Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • Das Ding ist auch: Die Paar schwere Waffen, die Deutschland liefern könnte, würden jetzt auch nicht wirklich über Sieg oder Niederlage entscheiden.

    Dafür ist Deutschland militärisch ein Zwerg.

    Nur wenn die Ukraine trotz aller realen Aussichten gewinnen sollte (was auch immer das heißt), dann könnte man sagen, dass mit Deutschlands schweren Waffen weniger Menschenleben auf ukrainischer Seite verloren gegangen wären.

    Da die Ukraine aber nicht gewinnen wird, auch wenn ich mir deren Sieg wünsche, brauchen wir auch nicht in einen verlorenen Krieg im großem militärischen Ausmaß hineingezogen zu werden.

  • Ja, dafür sehen sich gerade Lanz, der Bundestag und das komplette Medienspektrum in der Pflicht anscheinend.

    In dem Fall doch dann aber aktuell weniger mittels Vaterlandsliebe und mehr mittels Moral und Werte. Bei denen bleibts am Ende aber dann doch noch schwieriger zu begründen, warum ne Generalmobilmachung inklusive Ausreiseverbot mit verbundener Zwangsrekrutierung notwendig und quasi Bürgerpflicht ist.


    Auf der anderen Seite sagt man uns aber auch, wir sollten ihn einfach mal ernst nehmen, weil er ja seit 2006 genau sagt, was ihn umtreibt.

    Also die Eroberung der Ukraine? Sorry, hab von dem was er gesagt hat und/oder gesagt haben soll auch zu viel in letzter Zeit aufgeschnappt, als das ich da keine Klarheit aktuell habe. Aber rein aus den gezeigten Handlungen ergibt sich halt doch nen für mich ungutes Bild. Der ganze Vorstoß und Kampf um Kiew und auch sonst im Norden der Ukraine macht halt leider das Narrativ der Unterstützung der Volksrepubliken gegen die Kriegsverbrechen der Waffenruhe brechenden Nazis etwas kaputt.

  • In dem Fall doch dann aber aktuell weniger mittels Vaterlandsliebe und mehr mittels Moral und Werte. Bei denen bleibts am Ende aber dann doch noch schwieriger zu begründen, warum ne Generalmobilmachung inklusive Ausreiseverbot mit verbundener Zwangsrekrutierung notwendig und quasi Bürgerpflicht ist.

    Na mal gucken. Erstmal gehts ja "nur" darum, die Leute moralisch auf Linie und den Krieg am Laufen zu halten. Offiziell sind wir ja noch nicht Kriegspartei und haben keine russischen Panzer vor der Tür. Der medien- und blockübergreifende Mechanismus zur Diffamierung von Kriegsgegnern war aber schonmal gut zu beobachten.


    Also die Eroberung der Ukraine?

    Denke nicht. Die rote Linie und die Formulierung der existentiellen Gefahr war aber immer klar. Ohne US-Maidan-Coupe keine Krimannexion. Ohne ukrainische Aufrüstung, NATO-Mitgliedschaft und Donbasskrieg keine "Special Operation".


    Die Perspektiven wurden aufgezeigt, die Reaktionen angekündigt. Da ändert auch unsere Propaganda, das wären alles nur Putin Taklingpoints, nichts dran.

  • Warum sich die russische Propaganda auf Deutschland einschießt, obwohl die Deutsche Regierung ja eigentlich eher zurückhaltend agiert, ist nicht besonders verwunderlich: Deutschland wurde halt zurecht als schwaches Glied innerhalb der Nato identifiziert, inklusive der Debatten in Deutschland, der großen Angst in den Krieg hineingezogen zu werden und Angst vor Atomkrieg.


    Ist doch völlig logisch, dass man das von russischer Seite jetzt bespielt.

    Der deutsche Schuldkomplex wird doch von allen bespielt. So wie der Melnyk sich hier aufführt, wäre er in jedem andern Land schon per Arschtritt nach Kiew zurück geflogen.

    Das neben Großbritannien aus Ukraine, Polen, Estland, Lettland, Litauen und (später) Türkei besteht.

    Würde Sinn machen, wenn die USA auch mit dabei sind. Da die Ukraine offiziell nicht in die NATO reinkommen wird, braucht man ein Ersatz-Militärbündnis.

    Wäre ich ein ukrainischer Landsmann/Landsfrau, könnte ich das verstehen. Ich würde auch um jeden quadratzentimeter kämpfen wollen gegen einen Agressor wie Russland.

    Aus Deutschlands Sicht: Fuck you. Es tut mir echt Leid für die Ukraine und ich wünschte es wäre niemals zu dem Krieg gekommen. Aber ganz definitv ein Fuck You, wenn wir für ein bisschen mehr Landmasse für die Ukraine, unseren ökonomischer Untergang riskieren sollen.

    Das Problem ist nicht die Grenzziehung, sonst wäre die NATO nicht trotz Annexion der Krim und de facto Annexion des halben Donbaz zu business as usual übergegangen. Das Problem ist der Anspruch Putins auf die gesamte Ukraine, sei es als Provinz oder Marionettenstaat Russlands. Einen Staat von der Größe Frankreichs kann die NATO nicht ohne Kampf herausrücken.

  • Na mal gucken. Erstmal gehts ja "nur" darum, die Leute moralisch auf Linie und den Krieg am Laufen zu halten. Offiziell sind wir ja noch nicht Kriegspartei und haben keine russischen Panzer vor der Tür. Der medien- und blockübergreifende Mechanismus zur Diffamierung von Kriegsgegnern war aber schonmal gut zu beobachten.


    Denke nicht. Die rote Linie und die Formulierung der existentiellen Gefahr war aber immer klar. Ohne US-Maidan-Coupe keine Krimannexion. Ohne ukrainische Aufrüstung, NATO-Mitgliedschaft und Donbasskrieg keine "Special Operation".


    Die Perspektiven wurden aufgezeigt, die Reaktionen angekündigt. Da ändert auch unsere Propaganda, das wären alles nur Putin Taklingpoints, nichts dran.

    Gute Zusammenfassung. Sehe ich auch so.

  • Der medien- und blockübergreifende Mechanismus zur Diffamierung von Kriegsgegnern war aber schonmal gut zu beobachten.

    Im letzten Lanz/Precht Podcast, das war das erste Mal überhaupt, dass ich gehört habe wie Precht etwas nicht sagt, weil er Angst wegen der Reaktion hat. Bisher war sein Standing so stark, dass er selbst kontroverses Zeug einfach so raus gehauen hat. Sehr erfrischend. Aber das Kriegsgeheul der Medien hat wohl selbst ihn beeindruckt. Schade. Originelle Denker, die nicht stromlinienförmig sind, aber trotzdem noch in die öffentlich Rechtlichen dürfen, gibts nicht so viele.

  • Im letzten Lanz/Precht Podcast, das war das erste Mal überhaupt, dass ich gehört habe wie Precht etwas nicht sagt, weil er Angst wegen der Reaktion hat. Bisher war sein Standing so stark, dass er selbst kontroverses Zeug einfach so raus gehauen hat. Sehr erfrischend. Aber das Kriegsgeheul der Medien hat wohl selbst ihn beeindruckt. Schade. Originelle Denker, die nicht stromlinienförmig sind, aber trotzdem noch in die öffentlich Rechtlichen dürfen, gibts nicht so viele.

    Hab ich noch nicht gehört. Man muss aber auch mal anerkennen, dass der Precht da seit Wochen gegen Lanz' solide Mauer aus Ignoranz, Widersprüchen, transatlantischer Propaganda und triefend-stinkender Mörtelkacke anargumentiert.


    So lustig, wie ich das teilweise finde, muss das auch den stabilsten Zenmeister einfach irgendwann brechen. Dass der sich den Schwachsinn vom Lanz so lange antut ist bemerkenswert.

  • Erste Folge davon die ich bisher gehört hab, daher kann ichs nicht wirklich einordnen, aber die fand ich jetzt nicht schlecht.


    Gerade die folgenden Punkte sind hängen geblieben:

    Verstehen ≠ Verständnis

    die Erkenntnis das Maximalforderungen nicht funktionieren werden scheint zu reifen

    wenn keine Lösung durch Verhandlungen, was Zugeständnisse bedeutet, gefunden wird, dann wirds mindestens auf ein Korea, also auf einen dauerhaften Kriegszustand mit Gebietsverlust und maximal bewaffneten Grenzen hinauslaufen


  • Na mal gucken. Erstmal gehts ja "nur" darum, die Leute moralisch auf Linie und den Krieg am Laufen zu halten. Offiziell sind wir ja noch nicht Kriegspartei und haben keine russischen Panzer vor der Tür. Der medien- und blockübergreifende Mechanismus zur Diffamierung von Kriegsgegnern war aber schonmal gut zu beobachten.

    Ja, an dem Punkt denke auch dass wir aktuell sind. Aber selbst wenn wir nun aktiv in der Ukraine am Krieg beteiligt wären, dann würden wir wohl denke ich erstmal doch "nur" mittels der Berufssoldaten dort operieren. Ging ja gerade darum was man bei so ner Geschichte von wegen Ausreiseverbot mit Zwangseinziehung macht und da sehe ich als wirklich die einzigen Lösungen, rechtzeitig ausreisen (wohin is da noch nich unwesentlich) oder systemrelevant genug werden um nicht an die Front bzw zwangseingezogen zu werden oder eben kampfbereit zu werden/sein.


    Denke nicht. Die rote Linie und die Formulierung der existentiellen Gefahr war aber immer klar. Ohne US-Maidan-Coupe keine Krimannexion. Ohne ukrainische Aufrüstung, NATO-Mitgliedschaft und Donbasskrieg keine "Special Operation".


    Die Perspektiven wurden aufgezeigt, die Reaktionen angekündigt. Da ändert auch unsere Propaganda, das wären alles nur Putin Taklingpoints, nichts dran.

    ja klar, wie die Eskalationsspirale von allen Seiten befeuert wurde ist denke ich klar. Aber was die Special Operation nun als wirkliches Ziel hatte, das ist nicht so wirklich klar. Es sieht zumindest so aus, als wenn das als erstes angepeilte Ziel die Enthauptung der Ukraine und damit die Machtübernahme in der und über die (gesamte) Ukraine war. Darauf aufbauend kann man dann weitere Überlegungen anstellen, wie es dann hätte weiter gehen sollen. Das hat offenkundig nicht geklappt, also wurden die Ziele angepasst.

    Gehts um die NATO-Mitgiedsschaft, dann glaube ich da sogar, dass die erstmal vom Tisch war. Also gehts wenn dann um das militärische Aufrüsten und Ausbilden und unabhängig von einer Mitgliedschaft auf dem Papier eine quasi Anbindung an die Strukturen durchzuführen und so einen quasi Mitgliedschaftsstatus zu schaffen. Ka ob das so deutlich und klar formuliert wurde und ob da dann klar gesagt wurde, dass das schon eine rote Linie ist. So klar ala "ihr zieht da alles an Personal ab und liefert keine Waffen von Typ xyz, sonst werden wir da militärisch eingreifen und das Entfernen der ungewünschten Waffen und des ungewünschten Personals durchsetzen". So wie ich das mitbekommen habe wurde da von beiden Seiten nur immer stets mit ner Menge Andeutungen und Ungenauigkeiten und Säbelrasseln gearbeitet, aber so richtig Klartext gabs wohl wenn nur hinter verschlossenen Türen.

    Also bei mir bleibt bisher halt einfach, es geht auf beiden Seiten um Macht- und Einflussausbau. Alle Seiten operieren dabei maximal dreckig. Putin hat sich da zu etwas hinreisen lassen, was ihn zumindest an der medialen Front, zumindest im Westen, nicht sonderlich gut dastehen lässt (ums mal nett auszudrücken). Ach und er hat es dabei halt leider auch geschafft, dass der Westen bzw in dem Fall Europa wieder verstärkt auf militärische Aufrüstung und Säbelrasseln setzt.

  • Ja, an dem Punkt denke auch dass wir aktuell sind. Aber selbst wenn wir nun aktiv in der Ukraine am Krieg beteiligt wären, dann würden wir wohl denke ich erstmal doch "nur" mittels der Berufssoldaten dort operieren. Ging ja gerade darum was man bei so ner Geschichte von wegen Ausreiseverbot mit Zwangseinziehung macht und da sehe ich als wirklich die einzigen Lösungen, rechtzeitig ausreisen (wohin is da noch nich unwesentlich) oder systemrelevant genug werden um nicht an die Front bzw zwangseingezogen zu werden oder eben kampfbereit zu werden/sein.

    Ja, der Zeitpunkt wird da entscheidend sein. Gruselige Vorstellung.


    Aber was die Special Operation nun als wirkliches Ziel hatte, das ist nicht so wirklich klar. Es sieht zumindest so aus, als wenn das als erstes angepeilte Ziel die Enthauptung der Ukraine und damit die Machtübernahme in der und über die (gesamte) Ukraine war. Darauf aufbauend kann man dann weitere Überlegungen anstellen, wie es dann hätte weiter gehen sollen. Das hat offenkundig nicht geklappt, also wurden die Ziele angepasst.

    Da kann man wirklich die verschiedensten Interpretationen haben. Es wäre für mich vorstellbar, dass man es im Kreml für möglich hielt, alleine die Aussicht der russischen Einnahme Kiews könnte ausreichen, um das ganze Regime relativ günstig zu stürzen bzw Minsk 2 + X durchzusetzen.


    Gehts um die NATO-Mitgiedsschaft, dann glaube ich da sogar, dass die erstmal vom Tisch war. Also gehts wenn dann um das militärische Aufrüsten und Ausbilden und unabhängig von einer Mitgliedschaft auf dem Papier eine quasi Anbindung an die Strukturen durchzuführen und so einen quasi Mitgliedschaftsstatus zu schaffen. Ka ob das so deutlich und klar formuliert wurde und ob da dann klar gesagt wurde, dass das schon eine rote Linie ist. So klar ala "ihr zieht da alles an Personal ab und liefert keine Waffen von Typ xyz, sonst werden wir da militärisch eingreifen und das Entfernen der ungewünschten Waffen und des ungewünschten Personals durchsetzen". So wie ich das mitbekommen habe wurde da von beiden Seiten nur immer stets mit ner Menge Andeutungen und Ungenauigkeiten und Säbelrasseln gearbeitet, aber so richtig Klartext gabs wohl wenn nur hinter verschlossenen Türen.

    Klar, rote Linien sind ja immer erstmal rasselnde Säbel bis der Moment kommt, wo man dann die Karten auf den Tisch legen muss. Ich denke die Krim Annexion hatte gezeigt, dass die Russen nicht bluffen. Dass die Ukraine als neutraler Pufferstaat als existentieller Faktor gesehen wird, wurde auch in westlichen Analysen oft dokumentiert, denke ich.


    Also bei mir bleibt bisher halt einfach, es geht auf beiden Seiten um Macht- und Einflussausbau. Alle Seiten operieren dabei maximal dreckig. Putin hat sich da zu etwas hinreisen lassen, was ihn zumindest an der medialen Front, zumindest im Westen, nicht sonderlich gut dastehen lässt (ums mal nett auszudrücken).

    Das sehe ich auch so. Jeder argumentiert seine Macht- und Einflusspolitik letztendlich immer mit irgendwelchen Sicherheitsinteressen. Deshalb musste unsere Sicherheit ja auch am Hindukusch verteidigt werden.


    Ich weiss nicht, ob die westliche mediale Front jetzt so eine große Rolle spielt, wenn es um Sicherheitsinteressen geht. Diese Front wurde ja schon seit Jahren aufgebaut und maximal bespielt. Wenn Putin sagt, er musste jetzt eingreifen, weil es später nur noch dreckiger wird, dann ist das erstmal eine Perspektive über die man nachdenken sollte und die unser diplomatisches Versagen dokumentiert. RussiaGate, Syrien, Nawalny, NS2, Iran etc ... in der Retrospektive lassen sich viele Anhaltspunkte finden, die eine stark ausgeprägt Russophobie erkennen lassen und den Westen aus russischer Sicht nicht vertrauenswürdig erscheinen lassen.


    Die Angebote einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok wurden von uns abgelehnt. Der Bau einer neuen Sicherheitsarchitektur mit Russland zusammen auch. Eine NATO-Mitgliedschaft sowieso. Jetzt sind wir da wo wir sind. Nach einer langen Vorgeschichte, die Transatlantiker natürlich nicht so gerne thematisieren.

  • Gehts um die NATO-Mitgiedsschaft, dann glaube ich da sogar, dass die erstmal vom Tisch war

    Das ist auch so ein Bullshit, der ständig verbreitet wurde.

    Sobald den Amis klar wurde, wahrscheinlich zuerst auf Geheimdienstebene, dass ein Angriff sehr sehr wahrscheinlich ist, haben die das kurz davor von der Ukraine zurückziehen lassen um im Nachhinein sagen zu können: Der Putin lügt! Darum gings ihm nie.

    Und dieses Zurückziehen waren auch nur leere Worte und nichts konkret irgendwo festgehaltenes. War auch kein Hinweis irgendwo darauf, dass man das konkret in feste Zusagen gießen wollte.

    Nach nun 8 Jahren nach dem Maidan kann ich mir zumindest bei dem Ding aus Putins Sicht gut vorstellen, dass er keine Lust mehr auf diesen Verarsche-Bullshit hatte.

    es geht auf beiden Seiten um Macht- und Einflussausbau

    Kurz gesagt: Ja klar, was denn sonst. Stell dir vor, Mexiko, mit einer direkten Grenze an USA, wäre im Risiko ein russischer Satellitenstaat zu werden. Da wären die USA aber sofort mit der ganzen Armee einmarschiert.

    Daher will auch Russland vor seiner Haustür keinen amerikanischen Satellitenstaat.

    Wobei da natürlich auch noch andere Faktoren wie Wirtschaft, Geschichte und militärische eisfreie Häfen etc. eine Rollen spielen.

    Alle Seiten operieren dabei maximal dreckig

    Es ist Krieg. Glaube kaum, dass es in einem echten Krieg sauber zugeht. Und ja, natürlich operieren BEIDE Seiten sehr dreckig auf Kosten der ukrainischen Bevölkerung.


    Putin hat sich da zu etwas hinreisen lassen, was ihn zumindest an der medialen Front, zumindest im Westen, nicht sonderlich gut dastehen lässt (ums mal nett auszudrücken

    Ja, die Propaganda-Kommunikation ist bei den Amis tatsächlich viel besser als bei den Russen. Wenn ich mir den Bullshit mit "Chemielabore in der Ukraine" anhöre, dann denke ich, dass der russische Propagandaminister so schlechte Arbeit leistet, dass er gefeuert werden muss.

    Und dieses gossenhafte Beleidigen in den russischen Propagandashows....wie soll man da die ernst nehmen, auch wenn sie im Grunde zu Recht gegen die Amis kämpfen?

    Daher: Gegen Amis kämpfen im Grunde richtig, aber die Kommunikation ist für die Tonne.

  • Jemand, der hier ein Twitter-Account hat oder vielleicht Tilo selbst, fragt mal bitte diesen Propaganda-Dude auf Twitter, welche "Reports" er meint bezw. was seine Quellen sind, oder ob er das mal wieder einfach ausm Arsch gezogen hat.

    Das ist genauso billig wie: "Laut EXPERTEN (keine Namen der sogenannten Experten genannt) bla bla bla"



  • Jemand, der hier ein Twitter-Account hat oder vielleicht Tilo selbst, fragt mal bitte diesen Propaganda-Dude auf Twitter, welche "Reports" er meint bezw. was seine Quellen sind, oder ob er das mal wieder einfach ausm Arsch gezogen hat.

    Das ist genauso billig wie: "Laut EXPERTEN (keine Namen der sogenannten Experten genannt) bla bla bla"



    Haha, jetzt hat der Propaganda-Dude seine Quelle verraten: Er hat "gejudged" anhand des Axel-Springer-Artikels (DieWelt), der von der Lachnummer Melnyk auf Twitter gezeigt wurde.

    Nicht einmal verlinkt war das irgendwo, nur ein Foto des Artikels.

    Aber nach kurzer Suche gefunden, steht im Artikel nichts was darauf irgendwie hindeutet, dass "Putin threatened Scholz with “consequences”" und Scholz daraufhin sofort die Lieferung der schweren Waffen an die Ukraine auf Eis gelegt hat.

    Jaja, Propaganda mit bereits kurzer Recherche nachgewiesen.


    Artikel: https://www.welt.de/newsticker…rung-schwerer-Waffen.html

  • Exakt, tut gut das mal von Jemand anderem als mir zu lesen. Eigene Nationale Interessen haben und durchsetzen kann man von Deutschen Regierungen und gerade von dieser nicht erwarten oder wie Scholl-Latur schon vor 11 Jahren feststellte:"Diese sogenannte Regierung die nicht in der Lage ist eine Strategie aufzustellen geschweige denn durchzuziehen" UDE Vortrag aus dem Gedächtnis, auf yt auffindbar.

    Zumal haben die Ukrainer ja auch genug getan um die Reaktion der Russen zu erzwingen, es nicht so als sei sie wie eine Naturgewalt über sie hereingebrochen. Alleine dass er die Krim zurückerobern wollte in Mitte 21 der Selenski, bevor die Russen aufmarschiert sind, damit habe ich keine Fragen mehr.

  • https://www.reuters.com/busine…ader-gasterra-2022-05-30/


    Zitat

    AMSTERDAM, May 30 (Reuters) - GasTerra will no longer receive gas from Russia's Gazprom from May 31 after refusing to agree to Moscow's demands for payment in roubles, the two companies said on Monday.


    GasTerra, which buys and trades gas on behalf of the Dutch government, said it had contracted elsewhere for the 2 billion cubic meters (bcm) of gas it had expected to receive from Gazprom through October.


    :rolleyes:


    Zitat

    "It is not possible to say in advance what impact the dropping off of 2 bcm of Russian gas will have on the supply and demand situation in the European market," the Dutch company added.


    Ach ja? Da braucht es nicht viel Phantasie.


    https://www.bbc.com/news/world-europe-61638860


    Zitat

    European Union leaders have agreed a compromise plan to block more than two-thirds of Russian oil imports after Hungary opposed a total ban.


    European Council chief Charles Michel said the deal cut off "a huge source of financing" for the Russian war machine.


    :rolleyes:


    Dazu kommt mit der Öffnung von Shanghai wird ein erhöhter Bedarf an Öl aus China erwartet. Sprich auch der Ölpreis wird weiter steigen.


    Anders ausgedrückt:


    https://www.youtube.com/watch?v=bYOn3-PhA9c


  • Und die Gastauftritte dieses Ismay-Darstellers habe ich auch so langsam über:


    Zitat

    Ukraine's President Volodymyr Zelensky, who dialled into the summit, urged EU countries to stop their internal "quarrels," stating that they only helped Moscow.


    "All quarrels in Europe must end, internal disputes that only encourage Russia to put more and more pressure on you," Mr Zelensky said via video-link.

  • Ich denke die Krim Annexion hatte gezeigt, dass die Russen nicht bluffen. Dass die Ukraine als neutraler Pufferstaat als existentieller Faktor gesehen wird, wurde auch in westlichen Analysen oft dokumentiert, denke ich.

    Also dass sie für gewisse Dinge bereit sind zum Äußersten zu gehen, dass hatte es nochmal unterstrichen. Denke aber das war auch vorher klar, genauso wie es bei den Amis klar ist. Das aber der Zustand vor dem Angriff diesen auslösen wird war ja doch nicht so klar. Zumindest haben sehr viele nicht daran geglaubt. Das er eine Möglichkeit sein könnte, das stand dann zwar schon im Raum und mit der Gefahr wurde wohl dann auch ganz bewusst gespielt. Dieses Spiel immer an den Grenzen und mit dem versuchten Verschieben der Grenzen (nicht auf der Landkarte sondern von dem was andere noch zulassen ohne eine nicht gewünschte Reaktion zu zeigen) hat halt dann auch immer die Gefahr eines ungewollten Ausbruchs bei zu großen Spannungen oder vllt auch wenn die Toleranzgrenze sich unerwartet verschiebt oder man die Grenze selbst nicht korrekt wahrnimmt. Da spielt dann mangelnder Klartext auch ne Rolle, aber das rumschwurbeln und Worte auslegen, deuten und umdeuten ist halt ein von allen eingesetztes Mittel.


    Ich weiss nicht, ob die westliche mediale Front jetzt so eine große Rolle spielt, wenn es um Sicherheitsinteressen geht.

    Für russische vllt nicht, für westliche denke ich schon eher.

    Die Rolle würde ich jetzt aber eher im Lenken der Massen sehen. Und damit drücke ich nicht aus, dass ich da einen Steuermann am Steuer sehe oder vermute, bevor es wieder in die Richtung abdriftet. Ist mehr so eine Dynamik.


    Wenn Putin sagt, er musste jetzt eingreifen, weil es später nur noch dreckiger wird, dann ist das erstmal eine Perspektive über die man nachdenken sollte und die unser diplomatisches Versagen dokumentiert.

    Ja die Diplomatie hat hier offensichtlich versagt. Zumindest wenn man als Ziel sieht einen Krieg zu vermeiden oder gar zu verhindern.

    Aber um etwas vorweg zu greifen, bei allem Verständnis der Probleme und Konflikte zwischen Westen und Russland, so hat nun doch eben Russland eine Invasion gestartet. Und das ohne klares vorheriges Ultimatum mit klar formulierten Forderungen. Aber mit ner Menge eigenem Geschwurbel.


    RussiaGate, Syrien, Nawalny, NS2, Iran etc ... in der Retrospektive lassen sich viele Anhaltspunkte finden, die eine stark ausgeprägt Russophobie erkennen lassen und den Westen aus russischer Sicht nicht vertrauenswürdig erscheinen lassen.

    Ich würde da ja durchaus noch weiter in der Geschichte gehen. Der Westen hat auf brutalste Weise bereits bewiesen was er von Russland und dessen Bevölkerung hält. Auch wenn der Westen heute vllt nicht mehr identisch mit dem von damals sein mag, so zieht sich das doch wie ein gewisser roter Faden durch die lange Geschichte, die auch nicht erst mit WW1 beginnt. Die jüngeren Anhaltspunkte sind dann quasi eher eine Bestätigung dafür, dass da etwas noch immer nicht überwunden scheint.

    Ach und vertrauenswürdig in Kombination mit Westen is ja auch so ne Sache...wir sind ja nichmal intern wirklich vertrauenswürdig...wobei man kann darauf vertrauen, dass es knallhart um Machtinteressen geht und dabei alle Mittel recht sind.


    Die Angebote einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok wurden von uns abgelehnt. Der Bau einer neuen Sicherheitsarchitektur mit Russland zusammen auch. Eine NATO-Mitgliedschaft sowieso. Jetzt sind wir da wo wir sind. Nach einer langen Vorgeschichte, die Transatlantiker natürlich nicht so gerne thematisieren.

    Ja, alles richtig. USA dulden halt keinen neben sich, der wie sie eigene Interessen vorne und entgegen der ihrigen anstellen kann und das vor allem auch tut. Am Ende würde sonst Europa noch ein Stück unabhängig werden und auch auf Augenhöhe dabei sein wollen und können.

    Und ja, wir sind nun da wo wir sind, auf Grund von knallharten Machtinteressen und entsprechender Politik.

    All das finde ich richtig kacke. Das Verhalten der USA, das Verhalten der EU, das Verhalten einzelner Staaten innerhalb der EU, die himmelschreiende Doppelmoral. Aber dennoch hat Russland einen Angriffskrieg gestartet und das eben auch noch auf eine Art und Weise, die es zumindest im Westen sehr leicht macht es maximal zu verurteilen.

  • Also dass sie für gewisse Dinge bereit sind zum Äußersten zu gehen, dass hatte es nochmal unterstrichen. Denke aber das war auch vorher klar, genauso wie es bei den Amis klar ist. Das aber der Zustand vor dem Angriff diesen auslösen wird war ja doch nicht so klar. Zumindest haben sehr viele nicht daran geglaubt. Das er eine Möglichkeit sein könnte, das stand dann zwar schon im Raum und mit der Gefahr wurde wohl dann auch ganz bewusst gespielt. Dieses Spiel immer an den Grenzen und mit dem versuchten Verschieben der Grenzen (nicht auf der Landkarte sondern von dem was andere noch zulassen ohne eine nicht gewünschte Reaktion zu zeigen) hat halt dann auch immer die Gefahr eines ungewollten Ausbruchs bei zu großen Spannungen oder vllt auch wenn die Toleranzgrenze sich unerwartet verschiebt oder man die Grenze selbst nicht korrekt wahrnimmt. Da spielt dann mangelnder Klartext auch ne Rolle, aber das rumschwurbeln und Worte auslegen, deuten und umdeuten ist halt ein von allen eingesetztes Mittel.

    Naja, ich denke, wenn viele das nicht für Möglich hielten, liegt das am Kernproblem, dass wir uns hier in unserer Weltanschauung nur um uns drehen. Das ist eine antrainierte Ignoranz, die auch bei der Analyse heute in der Retrospektive federführend ist. Das ist ein großes Problem.


    Für russische vllt nicht, für westliche denke ich schon eher.

    Die Rolle würde ich jetzt aber eher im Lenken der Massen sehen. Und damit drücke ich nicht aus, dass ich da einen Steuermann am Steuer sehe oder vermute, bevor es wieder in die Richtung abdriftet. Ist mehr so eine Dynamik.

    Ja klar. Chomsky hat das Manufacturing Content genannt.


    Ja die Diplomatie hat hier offensichtlich versagt. Zumindest wenn man als Ziel sieht einen Krieg zu vermeiden oder gar zu verhindern.

    Aber um etwas vorweg zu greifen, bei allem Verständnis der Probleme und Konflikte zwischen Westen und Russland, so hat nun doch eben Russland eine Invasion gestartet. Und das ohne klares vorheriges Ultimatum mit klar formulierten Forderungen. Aber mit ner Menge eigenem Geschwurbel.

    Wir nennen das hier Geschwurbel. Das liegt aber an unserer Eingangs erwähnten Ignoranz. Die Frage ist ja auch, ob die Diplomatie versagt oder ob der Krieg einfach eine einkalkulierte Option ist, um Interessen durchzusetzen. Der einzige Kriegsgewinner bisher sind die USA. Das kommt sicher nicht überraschend. Russland hat hier eigentlich nichts zu gewinnen außer den Status quo, den sie seit geraumer Zeit als für sie existentiell Beschreiben.


    Die Russen haben die Invasion jetzt gestartet, richtig. Aber eben nicht aus dem nichts heraus.


    Ich würde da ja durchaus noch weiter in der Geschichte gehen. Der Westen hat auf brutalste Weise bereits bewiesen was er von Russland und dessen Bevölkerung hält. Auch wenn der Westen heute vllt nicht mehr identisch mit dem von damals sein mag, so zieht sich das doch wie ein gewisser roter Faden durch die lange Geschichte, die auch nicht erst mit WW1 beginnt. Die jüngeren Anhaltspunkte sind dann quasi eher eine Bestätigung dafür, dass da etwas noch immer nicht überwunden scheint.

    Ach und vertrauenswürdig in Kombination mit Westen is ja auch so ne Sache...wir sind ja nichmal intern wirklich vertrauenswürdig...wobei man kann darauf vertrauen, dass es knallhart um Machtinteressen geht und dabei alle Mittel recht sind.

    Ja. Ich würde vielleicht nur noch herausstellen wollen, dass unsere (nicht existierende) Vertrauenswürdigkeit trotzdem wichtiger Bestandteil unserer nach innen gerichteten Propaganda ist. Nur so lässt sich Russlands vorgehen als maximal irrational und barbarisch Framen.


    Es ist wichtig, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass diese grundlegende Erzählung unserer Rolle schon ein Fake ist.


    Aber dennoch hat Russland einen Angriffskrieg gestartet und das eben auch noch auf eine Art und Weise, die es zumindest im Westen sehr leicht macht es maximal zu verurteilen.

    Umso wichtiger, dass wir die Zusammenhänge nicht vernebeln lassen und uns entschieden gegen unsere Propaganda, die Diffamierungskampagnen ("Lumpenpazifisten") und den aufkommenden Militarismus wehren.

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