Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • Aus ihren langfristigen Lieferverträgen kaufen wir Lieferanten von Ländern im Rest von Asien dagegen nicht raus und da sind meines Wissens die wirklich großen Mengen gebunden.

    Das mag ja sein. Aber wenn es in anderen Ländern ähnlich läuft wie in Deutschland, dann konkurrieren da auch unterschiedliche Versorger um die gespeicherten Gasvorräte der großen Lieferanten. Und da werden natürlich ebenfalls die Preise steigen, wenn die gesamte EU (minus Ungarn) plötzlich ihren immensen Verbrauch am Weltmarkt besorgen muss, weil die Liefervertäge mit Russland in die Tonne wandern.


    "Knappheit" ist in der kapitalistischen Marktwirtschaft ja immer vor allem dort gegeben, wo das Geld zu knapp ist, um das vorhandene Angebot zu bezahlen.

  • [...] und Russland seine [Nahrungsmittel] nicht mehr exportieren will.


    Aber wenn vermutlich nicht wegen dem Krieg.


    https://www.ers.usda.gov/webdocs/outlooks/103245/whs-22b.pdf



    In den vergangenen beiden Jahren hatte Russland auch eine Exportmengenbeschränkung für die Weizenausfuhr. Für 2020 war die Menge ähnlich hoch wie dieses Jahr. Dazu kommt eine Exportsteuer. Ich weiß nicht inwiefern bisher andere Nahrungsmittel betroffen sind, wenn denke ich eher dadurch, dass westliche Transportunternehmen nicht mehr mit Russland zusammenarbeiten. Das fällt dann in den Bereich des Wirtschaftskrieges.


    Es könnte aber sein, dass "unfreundliche Länder" von Weizen und andere Nahrungsmittelexporten durch das gerade neue präsidentiale Dekret, das erstmals wirkliche russische Vergeltungsmaßnahmen für die Sanktionen einführt, abgeschnitten werden. Da muss man in ein paar Tagen sowieso mal sehen, welche neuen Schraubenschlüssel das in unser Wirtschaftsgetriebe wirft. Ob es erstmal zurückhaltend ist oder gleich irgendwo richtig zuschlägt.


    https://tass.com/politics/1446445


    (Bisher leiden wir hauptsächlich unter den Nebenwirkungen unserer Sanktionen gegen Russland.)

  • Es könnte aber sein, dass "unfreundliche Länder" von Weizen und andere Nahrungsmittelexporten durch das gerade neue präsidentiale Dekret, das erstmals wirkliche russische Vergeltungsmaßnahmen für die Sanktionen einführt, abgeschnitten werden

    Das ist egal, wegen Weltmarkt. Wenn das Zeug verkauft wird, dann fallen die Preise entsprechend (weil die Nachfrage vom Weltmarkt entsprechend sinkt), egal an wen es verkauft wird. Dasselbe würde auch für Gas und Öl gelten, nur das kann Russland ja vermutlich nicht anderweitig verkaufen mangels Infrastruktur.


  • das muss dieser völlig durchgeschnappte irre russenhitler sein, der bis paris durchmarschieren würde, wenn ihn keiner aufhält


  • *inspectorgadget schlägt kopf gegen die wand*

  • Das ist egal, wegen Weltmarkt. Wenn das Zeug verkauft wird, dann fallen die Preise entsprechend (weil die Nachfrage vom Weltmarkt entsprechend sinkt), egal an wen es verkauft wird.


    Nun, es haben allerdings eine ganze Reihe von Ländern ihrerseits Handelsbeschränkungen für Nahrungsmittel eingeführt. Sollte Russland Exporte an uns in solche Länder umlenken, würden sie auch dem Weltmarkt entzogen.


  • Gibt es nicht historische Forschung, die die Möglichkeit eines jüdischen Vorfahren von Hitler belegt?

  • Doom and gloom von der Bank of England: https://www.theguardian.com/bu…-inflation-cost-of-living


    Die Briten haben natürlich auch noch die Außenhandelseinbrüche als Folge des Austritts zu bewältigen, aber sowas ähnliches wird der Eurozone vermutlich auch blühen.


  • Gibt es nicht historische Forschung, die die Möglichkeit eines jüdischen Vorfahren von Hitler belegt?

    Es gibt nur die Theorie, dass Hitlers Mutter möglicherweise von einem Juden geschwängert worden sein könnte, weil sie mal als Hausangestellte einer jüdischen Familie gearbeitet hat. Aber beweisen kann man das nicht und besonders wahrscheinlich erscheint es auch nicht.


    Da ist mit Lawrow wahrscheinlich der "ganz normale" Alltagsantisemitismus durchgegangen.

  • [...] wer sind wir denn, dass wir denen vorschreiben können, wie sie ihr Land kaputt zu machen haben [...]

    Ich bin Ukrainerin – und kann kein Blau-Gelb mehr sehen

    Kriegsberichte - Unsere Autorin Marija Hirt ist Ukrainerin und lebt seit Jahren in Deutschland. Die Solidarität mit ihrer alten Heimat sieht sie mit gemischten Gefühlen.


    [...] Es ist für mich sehr schwierig, mit deutschen Bekannten über den Krieg zu reden. Und doch sprechen mich fast alle darauf an – aus einer ziemlich einheitlichen Haltung. Menschen, die bis vor Kurzem nicht wussten, welcher Fluss durch Kiew fließt oder wo das Asowsche Meer liegt, versuchen, mich über mein Land zu belehren. Und wenn ich sage, dass der Krieg – der sofort aufhören muss – auch eine Vorgeschichte hat, ernte ich Erstaunen und Kopfschütteln: Ist das nicht Putin-Propaganda? Habe ich all die herzzerreißenden Bilder aus meiner Heimat nicht gesehen? Müsste nicht gerade ich es besser wissen?

    Geboren wurde ich zu Sowjetzeiten auf der Krim. Meine Mutter ist ethnische Russin, der Vater Ukrainer, damals war das egal. Aufgewachsen bin ich in Kherson, studiert habe ich in Simferopol. Der Name über dem Text ist nicht mein echter. Noch will ich nicht glauben, dass ich oder meine deutsche Familie Nachteile hätten, wenn dort kein Pseudonym stünde. Aber ich habe Angehörige in der Ukraine. Und die sind allem ausgesetzt, was noch kommen mag. Da bleibe ich lieber vorsichtig.

    Warum? Enden wird das alles in einem Deal, den beide Seiten als Sieg verkaufen können. Aber was ist dann in der Ukraine los? Es wurden massenhaft Waffen in Umlauf gebracht. Man hat für den Kampf zahlreiche Häftlinge freigelassen, auch Gewalttäter und Mörder, wie jüngst in einer deutschen Zeitung stand. Laut Regierung sind ausländische Kämpfer in fünfstelliger Zahl im Land, ideologisch hoch motiviert, nicht selten rechtsradikal. Nach dem Krieg werden diese jungen Männer traumatisiert sein und zugleich euphorisch über den „Sieg“. Wer sammelt dann die Waffen wieder ein?[...]

    Im Krieg ist Medien nicht zu trauen. Die russischen verbreiten abenteuerliche Geschichten und übertreiben maßlos, um die „Militäroperation“ als „Entnazifizierung“ oder unmittelbare Notwehr zu verkaufen. In Wahrheit geht es um kühle Geopolitik. Aber auch hierzulande zeigen die Medien ein Zerrbild. Ihnen zufolge steht die ganze Ukraine Gewehr bei Fuß gegen den – wahrscheinlich verrückten – Aggressor. Wer von Spaltung redet, bediene nur das „Putin-Narrativ“! Warum hat die Regierung dann jetzt „pro-russischen“ Parteien jede Betätigung verboten? Wenn hierzulande Kriegsbilder gesendet werden oder Flüchtlinge befragt, passt alles genau zum Tenor. Zwischentöne gibt es kaum. Warum? Weil man aus der Ostukraine Deutschland nicht erreichen kann? Glauben die Befragten, mit ihren Erzählungen ihre Anwesenheit rechtfertigen zu müssen? Will man nichts berichten, was „dem Feinde nützt“?[...]

  • Natürlich ... Pinochet, Franco, fehlt noch irgendwer?


  • Putins Krieg - Kanzler Scholz wendet sich mit einer Rede ans Volk

    Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) wird nach BILD-Informationen am Sonntag in einer TV-Ansprache direkt zu den Bürgern des Landes sprechen.

    Thema seiner Rede: Putins furchtbarer Krieg gegen die Ukraine und das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 77 Jahren.

    Die Ansprache soll am Sonntagnachmittag aufgezeichnet und dann am frühen Abend von ARD und ZDF ausgestrahlt werden.

    Die Fernsehsender wurden sehr kurzfristig über die geplante TV-Rede informiert. Nach BILD-Informationen soll die Entscheidung des Kanzlers, sich in der aktuellen Kriegslage erneut direkt ans Volk wenden zu wollen, erst Mitte der Woche gefallen sein.[...]

    Liebes Volk,


    Ich, Euer Kanzler Olaf Scholz (63), teile euch hiermit ganz unmissverständlich mit, dass ich letzte Woche mit Pfarrer Gauck gesprochen und endlich meinen Glauben wieder gefunden habe.

    Das heißt, mir ist ab jetzt einfach scheissegal, ob Putin Atombomben auf Berlin wirft.

    Ich für meinen Teil habe meinen Frieden mit der Welt gemacht und sehe meiner Aszendenz in das ewige Himmelreich freudigen Blickes entgegen.

    Ich empfehle allen anderen sich auch so eine Gottesfürchtige Haltung zuzulegen. Ansonsten sollte man zumindest ausreichend Klopapier vorrätig halten.


    Ach so, bevor ich es vergesse: Ab Morgen 5:45 Uhr wird zurückgeschossen.


    Schönen Abend noch.


    Gott segne das Vaterland!

  • Boris Johnson ist wahrscheinlich auch ein sehr gottesfürchtiger Mann:

    Possibility of talks between Zelenskyy and Putin came to a halt after Johnson’s visit - UP sources

    Following the arrival of British Prime Minister Boris Johnson in Kyiv, a possible meeting between Ukrainian President Vladimir Zelenskyy and Russian President Vladimir Putin has become less likely.


    [...] Details: According Ukrainska Pravda sources close to Zelenskyy, the Prime Minister of the United Kingdom Boris Johnson, who appeared in the capital almost without warning, brought two simple messages.

    The first is that Putin is a war criminal, he should be pressured, not negotiated with.

    And the second is that even if Ukraine is ready to sign some agreements on guarantees with Putin, they are not.

    Johnson’s position was that the collective West, which back in February had suggested Zelenskyy should surrender and flee, now felt that Putin was not really as powerful as they had previously imagined, and that here was a chance to "press him."

    Three days after Johnson left for Britain, Putin went public and said talks with Ukraine "had turned into a dead end".[...]


  • Boris Johnson ist wahrscheinlich auch ein sehr gottesfürchtiger Mann:

    Possibility of talks between Zelenskyy and Putin came to a halt after Johnson’s visit - UP sources

    Following the arrival of British Prime Minister Boris Johnson in Kyiv, a possible meeting between Ukrainian President Vladimir Zelenskyy and Russian President Vladimir Putin has become less likely.



    Das riecht doch wieder nach sehr "unstimmigen Inhalten". ^^

  • Das riecht doch wieder nach sehr "unstimmigen Inhalten".

    Sehr richtig.


    Deshalb wird die deutsche Öffentlichkeit ja auch durch eine wachsame vierte Gewalt vor der wehkraftzersetzenden Beeinflussung durch solch demoralisierendes, unsere westlichen Verbündeten als Kriegstreiber verunglimpfendes Gedankengut beschützt!

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