Cold War Reloaded - Der neue Ost-West Konflikt

  • The War Moves From Ukraine to the High Seas

    The new rules of engagement are a sign of Kyiv’s desperation.



  • Natürlich sind Lanz, Theveßen, die Ministerin Prien und die Qualitätsjournalistin Quadbeck vom Qualitätsredaktionsnetzwerk Deutschland gewohnt ignorant und furchtbar, aber die Sendung ist vor allem deswegen ganz interessant, weil die Frau Majorin Gaub dem moralischen Gewissen der Nation Lanz und dem ZDF-Qualitätskorrespondenten Elmar T. hier doch ziemlich vehement widerspricht, und sich irgendwann gar von Lanz verbittet, ihr ständig ins Wort zu fallen, während sie die These zu erklären versucht, dass aus der neuen nationalen Sicherheitsstrategie der Amerikaner - bei allem rechtsradikalen Geschwätz über den angeblich drohenden Kulturverlust durch unchristliche "Umvolkung" und dem Rumgemäkel an europäischen Zensurrichtlinien für amerikanische Multimilliardäre - aus sicherheitspoitischer Sicht nicht unbedingt die baldige Beendigung der US-Beteiligung an der NATO herauszulesen sei, sondern eigentlich nur eine weitere, etwas strengere Aufforderung an die Europäer, sich dabei doch endlich mal zu besseren Wertepartnern des Imperiums hochzurüsten.


    Keine Ahnung ob die Expertin Gaub sich das nur ganz doll wünscht, oder ob man das Gepolter aus Washington wirklich so deuten sollte, aber ich finde es interessant, dass hier mal zur Abwechslung eine absolute Befürworterin der transatlantischen Werteverteidigungsgemeinschaft und ihres Stellvertreterkrieges an der ukrainischen Ostfront ins Kreuzfeuer des Lanzschen Moraltribunals gerät, weil sie sich nicht angemessen empört darüber zeigt, dass man "Uns" in Transatlantika nicht mehr so ernst zu nehmen scheint, wie "Wir"uns selbst.

  • Es scheint so als wäre nicht nur die NATO wackelig, auch die EU könnte in der Evolution einen Schritt zurückgehen, zum Europäischen Wirtschaftsraum, anstatt einer reinen Ideologie die auf immer kleinere Mehrheiten setzt (ohne Vetos).


    Die Wahnsinns-Aufrüstung, die eigene und die für andere, die Handelskomplikationen durch eben diese Ideologie, wird den "Motoren der EU" zum Quasi-Stillstand bringen. Deutschland ist 3 Jahre in der Rezession mit steigender Inflationsrate, da ist aber auch nichts in Aussicht was das ändern könnte. Der "EU der Wackeligen Willigen" und der NATO haben wir den aktuellen Mist zu verdanken, ohne die beiden wäre vieles einfacher (und auch ohne NATO würde Russland nicht die wehrlosen Balten angreifen! Aber die Ex-Soviets müßten sich einen Job suchen ohne EU-Geldtöpfe).


    Zelensky hat mehr Menschen auf dem Gewissen wie die Abwürfe auf Hiroshima und Nakasaki - muß man erstmal wirken lassen.


    Heute bei Illner 5 kriegs-firtende Gäste, die üblichen bekannten Hardliner, keine Gegenrede oder Gegenargumnentation erwünscht, man bleibt "unter Geiern", zukünftig dienen einige vielleicht auch als Aas wenn sie es übertreiben.






  • Nun, tatsächlich nicht, denn aus russischer Sicht handelt es sich bei dem sogenannten Friedensplan um nichts, was sie unterschreiben können.


    Sie stehen auch nicht so kurz vom "Untergang" und ich denke gemeint war der 28 Punkte-Plan?


    Aber es stimmt, die Diplomatendelegation hat es gesagt und später auch Putin, je mehr Zeit vergeht, je weiter alles kollabiert, je schlimmer wird es und bei diesem Szenario unterschreiben sie dann bedingungslos.


    Auch mein Posting vorher, es drückt nicht aus was ich geil finde, am Kollaps ist nichts geiles, nirgendwo, aber ich sehe aktuell nichts was da etwas ändern könnte - selbst wenn einige Willige es ändern könnten, würden sie es nicht ändern wollen.

  • Die Ukraine wird von Blackrock gemustert ...


  • Sie stehen auch nicht so kurz vom "Untergang" und ich denke gemeint war der 28 Punkte-Plan?


    Aber es stimmt, die Diplomatendelegation hat es gesagt und später auch Putin, je mehr Zeit vergeht, je weiter alles kollabiert, je schlimmer wird es und bei diesem Szenario unterschreiben sie dann bedingungslos.


    Unseren Medien haben diesen Plan als weitgehend russische Forderungen verkauft, die die USA der Ukraine aufzwingen wollen. Aber die Russen haben von Anfang an gesagt für sie ist das nur eine Grundlage, auf der man verhandeln kann. Also selbst wenn die Ukrainer einer der Versionen, die sie ablehnen, zustimmen würden, wäre das nur der Auftakt zu den eigentlichen Verhandlungen.


    Natürlich hassen es die Ukrainer mit den Russen zu verhandeln, viel besser mit den Resteuropäern darüber zu verhandeln wie einig man sich ist.

  • Die neue Ausgabe des Spiegels: https://www.spiegel.de/spiegel/print/index-2025-51.html



    Der Artikel ist natürlich plus-geschützt vor der Öffentlichkeit: https://www.spiegel.de/ausland…b6-4caf-9467-fceeec9351c6

    Dass der geschützt ist, ist vielleicht auch gut so, denn er ist vor allem ein einziger Offenbarungseid der deutschen Qualitätsberichterstattung.


    Elf (!) SPIEGEL-RedakteurInnen waren an dieser Titelstory beteiligt, und dann kommen Absätze wie dieser hier dabei heraus, nach dessen Lektüre man sich ernsthaft fragen muss, ob diese Leute eigentlich noch irgendwas von der Realität wahrnehmen, das außerhalb des bildungsbürgerlich-liberalen Wolkenkuckucksheimes statt findet, in dem sich deren Bewusstsein offensichtlich abspielt, und in dem eine, wie kein anderes Land auf diesem Planeten (nicht einmal Russland nach vier Jahren Angriffskriegswirtschaft) bis an die Zähne hochgerüstete, mit einem apokalyptischen nuklearen Arsenal bewaffnete, globale Supermacht wie die USA bisher ein Hort des reinsten Lichtes gewesen ist, dem nichts edleres im Sinn stand, als den Rest der Welt mit #Demokratie, #Freiheit und #Menschenrechten zu beglücken, während sie ca. 800 Militärbasen auf dem ganzen Globus unterhielt, die ihr dazu dienten, andere Länder - neben allerhand offener wie verdeckter Bekämpfung unliebsamer Regierungen mit Geld, geheimdienstlicher Unterstützung und Waffen für die dortige Opposition - auch mit handfesten Militäreinsätzen zu überziehen, die von Sabotage- und Mordoperationen durch Spezialkräfte, über Drohnenangriffe, Raketenbeschuss und strategische Bombereinsätze, bis hin zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit ein paar tausend Panzern und mehreren hunderttausend Mann reichten - inklusive Kriegsverbrechen, jahrelanger Besatzung, illegalen, völker- und kriegsrechtswidrigen Folterknästen, und mit Opferzahlen bis zu einer Höhe von mindestens mehreren hunderttausend ZivilistInnen.

    Das Dokument liest sich wie der geistige Überbau für eine Politik, die mit allem bricht, wofür die Vereinigten Staaten in den Jahrzehnten seit dem Zweiten Weltkrieg gestanden haben. Trump und seine Getreuen haben diesen Bruch in der Vergangenheit immer wieder angekündigt, doch erstmals steht er nun als offizielle Regierungspolitik im zentralen Strategiedokument. Es ist ein Loblied auf nationalen Egoismus und eine Absage an internationale Organisationen, die von den Vereinigten Staaten mit aufgebaut worden waren: die Vereinten Nationen, die Weltbank, die Nato – all dies sind in den Augen der US-Regierung keine Institutionen, die Frieden und Wohlstand fördern, sondern bestenfalls lästige Pflicht. Und schlimmstenfalls Parasiten im globalen Gefüge souveräner Nationalstaaten. »Die Vereinigten Staaten werden ihre eigenen Interessen an erste Stelle stellen und andere Nationen dazu ermuntern, dies ebenfalls zu tun«, heißt es unter der Überschrift »Primat der Nationen«. So gesehen ist es nur konsequent, dass das Papier indirekt rechtspopulistische Bewegungen unterstützt, deren Aufstieg in Europa laut der Trump-Regierung »Grund für großen Optimismus« ist.

    Das einzig Gute am US-Imperium unter Kaiser Trump ist, dass der so hemmungslos die bisher stillen Teile nun ganz laut und ungeniert ausspricht, und dass man bei aller - gewollten oder ungewollten - Unberechenbarkeit seiner goldenen Majestät immerhin ganz offen beobachten kann, dass ihm nichts wichtiger ist, als er selbst und der Erfolg des amerikanischen Kaiserreiches unter seiner glorreichen Führung.

    Aber dass das auch unter sämtlichen anderen US-Präsidenten seit 1945 nie wirklich grundsätzlich anders war, sondern lediglich mit mehr diplomatischem Feingefühl verkauft wurde, und dass die Bundesrepublik Deutschland, als einer der treuesten Vasallenstaaten der USA, seit dem Ende des von faschistischen deutschen Imperialisten angezettelten zweiten Weltkrieges von genau dieser knallharten, imperialistischen Machtprojektion der westlichen Führungsmacht in höchstem Maße profitiert hat, wie kein anderes Land im globalen Westen, geht offenbar einfach nicht hinein in die vollkommen von der eigenen Selbstherrlichkeit als gefühlte Speerspitzen des Wahren, Schönen und Guten verblendeten Gehirne deutscher QualitätsjournalistInnen.


    Ich kann es mir jedenfalls nicht anders als mit einer kollektiven Realitätsverweigerung erklären, dass denen einfach nicht klar zu sein scheint, dass die Trump-Administration überhaupt nicht mit irgendwelchen hehren Werten und Prinzipien bricht, sondern lediglich mit Vasallen, für die sie in der neuen multipolaren Weltordnung keine Verwendung mehr hat, weil sie sich von weiteren Investitionen in deren Vasallentreue keinen Return On Investment mehr für die eigenen nationalen Interessen verspricht.

  • Ich kann es mir jedenfalls nicht anders als mit einer kollektiven Realitätsverweigerung erklären, dass denen einfach nicht klar zu sein scheint, dass die Trump-Administration überhaupt nicht mit irgendwelchen hehren Werten und Prinzipien bricht, sondern lediglich mit Vasallen, für die sie in der neuen multipolaren Weltordnung keine Verwendung mehr hat, weil sie sich von weiteren Investitionen in deren Vasallentreue keinen Return On Investment mehr für die eigenen nationalen Interessen verspricht.

    Ja, da ist unser Fotzen Fritz schon weiter, wenn er um die Partnerschaft mit dem größten Rouge State, den die Welt jemals gesehen hat, bettelt und dafür auch bereit ist die europäische Idee zu beerdigen.


    Ansonsten ist die Anzahl der elf (!) Redakteure natürlich nicht verwunderlich, sondern nur logisch, um ein solch groteskes Machwerk journalistischer Fehlleistung zu manifestieren. Je größer die Gruppe sich gegenseitig hochjazzeender Irrer, desto erfolgreicher wird jegliches Schamgefühl und Verantwortungsbewusstsein für das individuelle Tun unterdrückt.

  • Man muss das aber auch verstehen, denn während der rüstge Rentner Ischinger noch glaubt, der amerikanische Präsident habe dieses Sicherheitspapier womöglich gar nicht gelesen, bevor er es mit dickem Flzstift unterschrieben hat, ist laut NATO-Norbert Röttgen die transatlantische Zusammenarbeit damit beendet, die Frau Denkpanzermajorette Major befürchtet, dass der Amerikaner nun vom Besten Freund der westlichen Wertegemeinschaft zu Unserem Gegner avancieren könnte, und die ZDF-hauseigene internationale Hochqualitätssonderkorrespondentin Eigendorf sieht die amerikanische Regierung beim Dealmaking ihres Commanders in Chief gar von ausgebufften Hinter's-Licht-Führern im Kreml hinter's Licht geführt und über den Tisch hinein in die Gegnerschaft zu Unserer liberalen westlichen Welt gezogen.


    Da ist es doch nur folgerichtig, dass in dieser schweren Stunde, da Uns der Feind mitten im Frieden überfallen hat, und der vermeintliche Freund uns nun kaltblütig den Dolch in den Rücken rammt, auch in Maybrit Illners Diskussionssimulationsstudio die Reihen fest geschlossen, und den ApologetInnen des Russenhitlers keine Sendezeit und kein Pardon mehr gegeben wird.


    Ich hatte am Anfang ein bisschen gehofft. dass Herr Dr. Röttgen vor laufender Kamera in Tränen ausbrechen würde, aber leider konnte er sich dann doch gerade noch beherrschen.


  • Europäische #Werte:

    EU plans to treat Belgium like Hungary if it doesn’t back Ukraine loan

    Frozen out and cold-shouldered: The reality facing Belgian Prime Minister Bart De Wever if he torpedoes the EU’s plan.


    Also die Belgier mobben, um sie dazu zu zwingen ein für das kleine Land untragbares finanzielles Risiko einzugehen, ist schon ok, aber ihren heißesten Wunsch, dem Autokraten weiter Stärke und die Grenzen seiner Einflusssphäre mit ukrainischem Heldenmut zu zeigen, will die europäische Führungsmacht dann doch lieber nicht selbst finanzieren, denn das wäre schliesslich unsolidarisch.

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