Letztendlich ist sie natürlich trotzdem ganz klar auf der Seite des Guten.
Ich stimme auch vielen ihrer Aussagen im zweiten Teil nicht wirklich zu, aber immerhin begründet sie ihre eindeutige Parteinahme nicht moralisch - im Grunde entlarvt sie die moralische Begründung mit ihrer Erklärung zu dem Lanz-Zitat sogar als fehlgeleitete, zu eurozentrisch fixierte Sichtweise - sondern eher nach "realistischer" Schule geopolitisch, weil es einfach in "unserem" erweiterten Interesse liegt, Russland möglichst klein zu halten.
Man muss ja mittlerweile dankbar sein, wenn Leute wenigstens noch in der Lage sind, jenseits hysterischer Schuldzuweisungen zu argumentieren - auch wenn man ihnen überhaupt nicht zustimmen mag.