Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • [...] Aktueller Stand von Mediazona/BBC Russian:


    https://en.zona.media/article/2022/05/11/casualties_eng

    Zitat

    37,052

    Russian casualties corroborated by publicly available data as of 17 November


    https://www.spiegel.de/ausland…ea-49c6-9326-23087d5bbb04


    Zitat

    Russland hat bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einen erheblichen Teil seiner konventionellen Streitkräfte verloren. Davon geht die Nato aus, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba in Brüssel sagte. Insgesamt habe Russland mehr als 300.000 tote oder verwundete Soldaten zu verzeichnen. Zudem habe es Hunderte Flugzeuge und Tausende Panzer verloren.


    Von wie vielen Toten die Nato ausgeht, sagte Stoltenberg nicht. Von Diplomaten hieß es, Schätzungen zufolge seien es um die 120.000. [...]


    Das hieße die Russen sind in der Lage zwei Drittel der Toten, die über offene Quellen (Todesanzeigen, regionale Zeitungsberichte etc.) gefunden werden können, zu verbergen. Vermutlich stecken sie auch keine Fahnen auf ihre Friedhöfe.

  • Genau. Aufgerundet 40000 ist ein Drittel von 120000, zwei Drittel wären dann nicht mit den Methoden erfassbar. Ich meine vielleicht geben sich diese Mediazona-Leute ja wesentlich weniger Mühe als man denken würde. Ist ja nicht so, dass ihre Zahlen (bei denen sie selbst von einer Unterschätzung ausgehen) in den westlichen Medien wirklich gewürdigt werden. Aber wenn die einigermaßen gewissenhaft sind, glaube ich nicht, dass sie um einen ganzzahligen Faktor daneben liegen und würde eher sowas wie 1.1 annehmen.

  • Das hieße die Russen sind in der Lage zwei Drittel der Toten, die über offene Quellen (Todesanzeigen, regionale Zeitungsberichte etc.) gefunden werden können, zu verbergen. Vermutlich stecken sie auch keine Fahnen auf ihre Friedhöfe.

    Das hieße vor allem auch, dass die NATO-PropagandaPresseabteilung besser darüber bescheid weiß, was in Russland vor sich geht, als russische DissidentInnen im Exil, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Putins Regime und seine Staatspropaganda zu bekämpfen, und denen man sicher nicht unterstellen kann, da irgendwas zugunsten der russischen Führung beschönigen zu wollen.


    Aber die beim Sturmgeschütz der Demokratie angestellten deutschen Qualitätsjournalist*innen, scheinen ja keinen größeren Recherchebedarf zu sehen, also werden die Zahlen von der NATO schon stimmen.

  • Das hieße vor allem auch, dass die NATO-PropagandaPresseabteilung besser darüber bescheid weiß, was in Russland vor sich geht, als russische DissidentInnen im Exil, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Putins Regime und seine Staatspropaganda zu bekämpfen, und denen man sicher nicht unterstellen kann, da irgendwas zugunsten der russischen Führung beschönigen zu wollen.


    Nun die nehmen die ukrainischen Zahlen:


    Zitat

    Russland hat bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine einen erheblichen Teil seiner konventionellen Streitkräfte verloren. Davon geht die Nato aus, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg nach einem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba in Brüssel sagte. Insgesamt habe Russland mehr als 300.000 tote oder verwundete Soldaten zu verzeichnen. Zudem habe es Hunderte Flugzeuge und Tausende Panzer verloren.


    https://www.minusrus.com/en


    Ich denke das wird später auch ihre Ausrede sein. Sie haben halt den Ukrainern vertraut. Ich gehe davon aus, dass sie intern auf irgendeiner Ebene auch realistischere Zahlen haben und sei es nur auf Basis dieser Mediazona/BBC Russian-Kooperation.


    Siehe: RE: Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • https://www.forbes.com/sites/d…-dont-like-staying-dirty/



    Wenn ich aus dem Ukraine-Krieg eines gelernt habe, dann dass die Markenzeichen der US-Kriegsmaschinerie ein bisschen divenhaft sind.


    Das F-16-Kampfflugzeug:


    https://www.eurasiantimes.com/…an-missiles-us-air-force/



    Gerade gab es mal wieder einen Osprey-Unfall:


    https://www.nationaldefensemag…t-marines-love-her-anyway



    Das ist mehr als eine Dekade alt, aber ist wohl nie besser geworden:


    https://www.military.com/daily…ces-uncertain-future.html


    Zitat

    Military Quietly Stops Buying Ospreys as Aircraft Faces an Uncertain Future


    New budget documents for the three military branches that fly the V-22 Osprey tilt-rotor aircraft show that none has plans to buy any additional airframes, a sign that the Pentagon isn't prioritizing growing the fleet.


    While the Navy, Marine Corps and Air Force all say that they don't need any new aircraft and that the end of the buy is simply the end of the contract for the services, the news comes at a time when the Osprey is under intense scrutiny over major issues with its gearbox that have caused at least 15 incidents over the life of the aircraft. Concerns over the Osprey led to groundings and now threaten to cost millions in repairs and maintenance.


    Zurück zum Abrams-Panzer:


    Zitat

    The 68-ton M-1A1SAs that Ukraine operates are thirsty machines. In the weeks before the administration of U.S. president Joe Biden pledged the M-1 to Ukraine, early this year, many pundits and even some officials worried aloud over the tank’s fuel requirements.


    Laura Cooper, a U.S. deputy defense secretary, called the Abrams “a gas-guzzler.”

    It’s true an M-1 typically travels just .6 miles per gallon of fuel. But its turbine is flexible if not terribly efficient. The U.S. Army feeds its M-1s jet fuel, but other armies pour cheaper diesel into their Abrams. The Australian army, for one.


    Ist halt ein Usi-Schlitten.

  • West@itsBest - doesn't work? Double down:

    Putin seems to be winning the war in Ukraine - for now

    [...]

    Europe must, therefore, plan for Mr Putin as the main long-term threat to its security. Russia will rearm. It will have combat experience.

    [...]

    The best way to deter Mr Putin would be for Europe to demonstrate its resolve by showing right now that it is fully committed to a thriving, democratic, westward-looking Ukraine.

    Weapons matter, especially air defences and long-range missiles to strike at Russian supply lines, which is why it is crucial for America to approve the latest tranche of aid. Because arsenals are already depleted, more work needs to go into increasing the capacity of Western arms-makers.

    [...]

    Ach guck. Noch mehr vom Selben. Keine Diplomatie, dafür alberne Vorschläge, die vorerst gar nicht und schon gar nicht im Zeitrahmen umsetzbar sind.


    Wenn in einem Jahr irgendein Trump um die Ecke biegen und den Atlantik für gross genug oder das UA-Theater für zu teuer befinden sollte, dann stehen wir hier mit sehr vielen verlassenen und nicht mehr sprechfähigen Politdarstellern rum, denen angesichts ihrer permanenten Maximalforderungen alle diplomatischen Optionen ausgegangen sein werden. Ausser die, noch weiter zu eskalieren.


    Gibt bestimmt viele Schlaflose derzeit.

  • Ach guck. Noch mehr vom Selben. Keine Diplomatie, dafür alberne Vorschläge, die vorerst gar nicht und schon gar nicht im Zeitrahmen umsetzbar sind.


    Wenn in einem Jahr irgendein Trump um die Ecke biegen und den Atlantik für gross genug oder das UA-Theater für zu teuer befinden sollte, dann stehen wir hier mit sehr vielen verlassenen und nicht mehr sprechfähigen Politdarstellern rum, denen angesichts ihrer permanenten Maximalforderungen alle diplomatischen Optionen ausgegangen sein werden. Ausser die, noch weiter zu eskalieren.



    Methode Kissinger als Vietnam anfing so richtig schlecht zu laufen für die USA - "Eslalation" - überraschenderweise klappte es nicht.


    Die US ist bankrott, die EU-Restnato hat eh nie ernsthhaft Armeen gehabt und ukatuaell noch viel weniger und 1000 andere finanzielle Probleme. Wir gehen Hand in Hand mit den USA in den Untergang, wahrend die Welt mit dem Kopf schüttelt weil es absolut unnötig war.

  • NATO-Roderich arbeitet immer noch daran, sein tolles neues Akronym salonfähig zu machen:



    Hmm... Ukraine, Westbalkan, naher und mittlerer Osten, Korea, Indopazifik...:/


    Weltkrieg als "geoökonomisches" Konjunkturpaket schön und gut, aber was machen wir denn wenn der Chinese in Los Angeles landet und der Russe in Alaska und Kanada einfällt?

  • Nun die nehmen die ukrainischen Zahlen:


    https://www.minusrus.com/en


    Ich denke das wird später auch ihre Ausrede sein. Sie haben halt den Ukrainern vertraut. Ich gehe davon aus, dass sie intern auf irgendeiner Ebene auch realistischere Zahlen haben und sei es nur auf Basis dieser Mediazona/BBC Russian-Kooperation.


    Okay, ich habe nochmal genauer nachgeschaut. Diese minusrus.com-Seite präsentiert schon die ukrainischen Zahlen, aber es ist eine Interpretation, wo diese Angabe als Tote verstanden wird. Das war immer nicht so ganz klar und der Code für die Seite wurde vielleicht länger nicht angefasst. Saluschni sprach aber letztens von 150000 Toten auf der russischen Seite:


    https://www.economist.com/euro…h-he-needs-to-beat-russia


    Zitat

    [...] It has also undercut General Zaluzhny’s assumption that he could stop Russia by bleeding its troops. “That was my mistake. Russia has lost at least 150,000 dead. In any other country such casualties would have stopped the war.” [...]


    Das heißt es ist eine Zahl von Toten und Verwundeten, statt nur von Toten. Daran hatte ich auch hier gedacht:


    [...] Aber wenn diese Basiszahl [37052] nicht ein Vielfaches ist - ich glaube die Ukrainer behaupten das Vierfache, die US-Amerikaner das Dreifache davon - dann sind diese Verluste nicht enorm.


    Die Zahl von 120000 Toten kam schon vor einer Weile aus den USA:


    https://www.nytimes.com/2023/0…ussia-war-casualties.html


    Zitat

    Russia’s military casualties, the officials said, are approaching 300,000. The number includes as many as 120,000 deaths and 170,000 to 180,000 injured troops. [...]


    Insofern im Wesentlichen doch zurück zu:


    Nun die NATO-Länder nehmen vermutlich die ukrainischen Zahlen, vielleicht verrechnen sie die noch etwas anders, wichten anders zwischen Toten und Verletzten oder sowas.


    Ich denke das wird später auch ihre Ausrede sein. Sie haben halt den Ukrainern vertraut. Ich gehe davon aus, dass sie intern auf irgendeiner Ebene auch realistischere Zahlen haben und sei es nur auf Basis dieser Mediazona/BBC Russian-Kooperation.

  • "Russland muss verlieren lernen..."


    Ich bin mir ziemlich sicher wir verlieren gerade, in jeder Hinsicht.




    Glückwunsch! Royal Flush! : )




  • NATO-Roderich arbeitet immer noch daran, sein tolles neues Akronym salonfähig zu machen:



    Also eigentlich sagt er doch, man kann die NATO vergessen - theoretisch ging es da um die Verteidigung der Nordatlantikregion, aber praktisch war das immer nur eine Frage für den europäischen Raum (vielleicht noch ein bisschen Seekrieg im Nordatlantik) und jetzt sollen die USA sich nicht mehr mit diesem beschäftigen müssen, sondern können sich - also ihre Interessen - sonstwo verteidigen und wir müssen für das tatsächliche Kerngebiet, das die NATO verteidigen soll, allein klarkommen.


  • Stärke demonstrieren bis in den Untergang? Ich meine, sogar das gegenwärtige offizielle Narrativ im Westen ist in etwa Patt mit Tendenz russischer Erfolg, wenn man jetzt nicht endlich was unternimmt.

  • jetzt sollen die USA sich nicht mehr mit diesem beschäftigen müssen, sondern können sich - also ihre Interessen - sonstwo verteidigen und wir müssen für das tatsächliche Kerngebiet, das die NATO verteidigen soll, allein klarkommen.

    Du hast natürlich überhaupt nicht das geopolitökonomische Verständnis eines Oberst a.D, Kiesewetter, der immerhin erfolgreich "den 38. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg," absolvierte, "wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde." (Wikipedia)


    Denn sonst wäre Dir völlig klar, dass der Frieden im Nordatlantik in äußerster Gefahr ist, wenn der Russe sich an Land bereits heimtückisch auf den finalen Vorstoß gen Westen vorbereitet, und der Chinese gleichzeitig hinterrücks die vorgelagerte Verteidigungslinie des transatlantischen Wertepartners im Indopazifik und an der koreanischen Zonengrenze in Bedrängnis bringt, während der Perser den Israelischen Sicherheitspartner im nahen und mittleren Osten, dazu provoziert, sich so daneben zu benehmen, dass er in den Augen der CRINK-Anhänger im globalen Süden seinen bisher so ausgezeichneten Ruf als regionaler Stabilitätsanker am europäischen Sicherheitsknotenpunkt Süd-Südost verliert.

  • Hauptsache wir haben keine unfähigen Diplomaten : )


Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!