Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt
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Nicht, dass dies jetzt Breakings-News für viele von uns ist, aber vielleicht ja für Einige:
"Some CIA personnel have continued to operate in Ukraine secretly, mostly in Kyiv, directing much of the intelligence the U.S. is sharing with Ukrainian forces, according to current and former officials."
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Okay, aber "Reserven" heißt ja nicht, dass sie auch am (viert-)meisten fördern.
Ich wollte darauf hinaus, dass wenn sie mehr produzieren als die Länder auf Platz 2 und 3, sie schonmal relativ eine aktivere Extraktionsindustrie haben. Die Frage ist ja auch immer, wie schwierig die Förderung ist, und bei sehr großen Reserven kann sie (muss allerdings nicht) einfacher sein. Und dann könnte Russland, selbst bei einem geringen Anteil über alle Metalle hinweg, bei einzelnen davon einen größeren Anteil haben. Zumal eben einige Elemente tatsächlich selten sind und weniger von der Gesamtmenge ausmachen werden.
Aber mir ist da jetzt auch nichts in der Richtung aufgefallen, also vielleicht ist der Produktionsanteil wirklich repräsentativ. Ich erinnere mich jetzt auch, ein paar Jahre zurück hieß es, dass die Chinesen die Konkurrenz ziemlich aus diesem Markt verdrängt hätten. Dass die Australier und US-Amerikaner (noch immer oder wieder?) trotz ihrer im Vergleich kleinen Reserven einen größeren Anteil an der Produktion haben, ist wohl ihrer anti-chinesischen Einstellung geschuldet, alles Vorbereitung auf die große Auseinandersetzung.
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Falls einem des Podcast deutschen Chefpropagandisten nicht reicht, so könnt ihr V-Neck-Markus jetzt auch sehen, und bei der Maskulinität vermutlich auch riechen:
Ich finde, die beiden vertreten die beiden gegensätzlichen Positionen der deutschen Diskussion zum Krieg sehr eloquent. Manchmal erzählt Precht Unsinn. Seine Begründung warum Panzer es nicht an die Front schaffen können, erinnert mich an seine Begründung warum es nie selbstfahrende Autos geben kann. Aber meist argumentiert er gut.
Was mir gefehlt hat, ist die Analyse der unterschiedlichen Interessen von Ukraine und NATO ("nicht ganz identisch" ist aus meiner Sicht untertrieben). Aus westlicher Sicht, wäre eine Aufteilung der Ukraine, 1/4 für Putin und 3/4 für den Westen, eigentlich ideal. Natürlich wäre die ganze Ukraine als NATO Staat noch besser, aber andererseits wird die Rest-Ukraine so ein strikt anti-russischer Staat, nachdem der Donbaz annektiert wurde. Ukraine und Russland sind dann Todfeinde und mit verbleibenden 30 Mio Einwohnern, kann die Ukraine immer noch genug Soldaten stellen, die die NATO aufrüsten kann. Als Frontstaat funktioniert die Ukraine dann also noch und die ökonomische Stärke der Ukraine ist so oder so belanglos für die NATO. Die wird völlig abhängig von der EU. Und bei nächster Gelegenheit (Abdankung Putins) in die NATO geholt.
Insofern müsste die USA Zelynski eigentlich zwingen, so ein Angebot anzunehmen, wie Precht es von Putin erwartet. Zumal der Wirtschaftskrieg nicht so gut läuft. So könnte man die Sanktionen gesichtswahrend loswerden. Alles was aus dem Konflikt rauszuholen ist für den Westen, wurde im Grunde schon realisiert, wenn die Ukraine als souveräner Staat bestehen bleibt.
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Okay, aber "Reserven" heißt ja nicht, dass sie auch am (viert-)meisten fördern.
Ich hab mal auf Wiki nachgelesen. Die Reserven sind scheinbar nicht so entscheidend, weil die Produktion so klein ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden
China produziert 140 Tonnen pro Jahr und hat 44.000 Tonnen Reserven. Allein Brasilien mit seinen 22.000 Tonnen könnte den Weltbedarf (240 Tonnen) für 88 Jahre abdecken. Die Reserven außerhalb Chinas sind 3 mal größer als innerhalb Chinas. Ich hab früher gelesen, dass die Produktion so umweltschädlich ist, dass man die von USA nach China verlagert hat. Weniger wegen den großen Reserven, als wegen der nicht vorhandenen Umweltauflagen.
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Manchmal erzählt Precht Unsinn. Seine Begründung warum Panzer es nicht an die Front schaffen können, erinnert mich an seine Begründung warum es nie selbstfahrende Autos geben kann.
Auch, wenn es off topic ist: Eigentlich hat er damit vollkommen recht. Zumindest, mit der Einschränkung, die er für selbstfahrende Autos trifft, nämlich dass sie in die aktuelle Infrastruktur für Autos praktisch integrierbar sind. Das mag für ausgewählte Musterstrecken funktionieren, aber Google Maps wollte mich noch an diesem Wochenende durch einen privaten Waldweg führen, wo ich vermutlich ein unbeabsichtigtes Opfer einer Treibjagd geworden wäre.
Aus westlicher Sicht, wäre eine Aufteilung der Ukraine, 1/4 für Putin und 3/4 für den Westen, eigentlich ideal. Natürlich wäre die ganze Ukraine als NATO Staat noch besser, aber andererseits wird die Rest-Ukraine so ein strikt anti-russischer Staat, nachdem der Donbaz annektiert wurde. Ukraine und Russland sind dann Todfeinde und mit verbleibenden 30 Mio Einwohnern, kann die Ukraine immer noch genug Soldaten stellen, die die NATO aufrüsten kann. Als Frontstaat funktioniert die Ukraine dann also noch und die ökonomische Stärke der Ukraine ist so oder so belanglos für die NATO. Die wird völlig abhängig von der EU. Und bei nächster Gelegenheit (Abdankung Putins) in die NATO geholt.
Mal abgesehen von diesem Hitler-Stalinesquen Pakt: Alter was erzählst du da?
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Auch, wenn es off topic ist: Eigentlich hat er damit vollkommen recht. Zumindest, mit der Einschränkung, die er für selbstfahrende Autos trifft, nämlich dass sie in die aktuelle Infrastruktur für Autos praktisch integrierbar sind. Das mag für ausgewählte Musterstrecken funktionieren, aber Google Maps wollte mich noch an diesem Wochenende durch einen privaten Waldweg führen, wo ich vermutlich ein unbeabsichtigtes Opfer einer Treibjagd geworden wäre.
Prechts Argument war allerdings, dass die Mitfahrer in den selbstfahrenden Autos zu träge werden, um auszusteigen, und jemand eine reinzuhauen, weil er die Fahrbahn blockiert. Also würde Spaßvögel das ausnutzen, um ständig die Fahrbahn zu blockieren, womit der Verkehr zum erliegen kommt. Das Argument hat er jahrelang immer wieder vorgetragen.
Mal abgesehen von diesem Hitler-Stalinesquen Pakt: Alter was erzählst du da?
Was für ein Pakt?
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Alter was erzählst du da?
Na wie immer: jede Menge Blech. 😅
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Na wie immer: jede Menge Blech. 😅
Wer im Glashaus sitzt...
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Wer im Glashaus sitzt...
Ich weiß, in deinem Blechhaus fühlst du dich ganz sicher. 😂
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Was für ein Pakt?
Marner würde mich rügen und es Molotow-Ribbentrop-Pakt nennen, aber ich bleib bei dem, was bei mir vom Abi hängengeblieben ist. Ist zwar lang genug her, aber ich glaub, dazu findet man was in diesem Internet .
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"russia" kommt oft genug vor, als dass es hier her passt
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Liz Truss: Food should never be used as a weapon ...
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A propos hammergeiles Narrativ:
Szenarien einer böseren Welt
Die Brüsseler Militärexpertin Florence Gaub erklärt in taz FUTURZWEI den Ukraine-Krieg.
Alles anzeigentaz FUTURZWEI: Liebe Frau Gaub, ein Krieg ist eine Geschichte, die erzählt wird, sagen Sie. Was ist damit gemeint?
Florence Gaub: Eine Geschichte auf zweierlei Art: erstens strukturell. Eine Geschichte hat einen Spannungsbogen mit verschiedenen dramatischen Momenten, und sie hat immer ein Narrativ, also einen Sinn, der sich durch sie hindurchzieht. Das hat der Krieg auch. Und zweitens emotional: eine Geschichte lebt davon und der Krieg auch, denn es geht bei ihm um etwas Existenzielles, er bringt uns Menschen dazu, etwas zu tun, was wir unter normalen Umständen nicht machen. Das kann der Tod sein, aber auch etwas Größeres, das Überleben der Nation, also der Identität. In den einfachsten Geschichten gibt es immer den Bösen und den Guten. Je einfacher man Gut und Böse unterscheiden kann, desto stärker packt einen die Geschichte. In der aktuellen Geschichte ist die Unterscheidung für viele klar: Die Ukrainer sind die Guten, die Russen sind die Bösen.[...]
Gut gegen Böse – was ist das Gefährliche an diesem Narrativ?
Ein Indiz und Nährboden für Konflikt ist Othering, also sich abzugrenzen, indem man sagt: Die anderen sind anders als die Mehrheit. Das allein ist noch nicht gefährlich. Aber es ist die Vorstufe für: Das eine ist gut, das andere ist böse. Und in dem Moment, in dem man sagt, das ist böse, spricht man der Gegenseite ab, ein komplexer Mensch zu sein, was ja die Realität des Menschseins ist: schlechte, aber auch gute Seiten zu haben. Wenn man aber sagt, anders sein bedeutet böse sein, dann kreiert das die emotionale Distanz, die die Ausübung von Gewalt erlaubt. Wenn also Gut-Böse-Denken auftaucht, dann ist das ein Anzeichen für Gefahr.
Jetzt kann man aber wirklich schlecht sagen: Leute, dieser Putin hat sicher auch seine guten Seiten.
Sie meinen im Sinne von: Hitler war auch nett zu seinem Hund? Worum es mir geht, ist, dass wir uns total schwertun, die Komplexität vieler Sachverhalte zu akzeptieren, gerade wenn es um Gewalt und Krieg geht. Wir wollen nicht, dass die anderen komplex sind. Es ist einfacher zu sagen, Putin ist verrückt oder er ist böse, als zu sagen: Wahrscheinlich hat er irgendein Argument, das ich halt nicht nachvollziehen kann.[...]
Mal abgesehen vom Narrativ klingt das ja sogar fast irgendwie vernünftig. Immerhin weiß Frau Gaub - wie jede ordentliche PolitikwissenschaftlerIn, die sich für Geld über das Narrativ im Allgemeinen und im Besonderen Gedanken macht - dass othering ein sehr starkes erzählerisches Mittel ist, um in einer Gruppe inneren Zusammenhalt gegen Die Anderen zu stiften.
Sie hatte das vor einiger Zeit sogar mal im öffentlich-rechtlichen Aufklärungsfernsehen einem ihrer Erzählung ganz andächtig lauschenden Markus Lanz gegenüber exemplarisch an einem praktischen Beispiel demonstriert...
[...] Wie man weiß, wurde die EU gegründet, damit die europäischen Staaten ihre korruptesten und alkoholgefährdetsten Profipolitiker in deren Gremien und Ausschüsse abschieben können, wo sie keinen großen Schaden anrichten. Diese Truppe wiederum hat ein paar Einrichtungen gegründet, in denen sie die Allerdümmsten parkt. Eine davon ist das EU-Institut für Sicherheitsstudien. Die stellvertretende Direktorin dieses Klubs heißt Florence Gaub. In einer ZDF-Talkshow über den Ukraine-Krieg meinte sie, in ihrem Institut habe man herausgefunden, »dass, auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind, jetzt im kulturellen Sinne, einen anderen Bezug zur Gewalt haben, einen anderen Bezug zum Tod haben«.[...]
Aber ehrlich gesagt scheint sie das vielleicht tatsächlich nicht so rassistisch gemeint zu haben, wie auch ich es damals mit großem Hohn verstanden haben wollte. Welzer fragt sie auch noch mal ganz explizit nach dieser Aussage:
Alles anzeigenSie hatten auch einen Shitstorm abbekommen, als Sie bei Markus Lanz im Frühjahr gesagt haben, dass Russen zwar europäisch aussähen, aber »keine Europäer im kulturellen Sinne« seien und »einen anderen Bezug zu Gewalt und zum Tod haben«.
Die Frage, die mir gestellt wurde, lautete: Wird die russische Bevölkerung sich nicht auflehnen gegen Putin, wenn immer mehr tote junge Soldaten aus der Ukraine zurückkommen? Und da habe ich gesagt: So funktioniert das schon mal grundsätzlich nicht. Der Krieg in Vietnam hat über zehn Jahre gedauert, bis die amerikanische Bevölkerung angefangen hat, sich dagegen zu wehren. Und noch weniger funktioniert es, wenn in einer Gesellschaft Gewalt ein Stück weit normal ist. Und in Russland gibt es einen anderen Bezug zu Gewalt. Seit 2017 ist häusliche Gewalt wieder rechtens, 8.000 Frauen sterben pro Jahr daran. Es gibt Militärdienst. Und Russland ist seit 2014 regelmäßig im Krieg. In den EU-Ländern gibt es dagegen einen extrem distanzierten Bezug zu Gewalt. Wir haben keinen Militärdienst, Eltern dürfen ihre Kinder nicht mehr schlagen, Lehrer dürfen Kinder nicht schlagen. Vergewaltigung in der Ehe ist eine Straftat.
Was wir alles als zivilisatorischen Fortschritt begrüßen.
Genau. Wir haben eine gewaltfreie Zone geschaffen. Aber wir haben übersehen, dass wir da in diesem Ausmaß die einzigen sind auf der Welt, und dass der Bezug zu Gewalt natürlich in Russland anders ist und in Amerika auch. Die Zustimmungsraten zu Putin gehen jedes Mal hoch, wenn er irgendwo militärisch agiert. Bei uns gewinnt ein Bundeskanzler eine Wahl, wenn er sich gegen einen Krieg ausspricht. Ich wollte aber nicht sagen, dass wir die besseren Menschen sind.
Sondern?
Wenn wir nicht verstehen, dass wir die Ausnahme sind und andere einen anderen Bezug haben zu Gewalt, dann machen wir uns verletzlich.[...]
Das liest sich dann doch deutlich differenzierter als das meiste was man sonst zu diesem Thema in der taz und anderen deutschen Qualitätsmedien zu lesen bekommt.
Aber vielleicht hatte Wemir auch recht, und die liberale deutsche Intelligenzia bereitet sich allmählich auf einen narrativen Kurswechsel vor.
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Leute, der Krieg scheint verloren. Russia Today ist wieder problemlos abrufbar.
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So richtig verloren, ist er erst, wenn es als einzige Nachrichtenseite problemlos abrufbar ist.
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Aber ehrlich gesagt scheint sie das vielleicht tatsächlich nicht so rassistisch gemeint zu haben, wie auch ich es damals mit großem Hohn verstanden haben wollte.
Joah, ich war da etwas wohlwollender:
Also ich würde ja sogar noch zugestehen, dass da ein Körnchen soziologischer und ethnologischer Erkenntnis in sehr entstellter Form rübergebracht wird. Aber da reden wir eher über bestimmte soziale Bedingungen, die sich in Russland in einer breiteren Schicht zeigen.
Gibt es nicht auch diese Faustregel, dass man in diesen "Talk"-Formaten dreimal so dick und dreimal so dumm rüberkommt?
Das Problem ist aus meiner Sicht, diese Gaub hat sich selbst dermaßen in Narrative verstrickt, ohne es zu merken, dass auch ihr theoretisches Wissen über das Funktionieren von Narrativen sie dort nicht rausholt. So erklärt sich auch ihr medialer Fehltritt, sie ist komplett selbstverständlich davon ausgegangen, dass nur weil die Mehrzahl der Länder in Europa sich in einem dominaten Block zusammengeschlossen haben, dieser dann auch definiert was europäisch ist und alles andere sieht halt nur europäisch aus. (Dazu kommt dann noch, dass ihre Zuschreibung der Mentalität dieses Blocks auf einer westeuropäischen Sicht zu basieren scheint.) Mit anderen Worten sie ist in dem Narrativ, EU = Europa (ggf. = Westeuropa), gefangen.
Das Interview scheint voll von solchen Sachen zu sein, muss ich mir später nochmal ansehen.
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