Hältst du es denn wirklich für Fehlentwicklungen, als ob es hier tatsächlich zu "falschen" Entscheidungen gekommen wäre, oder sind es einfach Entscheidungen, die sich auf eine breitere Bevölkerungsschicht in Deutschland in Sachen Wohlstandserhalt schlecht auswirkt? Stattdessen sind es einfach nur typische Entwicklungen in unserem System. Ich dachte, bezüglich deiner Kritik an elitären Entscheidungsträgern hättest du da doch ein gewisses Näschen, warum der Lachs so läuft, wie er nun mal läuft. Zu früh, zu spät - für wen?
Wie sagte Rether so schön "Natürlich optimistisch bleiben, man muss ja nicht gleich zuversichtlich sein."
Ich sehe Deindustrialisierung, Demographisches Chaos, einen gewaltigen Rechtsruck unseres politischen Etablishements, Kriegsgeilheit, Unterstützung eines Genozids und das schulterzuckende rätseln darüber, wieso man nun eigentlich nichts gegen den Klimawandel tut. Sorry für das von mir servierte Potpourri, aber ich kann diese E-Autoverschlafenheit oder nichtverschlafenheit einfach nicht mehr hören.
Ein buntes Potpourri an Themen, in der Tat. Aber ich dachte mir schon, dass es gar nix mit dem E-Auto zu tun hatte, sondern Anlass zum Ausdruck des Weltschmerzes war.
Aus unserer (nationalstaatlichen) Sicht im jetzigen Zustand und im Sinne verlorengehender Eiflussmöglichkeiten falsch, defintiv. Auf wieviele Ebenen ich meinen Nihilismus hochskalieren muss, um die nötige Gelassenheit aufzubringen? Kommt darauf an, worum es geht. Ein oder zwei Blicke zurück in der Geschichte helfen meist, bergen aber auch die Gefahr, an der eigenen Bedeutungslosigkeit zu verzweifeln.