Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • Morgen gibt es eine Putin-Ansprache, rhetorisch sicher ausgefeilter wie die Fantasy-Fiction Zelenskys.


    Die westliche Sichtweise "Russland versteht nur die harte Hand" bringt den Westen dazu zu glauben sie könnten Russland einschüchtern - Russland blufft nicht und ist nicht eingeschüchtert, das wird für uns alle ein böses Erwachen geben.

  • Sicherheitskonferenz und Anti-Nato-Proteste: Klarheit vor Einheit

    Kriegsrat im Münchner Luxushotel Bayerischer Hof: Warum es drei verschiedene Gegendemos gab – und wieso "Rinks gleich Lechts" nicht aufgeht.


    So weit, so gut, sollte man meinen - klare Mehrheit für die linke Demo und klare Abgrenzung gegen die Rechtsationalen. Aber leider gibt's ja noch das besorgte Bürgertum:


    [...] Die größte Demonstration des Tages konnte allerdings die Initiative "München steht auf" für sich verbuchen – ein irgendwie nach allen Seiten und somit auch nach rechts offener Zusammenschluss aus dem Spektrum der Corona-Maßnahmengegner, die seit einiger Zeit ein neues Betätigungsfeld suchen. Als bundesweit bekannte "Zugpferde" traten dort der frühere CDU-Politiker Jürgen Todenhöfer (heute "Team Todenhöfer") und Ex-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm, gegen den gerade ein Ausschlussverfahren in der Partei Die Linke läuft, auf.

    Zu dieser Kundgebung auf dem Königsplatz kamen am Samstag nach Polizeiangaben rund 10.000 Menschen. Dehm gab auf seiner Facebook-Seite allerdings die Teilnehmerzahl mit 16.000 an. Etliche Deutschland- und Russlandfahnen waren dort neben Friedenstauben zu sehen. Besonders viele Schlagzeilen machte hier ein Dehm-Zitat über "ukrainische Killerbanden und Nazi-Faschisten". Er selbst verbreitete im Anschluss ein Video von seiner Gesangseinlage unter dem Motto "Ami go home".

    Auch einige Teilnehmer der AfD-Kundgebung am späten Vormittag hatten sich hier ab 13 Uhr angeschlossen. Die Offenheit hierfür war auch der Hauptgrund, warum das linke Aktionsbündnis nicht mit den Veranstaltern kooperieren wollte. Hier bestand ihrer Meinung nach wirklich eine Querfront-Gefahr; sie entschieden sich deshalb für Klarheit vor Einheit. [...]

    Es gab auch noch eine andere rechte Demo. Die war zwar nicht besoders gut besucht, aber dafür sehr staatstraged und prominent besetzt:

    [...] Last not least gab es aber auch noch eine "Pro"-Kundgebung zur Sicherheitskonferenz, bei der unter anderem der Grüne Anton Hofreiter und die Vorsitzende Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann sowie ukrainische Siko-Besucher sprachen. Sie fand mit rund 1.000 Beteiligten und zahlreichen Ukraine-Fahnen auf dem Odeonsplatz statt – die linke Demonstration lief hier auf dem Weg zum Marienplatz vorbei und wurde prompt mit Sprechchören wie "Lumpenpazifisten, geht zu Putin!" beschimpft.

    Das muss dann wohl diese ausgewogene "Mitte" gewesen sein.

  • mit einer antikolonialen Rhetorik, die sich - so mein Verdacht - nicht besonders mit der Kolonialgeschichte von Osteuropa und Russland auskennt. Ergibt aber Sinn, wenn man sich unreflektiert dem osteuropäischen Zivilisationsdiskurs anschließt. Immerhin vom Zusammenhalt der zivilisierten Welt hat Schraven wohl noch nicht angefangen zu twittern (jedenfalls laut Suchfunktion bei Nitter).

    Das Abwertung beim Ethnozentrismus basiert auf einem Zerrbild der eigenen Gruppe.


    Spannend in dem Zusammenhang ist auch immer der Verweis auf die russische Demografie, währen Europa und besonders Deutschland dahingehend mindesten vor gleichen Herausforderungen stehen.

    Der Krieg gibt uns in dem Zusammenhang möglicherweise sogar etwas Zeit, wenn man die gerade veröffentlichten Zahlen zur Migration anschaut. Andererseits dürfte die Integrationskapazität bereits am Limit sein.

  • Opa Sepp hat geschickt angetäuscht, dass er nicht nach Kiew fliegen wird, und ist dann nach Kiew geflogen.


    Frau Ruck hat zwar keine Ahnung, worüber die beiden Führer der freien Welt gesprochen haben, muss das aber natürlich erstmal dergestalt qualitätsjournalistisch einorden, dass dieser Überraschungsbesuch ein herber Schlag für Putin war.


  • Opa Sepp hat geschickt angetäuscht, dass er nicht nach Kiew fliegen wird, und ist dann nach Kiew geflogen.


    Frau Ruck muss das natürlich erstmal dergestalt qualitätsjournalistisch einorden, dass dieser Überraschungsbesuch ein herber Schlag für Putin war.


    Diese ShitShow schon wieder. Als ob Sepp Putin nicht vorher in Kenntnis gesetzt hätte.


    Aber gut, wenn das die Rhetorik ist, die unsere Narrativopfer brauchen, um sich mit der Entwicklung zu arrangieren .... meinetwegen.

  • Ich bin mir sicher, die Vorwarnzeit war wenigstens respektlos kurz gewählt:


    https://apnews.com/f00af220669457d5ba07127c7e57a27b


    Zitat

    The White House would not go into specifics, but national security adviser Jake Sullivan said that it notified Moscow of Biden’s visit to Kyiv shortly before his departure from Washington “for deconfliction purposes” in an effort to avoid any miscalculation that could bring the two nuclear-armed nations into direct conflict.

  • Die haben auch zur Schau die Sirenen angemacht:


    https://twitter.com/ukraine_map/status/1627622918061522948


  • Auch die Österreichische Qualitätspresse spricht mit den Betroffenen:

    Schriftsteller Wynnytschuk: "Viele russische Familien freuen sich, wenn ihr Nachwuchs in der Ukraine stirbt"

    Der ukrainische Autor Jurij Wynnytschuk über Russlands Angriffskrieg, tote Soldaten als gutes Geschäft und die kontroverse Rolle von Präsident Selenskyj im politischen System der Ukraine


    [...] Wynnytschuk: Wir können nicht von jedem Russen verlangen, dass er Russlands Tod wünscht. Wie kann man das von jemandem verlangen, der gebürtiger Russe ist? Ich glaube, dass wir den Dialog mit den Russen führen sollen, die den Wahnsinn des Kreml nicht unterstützen. Leute wie der Komiker Maxim Galkin, die Sängerin Alla Pugatschowa oder der ehemalige Schachweltmeister Garry Kasparow. Das Problem ist freilich, dass alle diese Leute nicht in Russland leben. In Russland selbst sehen wir keine nennenswerten Proteste gegen den Krieg. Klar, manchmal beziehen einzelne Stellung, aber die werden sofort verhaftet, weil die meisten Russen den Krieg unterstützen.

    STANDARD: Glaubt man den Umfragen in Russland, stimmt das – aber die gleichen Umfragen besagen, dass die Unterstützung für den Krieg dort stetig abnimmt.

    Wynnytschuk: Der einzige Grund, warum die Unterstützung abnimmt, liegt nicht daran, dass die Russen ihre Meinung geändert haben, sondern weil sich ihr Leben verändert hat. Viele haben Verwandte, die gestorben sind, oder es fehlen ihnen plötzlich Waren, an deren Konsum sie sich gewöhnt hatten. Trotzdem wären sie rundum glücklich, wenn es Putin gelänge, die Ukraine zu annektieren. Die Realität ist, dass es in Russland mittlerweile ein gutes Geschäft ist, einen toten Soldaten in der Familie zu haben. Viele russische Familien trauern nicht, sondern freuen sich, wenn ihr Nachwuchs in der Ukraine stirbt, weil sie dann Autos und Geld bekommen. Ich selbst kenne unzählige solche Geschichten. [...]


    So ist er halt, der Russe. Verkauft seine eigenen Kinder für Geld und Autos zum Verheizen an den Diktator. Unzählige Gschichten kennt der Schriftsteller sogar selbst. Aber auch in der Ukraine ist nicht alles Gold. Besonders im Osten des Landes leben immer noch Leute, die sich wie obdachlose, saufende Aliens aufführen und kriminell sind:


    Zitat

    STANDARD: Ein Großteil Ihrer Arbeit spielt in Ihrer Heimatprovinz Galizien, insbesondere in der Hauptstadt Lwiw, die heute zu einem relativ sicheren Hafen für Flüchtlinge aus der Ostukraine geworden ist. Wie hat sich die Stadt seit dem 24. Februar 2022 verändert?

    Wynnytschuk: Gravierend. Ich selbst habe mehrere wunderbare Menschen aus Dnipro aufgenommen, bevor sie weiter nach Großbritannien zogen. Aber seit Kriegsbeginn sind auch viele Leute in Galizien aufgetaucht, die ich Außerirdische nenne. Obdachlose und Alkoholiker, die keine Möglichkeit haben, in den Osten zurückzukehren, und heute einfach nur in Lwiw herumhängen. Entsprechend steigt die Zahl der Straftaten in der Stadt seit März 2022 stetig an. Natürlich sind nicht alle gleich. Aber während der Krieg einen großen Teil des Landes geeint hat, gibt es immer noch eine Minderheit von Ukrainern – fast alle aus dem Osten –, die behaupten, dass die Invasion ohne uns Galizier nie passiert wäre – und dementsprechend begegnen sie uns.

    STANDARD: Können Sie das näher erklären?

    Wynnytschuk: In der verzerrten Sichtweise dieser Leute waren es wir, die Janukowitsch 2014 gestürzt haben, und erst danach hat der Krieg begonnen. Es stimmt zwar, dass die meisten Kämpfer auf dem Maidan aus Galizien stammten, aber es ist eben nicht die ganze Wahrheit. Erst vor ein paar Tagen habe ich einem Gespräch zwischen zwei Flüchtlingsfrauen zugehört, die einander anstachelten und Dinge sagten wie: "Es ist schrecklich hier. Ich kann es nicht mehr ertragen, in ihre Bandera-Tiergesichter zu schauen." Ich habe auch viele Geschichten von einheimischen Männern gehört, die an der Front waren und deren Erzählungen den berührenden Videos widersprechen, die zeigen, wie die Leute in vormals besetzten Dörfern unsere Befreier empfangen. Während die einen überglücklich sind, fragen andere sie: "Warum seid ihr gekommen? Uns ging es gut ohne euch."

    Diese Menschen sind von einem anderen Planeten. Natürlich nicht alle, aber eine beträchtliche Zahl. Wahrscheinlich 20 Prozent aller Ukrainer. Wir nennen sie "Sowoks" – Menschen mit sowjetischer Denkweise. Viele sagen uns das buchstäblich ins Gesicht: "Ihr schuldet uns etwas, weil ihr es wart, die den Krieg angefangen haben." Das sind auch die gleichen Leute, die Ärger im Ausland machen. Die meisten unserer Flüchtlinge versuchen einen Job zu bekommen, sobald sie in ein anderes Land kommen. Aber die meisten Leute aus der Ostukraine weigern sich zu arbeiten, weil sie glauben, dass sie ein Recht darauf haben, ausgehalten zu werden.[...]

    Schlimm ist das mit dieser sowjetischen Denkweise. Lauter gottlose Kommunisten, die nichts anderes im Sinn haben, als das Geld anderer Leute für den Suff auszugeben.


    Da helfen wahrscheinlich nur Phosphorbomben und Streumunition.

  • Man Utan :rolleyes:.... Hast Du Florence Gaub im letzten Jahr (April) nicht richtig zugehört? So isser halt, der Russe.


  • Bin nicht ganz sicher, aber ich glaube König Charles versucht einen ukrainischen Soldaten anzulächeln:


    https://twitter.com/DefenceHQ/status/1627700881226432514



  • Interessante Theorie.

    NS2 Verlegeschiff fuhr in dem Sektor um Bornholm während des Verlegens von NS2 mit konstanter Geschwindigkeit und Richtung, bis auf die Stelle wo die NS2 Explosion war. Allerdings war zu dieser Zeit ein Sturm. Theorie, NS2 ist einfach so geplatzt, da beim Verlegen während Sturms beschädigt, durch das Abtreiben des Schiffs.

    Es wäre demnach nur NS1 zum Sprengen vorbereitet gewesen, die Sprengung wurde durch den Schaden an NS2 dann praktisch erzwungen. Die Partei dachte jemand anders sabotiert da auch rum, wenn wir jetzt nicht sprengen wird man unsere Sprengladungen finden.


    Das würde den Fokus auf Russland lenken. NS1 war abgestellt und zur Sprengung vorbereitet, um bei günstiger Situation weiter Druck zur Öffnung von NS2 auszuüben und damit ein Zugeständniss der EU zu erzwingen. Damit hätte Russland einen Hebel gehabt später die Aufhebung weiterer Sanktionen zu verlangen, nach dem Motto, „Schaut, bei NS2 habt ihrs doch auch schon gemacht und die Welt ist nicht untergegangen“

    (Allerdings, ob der Plan so funktioniert hätte ist fraglich, auch jetzt haben wir den noch intakten Strang von NS2 ja noch nicht aufgemacht. Allerdings, sollte die Geschichte so sein wie oben beschrieben, hätte die Partei die die NS1 Sprengladungen gelegt hat, vielleicht bis heute NS1 noch gar nicht gesprengt).

    Ich mache mir die im Forum zu diesem Thema mehrheitlich geäußerte Meinung nicht zu eigen und wiederspreche ihr hiermit ausdrücklich!

  • Och, dass es ganz klar Sabotage mit Sprengstoff war, war doch schon das einzige, was die Ermittler verlautbaren durften. Und jetzt wollen sie das auch noch wegnehmen? Fies.


    Warum es für Russland Sinn machen sollte, hat bis heute auch noch keiner schlüssig argumentieren können. Irgendwas mit „Druck machen“ reicht da nicht, würde ich sagen.


    Wilde Geschichte.

  • Angeblich wurde bisher nur Sprengstofffunde an NS1 vermeldet. (Schwedische Ermittlungen in der Schwedischen Wirtschaftszone). Dänemark hätte sich zu NS2 und Sprengstoff nicht geäußert. Hab das bisher nicht geprüft.


    Was gegen die Theorie das NS2 ein Unfall war spricht, die Erschütterungen die von den Seismographen aufgezeichnet wurden, waren genau so groß wie bei den Explosionen an NS1.

    Aus den Erschütterungen, auch zu NS2, wurde ja auf eine Sprengung mit 500kg TNT Äquivalent geschlossen.


    Andererseits, vielleicht kann auch alleine das Platzen einer Pipline so eine Druckwelle auslösen, kenne mich da nicht so aus. Dann gäben die ganzen Berechnungen zur Größe der Sprengladungen aber wenig Sinn.

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