Stammtisch & Kaffeekranzerl

  • Die Taz hat sie wirklich nicht mehr alle. Man stelle sich vor, man hätte in dem 90ern was ähnliches zu Schindlers Liste geschrieben (den ich hier schon häufiger kritisiert hab). Manmanmanman.....

    Ich find das Review gut, weil da steht "Ich hab mich während es Films für meine unsäglich dummen politischen Positionen geschämt und deswegen mag ich ihn nicht", wenn man nur genau hinschaut.

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  • Ich find das Review gut, weil da steht "Ich hab mich während es Films für meine unsäglich dummen politischen Positionen geschämt und deswegen mag ich ihn nicht", wenn man nur genau hinschaut.

    Ja, es sind genau solche Reviews, die dazu geführt haben, dass man auch No other Land in einer Hand voll Kinos in DE sehen konnte. In Köln wars nur das Rex zB

  • Ganz interessantes Gespräch, in dem sich ein Amerikaner und zwei Europäer über die Trumpologische Deutung des derzeitigen transatlantischen Verhältnisses unterhalten.

    Tooze plaudert auch ein bisschen aus dem Nähkästchen über seinen Einsatz in Davos mit des Kaisers Wirtschaftsminister Lutnick.


    Stewart ist ein bisschen ein charismatischer Lanz, ich weiß nicht wie er auf die Idee kommt, dass seine großartige Nation jemals irgendwas nur "through coercion" gemacht hat. Diese "shining beacon on the hill" Rhetorik ist wirklich schwer zu ertragen und weder Tooze noch Krastev geben ihm da direkt konter.

    Die Synthese von "Trump macht das wegen seines Vermächtnisses" und "Trump denkt nur innerhalb seiner Lebenszeit" war ganz interessant.

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  • Die Synthese von "Trump macht das wegen seines Vermächtnisses" und "Trump denkt nur innerhalb seiner Lebenszeit" war ganz interessant.

    Da hat mir persönlich ein Aspekt gefehlt: Ich gehe mit, dass sich Trump wie ein Kleinkind verhält und seinen Namen gerne überall draufpappen möchte und ich gehe auch mit, dass Trump nur innerhalb seiner Lebenszeit denkt. Die Synthese daraus ist mMn aber, dass Kleinkinder kein Konzept vom Tod im Sinne der Endlichkeit des eigenen Lebens haben und das denke ich bei Trump auch immer. Ja, der denkt nur in seiner Lebenszeit, der denkt aber auch nicht, dass die (hoffentlich) bald 'rum ist...

  • Stewart ist ein bisschen ein charismatischer Lanz, ich weiß nicht wie er auf die Idee kommt, dass seine großartige Nation jemals irgendwas nur "through coercion" gemacht hat. Diese "shining beacon on the hill" Rhetorik ist wirklich schwer zu ertragen und weder Tooze noch Krastev geben ihm da direkt konter.

    Weil das jahrelange Indoktrination des US-amerikanischen Wesens ist.

    Schönes Video darüber, wie erst echtes Leben woanders die Perspektive ändert. So belesen und informiert Stewart auch sein mag, diese Erfahrung des echten Lebens woanders hat er meines Wissens nicht?

  • Stewart ist ein bisschen ein charismatischer Lanz, ich weiß nicht wie er auf die Idee kommt, dass seine großartige Nation jemals irgendwas nur "through coercion" gemacht hat. Diese "shining beacon on the hill" Rhetorik ist wirklich schwer zu ertragen und weder Tooze noch Krastev geben ihm da direkt konter.

    Nach europäischen Maßstäben wäre Jon Stewart auch eher sowas wie ein linker Sozialdemokrat, der zwar durchaus harte Kritik am führenden politischen Personal - auch aus dem eigenen Lager - dafür übt, dass es mit der liberalen Demokratie nicht so umgeht, wie es der Gründungsmythos vom Land of the Free und a government by the people for the peole jedem Schulkind in den USA eigentlich ins Hirn hämmert, der aber leider seit dreißig Jahren noch nie zu dem Schluss gekommen ist, dass der Mythos schon immer nur ein Mythos, die Demokratie schon in der Antike keine Herrschaft des Volkes, und der Kapitalismus noch nie eine Soziale Marktwirtschaft war.


    Aber er meint es wenigstens gut, und ab und zu kommen durchaus ganz gute Witze dabei heraus.

  • Nach europäischen Maßstäben wäre Jon Stewart auch eher sowas wie ein linker Sozialdemokrat, der zwar durchaus harte Kritik am führenden politischen Personal - auch aus dem eigenen Lager - dafür übt, dass es mit der liberalen Demokratie nicht so umgeht, wie es der Gründungsmythos vom Land of the Free und a government by the people for the peole jedem Schulkind in den USA eigentlich ins Hirn hämmert, der aber leider seit dreißig Jahren noch nie zu dem Schluss gekommen ist, dass der Mythos schon immer nur ein Mythos, die Demokratie schon in der Antike keine Herrschaft des Volkes, und der Kapitalismus noch nie eine Soziale Marktwirtschaft war.


    Aber er meint es wenigstens gut, und ab und zu kommen durchaus ganz gute Witze dabei heraus.

    Ja, ich mag Stewart auch. Ich hab früher enorm viel Daily Show gesehen als er noch der Host gewesen ist. Die Jon Stewart + John Oliver golden era. Wenn man gerade jungen Menschen Politik näher bringt macht das auch nichts, wenn man selbst ein ziemlich verblendetes Weltbild hat. Vielleicht ist ihm auch bewusst, dass es nur ein Mythos ist und beruft sich nur darauf, weil er jemanden überzeugen will. Aber das ist West-Wing denken und funktioniert leider nicht.

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  • Vielleicht ist ihm auch bewusst, dass es nur ein Mythos ist und beruft sich nur darauf, weil er jemanden überzeugen will.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass er wirklich davon überzeugt ist, dass das Konzept USA eigentlich prinzipiell gut ist, aber dass es leider immer von den falschen Leuten schlecht umgesetzt wird.


    Wenn man sich jetzt nochmal die alten Daily Show Fogen - oder den Colbert Report - ansieht, dann wird das meiner Ansicht nach auch ziemlich deutlich. Ich habe es damals bloß nicht kapiert, weil ich selbst noch so ein link(sliberal)er Sozialdemokrat war.

  • https://www.mdr.de/wissen/umwe…u-ergebnisse-100~amp.html


    Cleo du Arschloch hörst jetzt gefälligst auf zu füttern.

  • Vielleicht liegt es an der Verbreitung von Vogelblindheit bei Menschen, also man sieht im fortgeschrittenem Fußballsatdium garkeine Vögel mehr und am Anfang verwexelt man hauptsächlich sehr kleine und sehr große Vögel. Das würde Sciencefetischisten als Erklärung vielleicht befreidigen, so mit Zigarette hinterher usw.





    In dem Sinne, schönes WE und Freudschaft!


  • Hmm, die am häufigsten gesichteten Vögel sind "im Bestand gefährdet".

    I can haz Statistik.


    Na dann...

    ?


    Exegese: "Im Bestand gefährdet" bedeutet einfach, dass der "Bestand" (also das bereits Bestehende) rückläufig ist. Die Beibehaltung des Bestands ist damit gefährdet, weil er nicht mehr besteht, sondern geringer wird. Hausspatzen hab ich hier bei mir am Niederhein übrigens schon länger nicht gesehen, aber ich has da ja nur einen Ausschnitt der Statistik.

  • ?


    Exegese: "Im Bestand gefährdet" bedeutet einfach, dass der "Bestand" (also das bereits Bestehende) rückläufig ist. Die Beibehaltung des Bestands ist damit gefährdet, weil er nicht mehr besteht, sondern geringer wird. Hausspatzen hab ich hier bei mir am Niederhein übrigens schon länger nicht gesehen, aber ich has da ja nur einen Ausschnitt der Statistik.

    Dann ist die Menge meiner finanziellen Mittel mit jedem Einkauf "Im Bestand gefährdet", unabhängig davon, ob ich Millionen auf dem Konto habe oder nichts, nur weil die Gesamtzahl sich verringert, was entweder eine Null- oder eine dämliche Aussage wäre.

    Formallogisch kann man das von mir aus durchwinken, sprachlich nicht. Sprachlich transportiert eine solche Botschaft eben mehr, sonst hätte man einfach geschrieben, dass der Bestand rückläufig ist, abnimmt oder sonstwas.

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