Cory sagt, basierend auf Foucault, dass es keine fixe universelle und transhistorische Natur des Menschen gibt, weil nach Foucault, die Natur des Menschen nur bestimmte Formen der Subjektivierung sind, dass heißt, was die Natur des Menschen ist, wandelt sich in der Geschichte bzw. sie ist, wie alles bei Foucault, grundlegend historisch.
Ja er sagt, dass es keine "fixe universelle und transhistorische Natur des Menschen" gebe, kritisert dann - wie ich oben zitiert hatte - Chomsky et al. dafür, dass die das seiner Ansicht nach nicht nur behaupteten, sondern jene menschliche Natur sogar nach ihren eigenen Vorstellungen konstruierten, um sie dann zur Rechtfertigung ihrer eigenen politischen Ziele, und zur Errichtung einer daran ausgerichteten, potenziell tyrannischen Politik anzuwenden.
"I am concerned about the tyranny implicit in these works that results from the way they deploy human nature as an authorization for a political regime."
Ich habe aber gar nicht behauptet, dass es eine "fixe universelle und transhistorische Natur des Menschen" gebe, sondern ich habe Wimberley dafür kritisiert, dass er die Propagandisten für fähig erklärt, eine menschliche Natur zu formen und zur Stützung ihres eigenen tyrannischen Regimes zu nutzen, dass er also behauptet, das gesellschaftliche Bewusstsein liesse sich durch reine Ideologie so umformen, dass es den Menschen quasi zur "Natur" werde und dass er dabei ignoriert, was Marx und andere behaupten - nämlich: dass das gesellschaftliche Bewusstsein - auch das der Mächtigen und ihrer Propagandisten! - von den materiellen Verhältnissen bestimmt wird, die in der Gesellschaft herrschen und damit auch ihre herrschende Ideologie bestimmen.
Es mag ja sein, dass Foucault das auch so gesehen hat, aber es ist eben so ziemlich das Gegenteil einer materialistischen Analyse. Die würde höchstens konstatieren, dass es die "Natur" des Menschen ist, sich seinen Lebensbedingungen anzupassen, damit er nicht verhungert oder erfriert.