimes.com/2023/0…frica-disinformation.html
ZitatAlles anzeigenHow Putin Became a Hero on African TV
Pro-Russian content presenting a distorted version of the war in Ukraine and promoting Russia’s interests in Africa is gaining an audience on the continent.
[...]
An animated video circulating online — and a cause of alarm in one newly revealed U.S. intelligence document — shows a brave Russian commando from the Wagner group, which is fighting for Russia in Ukraine, joining West African soldiers to defeat a horde of invading zombies from France.
[...]
Among the U.S. intelligence documents found leaked last week is a report saying that Russia’s military intelligence agency in February planned a propaganda campaign using African media to “realign” public opinion in Africa with Russia, away from the West.
Wow, gibt ja jetzt echt ein geleaktes Dokument für alles mögliche.
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