Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • Gruselig. Man muss bedenken die Frau hätte Kanzlerin werden können.


    Wobei ich hier eine besondere Konstellation vermute: Ich denke die Russland-Abteilung im Auswärtigen Amt hat Baerbock erstmal in ihren diplomatie-inkompatiblen Instinkten gebremst. Aber die dachten vermutlich überwiegend auch nicht, dass es zum Krieg kommt, als das doch der Fall war, sind die reihenweise umgefallen, alle in der ersten Welle eliminiert worden, und jetzt hat Moderation im Haus vermutlich einen sehr schweren Stand.


    Ansonsten, Menschen sterben in der Ukraine. Deutschland setzt dieser Unmenschlichkeit die Stärke seiner Freiheit und Menschlichkeit entgegen, indem russische Diplomaten ausgewiesen werden. Finde die Fehler.

    Die werden halt alle zunehmend zu einem Sicherheitsrisiko. Und zwar lebensbedrohend. Vielleicht erleben wir ja nochmal einen Militärputsch. 🥸

  • Es gibt noch die Alternative, dass sie sich anstrengt nicht auf der Putinversteher-Liste von Melnyk zu landen. Wie würde sie dann auf Twitter darstehen?

    Vielleicht. Wär schon schön blöd. Oder in Anlehnung an Trump so ein Crazy-mad-cat-Lady approach. Oder doch einfach nur Blutrausch und das Hirn macht gerade Urlaub… naja, 2022. hätte man sich ja eigentlich irgendwie denken können.

  • Nur für den Fall, dass ihr euch wegen dem erhöhten Migrationsaufkommen Sorgen macht, die Prioritäten der EU bleiben natürlich gewahrt:


    https://www.aljazeera.com/news…ukraines-detention-centre


  • Vielleicht. Wär schon schön blöd. Oder in Anlehnung an Trump so ein Crazy-mad-cat-Lady approach. Oder doch einfach nur Blutrausch und das Hirn macht gerade Urlaub… naja, 2022. hätte man sich ja eigentlich irgendwie denken können.


    Wobei die ganzen Ausweisungen von Diplomaten überall in Europa sind sowieso schon gelaufen, vermutlich haben die Usis mal eine Liste rumgereicht. Insofern vielleicht hatte man es sowieso vor und hat es jetzt eben einfach mit dem Tagesthema begründet.

  • Zitat
    Außenministerin Annalena Baerbock fand nach der De-facto-Ausweisung deutliche Worte. »Die Bilder aus Butscha zeugen von einer unglaublichen Brutalität der russischen Führung und derer, die seiner Propaganda folgen, von einem Vernichtungswillen, der über alle Grenzen hinweggeht«, sagte die Grünen-Politikerin. Der Unmenschlichkeit müsse Deutschland »die Stärke unserer Freiheit und unserer Menschlichkeit entgegensetzen«.[...]

    Gruselig. Man muss bedenken die Frau hätte Kanzlerin werden können.


    Wobei ich hier eine besondere Konstellation vermute: Ich denke die Russland-Abteilung im Auswärtigen Amt hat Baerbock erstmal in ihren diplomatie-inkompatiblen Instinkten gebremst. Aber die dachten vermutlich überwiegend auch nicht, dass es zum Krieg kommt, als das doch der Fall war, sind die reihenweise umgefallen, alle in der ersten Welle eliminiert worden, und jetzt hat Moderation im Haus vermutlich einen sehr schweren Stand.

    Die Grünen übertreffen die schlimmsten Erwartungen.

  • Der Seite, die beim Nachbarn einmarschiert, traust du das nicht zu?


    Naja, hätte man Deutschland aus heutiger Sicht nicht am besten 1930 entmilitarisiert und Denazifiziert? Zu Beginn der ganzen Aufrüstung und Radikalisierung? Da hätte sich die Welt viel Ärger erspart.


    Die Ukraine verbietet die russische Sprache, die russische Schrift, die russischen Medien, das alles obwohl da im Osten viele ethnische Russen leben. Das muss man als Europäer mal wirken lassen und sich das als Betroffener mal vorstellen. Dann beschießen sie einem 8 Jahre mit Kriegsgerät weil man ein Untermansch ist.


    Wenn Russland extra betont Zivilisten zu schonen, dann glaube ich das mal als ernstgemeinten Vorsatz, bei schweren Kämpfen in Städten kann man das nicht so genau sagen wer da jetzt für was verantwortlich ist. Aber im großen Ganzen sehe ich sehr viele präzise Treffer aufs Militär und auch täglich Dokumente von bekannten Nazis die es hinter sich haben.


    Wer empfänglich für Meinungsumschwünge bei Twitter-Trends ist, wer prinzipiell seinen Account in irgendetwas einfärbt was Trend ist, wer prinzipiell die USA geiler fand, der wird sicher anders darüber denken...

  • Naja, hätte man Deutschland aus heutiger Sicht nicht am besten 1930 entmilitarisiert und Denazifiziert? Zu Beginn der ganzen Aufrüstung und Radikalisierung? Da hätte sich die Welt viel Ärger erspart.

    Lustig, dass du es ansprichst, denn der Versailler Vertrag hat den Deutschen damals eine starke Aufrüstung de facto untersagt. Nur sind wir dann irgendwie ein bisschen aus dem Fokus geraten bei Franzosen und Briten und haben uns auch zuvor nicht ganz an die uns auferlegten Regeln gehalten.

  • Nur sind wir dann irgendwie ein bisschen aus dem Fokus geraten bei Franzosen und Briten und haben uns auch zuvor nicht ganz an die uns auferlegten Regeln gehalten.

    Mit freundlicher Unterstützung der Russen übrigens. Ohne deren Hilfestellung hätten Lutz und Manstein keine Möglichkeit gehabt die moderne Panzerdivision zu entwickeln und Rommel hätte nicht so durch Frankreich geistern können.

  • Die Grünen übertreffen die schlimmsten Erwartungen.


  • Macht ja auch keinen Sinn erstmal Untersuchungen abzuwarten, bevor man Russland "Vernichtungswillen" zuspricht, lieber gleich zur großen Reinigung hier Zuhause aufrufen...


    Was für ein unfähiges Personal!

    Zurzeit kann man allerdings schon davon ausgehen, dass es tatsächlich russische Soldaten waren (Satellitenbilder). Ob das jetzt aber politisch gedeckte Kriegsverbrechen waren, oder Handlungen einzelner frustrierter Soldaten, steht auf einem andren Blatt und ist jedoch nicht ganz unwichtig wenn es bspw. um Sanktionen geht. Freilich ist es ein Krieg, der von einer überbordenden Propaganda flankiert wird und es könnte sich genauso um eine false flag für unsere Medien handeln. Welcher Journalist will das zu 100% ausschließen können? Man sollte aber auch nicht jedes Mal der russischen Seite glauben. Ich bin da jedenfalls, seit dem 24.Feb. etwas geläutert.

  • Zurzeit kann man allerdings schon davon ausgehen, dass es tatsächlich russische Soldaten waren (Satellitenbilder).

    Also laut SPON hat die New York Times Satellitenfotos einer "privaten" US-Satellitenfirma ausgewertet und festgestellt, dass (Zitat!) "einige" der 20 Leichen, die laut Angaben von AFP-Journalisten, die mit dem ukrainischen Militär vor Ort waren, auf der Straße gefunden wurden und die man als ZivilistInnen identifiziert habe, schon seit Wochen dort gelegen hätten.

    Das beweist bestenfalls nur, dass das russische Außenministerium mit seiner Behauptung falsch lag, bzw. gelogen hat, die Fotos jener Leichen seien gefälscht worden.


    Es wäre sicher vollkommen realitästfern, davon auszugehen, dass die russische Armee bei ihrem Überfall auf die Ukraine keine Kriegverbrechen an ZivilistInnen begangen hätte. Ob in Butscha allerdings tatsächlich ein "Genozid" stattgefunden hat, wie es mittlerweile vielerorts auch in amerikanischen Medien kolportiert wird, oder ob Putin einen solchen gar angeordnet habe, um den von offizieller ukrainischer Seite und von diversen deutschen "Experten" mehrfach behaupteten "Vernichtungskrieg" voran zu treiben, klären diese Bilder nicht.


    Dass im Krieg ZivilistInnen sterben - oft auch durch direkte Kriegsverbrechen des Militärs - ist kein Novum dieses russischen Angriffskrieges. Es gibt unzählige Beispiele dafür aus allen möglichen Kriegen, auch aus solchen, in denen die Truppen des Wertewestens die Aggressoren waren.

    Die US-Regierungen der vergangenen Jahrzehnte waren sich der traurigen Tatsache, dass Kriege zu Kriegsverbrechen führen (auch wenn sie sie nicht selbst angeordnet hatten, wie zum Beispiel bei Angriffen mit Streubomben im Irak, oder mit Phosphorbomben in Afghanistan) stets voll bewusst.

    Der US-Kongress war sich sogar so sicher, dass auch seine eigenen Militärs vor der Verübung von  Gräueltaten nicht gefeit sind, dass er dem eigens für solche Fälle eingerichteten Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht nur bis heute die Zusammenarbeit mit amerikanischen Behörden verweigert, sondern dem Commander in Chief sogar per Gesetz carte blanche dafür ausgestellt hat, angeklagte Angehörige der US-Streitkräfte notfalls mit einem Militäreinsatz gewaltsam befreien zu lassen, sollten die internationalen Strafverfolger ihrer habhaft werden.

  • Dass im Krieg ZivilistInnen sterben - oft auch durch direkte Kriegsverbrechen des Militärs - ist kein Novum dieses russischen Angriffskrieges. Es gibt unzählige Beispiele dafür aus allen möglichen Kriegen, auch aus solchen, in denen die Truppen des Wertewestens die Aggressoren waren.

    Die US-Regierungen der vergangenen Jahrzehnte waren sich der traurigen Tatsache, dass Kriege zu Kriegsverbrechen führen (auch wenn sie sie nicht selbst angeordnet hatten, wie zum Beispiel bei Angriffen mit Streubomben im Irak, oder mit Phosphorbomben in Afghanistan) stets voll bewusst.

    Der US-Kongress war sich sogar so sicher, dass auch seine eigenen Militärs vor der Verübung von Gräueltaten nicht gefeit sind, dass er dem eigens für solche Fälle eingerichteten Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht nur bis heute die Zusammenarbeit mit amerikanischen Behörden verweigert, sondern dem Commander in Chief sogar per Gesetz carte blanche dafür ausgestellt hat, angeklagte Angehörige der US-Streitkräfte notfalls mit einem Militäreinsatz gewaltsam befreien zu lassen, sollten die internationalen Strafverfolger ihrer habhaft werden.

    Die sind alle keine Lämmchen, aber der Ami kämpft im Ukraine-Krieg gar nicht.

  • Die sind alle keine Lämmchen, aber der Ami kämpft im Ukraine-Krieg gar nicht.

    Der Ami bildet an der Ukrainischen Grenze aus (laut Biden), "klärt auf", liefert Waffen, steht ganz vorne an der Propagandafront und übt Druck auf den ganzen Werteklüngel aus, um alle auf Linie zu halten.


    Wenn ich den Maßstab nehme, der zu Zeiten RuSsiAgAtEs angelegt wurde, stellen die Amis schon längst ein legitimes Ziel dar.

  • Toxic Nostalgia, From Putin to Trump to the Trucker Convoys

    von Naomi Klein


    Teaser:

    This is not the warm and cozy nostalgia of fuzzily remembered childhood pleasures; it’s an enraged and annihilating nostalgia that clings to false memories of past glories against all mitigating evidence.


    Die Übersetzung des Artikels ist auch in der Aprilausgabe der Blätter erschienen und absolut lesenswert. Die South Park Creator lesen bestimmt auch The intercept.

  • Nicht mit eigenen Soldaten. Dafür hat er ja die ukrainischen.


    Zum Ausgleich gibt's dafür amerikanische intelligece und "Beratung" über psychologische Kriegsführung.

    und die haben im Irak Bomblets und in Afghanistan Phosphor eingesetzt und werden zur Not auch vor Starfverfolgung gedeck?


    Es geht sowieso schon so viel durcheinander, man muss doch ned immer noch mehr reinmischen, auch wenns grad überhaupt nicht dazu gehört.

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