Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • Kann wirklich nicht sagen, was denen da vorschwebt:


    https://www.polskieradio.pl/39…ep-up-support-for-ukraine


    Zitat

    The Polish PM urged: “Now is not the time for a ceasefire. Today Ukraine needs our support and hope. This hope is being born in Poland.”


    Morawiecki was referring to Poland’s steadfast support for its war-torn southeastern neighbour.


    He added: “This hope is a seed from which may develop an entirely new geopolitical order.”


    Und auch das Zivilisation-Motiv mal wieder bemüht:


    Zitat

    The PM emphasised that the war in Ukraine is a test of strength for the West.


    He stated: “We are facing a clear choice: either a victory for Russia and a defeat for the West, or a renaissance of Western civilization.”


    Vergleichspunkt:


    https://www.bbc.com/news/world-europe-40515329


  • »Es kommt darauf an, ob man den Krieg von oben betrachtet oder von unten«

    Diplomatie statt Eskalation – diese Forderung wird im Ukrainekrieg häufig von links erhoben. Der Diplomat Wolfgang Sporrer zeigt mögliche Wege zu offiziellen Verhandlungen auf – und warnt vor zu optimistischen Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Konflikts.

  • Sehr gute Männer! Solche Statements des Entsetzens möchte ich zur Hauptsendezeit im Mainstream hören, "Wie konnte den Medien so eine Propagandaberichterstattung überhaupt passieren? Wir müssen erstmal einen Namen für das Versagen finden, Propaganda reicht schon nicht mehr" (sinngemäß zitiert - man könnte auch 30 andere Stellen zitieren bei denen ich Küsshände zum Monitor schickte und stehend Klatschte) : )


  • Outnumbered and Worn Out, Ukrainians in East Brace for Russian Assault


    The war is intensifying in a string of villages on the eastern front, where doctors struggle to handle an influx of gruesome injuries and soldiers fret about a Russian army sending waves of new conscripts.



    Insgesamt ein lesenswerter Artikel. Ich hatte ihn gestern schon gelesen und musste wieder dran denken, als Stefan im a! den Bericht von den armen Soldaten mitbrachte, die nochmal im Hinterhof geweiht werden, bevor sie mit ganz viel Halleluja in den Tod geschickt werden.


    So unnötig. So traurig. Alles für die Grüne Hybris. Opfer des Narrativs.

  • »Es kommt darauf an, ob man den Krieg von oben betrachtet oder von unten«

    Diplomatie statt Eskalation – diese Forderung wird im Ukrainekrieg häufig von links erhoben. Der Diplomat Wolfgang Sporrer zeigt mögliche Wege zu offiziellen Verhandlungen auf – und warnt vor zu optimistischen Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Konflikts.

    Zitat

    [...]

    Es wurde sozusagen fingiert, dass es in der Ukraine zwischen Russen und Ukrainern eine Art ethnischen Konflikt gäbe oder gegeben habe, und dass es darum zum Ausbruch von Gewalt gekommen sei. Und durch Beilegung dieses angeblich ethnischen Konfliktes könnte die Gewalt beendet werden.

    Das ist reine Fiktion. Die ethnischen Konflikte, die es in der Ukraine gab, waren nicht schwerwiegender, als ethnische Spannungen in vielen anderen Ländern.

    [...]


    Kind mit dem Bade ausgeschüttet, würde ich sagen. Offensichtlich ist die geopolitische Dimension einer großer Teil des Konfliktes, aber er ist schon auch das Ergebnis davon, dass ukrainische politische Strömungen unter dem Einfluss der Nationalisten im nordamerikanischen Exil einen biethnischen Staat mit einer westukrainischen Identität homogenisieren wollten.


    Die Anti-Maidanbewegung war sicherlich von russischer Propaganda mitbeeinflusst, aber es gab genug innere politische Dynamik, die sie angetrieben hat. Und vermutlich spielten interethnische Spannungen tatsächlich nicht mal so ein große Rolle gegenüber anderen demographischen Faktoren, aber sie sind dann sehr schnell mit reingekommen.

  • Brennende Drohnenfabrik in Lettland:


    https://www.dw.com/en/fire-bre…tory-in-latvia/a-64634782


    Zitat

    A US-owned drone factory near Riga airport in the Baltic nation of Latvia was ablaze Tuesday, according to emergency services in the small Baltic nation.


    The Edge Autonomy unmanned aerial vehicle production plant was partially engulfed in flames, with large plumes of dark smoke reaching towards the sky.


    Könnte Zufall sein, könnte russische Eskalation sein, wenn sie das Hinterland jetzt als legitimes Ziel (für Sabotage) betrachten.

  • Mittlerweile üblicher Artikel darüber, dass die Rüstungsindustrie im Westen, in diesem Fall EU, Probleme hat bei dem Bedarf mitzuhalten. Anhand des Artikels ist mir allerdings klargeworden, was fehlt:


    https://www.ft.com/content/ea5…e6-4c91-8778-4cc2edaff0ca


    Zitat

    Countries are also looking at collaboration further afield, with France late last month announcing it would work with Australia to jointly produce and send several thousand 155mm artillery shells to Ukraine. The production of the shells will be led by France’s Nexter.


    Die Kolonien.

  • Auf der pro-russischen Seite gibt es die Behauptung das wären offen zur Schau gestellte Chemiewaffen:



    Ein paar Argumente, warum das so eingeordnet wurde (russisch-sprachiger Beitrag):


    https://t.me/anna_news/46179


    Ist aber kein klarer Beleg.

  • Alles für die Grüne Hybris.

  • Kind mit dem Bade ausgeschüttet, würde ich sagen. Offensichtlich ist die geopolitische Dimension einer großer Teil des Konfliktes, aber er ist schon auch das Ergebnis davon, dass ukrainische politische Strömungen unter dem Einfluss der Nationalisten im nordamerikanischen Exil einen biethnischen Staat mit einer westukrainischen Identität homogenisieren wollten.

    Ja kann schon sein. Ich habe das so verstanden, dass die ethnischen Differenzen bereits da waren, dass sie aber nach 2014 auch dadurch erst so richtig zum Problem wurden, dass die westlichen Verhadlungspartner die Minsker Abkommen als Berfriedung eines rein ethnischen Konfliktes betrachteten und diesem somit selbst oberste Priorität einräumten, während sie die eigentlichen geostrategischen Motive der russischen Regierung einfach ignorierten (die letztere allerdings auch selbst gar nicht zum Gegenstand der Verhandlungen machen wollte).


    Der Führer der freien Welt hatte schlieslich verkündet, Russland sei eine "Regionalmacht", und daran hat die westliche Wertegemeinschaft - inklusive der Minsk-Mitunterzeichner Deutschland und Frankreich dann auch ihren diplomatischen Kurs ausgerichtet.


    Mir drängt sich immer wieder der jugoslawische Bürgerkrieg als Vergleich auf. Damals war es auch nicht zuletzt das diplomatische Geschick des legedären deutschen Außenministers Genscher, welches mit der unilateralen Anerkennung der slowenischen Unabhägigkeit - vor allem aus serbischer Sicht - ordentlich brennendes Benzin in einen schwelenden ethnischen Konflikt schüttete, der zuvor fünfzig Jahre lang überhaupt keine Rolle gespielt hatte.


    Dass man westlicherseits schon zu Sowjetzeiten den völkischen Nationalismus in der Ukrainne aus der transatlantischen Diaspora gefördert hatte, um den Widerstand gegen die gottlosen russischen Kommunisten zu organisieren, dürfte zumindest in Moskau ziemlich klar gewesen sein. Vermutlich hat man das aber auch im Kreml immer als äußere Einmischung und westliche Manipulation gesehen und erst so richtig als eigenständige ukrainische Bewegung ernst genommen, als die Ukrainer nach dem Maidan-Putsch der Revolution der Würde damit anfingen, russisch als Amtssprache abzuschaffen und überall Bandera-Schreine zu errichten.


    Die russische Hybris und Überzeugung der eigenen Großmächtigkeit war immerhin selbst zu Beginn der Invasion noch so weit vorhanden, als sich Putin und seine Kamarilla offenbar ernsthaft eibildeten, man werde ihre Truppen in der Ostukraine relativ widerstandslos empfangen und sie als Befreier vom Joch der vom Westen gesponserten "Nazis" beim Durchmarsch auf Kiew unterstützen.

  • Keine Schlafwandler

    Ein Beiratsmitglied eines Strategiezentrums der Bundesregierung denunziert Kriegsangst als „Krankheit“. UN-Generalsekretär Guterres warnt vor Ausweitung des Ukraine-Kriegs zu einem „größeren Krieg“.


    [...] Während der UN-Generalsekretär und der Papst vor der Ausweitung des Ukraine-Kriegs bis hin zu einem Dritten Weltkrieg warnen, werden in Deutschland nun erneut Forderungen lauter, sich von der Kriegsgefahr nicht abschrecken zu lassen. Das ist nicht neu. Nur wenige Wochen nach Kriegsbeginn behauptete die damalige stellvertretende Leiterin des European Union Institute for Security Studies, Florence Gaub, die Furcht vor dem Weltkrieg sei „genau, was Putin erreichen will“: „Nicht die Bombe, sondern die Angst vor der Bombe ist die Waffe.“ Daher dürfe man sie nicht zulassen.[3] Anfang Mai sagte der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz, befragt, ob er nicht einen Atomkrieg fürchte: „Ich habe keine Angst.“[4] Ende vergangenen Jahres erklärte Carlo Masala, Professor an der Münchner Universität der Bundeswehr, in einer Talkshow, „Angst vor einer Eskalation“ durch Russland zu haben sei „ein bisschen paradox“: „Da stehen wir mit unserer Angst auf der falschen Seite.“[5] Am Wochenende brüstete sich ein Autor im Springer-Blatt Die Welt: „Corona, Weltkriegsgefahr und Klimawandel machen mir keine Angst“. „Vertreter aus SPD und Grünen“ wollten der Bevölkerung jedoch Furcht einjagen: „Deren Panikmache müsste ... strafbar sein.“[6]

    In einem aktuellen Zeitungsbeitrag bezeichnet nun ein deutscher Politikprofessor die Angst vor einer unkontrollierten Eskalation des Ukraine-Kriegs als eine „deutsche Krankheit“. Wie der Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, Joachim Krause, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt, sei damit zu rechnen, dass es in absehbarer Zeit zur Gründung eines „westlichen Konsortium[s] zur Lieferung von Kampfjets“ an die Ukraine komme – „denn ohne Luftunterstützung werden die Ukrainer nicht zu jener beweglichen Kriegführung in der Lage sein, die notwendig ist, um die russischen Truppen zu vertreiben“.[7] Zur Lieferung von Kampfjets hat der Militärhistoriker Sönke Neitzel, eher als Hardliner bekannt, unlängst geurteilt, liefere der Westen sie, dann erreiche der Krieg „eine ganz neue Eskalationsstufe“. Neitzel warnt offen, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gehe es bei der Forderung nach Kampfflugzeugen darum, „die Nato in diesen Krieg hineinzuziehen“.[8]

    Mit Blick auf Warnungen wie diese erklärt Krause, der dem Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik angehört, des militärpolitischen Strategiezentrums der Bundesregierung: „Die Deutschen leiden unter einer Krankheit, die man als Eskalationsphobie bezeichnen muss.“[9] „Eskalationsbereitschaft“ habe sich immer wieder als „erfolgreich“ erwiesen, so beispielsweise im Kalten Krieg. Deshalb müsse man auch heute „den Ukrainern neue Mittel der Kriegführung zur Verfügung“ stellen. Weil Bundeskanzler Olaf Scholz sich kürzlich nicht für die rasche Lieferung von Kampfjets ausgesprochen hat, wirft Krause ihm vor, sich „in stiller Pflege der Eskalationsphobie“ zu üben.

    Die Furcht vor einer Eskalation des Ukraine-Kriegs, die Krause als „Eskalationsphobie“ denunziert, ist in der deutschen Bevölkerung verbreitet. Im Oktober zeigte eine Umfrage, dass 59 Prozent der Bevölkerung Angst vor einem Dritten Weltkrieg haben. Am geringsten ausgeprägt ist die Weltkriegsangst mit jeweils 51 Prozent bei Menschen mit monatlichem Durchschnittseinkommen von 4.000 Euro oder mehr und bei Wählern von Bündnis 90/Die Grünen.[10] [...]

    Die niederen Stände und der gemeine Geringverdiener-Pöbel mögen noch unwillig sein, sich für die heilige Sache ins reinigende atomare Fegefeuer zu werfen, und realitätsblinde Götzenanbeter wie dieser Kanakenpapst aus dem südamerikaischen Zonenrandgebiet oder dieser feige Herr Generalsekretär aus einem unbedeutenden rotweinversoffenen Lumpenland an der Atlantikküste mögen es nicht wahrhaben wollen, aber erleuchtete deutsche KriegsprofessorInnen (und WertejournalistInnen) wissen es längst:


    Gott will es!

  • Die russische Hybris und Überzeugung der eigenen Großmächtigkeit war immerhin selbst zu Beginn der Invasion noch so weit vorhanden, als sich Putin und seine Kamarilla offenbar ernsthaft eibildeten, man werde ihre Truppen in der Ostukraine relativ widerstandslos empfangen und sie als Befreier vom Joch der vom Westen gesponserten "Nazis" beim Durchmarsch auf Kiew unterstützen.


    Wenn du an den Donbass denkst, ich bezweifle, dass die Russen die Erwartung hatten, dass Soldaten, die dort an der schwer befestigten Frontlinie gesessen haben, um die separatistischen Milizen zu bekämpfen, einfach aufgeben würden oder leicht zu überwinden wären. Aber in der Bevölkerung, das wurde auch seitens des Westens insbesondere von den französischen Medien immer mal wieder berichtet, gab es jedenfalls soviel Sympathien für die Russen, dass sich andere Ukrainer, darunter die Soldaten, darüber beschwert haben.


    Ansonsten vielleicht hatte man bei Charkow-Stadt die Erwartung, dass es ähnlich einfach unter russische Kontrolle fällt wie die kleineren Städte im Süden. Aber schon wegen ihrer Größe war das eigentlich nur zu erwarten, wenn du keinen nennenswerten Widerstand hast, und da das zwar eine geschliffene "pro-russische" Bastion ist, aber eben auch die Stadt, aus der die Asow-Bewegung kommt, liegen allzu große Hoffnungen da vielleicht auch nicht nahe. Überhaupt schien die russische Ambition in Charkow im Osten des Oblasts am Sewerski Donez zu enden.

  • Die Usis beschweren sich, dass die Volksbefreiungsarmee nicht mit ihnen telefonieren will:


    https://www.reuters.com/world/…oon-shootdown-2023-02-07/


    Hm, woran das wohl liegt. :/


  • So gesehen, vielleicht wurde die Ballon-Geschichte von US-Seite deshalb so aufgeblasen, weil man Druck auf die Chinesen ausüben wollte, wieder mehr Kanäle zu öffnen. Nach dem Motto, wenn ihr nicht mit uns redet, veranstalten wir jetzt jedesmal so einen Zirkus.


    Zumal ich ja das hinter der Einstellung der Kooperation vermute:


    Ich glaube der Hauptzweck einiger dieser Maßnahmen ist weniger die USA zu bestrafen, sondern den Informationsfluss zu kappen.


    Aber gut das Ding ist wohl deutlich länger über die USA geflogen als üblich, also vielleicht war das auch unausweichlich. Hab die Behauptung gelesen, das kam durch den Polarwirbel.

  • Das ist aber schon das Äquivalent von diesen T-62-Bildern, aus denen die pro-ukrainische Seite vor einem Dreivierteljahr so viel Zuversicht gezogen hat.

    Bei beiden Seiten resultiert das aus einem Mangel an modernerem Gerät/ Unwillen es abzugeben.

    Den Leopard 1 gibt's mit vielen Modernisierungsstufen, trotzdem bleibt die 105 mm BK, damit sollte man sich nicht in frontale Duelle mit dem T-90 begeben.

    Das wird aber auch nicht die Aufgabe des Leo 1 werden, die werden eher die moderne Wiederkehr der Sturmartillerie sein, so wie die Amis das mit der MPF (Mobile Protected Firepower aka 'don't call it a light tank') auch machen; Hauptaufgabe unterstützung der Infanterie/ back to the roots.

  • Wenn du an den Donbass denkst

    Na eigentlich dachte ich eher an den ersten schnellen Vorstoß Richtung Hauptstadt. Das war ja offensichtlich militärisch eher unklug, aber wahrscheilich dachten sie wirklich - so wie die meisten westlichen Experten zu Anfang (wenn auch aus anderen Gründen) - sie hätte eine reelle Chance, die Regierung militärisch zu enthaupten und auf keinen nennenswerten Widerstand aus der Bevölkerung zu treffen.

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