Stammtisch & Kaffeekranzerl

  • Ich muss gestehen, dass ich am Schlauch auf steh. :(


  • Ich war etwas enttäuscht, als ich hörte, dass Wolfgang M. S. mit der Serie nichts anfangen konnte, dabei lassen die zahlreichen Allegorien doch genug Potenzial, um Gesellschaftskritik zu erkennen. Vom amerikanischen Gesundheitssystem bis zu Logik und Folgen eines sich selbstregulierenden Marktes findet man alles wieder.

  • Da fällt mir ein, das mein älterer Bruder als Kind immer mit Kosmos Chemiebaukästen hantiert hat. Mineralien (Steine) Züchten war auch etwas was damit möglich war.

    Zählen Nierensteine nicht eigenltich auch dazu?. :/


    Was US Serien betrifft oder generell Serien im TV: Ich mag dieses sich ewig wiederholende Drama nicht. Oder dass Menschen so Handeln wie eigenltich kein normaler Mensch handeln würde, um dann wieder einen Twist zu haben, damit die Story weiter geht, um am Ende dann doch wieder in einem Cliffhänger zu enden.. Dieses ewig gleiche Muster ödet mich an. Kann natürlich durchaus sein, das mir da etwas entgeht, aber dann habe ich halt Pech gehabt.

  • Da fällt mir ein, das mein älterer Bruder als Kind immer mit Kosmos Chemiebaukästen hantiert hat. Mineralien (Steine) Züchten war auch etwas was damit möglich war.

    Zählen Nierensteine nicht eigenltich auch dazu?. :/


    Was US Serien betrifft oder generell Serien im TV: Ich mag dieses sich ewig wiederholende Drama nicht. Oder dass Menschen so Handeln wie eigenltich kein normaler Mensch handeln würde, um dann wieder einen Twist zu haben, damit die Story weiter geht, um am Ende dann doch wieder in einem Cliffhänger zu enden.. Dieses ewig gleiche Muster ödet mich an. Kann natürlich durchaus sein, das mir da etwas entgeht, aber dann habe ich halt Pech gehabt.

    Die meisten Serien sind auch einfach Schrott oder werden künstlich so lange verlängert, bis sie als solche enden. Und das erzeugt dann genau das Gefühl, wie du es beschreibst. Man investiert als Zuseher ja Zeit, um so einer durchgehenden Handlung zu folgen und wird dann oft billig abgespeist. Dann doch lieber gut gemachte Kurzgeschichten über ein oder zwei Episoden, wie beim alten Star Trek.


    Ob nun alle handeln müssen, wie normale Menschen sei mal dahin gestellt, allerdings sollte es schon innerhalb der Handlung nachvollziehbar und konsistent sein. Das gilt eigentlich für jede Geschichte. In dieser Hinsicht schwächelt der deutsche Film m.M.n. mindestens genauso. Als Leser oder Zuschauer will man einfach nicht durch Brüche aus der Handlung gerissen werden.

  • Ich war etwas enttäuscht, als ich hörte, dass Wolfgang M. S. mit der Serie nichts anfangen konnte, dabei lassen die zahlreichen Allegorien doch genug Potenzial, um Gesellschaftskritik zu erkennen. Vom amerikanischen Gesundheitssystem bis zu Logik und Folgen eines sich selbstregulierenden Marktes findet man alles wieder.

    Oh, tut er nicht? Aber er ist ja im Allgemeinen kein großer Serienfan. Bei Stefan hätte mich die Aussage weniger gewundert - der mag Meta ja gar nicht so im TV (und dabei hat Breaking Bad zahlreiche Hollywoodesque Actionszenen und cheesy moments...).

  • Perfekt Mischung.

    Sie hatten mal drüber gesprochen und er meinte er hätte es mal mit ein oder zwei hochgelobten probiert darunter BB und fand es enttäuschend. Weiß nicht mehr, wie lang er durchgehalten hat.


    P.S. Wieso ist das Herr der Ringe Ding altersbeschränkt? Musste extra in die USA reisen zum schauen.

  • Was US Serien betrifft oder generell Serien im TV: Ich mag dieses sich ewig wiederholende Drama nicht. Oder dass Menschen so Handeln wie eigenltich kein normaler Mensch handeln würde, um dann wieder einen Twist zu haben, damit die Story weiter geht, um am Ende dann doch wieder in einem Cliffhänger zu enden.. Dieses ewig gleiche Muster ödet mich an. Kann natürlich durchaus sein, das mir da etwas entgeht, aber dann habe ich halt Pech gehabt.

    Ja das geht mir leider genauso, weshalb ich eigentlich nur Filme gucke. Oder es müssen Serien sein, deren Handlung pro Episode in sich geschlossen ist, aber Teil eines größeren Kosmos sind wie bei Simpsons, Futurama, South Park oder Black Mirror. Ansonsten halt Miniserien wie z.B. Fargo oder Band of Brothers. Ich habe leider auch nicht genug Sitzfleisch mich in der Freizeit hinzusetzen und 3 Stunden Serien durchzusuchten.

    Denn leider aus diesem Grund wurde ich von fast jeder Serie bisher enttäuscht, außer bei Breaking Bad, weil sich dort sehr wenige Plottwists vorkamen. Diese waren dann auch nicht so hanebüchen und unrealistisch, sondern sehr nachvollziehbar erzählt und begründet. Für mich die bisher beste Serie in ihrem Gesamtpaket. House of Cards waren Staffel 1 - 3 absolute Spitze, der Rest dann aber Schrott.

  • Claudius

    Wenn man über die Begriffe Rechtsstaat/Unrechtsstaat redet, sollte man IMO sagen, was man den genau meint. Je nachdem kann man die Begriffe dann sehr eng definieren oder nicht. Normalerweise ist Rechtsstaat ein Begriff, der im speziellen stark von der Verfassungsgeschichte der BRD geprägt ist und mit dem ein verfassungsrechtlicher Rahmen, in dem der Staat im liberalen Sinn handeln darf, sowie die Existenz einer unabhängigen, zwischen Bürger und Staat vermittelnde Justiz gemeint ist. Mit Unrechtsstaat werden meist entweder das System im Nationalsozialismus oder in der DDR bezeichnet oder ein Staat, der kein Rechtsstaat, wie ihn die BRD darstellt, ist. Beide Begriffe kann man aber natürlich auch benutzen, um Handlung eines Staates zu bezeichnen, die als moralisch korrekt respektive unkorrekt empfunden werden.

  • Ich kann die Frage nicht klarer fassen. Aber vielleicht hilft zu sagen, dass ich nicht sehe worin Wert des Begriffs bestehen soll, jenseits von Propaganda.

    Welcher Begriff? Rechtsstaat oder Unrechtsstaat?

    Rechtsstaat gehört zur liberalen Tradition bis in 19. Jahrhundert und gehört auch zu den Kernforderungen des deutschen Liberalismus. Das der Begriff Propaganda sein soll, kann wohl nur Satire sein.

  • Ja das geht mir leider genauso, weshalb ich eigentlich nur Filme gucke. Oder es müssen Serien sein, deren Handlung pro Episode in sich geschlossen ist, aber Teil eines größeren Kosmos sind wie bei Simpsons, Futurama, South Park oder Black Mirror. Ansonsten halt Miniserien wie z.B. Fargo oder Band of Brothers. Ich habe leider auch nicht genug Sitzfleisch mich in der Freizeit hinzusetzen und 3 Stunden Serien durchzusuchten.

    Denn leider aus diesem Grund wurde ich von fast jeder Serie bisher enttäuscht, außer bei Breaking Bad, weil sich dort sehr wenige Plottwists vorkamen. Diese waren dann auch nicht so hanebüchen und unrealistisch, sondern sehr nachvollziehbar erzählt und begründet. Für mich die bisher beste Serie in ihrem Gesamtpaket. House of Cards waren Staffel 1 - 3 absolute Spitze, der Rest dann aber Schrott.

    Kann dir House of Lies empfehlen. Geht um Unternehmensberater und Corporate America, die jetzt nicht unbedingt positiv wegkommen. Pro Staffel gibts zwar mehere durchgehende Handlungsstränge, aber da die jede Episode mehr oder weniger bei einem anderen Unternehmen sind einen Cliffhanger vielleicht mal in der vorletzten Folge.


    Trailer:


    Ist von 2012-2016.


    Mehr oder weniger amüsante Clips:

  • Er meint den Begriff "Unrechtsstaat". Der wird tatsächlich gerne propagandistisch gebraucht, insbesondere hinsichtlich der DDR. Ich kann diesbezüglich die Ausführungen von Utan im anderen Thread gut nachvollziehen.


    Andererseits muss man Unrecht auch so nennen können.


    Es ist ein bisschen schade, wenn Begriffe durch Missbrauch nicht mehr nutzbar sind. Welchen Begriff würde man beispielsweise für Chile unter Pinochets Militärregime verwenden? "Unrechtsstaat" trifft es sicher gut, man sollte darüber nachdenken, den Begriff zu rehabilitieren. Als Linker sollte man sich überlegen, in welchem Kontext man ihn verwendet. Worauf wollte Tilo mit seiner Frage bei Simone Oldenburg (Die Linke) eigentlich hinaus?

    Mir ging es eher darum, dass diese zwei Begriffe auch wissenschaftlich benutzt werden, neben der breiten Definition, die alles enthalten kann, was man gut bzw. schlecht findet je nachdem was für Vorstellungen von Gerechtigkeit man hat und diese Mehrdeutigkeit war IMO das Problem mit der Frage von User Claudius. Ob GB ein Unrechtsstaat verstanden als fehlender Verfassungsrahmen und fehlende unabhängige Justiz ist, kann man beantworten, ob GB ein Unrechtsstaat im Sinne von "es geschehen Dinge, die nicht als rechtmäßig empfunden werden" ist, kann man auch beantworten, hat aber einen viel breiteren Interpretationsraum. Unrechtsstaat sollte man aber IMO allgemein einfach nicht benutzen, jedenfalls nicht wenn man sich der Geschichte dieses Begriffs in seinem Verhältnis mit Rechtsstaat bewusst ist. Auch würde ich den Begriff nicht benutzen, weil er eben bestimmte ideale Vorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft suggeriert, die ich ablehne.

  • Worauf wollte Tilo mit seiner Frage bei Simone Oldenburg (Die Linke) eigentlich hinaus?

    Er stellt diese Frage oft (immer?) bei ostdeutschen PolitikerInnen.


    Bodo Ramelow ist so weit ich mich erinnere damals direkt ein bisschen eingeschnappt, als sie ihm gestellt wurde und er das "Bekenntnis" ebenfalls verweigerte.


    Aber auch Frau Schwesig (sPD!) hat er sie gestellt, und auch sie hat da ziemlich souverän drum herum geantwortet, ohne sich das Wort zu eigen zu machen.

    Sie ist allerdings vor einiger Zeit auch schonmal öffentlich dafür angefeindet worden.

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