Stammtisch & Kaffeekranzerl

  • Bin jetzt zu faul die Sätze einzeln zu zitieren um darauf gezielt zu antworten.

    Ja dann bin ich leider zu faul, das krude Zeug ernst zu nehmen, das Du Dir aus den Untiefen Deines nachdenklichen Gehirns zusammen fantasierst.


    Nur dazu vielleicht noch:


    Was ich sage ist, dass man, ganz allgemein, sich nicht beschweren braucht, dass es soweit gekommen ist, wie es nun gekommen ist, wenn man da bisher sich schon nicht dagegen positioniert hat und das dann aber auch konsequent.

    Ich habe schon immer ziemlich scharf die einseitige antirussische Berichterstattung im deutschen Wertejournalismus kritisiert. Nur als Beispiel dazu habe ich - neben anderen Foristen - (ab hier) schon vor über einem Jahr anlässlich der elenden Nawalny-Glorifizierung mit hansj. einen seitenlangen Disput geführt und musste mir damals schon vorwerfen lassen, ich sei zu putinfreundlich eingestellt. Von Dir habe ich dazu bis zur jüngsten Eskalation noch keinerlei nachhaltiges, oder gar eine Verteidigung der mainstreamkritischen Position gelesen. Es drängt sich fast der Eindruck auf, Du hättest es bisher "stillschweigend akzeptiert", dass Kritik am diesbezüglichen Konsens im Wertewesten als abwegige Putinversteherei abgetan wird.


    Im übrigen würdest Du - auch wenn Du nicht "zu faul" wärst danach zu suchen - hier oder im alten Forum keinen einzigen Post von mir finden, in dem ich diese Gefahr verharmlost, oder es gar gebilligt hätte, Kritiker dieser seit Jahren laufenden Ideologisierung des Konfliktes mit Russland mundtot zu machen.


    Also zeig' mir entweder anhand meiner eigenen Aussagen, was Dein Problem ist, oder spar' Dir diesen Quatsch.

  • Ich rede von Prinzipien und das man diese gerade bei der nicht eigenen Position vertreten und verteidigen muss und du redest von deiner eigenen Position und das du diese verteidigst.


  • Also dass deutsche DDR-Panzer demnächst in der Ukraine gegen Russland eingesetzt werden, das ist schon Ironie des Schicksals x 1000. Mal ganz davon ab, dass es ein "WTF, IHR Vollidioten? !" ist.


    Ach Gottele wir liefern da ja gar nix, das Zeugs (BMP-1), steht in Tschechien und wir geben nur grünes Licht wegen der Endverbleibserklärung...


    Na dann :

    Voran, voran und Gas gegeben,

    das Leben will gewonnen sein.


  • Ich rede von Prinzipien und das man diese gerade bei der nicht eigenen Position vertreten und verteidigen muss und du redest von deiner eigenen Position und das du diese verteidigst.

    Ich verteidige meine Position, weil DU offenbar der Ansicht bist. dass ICH hier die Speerspitze der "cancel culture" sei und mir vorwirfst, ich würde mich jetzt über etwas aufregen, das ich zuvor noch verteidigt, oder zumindest "stillschweigend akzeptiert" hätte.


    In der Diskussion mit Hans die ich da verlinkt habe geht es ausschliesslich um Prinzipien, wie etwa seine flexible Interpretation des Völkerrechts, die Rolle der Berichterstattung bei der öffentlichen Meinungs- und Ideologiebildung, oder meinen Vorwurf des Messens mit zweierlei Maß im deutschen Wertejournalismus wenn es um Russland geht. (Im Gegensatz zu Dir ist Hans allerdings offenkundig in der Lage dazu, auch gegen harten Widerstand eine prinzipientreue Position zu vertreten, ohne seinem Diskussionsgegner irgendwelche sinistren Hintergedanken zu unterstellen, auch wenn man sich dabei nicht auf einen Konsens einigen kann.)


    Das hat Dich offenbar damals schon nicht interessiert und auch jetzt bist Du entweder "zu faul" es zu lesen oder zu unfähig es zu verstehen.

    Auch gut. Zwingt Dich ja niemand, das zu tun. Aber dann komm' mir halt nicht mit "Prinzipien".


    Diese "Prinzipien" sind nämlich nichts anderes als das Wertegeschwätz des Bildungsbürgertums, wenn man sie nicht in einen praktischen Zusammenhang bringen kann.

    Meinungsfreiheit ohne Kritik an der Meinung ist eine hohle Phrase. Die kann man vor sich her tragen und sich darüber beschweren, dass sie von der Gegenseite zum Widerspruch genutzt wird, aber wenn man nicht einmal dazu in der Lage ist, die eigene Meinung so zu formulieren und mit Argumenten zu stützen, dass sie sich nicht permanent selbst widerspricht, dann sollte man vielleicht vorher noch mal etwas genauer darüber nachdenken, wozu so ein Prinzip überhaupt gut sein soll.

  • Ich verteidige meine Position, weil DU offenbar der Ansicht bist. dass ICH hier die Speerspitze der "cancel culture" sei

    Also dein Narzismus und deine dauernde Selbstüberhöhung ist wahrlich beeindruckend, das muss ich jetzt echt mal "anerkennen"



    ich würde mich jetzt über etwas aufregen, das ich zuvor noch verteidigt, oder zumindest "stillschweigend akzeptiert" hätte.

    in der Tat hast du das. Mehrmals. Auch schon direkt mir gegenüber. Aber halt stets in dir unliebsamen Zusammenhängen. Du verengst und versteifst dich dann in deiner weiteren Betrachtung des ganzen dann halt auf den Bereich, den du der "cancel culture" zuordnest.


    jetzt bist Du entweder "zu faul"

    korrekt. Schlicht keine Lust mehr auf diese Eskapaden mit dir.


    Nur so viel, wir scheitern nun wohl bereits daran, dass wir unterschiedliche Ansichten davon haben was Prinzipien sind. Und auch hier hab ich echt keine Lust mehr mit dir da nun nen Tagelangen und Seitenlangen Polemik- und "Worte im Mund rumdrehen"-contest zu führen.


    Bildungsbürgertums

    dingdingding!!!

    BINGO!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • ich würde mich jetzt über etwas aufregen, das ich zuvor noch verteidigt, oder zumindest "stillschweigend akzeptiert" hätte.


    in der Tat hast du das. Mehrmals. Auch schon direkt mir gegenüber. Aber halt stets in dir unliebsamen Zusammenhängen.

    Wo?


    Wann?


    Mit welchen Worten?


    Du verengst und versteifst dich dann in deiner weiteren Betrachtung des ganzen dann halt auf den Bereich, den du der "cancel culture" zuordnest.

    Ach, mache ICH das?


  • Wo?


    Wann?


    Mit welchen Worten?

    zu faul + bist es mir nimma wert



    Ach, mache ICH das?

    Danke, denn du machst es passender weise schon allein direkt mit dem Zitat und deinem Text dazu.

    Ich verenge den Begriff cancel culture hier nicht, verwende ich sogar noch den Begriff "allumgreifend" und nicht etwa "bürgerlich" oder auf was auch immer du es gerne verengen magst.

  • Du verwendest den Begriff "cancel culture" einfach x-beliebig auf alle möglichen gesellschaftlichen Diskussionen, - im konkreten Fall auf den Ukraine-Konflikt - und wirfst mir dann vor, ich würde ihn "verengen", weil ich mich darum bemühe, diese Verallgemeinerung argumentativ zu wiederlegen.


    Dass dieser Begriff eigentlich erst so groß wurde, weil er von rechten Demagogen gegen alles was denen als "links" erscheint in Stellung gebracht, und mittlerweile auch von der konservativen bürgerlichen Mitte dankbar augfegriffen wird, um politische Gegner die sie für "links" halten als Denunzianten und Meinungsterroristen zu brandmarken, scheinst Du hingegen ja eher "stillschweigend zu akzeptieren."


    Du machst erneut genau das was Du anderen vorwirfst und bist dann zu faulfeige, Dich damit auseinanderzusetzen, wenn man es Dir vor Augen führt.


    Armselig.

  • Da wo eine politisch-gesellschaftliche Diskussion einseitig geführt wird, unter Ausgrenzung unliebsamer Meinungen beispielsweise mit den Mitteln der Diskreditierung der Meinungsführer, oder da wo Themen gar mit einem Tabu belegt sind und in der öffentlichen Diskussion gar nicht erst auftauchen, überall da ist der Begriff angebracht.


    Natürlich ist das so. Wer kann sich denn anmaßen zu entscheiden, wo er verwendet werden darf und wo nicht? Auch diese Unterscheidung wäre doch bereits ein „Canceln“.

    "Cancel Culture" ist ein politischer Kampfbegriff, der heute hauptsächlich vom konservativen bis rechten Spektrum gegen Linke (oder gegen leute die sie dafür halten) vewendet wird.


    Der Begriff ist umstritten und hat keine eindeutige Definition, aber ihn im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Kriegspropaganda und den Hexenjagden auf vermeintliche PutinistInnen zu verwenden, ist eine völlige Verdrehung dessen was hier gerade geschieht.


    Es sind nicht die radikalen Linken - denen man von bürgerlicher Seite bisher hauptsächlich unterstellte, sie würden jene "Kultur" des "cancelns" befördern - die jetzt zur Hatz auf potenzielle Kollaborateure blasen und jeglichen rationalen Diskurs über Ursachen und Wirkungen dieses Krieges unter einem Parteiübegreifend geschichtsvergessenen Burgfrieden begraben wollen, bis der Verbrecher Putin zur Räson gebracht ist, sondern überwiegend genau das gehobene Bürgertum, von liberal bis erzkonservativ, das sich sonst so gerne über die "linke " "cancel culture" echauffiert und es jetzt für angebracht hält, selbst offenen völkischen Nationalismus gegen linke Kritik in Schutz zu nehmen, so lange er sich nur gegen das "richtige" böse Volk richtet und sich heldenhaft in den Kampf gegen den Russenhitler und seine Helfershelfer stürzt.


    Natürlich liegt beiden Phänomenen eine übertriebene Moralisierung von öffentlichen Diskursen zugrunde, aber die Motive sind grundverschieden und in ihrer Wirkung nicht einmal ansatzweise vergleichbar.

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