Nämlich das jeder, der hier einseitig sein Narrativ durchboxt und den Gegner als das einzig ultimativ Böse darzustellen versucht, ein Agent ist, der zur Not auch am Grabbeltisch eines Bücherladens Zeit verbringt, um sich ein Argument zurechtzuschustern. Nicht glaubwürdig.
Zumal Twitteur Sumlenny als ehemaliger Direktor des Ablegers der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew wohl kaum als objektiver Analyst betrachtet werden kann. Aus dem fruchtbaren, antirussischen Schoß des grünen Parteithinktanks kamen auch dessen Ex-Leiter Ralf Füchs und seine Partnerin Marieluise Beck gekrochen, als sie ihr transatlantisch beseeltes Propagandainstitut "Zentrum Liberale Moderne" eröffneten und sich fortan hauptsächlich mit Agitation und Propaganda gegen Russland hervor taten.
Das von Sumlenny hier kolportierte Narrativ fügt sich auch nahtlos in die in diesen tarngrünen Kreisen offenbar allenthalben als unumstößliches historisches Faktum angesehene Theorie des amerikanischen Bestsellerautors Timothy Snyder, der zwischen Stalin und Hitler keinen moralischen Unterschied mehr sehen will, und der den harten völkischen Nationalismus inklusive Nazi-Kollaboration in der Ukraine und anderen Osteuropäischen Regionen im Prinzip als alternativlosen Widerstand gegen den sowjetisch-russischen Terror der Zwischenkriegszeit relativiert.