Stammtisch & Kaffeekranzerl

  • https://www.zeit.de/wissen/202…ezogen-monsanto-bayer-gxe


    Elsevier ist von all den Verbrecherläden ohnehin der verbrecherichste.


    Der durchschnittliche Mann denkt vielleicht mehrfach pro Woche an das römische Reich. Ich denke mehrmals die Woche daran, wie das wissenschaftliche Publikationswesen funktioniert. Es ist einfach kompletter Irrsinn, dass eine Hand voll Server, Editoren und ein etwas umfangreicherer Email-Verteiler ein Multi-Milliarden Euro Unternehmen ist.

    Das dieser Laden im Zeitalter des Internets immer noch existiert, mit derart benutzerunfreundlichen Interfaces... asdchaskdchakd


    wenigstens gibts sci-hub, libgen und arXiv

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  • Ich bin echt in ein abgefahrenes rabbithole abgeglitten und dann sehe ich das hier



    Ich dachte, ich hätte mit Justus Geilhufe den unsympathischsten Menschen der Welt kennengelernt und dann erscheint er auf einem Bild mit Poschardt. Wenn es einzig Contest ist, dann will ich nicht wissen, wer der Typ links ist. Es gibt so viele beschissene Leute, es macht mich echt traurig.

  • Ich bin echt in ein abgefahrenes rabbithole abgeglitten und dann sehe ich das hier



    Ich dachte, ich hätte mit Justus Geilhufe den unsympathischsten Menschen der Welt kennengelernt und dann erscheint er auf einem Bild mit Poschardt. Wenn es einzig Contest ist, dann will ich nicht wissen, wer der Typ links ist. Es gibt so viele beschissene Leute, es macht mich echt traurig.

    Der Typ sieht aus als würde er in Zone of Interest mitspielen. Eigentlich sehen die alle so aus.

    Aber beschissene Leute gabs schon immer, gibt auch n paar Gute.

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  • Aber beschissene Leute gabs schon immer, gibt auch n paar Gute.

    Lustig ich musste an die Commander aus Handmaid's Tale denken. Dieser Justus ist echt so der Verwalter des Richtigen, kein Zelot oder so. Das inkl. diese arschgeleckte Glattheit mit dem Hauch der protestantischen "Coolness" und dem Ostdeutschen dolce Vita... also nicht mal ein Charly Kirk war so unangenehm. Keine Ahnung, der ist maximal creepy.

  • Ich wünschte, der Dreck wäre schon durch...


    Ich sehe im Discounter schon viele Menschen einzelne Waren mit einer handvoll Münzen bezahlen, "der letzte Rest vom Schützenfest" sage ich dann immer an der Kasse : )


    Und das war Mitte des Monats - da habe ich auch schon überlegt was wichtiger ist, das letzte Geld für Essen oder Medikamente (wahlweise im Dezember Geschenke) auszugeben. Als wäre ein normaler Monat nicht schon hart genug...

  • Gut, den Schulze hab ich durch, die Salonmarxisten applaudieren von der Seitenlinie aus. Das Problem ist nur leider wie immer, dass wenn jemand in Deutschland mehr hat als andere, es nun hot ist dieses Arm vs. Reich Monopolybrett aufzuziehen. Ist ja auch nicht übermäßig verwerflich, ich mach das hier ja auch. Aber leider wird selbst von den progressiveren unter den Linken wie immer auch dieses "Mehr" in seinem Entstehen in einer Show wie bei Lanz gar nicht erst aufgetan. Woher kommt das ganze Mehr denn? Dann müsste man ja das schlimme K-Wort sagen. Denn selbst die Rechnung mit Reallohnzuwachs nur 2% in einer Zeit wo das BIP einmal komplett verdoppelt wurde, alles Reichtum der ungleich verteilt ist, laut SS ja aber immer in Deutschland ist. Aber dass durch globale Wertschöpfungsketten, bei denen Vermögen oben akkumuliert und Ungleichheit räumlich ebenfalls ausgelagert wird, bleibt in diesem Punkt außen vor. Schade, wo er doch zuletzt mit WMS über Milanovics neues Buch gesprochen hat und es sogar als exzellent empfand. Wenn er sich dann jetzt wieder so in nationale Verteilungsdebatten einschießt, dann ist das doch immer nur das Feintuning an der Oberfläche eines Systems, das strukturell auf Ungleichheit angewiesen ist. Er beklagt dann diesen zu klein gedachten Reformismus, aber selbst sein vermeintlichen großer Reformismus wirkt auf mich dann wie das Verschieben von Kommastellen. Nichts ändert sich an der Maschinerie, die ungebremst weiterläuft.


    Aber ich sehe, nicht nur der größte zur Zeit lebenden Soziologe war im ZDF gestern Abend, auch der größte jemals existierende Philosoph war bei der Illner. Da bin ich mal gespannt, wie der Wehrkraftzersetzer da wieder von allen Seiten angegangen wurde.

  • Die Parzellenbauern bilden eine ungeheure Masse, deren Glieder in gleicher Situation leben, aber ohne in mannigfache Beziehung zueinander zu treten. Ihre Produktionsweise isoliert sie voneinander, statt sie in wechselseitigen Verkehr zu bringen. Die Isolierung wird gefördert durch die schlechten französischen Kommunikationsmittel und die Armut der Bauern. Ihr Produktionsfeld, die Parzelle, läßt in seiner Kultur keine Teilung der Arbeit zu, keine Anwendung der Wissenschaft, also keine Mannigfaltigkeit der Entwicklung, keine Verschiedenheit der Talente, keinen Reichtum der gesellschaftlichen Verhältnisse. Jede einzelne Bauernfamilie genügt beinah sich selbst, produziert unmittelbar selbst den größten Teil ihres Konsums und gewinnt so ihr Lebensmaterial mehr im Austausche mit der Natur als im Verkehr mit der Gesellschaft. Die Parzelle, der Bauer und die Familie; daneben eine andre Parzelle, ein andrer Bauer und eine andre Familie. Ein Schock davon macht ein Dorf, und ein Schock Dörfer macht ein Departement. So wird die große Masse der französischen Nation gebildet durch einfache Addition gleichnamiger Größen, wie etwa ein Sack von Kartoffeln einen Kartoffelsack bildet. Insofern Millionen von Familien unter ökonomischen Existenzbedingungen leben, die ihre Lebensweise, ihre Interessen und ihre Bildung, von denen der andern Klassen trennen und ihnen feindlich gegenüberstellen, bilden sie eine Klasse. Insofern ein nur lokaler Zusammenhang unter den Parzellenbauern besteht, die Dieselbigkeit ihrer Interessen keine Gemeinsamkeit, keine nationale Verbindung und keine politische Organisation unter ihnen erzeugt, bilden sie keine Klasse. Sie sind daher unfähig, ihr Klasseninteresse im eigenen Namen, sei es durch ein Parlament, sei es durch einen Konvent geltend zu machen. Sie können sich nicht vertreten, sie müssen vertreten werden. Ihr Vertreter muß zugleich als ihr Herr, als eine Autorität über ihnen erscheinen, als eine unumschränkte Regierungsgewalt, die sie vor den andern Klassen beschützt und ihnen von oben Regen und Sonnenschein schickt. Der politische Einfluß der Parzellenbauern findet also darin seinen letzten Ausdruck, daß die Exekutivgewalt sich die Gesellschaft unterordnet.

    Musste wegen der laufenden Bauerndiskussion dran denken. Hat jetzt nichts mit den Bauern an sich zu tun, spiegelt aber doch auf interessante Weise viele Aspekte unserer modernen Lebensweise wieder.

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  • Und etwas abgeschwächt lässt sich diese Analyse genauso über den Bewohner ländlichen Raumes an sich machen, der kein Bauer ist.

    Das Eigenheim, der eigene kleine Vorgarten, Zaun zum Nachbarn, das eigene Verkehrsmittel uswusf., während man sich im urbanen Raum idR vieles davon gezwungenerweise mit anderen teilen muss (was dann wieder zu anderen Konflikten führt).

  • Musste wegen der laufenden Bauerndiskussion dran denken. Hat jetzt nichts mit den Bauern an sich zu tun, spiegelt aber doch auf interessante Weise viele Aspekte unserer modernen Lebensweise wieder.

    Beschreibt wirklich gabz nett unser modernes Paradox, dass wir, die vom System abhängig gemacht wurden, am Ende die Autorität brauchen, die uns erklärt, warum es hierzu keine Alternative gibt. Wenn ich so 'nen Mist (nicht, weil es nicht plausibel ist, sondern weil es deprimierend ist) lese, geht mein Nihilismus mit mir durch...

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