Schikane als Detox?
Eher Pussy Riot.
Schikane als Detox?
Eher Pussy Riot.
Ich versteh' nur er puh - sie reihet.
Tja, wenn man sich an Unis so umschaut wundert es mich nicht, wenn viele junge Menschen FDP wählen.
Jeder zweite den man da sieht ist doch ein BWL-Justus und zukünftiger Millionär.
Jeder zweite, genau.
Ob nun Zuspitzung oder gefühlte Wahrheit. Die Mehrheiten sind klar verteilt. Alle Chemikery müssen jetzt ganz stark sein. ![]()
Ich hatte mich nicht an der Verteilung, sondern an dem "zukünftigen Millionär" gestört ![]()
Klar,ich fand es dennoch interessant, weil es ein strukturelles Ungleichgewicht widerspiegelt. Und gefühlte kommende Selfmade-Millionäre trifft die Selbstsicht von jungen FDP-Wählern doch ausgezeichnet.
Das habe ich nie in Frage gestellt. Die findest du aber auch sehr häufig bei Chemikern, Informatikern, Ingenieuren und VOR ALLEM Medizinern! Mit letzteren bin ich passiv verhaftet und die sind so neoliberal wie es nur geht. Alles elende (systemrelevante) Wichser.
Wie sieht es denn dann mit einem Studiengang zum Wirtschaftschemiker. Ich finde, da ist noch ordentlich Potenzial für Kostenoptimierung. Außerdem brauchtt unsere chemische Industrie mehr Start ups.
Hör mir auf, die Seuche namens Wirtschaftsingenieure gibt es ja schon und sind an meiner Alma Mater durch Größen wie Wendelin Wiedeking einfach nur so aus den Boden geschossen. Am Ende hast du im Zweifel ohnehin nicht mehr viel mit (der) Materie zu tun als Chemiker.
Ja aber nicht jeder, der BWL und VWL studiert, denkt, er würde Millionär werden. VWL ist trotz Orthodoxie ein sehr interessantes Fach, und man kann sich ja selbst mit den vielen alternativen Wirtschaftsmodellen beschäften, gerade deswegen hätte ich das auch gerne studiert. Wobei die Orthodoxie nur in der Mikro vorhanden ist, Makro soll, wie ich gelesen hab, eher chaotisch sein ohne vorherrschendes Modell.
Na Jonny. Das ist doch klar, allerdings erkennt man gerade anhand der vielen Hybridstudiengänge, wie Lehre und Industrie durchökonomisiert wurden. Darauf hinzuweisen ging es mir eigentlich nur bei dem Aufhänger, nicht um irgendwem irgendwas und schon gar nicht pauschal zu unterstellen. Seht es einfach als Anstoß.
Die klassische Volkswirtschaft taucht in den Top20 ja gar nicht auf. Auch nur die Mischform mit der Betriebswirtschaft.
Das "Tolle" an so einem Hybridstudium ist, dass man beides am Ende nicht so tiefgründig macht.
Na Jonny. Das ist doch klar, allerdings erkennt man gerade anhand der vielen Hybridstudiengänge, wie Lehre und Industrie durchökonomisiert wurden. Darauf hinzuweisen ging es mir eigentlich nur bei dem Aufhänger, nicht um irgendwem irgendwas und schon gar nicht pauschal zu unterstellen. Seht es einfach als Anstoß.
Die klassische Volkswirtschaft taucht in den Top20 ja gar nicht auf. Auch nur die Mischform mit der Betriebswirtschaft.
Das "Tolle" an so einem Hybridstudium ist, dass man beides am Ende nicht so tiefgründig macht.
Die Durchökonomisierung kommt von den Ideen des New Public Management, die sich seit einiger Zeit durchgesetzt haben, d.h. die Idee, dass auch die Unis nach marktwirtschaftlichen Prinzipien laufen sollen. Das ist IMO ein schwierigeres Problem, das mit der Verwaltung zu tun hat, weniger dass es Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurwissenschafen gibt. Diese Differenzierung in viele kleine Einzelstudiengänge kommt halt daher, weil man eine Art forgeschrittene Arbeitsteilung und ein darauffolgendes Deskilling und eine Partikularisierung/Spezialisierung der Universitätsstudiengänge, um die Löhne zu drücken, durchgeführt hat. Im Grunde sind es halt auch die Werte, die an Uni transportiert werden. Aber ich finde nicht, dass man heutzutage an den Unis viel von eigenem Humankapital oder liberalem Kredo eingetrichtert bekommt, es wird nach wie vor eine kritische Ausseinandersetzung damit gelehrt, was ja auch das Ziel jeder Uni sein sollte. Ob dann die Verwaltung neoliberal ist oder ob es mehr Studiengänge gibt, die ihren Schwerpunkt in der Wirtschaft haben, ist nicht so schwerwiegend und berührt auch IMO weniger die Einstellung der Menschen, wozu es auch gar keine Untersuchungen gibt. Nervt halt, dass es wieder so ein Framing über die Erstwähler bzw. Jugendlichen gibt, sie würden ja alle die FDP wählen, weil sich die Jugendlichen mit dem Yuppie-Weltbild der FDP identifizieren würden oder weil alle auf TikTok rumhängen. Dabei kann es tausend Gründe geben, warum Menschen eine bestimmte Partei wählen.
2017 haben die U25 jährigen nur 12% für die FDP gewählt, ein Punkt hinter der Linken.
2021 dann halt 21%, zwei Punkte hinter den Grünen (nur jugendliche, nicht nur erstwähler).
Also fundamentaler Wertewandel in 4 Jahren? Nö.
Ich würde ja sagen, die guten zukünftigen Berufsaussichten finden sich am unteren Ende der Liste bei den Studienfächern mit wenig Studenten, aber dann könnte jemand auf die Idee kommen, Anglistik zu studieren.
glaube chemiker haben immer noch die höchste arbeitslosenquote unter akademikern.
glaube chemiker haben immer noch die höchste arbeitslosenquote unter akademikern.
Die sind auch regelmäßig "between jobs"
im Schnitt alle 7 Jahre berufswechsel? War jedenfalls mal so
Chemiker? Nah. Laut dieser Statistik für die Berufsfelder schonmal besser als die restlichen Klassiker aus dem Bereich Mathematik/Naturwissenschaften:
https://statistik.arbeitsagent…-Blick-Anwendung-Nav.html
| Berufsgruppe | Berufsspezifische Arbeitslosenquote |
|---|---|
| 411 Mathematik und Statistik | 6.4% |
| 412 Biologie | 7.8% |
| 413 Chemie | 3.4% |
| 414 Physik | 5.1% |
Liegt denke ich auch nicht an 2020. Die Quoten sollten alle schlechter sein, als in den Jahren davor, aber bei Biologie war sie meines Erachtens auch vorher schon am höchsten.
Alles anzeigenChemiker? Nah. Laut dieser Statistik für die Berufsfelder schonmal besser als die restlichen Klassiker aus dem Bereich Mathematik/Naturwissenschaften:
https://statistik.arbeitsagent…-Blick-Anwendung-Nav.html
Berufsgruppe Berufsspezifische Arbeitslosenquote 411 Mathematik und Statistik 6.4% 412 Biologie 7.8% 413 Chemie 3.4% 414 Physik 5.1%
Liegt denke ich auch nicht an 2020. Die Quoten sollten alle schlechter sein, als in den Jahren davor, aber bei Biologie war sie meines Erachtens auch vorher schon am höchsten.
Wobei Chemie ja auch stark überschneidungen mit Biologie hat. Und Jobs in der Pharmaindustrie locken. Aber kann ja auch sein, dass die meisten Verträge halt befristet sind und es aus irgend nem Grund zu Jobwechsel kommt.
Pharmaindustrie ist übrigens immer so der Standard woran man denkt beim Chemiker, allerdings ist das echt so der heilige Gral unter den Karrieristen. Manchmal ist's dann doch eben nur jemand im QM in der lokalen Papierfabrik oder jemand in der Finanzverwaltung von öffentlichen Forschungsprojekten. Ich kenne nur wenige, die nach ihrer Promotion in dem Bereich gearbeitet haben, in dem sie tatsächlich wissenschaftlich aktiv waren.
https://jacobinmag.com/2021/10…3xVpzBe1OvXVyzmnoMDXzGeyA
The big winner in Russia's recent election was the Communist Party, which jumped to almost 20 percent support. The party is today being transformed by a new wave of democratic socialist activists opposed to Vladimir Putin’s rule.
Na das ist doch mal was ![]()
Pharmaindustrie ist übrigens immer so der Standard woran man denkt beim Chemiker, allerdings ist das echt so der heilige Gral unter den Karrieristen. Manchmal ist's dann doch eben nur jemand im QM in der lokalen Papierfabrik oder jemand in der Finanzverwaltung von öffentlichen Forschungsprojekten. Ich kenne nur wenige, die nach ihrer Promotion in dem Bereich gearbeitet haben, in dem sie tatsächlich wissenschaftlich aktiv waren.
Was ist mit Jobs in der Verwaltung von Pharmaunternehmen? 🤔
Was ist mit Jobs in der Verwaltung von Pharmaunternehmen? 🤔
Warum genau sollte man da Chemiker verbraten?
Willst du dann auch die Werksfeuerwehr mit Chemikern besetzen?
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!