Im Kommunismus gibt es immer gleich viele Bananen für alle. Keine Mathematik nötig.![]()
Stammtisch & Kaffeekranzerl
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Im Kommunismus gibt es immer gleich viele Bananen für alle. Keine Mathematik nötig.

Ich mag aber keine Bananen. Aber für den Kommunismus würde ich sie trotzdem essen.
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Keine Sorge, gleich viele kann auch heißen keine für alle.
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Ich habe ja weiter oben schon mal gefragt, warum Du andere Leute nicht wenigstens für das kritisiert was sie gewählt haben, wenn Du schon meinst, dass das Wählen ein Akt mündiger, vollumfänglich aufgeklärter und politisch informierter BürgerInnen sei, die ihre Wahlentscheidung in vollem Bewusstsein der Konsequenzen treffen.
Das habe ich an keiner Stelle behauptet.
Aber jahrzehntelang das Selbe wählen und sich hinterher als legitimatorisch gänzlich unbeteiligt an der Misere hinstellen, weil das System ja eh mache, was es wolle, egal was man wählt, ist vielleicht ein ganz klein wenig zu billig, so rein argumentativ. Also mir zumindest. Dir offensichtlich nicht.
Tja.
(den wehleidigen Jammerkram dazwischen spare ich aus)
Schön blöd war das damals von mir und den ganzen anderen Deppen, die sich das haben einreden lassen.
Ja, war es. Wie es auch schön blöd von mir selbst war, Schröder zu wählen, um Kohl loszuwerden.
Allerdings habe ich diesen Fehler auch exakt EIN Mal gemacht und danach nie wieder.
Und ein Mal falsch zu wählen bzw. sich verarschen zu lassen, das kann jedem passieren.
Fool me once, shame on you. Fool me again and again and again, apparently I'm an idiot.
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Das habe ich an keiner Stelle behauptet.
Ja wenn Du das gar nicht gemeint haben willst, als Du zum Beispiel schriebst:
Ich benenne jemanden als "Schuldigen", der jahrzehntelang politischen Mist durch sein Wahlverhalten goutiert und fabriziert hat.
...dann erschliesst sich mir nicht so ganz, warum Du meinst, "den Boomern" kollektiv
vorwerfen zu können, dass sie das Deiner Ansicht nach Falsche gewählt haben.
Allerdings habe ich diesen Fehler auch exakt EIN Mal gemacht und danach nie wieder.
Leute wie Du und ich sind halt einfach viel bessere Menschen als diese ganzen Idioten, die das nochmal gewählt haben.
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Das ist echt so ein saisonales Ding, wann sich Utan mit irgendeinem hier battlet, oder? Frag mich, wann ich mal so weit bin. Ich leg schon mal die roten Socken zurecht.
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Das ist echt so ein saisonales Ding, wann sich Utan mit irgendeinem hier battlet, oder? Frag mich, wann ich mal so weit bin. Ich leg schon mal die roten Socken zurecht.
Kannst ja auch mal versuchen, mir weißzumachen, warum es für Leute die sich noch irgendwie als "links" begreifen nicht komplett bescheuert sein soll, ein Symptom unserer freien kapitalistischen Marktwirtschaft und des bürgerlichen Staates, der deren Aufrechterhaltung seit vielen Generationen - parteiübergreifend von linksliberal bis rechtsradikal - zu seiner Räson macht, zu einem Kampf der Generationen umzudichten, bei dem man leider automatisch auf der falschen Seite steht, wenn man zur falschen Altersklasse gehört.
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Steht das da?
Nein?
Dann werde ich wohl vielleicht eher das gemeint haben, was ich tatsächlich geschrieben habe und nicht das, was Du mir gerne unterschieben möchtest, um es dann zu demontieren.
Leute wie Du und ich sind halt einfach viel bessere Menschen als diese ganzen Idioten, die das nochmal gewählt haben.
Leute wie Du und ich haben ein absolutes Grundmaß an Interesse für Politik auf der inhaltlichen Ebene. Das unterscheidet uns von 90+ % (mein persönlich erfühlter Wert) der Restbevölkerung. Ob wir deshalb bessere Menschen sind, wage ich nicht zu bewerten.
Nein, dafür bist Du zu schlau, Du würdest nicht ständig wieder darauf eingehen, sondern es recht schnell ignorieren.
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Kannst ja auch mal versuchen, mir weißzumachen, warum es für Leute die sich noch irgendwie als "links" begreifen nicht komplett bescheuert sein soll, ein Symptom unserer freien kapitalistischen Marktwirtschaft und des bürgerlichen Staates, der deren Aufrechterhaltung seit vielen Generationen - parteiübergreifend von linksliberal bis rechtsradikal - zu seiner Räson macht, zu einem Kampf der Generationen umzudichten, bei dem man leider automatisch auf der falschen Seite steht, wenn man zur falschen Altersklasse gehört.
Nee, das Thema muss uns finden, so funktioniert das nicht.
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Nein, dafür bist Du zu schlau, Du würdest nicht ständig wieder darauf eingehen, sondern es recht schnell ignorieren.
lol, jeder hat seine Achillessehne. Meine liegt durchtrennt im alten Forum.
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Bäh.
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Am Sonntag ist die Landtagswahl in Hessen und Bayern. Bin bei der Auszählung fürs ZDF dabei. Also alle schön gucken

(also ich komm natürlich nicht ins Fernsehen, sondern hock in einem Raum und geb 8 Stunden oder so mit anderen die ergebnisse in einen Rechner ein von den Leuten vor ort übermittelt)
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Am Sonntag ist die Landtagswahl in Hessen und Bayern. Bin bei der Auszählung fürs ZDF dabei. Also alle schön gucken

(also ich komm natürlich nicht ins Fernsehen, sondern hock in einem Raum und geb 8 Stunden oder so mit anderen die ergebnisse in einen Rechner ein von den Leuten vor ort übermittelt)
Thank you for your service
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Ich würde es vom Wahlergebnis abhängig machen.
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Naja, dafür würde ich Jonny jetzt nicht verantwortlich machen wollen.
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Naja, dafür würde ich Jonny jetzt nicht verantwortlich machen wollen.
Linke überraschend bei 69%
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Linke überraschend bei 69%
Nice
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Und immer wieder Russland.
Zigaretten, so wertvoll wie Gold - Frank Goosen
Es ist nicht so, dass es in meiner Familie und ihrer Umgebung ausschließlich Wahnsinnige gegeben hätte. Aber manchmal, wenn man sie voneinander reden hört, wenn das Gen der Gehässigkeit und der üblen Nachrede aktiviert wird, kommt man schon ins Grübeln.
In meinem Kopf ist das alles gespeichert als das Gerede von »Erwachsenen«, auf diesen Familienfeiern aufgeschnappt und unverdaut in meinem Hirn eingelegt, haltbar wie Leichenteile in Formaldehyd. Familienfeiern: immer nur Krankheit, Tod und Seuche. Wer wieder alles an »Krepps« verreckt war und wer an Staublunge, der Ritterschlag unter den Krankheiten in unserer Gegend.
Und immer wieder Russland. Sie redeten darüber, als ob es ein missglückter Urlaub gewesen sei, zu viel Regen, zu viel Schnee, zu viel Dreck und Schlamm, zu viele Russen. Aber es hörte sich nicht an, als sei es wirklich schlimm gewesen. Wenn die Männer darüber redeten, dann redeten nur sie darüber, die Frauen hielten den Mund oder gingen raus oder sahen aus dem Fenster, aber sie konnten nicht mitreden, und die Männer wirkten fast glücklich. »Ach, Sie waren auch in Russland« war ein verheißungsvoller Gesprächsauftakt, bald darauf wurde getrunken und geduzt. War denn von uns niemand in Frankreich gewesen? Niemand in Belgien oder Norwegen oder was weiß ich, was für Länder die Nazis alle überfallen hatten. Warum waren nicht wenigstens ein paar von ihnen in amerikanischer Gefangenschaft gelandet anstatt alle »beim Russen«.
Tante Wilhelmine ist bescheuert geworden. Daran war der Russe auf jeden Fall schuld. Ihr Mann, Onkel Theo, war einer der Letzten, die aus Russland zurückkamen, ’55, an der Hand von Adenauer, dem Kanzler der Alliierten. Aber was Onkel Theo da auf seinen Schultern hatte, war nicht mehr sein Kopf, das war etwas anderes. Und er war jemand anderes. Tante Wilhelmine sagte immer, und das ziemlich laut: »Ich erkenne ihn nicht wieder. Ich erkenne ihn nicht wieder.«
Onkel Theo lief die Straße rauf und runter und sammelte Zigaretten, schnorrte sie von den Passanten, sammelte Kippen aus dem Rinnstein auf und klaute sie in der Kneipe vom Nebentisch, wenn keiner hinsah. Alle wussten, dass Onkel Theo Zigaretten klaute, aber keiner sagte was, denn in Russland, wo Onkel Theo so lange gewesen war, da waren Zigaretten wertvoller gewesen als Gold. »Das muss man sich mal überlegen«, sagte mein Großvater, der wegen eines Arbeitsunfalls von ’38 nicht eingezogen worden war, nur ganz am Ende, zum Volkssturm, aber da war nicht mehr viel passiert, »das muss man sich mal überlegen, eine Zigarette mehr wert als ein ganzer Barren Gold!«
Wenn Onkel Theo die Leute auf der Straße um eine Zigarette bat, war das die einzige Gelegenheit, bei der er redete. Sonst kriegte er den Mund nicht mehr auf. »Ich erkenne ihn nicht wieder«, sagte Tante Wilhelmine, »früher hat er Witze erzählt, ganz unanständige, er hat sogar gesungen. Das muss man sich mal vorstellen, ich erkenne ihn nicht wieder.« Zu Hause hat er, wenn er etwas wollte, einfach draufgezeigt. Auf das Brot, das Salz, die Milch, die Butter. Und Tante Wilhelmine hat es ihm dann gegeben. Abends saß er in seinem Sessel und zählte seine Zigaretten. Er rauchte sie nämlich nicht, er sammelte sie nur. In einer Kiste. Dann in zwei Kisten, dann in drei. Und immer so weiter, zwei Jahre lang. Dann hat er sich umgebracht.
Aufgehängt am Fensterkreuz. Und Tante Wilhelmine hat ihn gefunden, wer sonst. »Mein Gott, Theo, ich erkenne dich gar nicht wieder!«, soll sie als Erstes gesagt haben. Aber so genau weiß das keiner, denn es war ja keiner dabei, und vielleicht haben sie sich nur über sie lustig gemacht. Sie hat sowieso erst keinem was gesagt, als sie ihn gefunden hat, sondern: sie ist einkaufen gegangen. Es war nötig, sie hatte keine Eier und keine Margarine mehr. Sie kaufte auch ein paar Flaschen Bier für ihren Mann, wenn er abends beim Zigarettenzählen einen heben wollte, weil es etwas zu feiern gab, wenn er wieder etwas reicher geworden war. Denn jede Zigarette war mehr wert als ein ganzer Klumpen Gold, da konnte man schon mal einen drauf trinken. Viel später, Stunden später, ist dann die Tante Wilhelmine zur Nachbarin gegangen und hat gesagt: »Ich glaube, wir müssen einen Krankenwagen rufen, dem Theo geht’s nicht gut.«
Zehn Jahre Russland hatte er überlebt, aber zwei Jahre neues Deutschland hatten ihm den Rest gegeben.
Wie gesagt, es ist nicht so, dass es in meiner Familie und ihrer Umgebung nur Schwachsinnige gegeben hätte. Aber manchmal ziehe ich lieber die Mütze tiefer in die Stirn, wenn ich an einem Spiegel vorbeigehe.
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Linke überraschend bei 69%
😅😅Haha
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