Man sollte auch nicht glauben, dass HRW sei eine one-man-show, wie zB die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" in London.
Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass HRW zuletzt in die Schlagzeilen kam, weil sie Israel als "Apartheid State" bezeichnet haben. Viele linke KritikerInnen, der israelischen Regierung haben das übernommen und HRW als Kronzeugen für die Rechtmäßigkeit dieser scharfen Verurteilung benannt.
Entsprechend heftig war die Reaktion der Pro-Israel Fraktion. Damit haben sie sich in diesem Fall schon relativ deutlich gegen die offizielle US-Regierungslinie gestellt.
Besonders pro-westlich waren sie andererseits offenbar vor allem immer dann, wenn es gegen jegliche Form von sozialistischer, oder als solcher wahrgenommer Regierung ging.
Da scheint also die Bereitschaft zur Parteilichkeit zwar grundsätzlich vorhanden, aber auch wechselhaft zu sein.
Bei der sogenannten "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" ist der Bias hingegen meiner Ansicht nach wesentlich eindeutiger, konsequenter und eindimensionaler pro-westlich und antirussisch.